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Motorraddiebstahl

Erstellt von Almöhi, 15.10.2013, 13:38 Uhr · 72 Antworten · 5.779 Aufrufe

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    #41
    Tolle Wohngegend, kann man nur froh sein, wenn man solche Nachbarn hat

    nette-nachbarschaft.jpg

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    #42
    Zitat Zitat von Grandy Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, dass der Polizist nichts verloren hätte, wenn er den Dieb vor den Schüssen angerufen hätte, stehen zu bleiben. Wenn ich die Waffe auf den Dieb gerichtet habe und ihn anrufe, dieser dann versucht die Waffe zu ziehen oder zu fliehen, bin ich IMMER schneller als dieser. Wäre diese Situation so in der BRD geschehen, müsste sich der Polizist diesem Vorwurf stellen.
    Das sind immer Individualentscheidungen, die in Sekundenbruchteilen getroffen werden müssen und ich denke für Brasilien war diese Entscheidung und die Art des Schußwaffengebrauches richtig. In erster Linie geht es darum ein Verbrechen (Raub ist eines) zu verhindern, dann den Täter zu stellen, alles immer unter Berücksichtigung der Eigensicherung.

    Ich weiß ja nicht, was ihr euch von einem "anrufen" des Täters versprecht, aber versprecht euch da mal nicht zuviel. Wer die Chuzpe besitzt, ein fahrendes Motorrad mit der Waffe in der Hand zu stoppen, dem Opfer die großkalibrige Waffe direkt vors Gesicht zu halten, der wird sich von einem "Popp Stolizei" nicht großartig beeindrucken lassen.
    Auch in D ist das Androhen des SWG und selbst ein Warnschuß nicht zwingend vorgeschrieben, sondern immer situationsabhängig. Das entscheidet der einschreitende Beamte oft in Sekundenbruchteilen (hofft, dass seine Entscheidung nachher richtig war) und trägt auch die Verantwortung dafür.
    was für eine Last das sein kann, kann niemand beurteilen, der noch nicht selber in der Sitaution war. Staatswanwälte und Richter haben nachher Gutachter, Zeugenaussagen und alle Zeit der Welt so eine Situation im nachhinein zu beurteilen, was der "armen Sau" die dann geschossen hat, oft nicht gerecht wird.

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    #43
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Das sind immer Individualentscheidungen, die in Sekundenbruchteilen getroffen werden müssen und ich denke für Brasilien war diese Entscheidung und die Art des Schußwaffengebrauches richtig. In erster Linie geht es darum ein Verbrechen (Raub ist eines) zu verhindern, dann den Täter zu stellen, alles immer unter Berücksichtigung der Eigensicherung.

    Ich weiß ja nicht, was ihr euch von einem "anrufen" des Täters versprecht, aber versprecht euch da mal nicht zuviel. Wer die Chuzpe besitzt, ein fahrendes Motorrad mit der Waffe in der Hand zu stoppen, dem Opfer die großkalibrige Waffe direkt vors Gesicht zu halten, der wird sich von einem "Popp Stolizei" nicht großartig beeindrucken lassen.
    Auch in D ist das Androhen des SWG und selbst ein Warnschuß nicht zwingend vorgeschrieben, sondern immer situationsabhängig. Das entscheidet der einschreitende Beamte oft in Sekundenbruchteilen (hofft, dass seine Entscheidung nachher richtig war) und trägt auch die Verantwortung dafür.
    was für eine Last das sein kann, kann niemand beurteilen, der noch nicht selber in der Sitaution war. Staatswanwälte und Richter haben nachher Gutachter, Zeugenaussagen und alle Zeit der Welt so eine Situation im nachhinein zu beurteilen, was der "armen Sau" die dann geschossen hat, oft nicht gerecht wird.
    Also in Berlin heißt es in § 10 des UZwG eindeutig, dass der SWG anzudrohen ist. Wie man das macht hängt sicherlich von der Situation ab. Außerdem dürfte diese Einschränkung auch nicht in den Situationen gelten, in denen der Beamte in Notwehr die Waffe einsetzt.
    Aber auch in Bezug zum Video alles Spekulatius, denn das stammt aus Brasilien und dort sieht die Welt ganz anders aus.

    Grüße
    Steffen

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    #44
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Also in Berlin heißt es in § 10 des UZwG eindeutig, dass der SWG anzudrohen ist.
    ja und nein


    Art 64 bayr. .PAG
    Art. 64 PAG – Androhung unmittelbaren Zwangs
    (1) Unmittelbarer Zwang (dazu zählt auch SWG) ist vor seiner Anwendung anzudrohen. 2Von der Androhung kann abgesehen werden, wenn die Umstände sie nicht zulassen, insbesondere wenn die sofortige Anwendung des Zwangsmittels zur Abwehr einer Gefahr notwendig ist. 3Als Androhung des Schusswaffengebrauchs gilt auch die Abgabe eines Warnschusses.

