Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 65

"Motorrad"-Dauertest - Fehler gefunden

Erstellt von sampleman, 24.09.2014, 23:25 Uhr · 64 Antworten · 10.164 Aufrufe

  1. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.105

    Standard

    #31
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ich weiß von einem bekannten Journalisten einer "anderen" Motorradzeitung, dass sich die Motorrad mitunter schwer tut, schon wieder in einem Test eine BMW auf Platz eins zu hieven, weil sie Angst haben irgendwann die Leser anderer Marken zu vergraulen und unglaubwürdig zu wirken.
    Beim Alpenmasters haben sie diese Scheu wohl nicht. Ebensowenig, wenn es darum geht, in völlig sinnfreien Vergleichen mal wieder eine BMW antreten zu lassen. Und im Dauertest kann man gar nicht so viel mogeln, wie nötig wäre, dort eine BMW auf den ersten Platz zu bekommen.

  2. Registriert seit
    10.07.2014
    Beiträge
    122

    Standard

    #32
    Zitat Zitat von soaringguy Beitrag anzeigen
    In der Kürze liegt die Würze. Mir ist wichtig, dass ich nicht mit Marketingsprech eingelullt werde, sondern klipp und klar kommuniziert wird, woran es lag und was dagegen unternommen wird. Das vermisse ich in der BMW Stellungnahme bei Motorrad. Da wird von Standardbauteil geredet, welches schon seit Jahren verbaut wird..., Einzelfall, errechneter Lebensdauer ohne nähere Angaben, etc. pp..

    Ich habe absolut keinerlei Vertrauen zur aktuellen R1200 GS LC. Es ist kein zuverlässiger "Reisebikekumpel". Schlichtweg unglaubwürdig. Für mich ein No-Go. So nicht, nein Danke!
    Die BMW Stellungnahme ist eine Momentaufnahme zu einem Zeitpunkt kurz nach dem Getriebe - Motorschaden. Die Aussagen zu diesem Zeitpunkt waren richtig, denn Sie entsprechen den vorliegenden Fakten. Ein Standardteil, welches millionenfach verbaut wird, ist verreckt und hat einen großen Folgeschaden verursacht. Punkt mehr kann man zu diesem Zeitpunkt doch gar nicht sagen ohne die Reste vom Motor genauestens zu analysieren und Ursachenforschung zu betreiben. Jede weitere Aussage zu dem Schaden hätte zu diesem Zeitpunkt der Stellungnahme mehr mit "Kaffeesatz lesen" gemein als mit fundierten Erkenntnissen zur Ursache - Punkt.

    BMW und deren Zulieferer haben mit Sicherheit kein Interesse daran, das Ihr "Produkt" in Kundenhand Ärger bereitet. BMW hat mit Sicherheit alles zu dem Schaden analysiert und den Fehler bzw. die Ursache gefunden und abgestellt. Würde es ein "Serienproblem" geben hätte BMW eine offizielle Rückrufaktion gestartet. Die wenigen weiteren Schäden, die bekannt sind, lassen sich wahrscheinlich auf eine sehr kleine Charge verbauter n.i.O. Teile begründen.

    Wie ich schon mal in einem anderem Post geschrieben habe, liegen die aufgetretenen Schäden in Bezug auf bereits produzierte GS im verschwindend geringen Promille-Bereich. Zum Vergleich, beim HONDA Crosstourer ist die Wahrscheinlichkeit größer mit einem Motorschaden liegen zu bleiben, wenn ich die Anzahl der dokumentierten Schäden mit der Anzahl der produzierten Fahrzeuge ins Verhältnis setze.

    Kurz zum Langstreckentest von Motorrad.

    Wenn ein Motorrad einen Langstreckentest aufgrund eines kapitalen Schadens nicht bis zum Ende besteht, so sollten 0 Punkte im ganzen vergeben werden - quasi nicht bestanden. Beim Langstreckentest geht es ja genau um den Punkt Zuverlässigkeit.

