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Nachtfahrer?

Erstellt von LGW, 09.09.2009, 00:07 Uhr · 59 Antworten · 4.614 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Da ich momentan am Schichteln bin komme ich nicht umhin ein der Touren im Dunkeln zu machen . Auf dem weg druch den Wald fühl ich mich recht wohl, Bauchweh bekomme ich vor Einmündungen an denen Dosenfahrer stehen. Bei denen weiss ich nie wie die Reagieren.
    Es gibt doch sehr viele Unwissende unter denen.

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    #32
    Tach !

    Ich bin gestern von der Bergstrasse, wo ich beruflich zu tun hatte, mit der K 1100 RS nachhause gefahren - erst über den nördlichen Odenwald - kurz vor Aschaffenburg war es dann finster - ich war schon auf dem Weg zur A3.

    Meine Augen werden allmählich schlechter, die Hell-Dunkel-Adaption funktioniert nicht mehr so fix, dh Scheinwerfer, aber auch die Reflexion großflächiger Schilder, etwa auf der BAB blenden und lassen den Rest der Landschaft ins Dunkel versinken ... das macht die Sache noch unangenehmer, als sie ohnehin schon ist. Das größte Problem sind für mich jedoch die Kurven, durch die ich völlig im dunkeln stechen muß - da werde ich auf einmal "furchtbar" langsam.

    Bundesstrasse - BAB - aber keine der ansonsten so geliebten kleinen Strässlein und Wege mehr ! "Schnellster Weg" im Navi wird eingegeben, und dann schnurstracks abgefahren. Und ich brauche recht viele Pausen, etwa alle 50-60 km, weil mich das Nachfahren mental sehr anstrengt. Am Tage pausiere ich normalerweise bei 120-150 km, beim schnell fahren 70-80 km.

    Letztes WE mußte ich, weil ich mich auf der Q vertrödelt hatte, über den nächtlichen Rennsteig fahren. Bei einer Kippenpause hörte ich garnicht so weit entfernt einen Schuß. Vor meinem geistigen Auge sah ich dann das Wild durcheinanderspritzen - und es gibt viel Wild bei uns in Südthüringen. Die Gegend ist Waldreich, dünn besiedelt, und der frühere "Grenzstreifen" der DDR, der in 15-30 km breite hinter der eigenen Staatsgrenze ins Landesinnere ging, und indem man schon eine besondere Erlaubnis brauchte, um von einem Ort in den Nachbarort zu gehen oder zu fahren, war auch so ne Art Biotop gewesen. Hier trifft man auf der Strasse nicht nur Füchse, Hasen, Rehe und Schweine, sondern auch Dachse, und zweimal habe ich sogar Luchse gesehen. Diese eigentlich sehr scheuen Wildkatzen sind so groß wie ein mittlerer Hund ! Last not least muß man auch damit rechnen, daß Schafe oder Rinder aus ihrem Pferch ausbrechen.

    Unter diesen Bedingungen fahre ich nach dem schon öfters kolportierten Tipp eines Jägers nie schneller als 80 kmh - weil Wild schnellere Geschwindigkeiten nicht mehr wahrnehmen kann. Und der Finger ist stets auf der Hupe - in manchen Streckenabschnitten, wo ich schon ganze Wildzoos vor mir im Scheinwerferkegel hatte, hupe ich sogar vorbeugend alle 200 m - und wenn mich der Jagdpächter dafür auf den Mond schießen will.

    Nein - ein Vergnügen ist es wirklich nicht, in der Dunkelheit zu fahren. Das ist ja auch das blöde am Beginn und Ende der Saison: man muß immer früher losfahren für eine anständige Tour, der Tag ist dann vollständig gelaufen, man kommt zu nix anderem mehr - und erst recht nicht zum ausschlafen.

    Gruß

    Kroni

  3. LGW Gast

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    #33
    Heute ist mir zum ersten mal überhaupt im Leben Wild auf der Straße begegnet

    Und zwar im nördlichen Teutoburger Wald, so Höhe Lienen ungefähr. Die letzten Ausläufer halt. Und zwar nicht etwa "in der Dämmerung", nein, es war noch regelrecht Taghell, etwa 17 Uhr.

    Wir fahren so ganz entspannt über ne Bergkuppe (entspannt, weil die 50ccm einfach nicht schneller als 55km/h aufn Berg hochkommt ), und plötzlich steht ein HIRSCH vor uns. Kam zum Glück von links, reichlichst Zeit zu Bremsen - auch für den Hirsch.

    Ich mein kein Reh oder so, nein, ein waschechter Rothirsch mit Geweih und allem drum und dran. Ich hab' auch keine Ahnung wie der da hingekommen ist, ich wüsste nicht das es Rotwild gibt hier oben... wohl Rehe, die hab' ich schon fotografiert in freier Wildbahn, aber dass da ein kapitaler Zwölfender auf der Straße steht...

