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Öl Attentäter in der Eifel gefasst ?

Erstellt von Brighty, 18.04.2014, 08:05 Uhr · 59 Antworten · 5.644 Aufrufe

  1. Movimento Gast

    Standard

    #31
    Es besteht bei vielen hier eine gefühlte Diskrepanz zwischen dem mehreren Menschen verursachten Schaden und dem möglichen Strafmass, das den Tätern drohen kann. Kann man ja irgendwie nachvollziehen. Einfach so seine Wut runterschlucken ist nicht jedem gegeben. Auch mir nicht immer.

    In der Schweiz haben sich aber in den vergangenen Jahren einige Fehleinschätzungen in den Urteilen und Vollzug zu sehr gefährlichen Tätern in ein Fiasko entwickelt. Wenn also hier im Forum scharf gegen Öl-Attentäter (und weitere) geschrieben wird, dann ist wohl auch die Befürchtung von zu milder Strafe und laschem Vollzug damit eingeschlossen, damit so einer nach ein paar Jahren unbeaufsichtigt in den Haft-Urlaub entlassen werden könnte oder mit seiner Betreuer-Praktikantin ein Autofährtle zum Ponyhof unternehmen darf. Ausbüxen, rückfällig werden und sich im Anschluss "das selber nicht erklären können". Habt ihr das mitbekommen?

    Unsere Justiz- und Vollzugsbehörden sind nicht immer auf der Höhe von dem, was das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung erwartet. Auch wenn die Masse die Demokratie gefährden kann. Etwas mehr der Bevölkerung zugehört und weniger den eigenen Idealen nachgekommen, täte den sogenannten Eliten keinen Schaden zufügen. Es gab im Kanton Basel-Landschaft / CH darum folgende Situation: Anlässlich einer Verhandlung erklärte der Richter der Staatsanwaltschaft, wie diese den Tatbestand gemäss Gesetz (verschäft) zu beurteilen haben und wie der Strafantrag (erhöht) zu lauten hätte. Rückweisung des Antrags und darum Neubeurteilung. Grosses Staunen bei einigen, Erleichterung bei vielen. Und schon gab es Stimmen im Anschluss dazu, welche dem Richter Übertretung der Befugnisse vorgeworfen haben. Diese Sichtweise muss man dann dem "Durchscnittsbürger" gut erklären können.

  2. Registriert seit
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    #32
    Zitat Zitat von M_N_on_Tour Beitrag anzeigen
    Mir würde es schon reichen wenn man sich um das Opfer genauso leidenschaftlich kümmern würde wie um den Täter.
    Das dem nicht so ist, kann man schon daran erkennen das sich in Deutschland ein privater Verein (weißer Ring) um die Opfer kümmert.
    Genau so sehe ich das auch.

    Justizirrtum außen vor gelassen und angenommen sie haben den richtigen Kerl erwischt, dann wandert er aufgrund Schuldunfähigkeit erst einmal für gewisse Zeit in die Geschlossene. Gut so, denn nur dort kann ihm geholfen werden und er hat keine Möglichkeit weiteren Schaden an Unschuldigen anzurichten. Mit etwas Glück wird die Schuld danach noch gesühnt und er geht für (eine eher kurze Zeit) in den Bau. Egal wie, für die Kosten kommt immer die Allgemeinheit auf. Lernt er nichts dazu dann wiederholt sich die Geschichte in ein paar Jahren in gleicher oder ähnlicher Form wieder.

    Anders bei dem/den Opfer(n). Wer ersetzt dem Gestürzten das kaputte Motorrad oder das beschädigte Auto?
    Wer kümmert sich nach der Erstversorgung um den Geschädigten wenn er selbst nicht mehr Mobil ist weil er bei dem Unfall z.B. ein Bein verloren hat oder andersweitig behindert ist? Oder gar querschnittsgelähmt? Wer bezahlt die Bestattungskosten wenn der Worst-Case eingetreten ist und er dabei zu Tode kam? Vom Schuldigen ist meist nichts zu erwarten, denn in der Geschlossenen oder im Knast verdient er kein Geld, bzw. nicht so viel als dass man damit einen dauerhaft Pflegebedürftigen ordnungsgemäß versorgen könnte.
    Die Arbeit und der finanzielle Aufwand bleibt viel zu oft an den Angehörigen hängen, von den psychischen Belastungen rede ich erst gar nicht.

    Die Täter werden in den entsprechenden Anstalten untergebracht, dort ist alles geregelt. Die (meist unschuldigen) Opfer dagegen dürfen sich nicht nur um die Behebung des Schadens selbst kümmern sondern sich auch noch z.B. mit den Krankenkassen um Reha-Maßnahmen streiten.

    In unserer Rechtssprechung passt etwas nicht! Ich bin der Meinung dass darin der Ruf nach Lynchjustiz begründet liegt, nicht in irgendeinem alten oder etwas neueren Testament welches in der heutigen Zeit nicht mehr für die Beseitigung von derlei Problemen angewendet werden kann bzw. darf.

    Der Täterschutz ist m.M.n. ausreichend und angemessen für einen Rechtsstaat (sofern ich D als einen solchen bezeichnen mag), jedoch ist der Opferschutz unzureichend. Es kann nicht sein dass der Täter eine "Rundumversorgung" erhält inkl. psychischer Betreuung, das Opfer dagegen sich um nahezu alles selber kümmern muss (sofern es überhaupt noch möglich ist) inkl. der Beseitigung finanzieller Schäden die aus einer solchen Tat direkt und indirekt resultieren.