    Ich bin auch der Meinung das jedes Bike mit kapitalem Schaden eine "zweite Chance" verdient. Nur so kann herausgefunden werden ob es tatsächlich ein Serienproblem gegeben hat oder ob die Ursache des vorangegangen Schadens ein Einzelfall war.

    Bei der anschließenden Analyse des zweiten Langstreckentests kann man dann auch den Hersteller auf zwischenzeitliche technische Änderungen am Fahrzeug ansprechen und eine Stellungnahme erwirken die in sich technisch schlüssig ist.

  3. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    #33
    Wenn tatsächlich die Werbung eine Rolle bei der Platzierung spielen würde, dann müsste bei allen Vergleichstests Louis gewinnen, denn die schalten die meisten Anzeigen. BMW schaltet nicht mehr als die anderen großen Hersteller auch. Aber das schreibe ich hier ja auch nicht zum ersten Mal.

  4. Registriert seit
    09.06.2009
    Beiträge
    1.521

    Standard

    #34
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Beim Alpenmasters haben sie diese Scheu wohl nicht. ...
    Hat das nicht eine Österreicherin gewonnen dieses Jahr? Und, wenn ich mich recht entsinne, in den vergangenen Jahren auch schon 2x Suzuki V-Strom, 1x CB1300...

  5. Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    181

    Standard

    #35
    Ich finde diese Verschwörungstheorien bezüglich mehr Werbung = bessere Bewertungen auch ziemlich bescheuert. Aber einer plapperts vor und die stammtischpolitiker verbreiten es ohne mal darüber nachzudenken. Warum auch? Klingt plausibel und auf Konzerne zu schimpfen liegt seid 20 Jahren ja sowieso im Trend...
    Glaubt ihr wirklich das eine erfolgreiche Zeitschrift wie die Motorrad und ein noch erfolgreicherer Konzern wie BMW sich auf so einen dämlichen kuhhandel einlassen? Wenn das an die Öffentlichkeit gelangen würde (was nur eine Frage der Zeit wäre) wäre der imageschaden für beide Seiten größer als der Nutzen.
    Mein Neffe kauft sich immer so Computerspiele Zeitschriften in denen Spiele bewertet werden. Da ist auch jede Menge Werbung von Electronic arts drin aber ein schlechtes Spiel bekommt deswegen auch sein fett weg.

  6. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.105

    Standard

    #36
    @ Gmashias

    Wo erkennst du denn hier eine Konzernbeschimpfung? Und wo die Behauptung eines Agreements zwischen Werbekunden und dem Verlag?

  7. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    #37
    Zitat Zitat von Gmiashias Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Verschwörungstheorien bezüglich mehr Werbung = bessere Bewertungen auch ziemlich bescheuert. Aber einer plapperts vor und die stammtischpolitiker verbreiten es ohne mal darüber nachzudenken. Warum auch? Klingt plausibel und auf Konzerne zu schimpfen liegt seid 20 Jahren ja sowieso im Trend...
    Zörnie schreibt, und da hat er bestimmt recht, dass "Motorrad" nicht auf BMW steht, sondern allgemein auf "schneller-stärker-teurer". Und wenn ich mal davon ausgehe, dass ich die "Motorrad" lese, weil ich mich für Motorräder interessiere und nicht, weil ich mir jede Woche ein neues Motorrad kaufen will, dann lese ich auch lieber über aufregende Motorräder als über zahme Krapfen für die dritte Welt. Und sicherlich ist es BMW ganz wichtig, dass "Motorrad" bevorzugt über die Topmodelle der Modellpalette berichtet und die Seiten nicht mit Tests der G650 füllt. Anderen dürfte das ähnlich gehen - KTM lebt in Deutschland nicht von 125ern allein. Motorradhersteller können das steuern. Nicht unbedingt über Anzeigen, sondern zum Beispiel darüber, welche Testmotorräder sie wie aufdringlich zur Verfügung stellen. Der Motorjournalist Clemens Gleich hat in dem Zusammenhang die extrem professionelle Zusammenarbeit mit der BMW-Pressestelle gelobt, bei der man immer die Maschine bekommt, die man will, während es etwa bei Aprilia immer wieder Probleme gibt. Und jetzt mal gesponnen: Die Redaktion beschließt, einen Reifentest für SSPs zu machen und braucht dafür vier Yoghurtbecher für zwei Wochen. Aprilia kann/will nicht, Suzuki auch nicht, BMW sagt: "Klar, wo sollen wir die Dinger hinstellen?" Resultat: Der Test wird auf einer S1000RR gefahren und nicht auf einer Mille.