    Aber ich fahr' trotzdem weiter Nachts. Nur vielleicht nicht gerade durch den Teuto

  4. Registriert seit
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    #34
    Hi
    In Zukunft kannst doch wieder fahren. Der Hirsch kennt Dich jetzt und braucht nicht mehr gucken gehen.
    @Kroni
    Endlich mal einer den diese tischtennisplattengrossen selbstreflektierenden Schilder auch stören. Nichts gegen Warnschilder vor z.B. Kehren (im Norden stehen die schon wenn die Strasse um mehr als 2 Grad knickt), aber die riesigen Dinger blenden wie Sau. Insbesondere wenn man mit XENON Fern kommt sieht man das Schild und all die nutzlosen Infos, aber keinen Strassenverlauf. TIP an die Schildermacher: Pfeile und Namen reflektierend, Hintergrund nur lackieren. Doch da wird die Leuchtfolienlobby toben
    gerd

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    #35
    Nachts, oder spät Abends kann man sehr schön flüssig fahren. Selbst durch Städte wie hier im Ruhrpott, weil sogar Ampeln aus sind etc. Aber auch auf Landstraßen macht das Spaß.
    Ich will nicht sagen ich rase, aber ich bin doch ne schüppe flotter unterwegs als am Tag. Das einzige, was ich immer im hinterstübchen dabei habe ist, das irgendwann das rote Blitzlicht aussem Gebüsch aufleuchtet.

  6. Registriert seit
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    #36
    Ich fahre auch gerne mal im Dunkeln, einfach weil es was anderes ist, natürlich deutlich langsamer, aber auch im dunkeln denke ich nicht unentwegt, was passieren könnte, der typ bin ich nicht und das gibts bei mir auch tagsüber nicht.
    Ich habe alle meine letzten Moped mit schönen Zusatzscheinw. und deutlich stärkeren H4 (90/100 Watt) ausgerüstet (Gerds Empfehlung) und eines der schönsten Erlebnisse der letzten Jahre war im Sommer 2008, nachts um 23 Uhr das Stilfser Joch hochfahren, Totenstille, keine Autos (auch keine Motorräder) kein Licht nichts......so langsam bin ich da noch nie hoch, hab jeden Meter genossen und mit insg. 200 Watt Licht auf der Str. hat höchstens die LiMa gejammert.
    Tiger

  7. Registriert seit
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    #37
    Flüssig (er) fahren kann man schon, aber schneller bin ich nicht unterwegs. Erstens fällt man ja mit erhöhtem Tempo noch mehr auf als sonst und zweitens gibt es gefühlt immer mehr Straßen, in denen zwischen 22 und 6 Uhr wegen Lärmschutz Tempo 30 angezeigt ist.

    Grüße
    Steffen

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ... Nichts gegen Warnschilder vor z.B. Kehren (im Norden stehen die schon wenn die Strasse um mehr als 2 Grad knickt), aber die riesigen Dinger blenden wie Sau. Insbesondere wenn man mit XENON Fern kommt sieht man das Schild und all die nutzlosen Infos, aber keinen Strassenverlauf. ...
    gerd
    Hah! Einer, der auf Xenon aufgerüstet hat sieht sich als Opfer einer gemeinen und hinterlistigen Blendattacke durch Reflektionsfolie Ich fall vom Hocker...

    Also mir genügen bei Nacht auf gerader Strecke die verbauten Leuchtmittel. Einzig die Ausleuchtung in den Kurven ist zu gering. Durch die Schräglage taucht der Scheinwerfer ab und du siehst nicht, wo du hinfährst. Also Tempo runter und genießen. Es ist echt `was Besonderes bei Nacht auf einsamen Straßen.

    AmperTigers Idee von Nachtfahrten auf Alpenpässen find ich interessant... muss aber bis 2010 warten.

  9. Registriert seit
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    #39
    Hi
    Wenn Du vom Hocker gefallen bist, vergiss nicht wieder raufzuklettern. Anschliessend sagst Du sämtlichen Rallyepiloten, dass nachts das Serienlicht toll ist.
    Licht am Fahrzeug ist nicht dazu da von Spiegeln zurückgestrahlt zu werden, sondern um die Fahrbahn möglichst gut auszuleuchten.
    Dir rate ich auf Biluxbirnen zurück zu rüsten, damit Du von Halogen nicht überfordert wirst.
    Selbst wenn Du mit normalem Licht fährst hast Du nichts davon wenn Dich ein gigantisches Schild anstrahlt und seine (Rück)leuchtkraft grösser ist als die von Dir beleuchtete (oder auch nicht) Strasse.
    Der Sinn eines Schildes ist dann erreicht wenn die Information sichtbar ist. Dazu reicht es wenn z.B. Ortsnamen und Hinweispfeile, von mir aus auch die Umrandung gut zu sehen sind. Dazu brauche ich aber keine 8 qm grosse Fläche an der genau diese Dinge kaum "leuchten" und nur durch den Kontrast zu sehen sind. Kontrast wäre ja genügend da wenn die Schrift auf dunklem Hintergrund leuchtet und für Halbblinde der Rahmen zeigt, dass es sich um ein Verkehrsschild handelt und nicht um eine prähistorische Höhlenmalerei.
    gerd

  10. Registriert seit
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    #40
    Zitat Zitat von Qbold Beitrag anzeigen
    Einzig die Ausleuchtung in den Kurven ist zu gering. Durch die Schräglage taucht der Scheinwerfer ab und du siehst nicht, wo du hinfährst.
    Dann versuche doch mal den ZYKLOP-Zusatzscheinwerferfer vom Wundersamen. Ist quasi ein Kurvenfahrlicht und hilft im Nahbereich sehr. Dadurch konnte ich das Abblendlicht etwas höher einstellen.


 
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