  3. Registriert seit
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    #33
    ganz davon abgesehen, dass ich unser Strafsystem für zu milde halte und mir die neurotische sozial verblendete ewige Suche nach Entschuldigungsgründen für Täter gehörig auf den Sack geht, zeichnet sich eine zivilisierte Gesellschaft auch dadurch aus, wie sie mit ihren Straftätern umgeht.
    Dadurch dass sie Tätern eben nicht die Hände abhackt, sie nicht öffentlich auspeitscht, steinigt oder ihnen die Geschlechtsteile verstümmelt.

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Dadurch dass sie Tätern eben nicht die Hände abhackt, sie nicht öffentlich auspeitscht, steinigt oder ihnen die Geschlechtsteile verstümmelt.
    Aber man könnte ihnen die Augen ausstechen.

    Gruß
    Serpel

  5. Registriert seit
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    #35
    Schuldunfähig ?!anshlaege.jpg

  6. Registriert seit
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    #36
    Es geht bestimmt auch ohne das beschädigen irgendwelcher Körperteile.

    Aber in der Klappse bleibt er dann vielleicht auch besser für den Rest seines Lebens... WENN er dann schon "Schuldunfähig" ist...

  7. Andaluz Gast

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    #37
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Gelaber wie das hier könnte den Straftatbestand der Anstiftung erfüllen. Insofern solltest du darauf achten, was du da so von dir gibst.
    ... ok, ich mach' mir gleich in die Bux!

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ganz davon abgesehen, dass ich unser Strafsystem für zu milde halte und mir die neurotische sozial verblendete ewige Suche nach Entschuldigungsgründen für Täter gehörig auf den Sack geht, zeichnet sich eine zivilisierte Gesellschaft auch dadurch aus, wie sie mit ihren Straftätern umgeht.
    Dadurch dass sie Tätern eben nicht die Hände abhackt, sie nicht öffentlich auspeitscht, steinigt oder ihnen die Geschlechtsteile verstümmelt.
    Wenn es nach den Gutmenschen hier geht sind die Strafen nicht zu milde. Ich weiß es nicht, war weder im Knast noch in der Psychiatrie, nicht mal zu Besuch. Die Abschreckwirkung scheint aber zu gering zu sein.
    Wie der Staat die Täter dazu bringen will dass sie nicht erneut straffällig werden ist mir im Prinzip egal, wenn da psychologische Betreuung dazu gehört dann von mir aus... sei es so.

    Ich bin lediglich dafür dass die Täter den angerichteten Schaden (nach der Behandlung und verbüßter Strafe) so weit wie irgend möglich wieder gut machen. Aktiv. Entweder durch Geld oder anderweitiger Leistung damit dem Opfer Wiedergutmachung direkt durch den Täter widerfährt. Gliedmaßen abhacken (auch wenn das gern die erste Reaktion aufgrund Rachegelüsten wäre) ist eher kontraproduktiv. Grundsicherung (Hartz-4-Niveau) und 4000 kcal. pro Tag - dann kann er für den Geschädigten so lange buckeln bis er den angerichteten Schaden "abgearbeitet" hat. Ist er danach immer noch nicht schlauer und wird wieder straffällig, wandert er bis zum Lebensende in die Einzelzelle (da er für ein Leben in einem Sozialstaat nicht geeignet ist) bei Wasser und Brot (damit er der Allgemeinheit möglichst wenig Folgekosten verursacht).
    Ein jeder hat eine 2. Chance verdient. Im Wiederholungsfall kann aus meiner Sicht jedoch niemand mehr auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren, hier unterstelle ich Vorsatz und ein asoziales Verhalten der übelsten Sorte. Spätestens ab diesem Punkt tendiert mein Verständnis gen Null. Wer gegen Grundregeln der Menschlichkeit verstößt wird dauerhaft ausgegrenzt - fertig. Das ist wohl die härteste Strafe die jemand erfahren kann, denn es gibt nichts schlimmeres als die Endgültigkeit des Alleinseins. Ohne ein Mindestmaß an sozialen Kontakten verhungert die Seele, das macht auch ein Körper nur eine gewisse Zeit lang mit. Ich wollte so nicht enden, einigen anderen scheint das aber egal zu sein. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden...

  9. Registriert seit
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    #39
    Schön ausformuliert... So kann man das sehen, ja.

    Ich bin mir aber sicher, dass wen jemand absichtlich Öl in einer Kurve verteilt, dieser bereits eine gewisse Asozialität durch eine billigend in Kauf genommene Tötungsabsicht zum besten gibt.

    Ob DER jetzt noch soooo viel 2. Chance verdient hat - darüber kann man steiten... Geisteszustand hin oder her. Bei 7 Milliarden Individuen muss es eine gewisse Anzahl Totalausfälle geben. Ob man die aber wirklich (und oftmals bis zum bitteren und nutzlosen Ende) aus-therapieren muss, stelle ich mal in Frage.

    Ggf. ist die Wasser & Brot - Behandlung dann gleich nach dem 1. Ausfall und vor allem dauerhaft angebracht.

    Schwieriges Thema, ja...

  10. Registriert seit
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    Standard

    #40
    @ vierventiler: Gut ausgedrückt. Sachlich, konsequent und ohne Stammtischpolemik. Ohne dabei zu extremistischen Verhaltensweisen zutendieren. Der erste wirklich vernünftige Beitrag hier.


 
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