    (2) Schusswaffen dürfen nur dann ohne Androhung gebraucht werden, wenn das zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist.

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    #45
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ja und nein


    Art 64 bayr. .PAG
    Art. 64 PAG – Androhung unmittelbaren Zwangs
    (1) Unmittelbarer Zwang (dazu zählt auch SWG) ist vor seiner Anwendung anzudrohen. 2Von der Androhung kann abgesehen werden, wenn die Umstände sie nicht zulassen, insbesondere wenn die sofortige Anwendung des Zwangsmittels zur Abwehr einer Gefahr notwendig ist. 3Als Androhung des Schusswaffengebrauchs gilt auch die Abgabe eines Warnschusses.

    (2) Schusswaffen dürfen nur dann ohne Androhung gebraucht werden, wenn das zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist.
    Deshalb schrob ich früher schon, dass die anzuwendenden Gesetze von BL zu BL (sehr) unterschiedlich sind. Die Berliner Regelung ist eindeutig und enthält eben keine Ausnahmeregelung wie die bayerische. Aber auch der Rückzug auf das Notwehrrecht ist in Berlin ausdrücklich möglich.

    Grüße
    Steffen

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    #46
    Naja, kann man denn anschliessend Beweisen welcher Knall der Warnschuß und welcher der auf's Opfer war? So 'n Schuß in die Luft ist doch schnell gemacht. . .

    Ich bin froh damit niGS zu tun zu haben.

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    #47
    wenn man den Film bei 00:59 stoppt, sieht man wie der Räuber den gestreckten linken Arm Richtung Polizist bewegt und die rechte Hand vorne am Hosenbund (wo die Waffe eingesteckt wurde) ist. Sieht für mich noch einer eindeutigen Notwehrsituation aus.

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    #48
    Schon mal jemand in so einer Situation gewesen? Wie übersichtlich ist die ganze Situation für den Bullen? Man sieht sein sondieren nach den Schüssen. Selbstschutz geht vor! Wie schon vorher einige geschrieben haben, hat die Bereitschaft zu töten/ eine Waffe zu benutzen in manchen Ländern nichts mit dem Alter zu tun. Der Junge könnte tatsächlich die Waffe wieder gezogen haben. Man sieht es nicht! Jedefalls hat er den Bullen fixiert und deutet meiner Meinung nach mit der Hand in seine Richtung.

    Ich hätte genau so gehandelt, hoffe ich! Man kann immer viel reden! Wenn man aber, trotz Ausbildung und Routine, in solche Situationen gerät, muss man fallweise entscheiden und dazu gehört Intuition, Angst uund dann irgendwann Logik.

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    Standard Motorraddiebstahl

    #49
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    (2) Schusswaffen dürfen nur dann ohne Androhung gebraucht werden, wenn das zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist.
    Genau das meinte ich ja. Wenn für den Polizisten keine unmittelbare Gefahr für Lwib und Leben besteht, darf er nicht schießen.
    Davon mal abgesehen kann man als Polizist in Deutschland davon ausgehen, dass man riesige Probleme bekommt wenn man die Schusswaffe gebraucht. Was da alles an internen/externen Ermittlungen folgt, kann sich keiner vorstellen.

    Um es nochmals zu betonen! ICH BIN NICHT FÜR DEN DIEB!!!
    Ich nehme diesen auch nicht in Schutz oder dergleichen. Ich habe nur gesagt, dass die Aktion des Polizisten, AUS MEINER SICHT, in Deutschland so nicht okay gewesen wäre.
    Meine Beweggründe dies zu behaupten habe ih schonmal geschrieben und die Paragraphen, welche ihr hier angezeigt habt, bestätigen meine Aussage nur. Unter dem Gesichtspunkt, dass es keine Notwehrhandlung ( in diesem Fall wohl eher Nothilfehandlung) des Polizisten ist.
    Wenn ihr sehr dass der Dieb sich dem Polizist zuwendet und im Versuch ist die Schusswaffe zu ziehen, sehe ich genau wie ihr den Tatbestand der Notwehr gegeben. Unter diesem Gesichtspunkt kann man den ersten Schuss auch als Deutschuss (ungezielte Schussabgabe in Richtung des Ziels) werten. Der zweite Schuss erfolgte dann gezielt.

    Edit: bei der ersten Schussabgabe 1:00 im Video hat der Täter die recht Hand am Lenker.

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    #50
    Ich finde es reichlich muessig das hier Personen mit zumeist deutschem Rechtsempfinden auf der Rechtsgrundlage in Deutschland einen Vorfall in Brasilien beurteilen wollen. Das ist reichlich anmassend und bei einigen bekomme ich das Gefuehl das schon sehr deutlicher Hauch mitschwingt das ihr Rechtsempfinden besser ist als das des Gesetzeshueters in Brasilien.

    Soweit wir wissen hat der Polizist in Einklang mit allen Regeln die fuer ihn gelten gehandelt.


 
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