    Ich glaube, BMW steht bei den Vergleichstests vor "Motorrad" deshalb so gut da, weil die Testbewertung von BMW Motorräder belohnt, die ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit und Allround-Qualitäten haben. Bei einer Kawa mag der Motor geiler sein, aber die BMW holt ich im Zweifel den Sieg nach Punkten bei längeren Service-Intervalle, einem besseren Sozius-Platz und niedrigere Unterhaltskosten. Man könnte sich jetzt die Frage stellen, ob "Motorrad" dieses Testschema entwickelt hat, weil es der BMW-Denke am besten entspricht, oder ob BMW seine Motorräder absichtlich auf das "Motorrad"-Testschema hin entwickelt. Ich glaube jedoch, dass die Art, wie sich "Motorrad" eine typische Testbewertung vorstellt und die Art, wie BMW Motorräder entwickelt, typisch deutsch sind: Perfektionistisch, detailverliebt, besserwisserisch, kleinkrämerisch.

    Was ich mir bei "Motorrad" wünschen würde, wäre ein Rubrik "Wiedervorlage". Wenn sie feststellen, dass ihnen bei ihrer BMW das Getriebe um die Ohren geflogen ist, dass die Honda Pan European ab 130 pendelt wie ein Lämmerschwanz oder dass bei der Triumph Tiger 800 XC der Motor ausgeht, wenn in Schräglage der Ständer aufsetzt, dann müssen sie in einem halben Jahr nachfragen, was aus dem Problem geworden ist - und notfalls der Firma noch einmal einen draufgeben.

  8. Registriert seit
    09.03.2013
    Beiträge
    1

    Standard

    #38
    Hallo,

    Ich meine dass 50.000 km für schwere Motorrader eigentlich kein Langstreckentest ist. Spezial wenn es gibt um viel verkaufte, teuere Motorräder kan ich gut verstehen dass das Motorrad Langstreckentesten macht mit mindestens 100.000 km. Ich erwarte dass Leser das schätzen.
    Vor einige Jahren hat die Redaktion das auch gemacht (K1200RS, Yamaha FJR zum Beispiel).

    Falls jemand dass ein gutes Idee findet ("bitte mache vortan auch ein List für Motorräder mit 100.000 km...") frage ich das zu melden bei die Redaktion von das Motorrad (mein Deutsch ist S....).

    Gr,
    Rob, Holland

  9. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.105

    Standard

    #39
    Zitat Zitat von RobCL Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Ich meine dass 50.000 km für schwere Motorrader eigentlich kein Langstreckentest ist. Spezial wenn es gibt um viel verkaufte, teuere Motorräder kan ich gut verstehen dass das Motorrad Langstreckentesten macht mit mindestens 100.000 km. Ich erwarte dass Leser das schätzen.
    Vor einige Jahren hat die Redaktion das auch gemacht (K1200RS, Yamaha FJR zum Beispiel).

    Falls jemand dass ein gutes Idee findet ("bitte mache vortan auch ein List für Motorräder mit 100.000 km...") frage ich das zu melden bei die Redaktion von das Motorrad (mein Deutsch ist S....).

    Gr,
    Rob, Holland
    Solche Tests wären a) total unrealistisch, da diese Kilometerstände auf nur einem Motorrad vom heutigen Durchschnittsfahrer gar nicht erreicht werden (da sind schon 50.000 km hart an der Grenze zur Fiktion) und b) auch von den Redaktionen nicht innerhalb eines zeitlich überschaubaren Rahmens durchzuführen.

