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Mortalitätsrate älterer Motorradfahrer (ab 65)

Erstellt von judex, 05.08.2019, 10:54 Uhr · 548 Antworten · 24.682 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Mortalitätsrate älterer Motorradfahrer (ab 65)

    #1
    Wer es sich mal antun will:
    Im deutschen Ärzteblatt

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/20...eber-65-Jahren

    ist eine Untersuchung veröffentlicht, wonach die Sterblichkeitsrate
    besonders junger Motorradfahrer (bis 20), aber auch jene älterer
    Motorradfahrer (ab 65) ermittelt und statistisch unter Beweis gestellt
    wird.
    Trotz auf hoher Erfahrung und guter Ausrüstung basierender Vorsorge
    der Silberrücken gebe es eine hohe Mortalität (und/oder längere Kranken-
    hausaufenthalte) gerade bei älteren Motorradfahrern. Im Gegensatz
    zu den jüngeren Unfallopfern trete bei denen der Tod häufiger erst in
    der Klinik ein, nicht bereits am Unfallort, wie es bei den jüngeren Unfall-
    opfern der Fall sei.
    Erklärt wird dies mit der abnehmenden Verschlechterung des Allgemein-
    zustandes Älterer.

    Ich werde bald 65. Was ziehe ich daraus als Konsequenz? Wir wissen
    alle, dass das Unfallrisiko eines Motorradfahrers 20mal höher liegt als
    das eines PKW-Fahrers.
    Und jetzt kommt auch noch die Erhöhung des (Verletzungs- und) Morta-
    litätsrisikos speziell meiner Altersgruppe hinzu .... .
    Mir fällt nichts anderes ein, als sich besonders gesund zu verhalten, zB
    abnehmen, Sport treiben, pp.
    Was denkt Ihr?

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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von judex Beitrag anzeigen
    Mir fällt nichts anderes ein, als sich besonders gesund zu verhalten, zB
    abnehmen, Sport treiben, pp.Was denkt Ihr?
    Motorradfahren hält jung

  3. Registriert seit
    02.09.2015
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    984

    Standard

    #3
    Fahr Rollator.
    Das ändert zwar nichts am Grundproblem, verbessert jedoch die Statistik im Bereich Motorrad.

  4. Registriert seit
    01.01.2009
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    11.506

    Standard

    #4
    Und noch ein deprimierender Link:

    https://www.n-tv.de/auto/Biker-sind-...e21177690.html

    Moderne Ausrüstung und Airbag-Westen schützen bei einem Aufprall kaum - naja, nicht wirklich überraschend.

  5. Registriert seit
    14.08.2011
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    1.143

    Standard

    #5
    Die Studie hat vor allem zwei Ergebnisse:

    Erstens: Ältere Unfallopfer genesen langsamer - nicht überraschend und ich vermute, dass z.B. ältere Skifahrer oder Freizeitfußballer nach Verletzungen auch langsamer genesen als jüngere. Insofern wohl eher nicht motorradspezifisch.

    Zweitens: Ältere (und jüngere) Motorradfahrer verunglücken häufiger. Bei den Jüngeren nicht neu und nicht überraschend, bei den Älteren wäre jetzt aber eine (aus dem Artiel leider nicht entnehmbare) Differenzierung interessant: Nämlich der Anteil "alter Hasen" (also langjähriger Motorradfahrer) gegenüber den (m.W. zunehmenden) Spät- und Wiedereinsteigern bei den Verunglückten. Die Frage bleibt nämlich: Nutzt langjährige Erfahrung oder führt sie eher zu Selbstüberschätzung und riskanterer Fahrweise? Ich tendiere eher zu ersterem, ist aber nur ein Gefühl...

  6. Registriert seit
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    #6
    grundsätzlich sollte man sich nicht einbilden, aufgrund seiner langjährigen Erfahrung vor Fehlern gefeit zu sein. Immer wieder selbst auf die Probe stellen, an Trainings teilnehmen, versuchen sich schlechte Angewohnheiten abzutrainieren. Mit anderen Worten, dasselbe wie alle anderen machen. Im Alter kann man sich vermutlich weniger erlauben, da der Körper länger braucht, um Verletzungen auszuheilen (und die Wirbelsäule bei jedem Ü45 eh schon leichte Schäden hat, egal was man macht). Eine ordentlich trainierte Rücken- und Beinmuskulatur hilft auch sehr, die Sitzposition und Beweglichkeit auf dem Motorrad zu erhalten.

    Wobei das ganze vermutlich auch sehr individuell ist. Wie viele ältere Fahrer fahren einfach nur noch so dahin, ohne sich in irgendeiner Form zu fordern (weil "brauch ich in meinem Alter nicht mehr")? Wenn man sein Tempo deutlich reduziert, weil man sich damit sicherer fühlt, baut zwar sein Unfallrisiko etwas ab, verliert aber auch die Fähigkeiten, auf die man im Notfall zurückgreifen muss. Wer konstant an sich arbeitet und auch keine Gehhilfe braucht, um zum Motorrad zu laufen, sollte auch mit 60 oder 70 noch relativ fähig unterwegs sein. Die Statistik spiegelt halt die ganze Bandbreite wider.

  7. Registriert seit
    22.04.2012
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Und noch ein deprimierender Link:

    https://www.n-tv.de/auto/Biker-sind-...e21177690.html

    Moderne Ausrüstung und Airbag-Westen schützen bei einem Aufprall kaum - naja, nicht wirklich überraschend.

    Habe ich auch gelesen, :-), Schutzausrüstung vermindert auf jeden Fall das
    Verletzungsrisiko und damit auch das Sterblichkeitsrisiko, so habe ich das verstanden.
    Allerdings wirken die Schutzvorrichtungen nicht bei allen Unfallabläufen gleich gut.
    Das gilt zunächst für alle, die sich überhaupt besonders schützen. Das Fiese: trotzdem
    steigt speziell mein Risiko als Alter überdurchschnittlich stark.

  8. Registriert seit
    20.09.2016
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von judex Beitrag anzeigen
    Das Fiese: trotzdem
    steigt speziell mein Risiko als Alter überdurchschnittlich stark.
    Ich glaube auch, dass dies einfach ein Stück weit normal ist. Mein Opa ist letztendlich an den Folgen eines Treppensturz gestorben. War eine Außentreppe mit 3 oder 4 Stufen. In jungen Jahren wäre man (er) vermutlich 2-3 Wochen Krankgeschrieben und hätte sich über seine eigene Dummheit geärgert.

    Ich glaube aber auch, dass man vieles mit seiner Einstellung beeinflußen kann, so wie oben schon generalgarden geschrieben hat.

    Vg
    Frank

  9. Registriert seit
    26.05.2010
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    Standard

    #9
    Irgendwann fehlen halt, Kraft, Reflexe, Konzentration usw.

    Wenn ich das mal von mir (55) übers letzte Jahrzehnt extrapoliere, bin ich mit 65 schon unter null.

  10. Registriert seit
    10.07.2007
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von generalgarden Beitrag anzeigen
    ... Immer wieder selbst auf die Probe stellen, an Trainings teilnehmen, versuchen sich schlechte Angewohnheiten abzutrainieren. Mit anderen Worten, dasselbe wie alle anderen machen. ...
    Ich würde eher sagen:
    Das machen, was die meisten anderen NICHT machen.


 
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