  10. Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    8.003

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Solche Tests wären a) total unrealistisch, da diese Kilometerstände auf nur einem Motorrad vom heutigen Durchschnittsfahrer gar nicht erreicht werden (da sind schon 50.000 km hart an der Grenze zur Fiktion) und b) auch von den Redaktionen nicht innerhalb eines zeitlich überschaubaren Rahmens durchzuführen.
    Wenn BMW wirklich so spendabel ist wie Sampleman sagt, dann sollten sie die nächste Maschine Bonsai zum Dauertesten übergeben.
    Er hat a) eine sehr materialschonende Fahrweise die der Konstruktion entgegen kommt und b) fährt er viel, spult ergo auch 100000 km in überschaubarer Zeit runter.

    Repräsentativ wäre eine solche Sonderbehandlung allerdings nicht, deswegen hat weder eine Zeitschrift, BMW noch sonst irgendjemand ernsthaftes Interesse daran.
    Dauertestmaschinen werden, wie Vorführer auch, relativ schmerzbefreit bewegt, hier kann man oft schon froh sein wenn sie halbwegs ordentlich warm gefahren werden. Entsprechend hoch ist der Verschleiß, deswegen kommt es verhältnismäßig früh zu teils kapitalen Schäden. Eine Ausrede ist dies dennoch nicht, denn eine Yamsel oder Kati wird ähnlich behandelt wie eine BMW.
    Knalle ich ungeniert (weil die Maschine nicht mein Eigentum ist) bei kaltem Öl die Gänge rein und treibe den Motor zu Höchstleistungen an, dann kann durchaus auch ein Lager aufgrund zu geringer Schmierung und ungewöhnlich hohen Vibrationen den Dienst vorzeitig quittiert. Sicherlich wird eine Maschine in solch einem Fuhrpark anders behandelt als es der private Eigner tut, anders lässt sich eine überproportionale Häufung an Motor- und Getriebeschäden nicht erklären. Faszinierend ist die Erklärungsweise und wie damit umgegangen wird ("Huch, da ist ja ein Standardteil kaputt gegangen und hat das gesamte Getriebe zerlegt, nebenbei ist auch noch der komplette Motor im Popo. Tja, passiert halt."). Vor diesem Hintergrund bringt es nichts mehr wenn die Unterhaltskosten im Vergleich zur Konkurrenz 2 Cent pro km weniger und die Wartungsintervalle Faktor 1,xx mehr betragen.

    Betrachtet man die Dauertests in Summe und markenübergreifend könnte man zu dem Schluss kommen:
    Fährt man relativ materialschonend kommt man mit einer BMW komfortabel und entspannt über sehr lange Strecken aber jenseits 50000 km Gesamtfahrleistung nimmt die Gefahr eines großen Schadens überproportional zu. Entscheidender ist somit eher der Wertverlust über eine kurze Haltedauer gerechnet, weniger die Unterhaltskosten. Wer nicht deutlich mehr als 5000 km p.a. fährt, der wird kaum einen Schmerz damit haben.
    Letzteres trifft auf die meisten Besitzer zu, zudem schinden die Wenigsten das Material sondern pflegen einen gemäßigten Fahrstil.


 
Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. MOTORRAD Leseraufruf Dauertest BMW R 1200 GS
    Von Nemiz im Forum R 1200 GS LC und R 1200 GS Adventure LC
    Antworten: 62
    Letzter Beitrag: 09.07.2014, 09:40
  2. 50 000 Km Dauertest Triumph 800 XC / Das Motorrad Heft 5/13
    Von enduro43 im Forum F 650 GS und F 800 GS (Zweizylinder)
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 01.03.2013, 13:39
  3. R1150GS DZ Fehler gefunden
    Von juekl im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 24.10.2011, 19:51
  4. ABS-Fehler gefunden. Vielleicht hilfreich für euch...
    Von helmchen im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 27.08.2010, 09:20
  5. Sonderheft Motorrad Abenteuer " GS"
    Von thilo im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 26.03.2004, 07:26