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Premiere

Erstellt von Tobias, 28.03.2005, 12:34 Uhr · 31 Antworten · 3.640 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Premiere

    #1
    Hallo zusammen,

    wie in einem anderen Thread bereits geschrieben, hab ich mich ja für die Fahrweise auf unbesfestigten Wegen interessiert. Unabhängig davon bin ich von gestern auf heute auf einen alten Bauernhof in der Eifel eingeladen gewesen. Was bietet sich da mehr an, als die Tour mit dem Motorrad zu fahren. Also die Koffer gepackt und los.

    Da zeitlich alles etwas knapp war sind wir ca. 80 km über die A61 Richtung Eifel gefahren, dann noch ein paar kilometer Landstraße bis zu dem Feldweg, der ca. 3 km zu besagtem Hof führt. Da es in der Nacht zuvor heftig geregnet hat, entschloss sich meine Frau zu Fuß zu gehen und das rutschige Terrain mir und dem Gepäck zu überlassen - eine weise Entscheidung wie sich ca. 10 Minuten später heraustellen sollte.

    Der Feldweg weist rechts und links ziemlich tiefe Furchen auf, ich entscheide mich für die Bergseitige, damit ich im Falle eines Falles nicht den Abhang runterrutsche. Leider wurde mir auf dieser Seite der Weg von ein paar Sträuchern versperrt, so dass ich wechseln musste. In der Mitte ziemlich rutschiges Gras - puh noch mal gut gegangen. Je weiter ich voran komme, umso matschiger (und eben auch rutschiger) wird es.

    Und dann kam was kommen musste. Ich wollte einer heftig vermatschten Stelle ausweichen, das Hinterrad rutscht weg, ich zieh' die Bremse, das Vorderrad rutscht weg - und da lieg ich nun. Aber viel schlimmer die GS liegt auch.....

    Wohl bemerkt ist das Foto in Fahrtrichtung aufgenommen. Keine Ahnung, wieso jetzt das Hinterteil eher in Fahrtrichtung schaut.

    Wie herbeigrufen kamen andere Freunde von uns kurz hinter uns her, die erstens meine Frau eingesammelt haben und zweitens helfen konnten das Motorrad wieder aufzurichten.

    Mir ist nichts passiert, war aber auch nicht schnell - sehe nur nicht so richtig Glücklich aus:


    Aber irgendwie ist sie jetzt eingeweiht und eine richtige Adventure - mit Matsch:


    Bestandsaufnahme:
    - Verbogener Fuß-Bremshebel (warum auch immer, sie lag ja schließlich auf der anderen Seite)

    - Gebrochener Plastikhalter am linken Koffer (sehen zwar schick aus die Koffer, sind aber wohl doch nicht für den harten Einsatz gemacht)

    - linker Spiegel verstellt

  2. Ron
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    #2
    Na ja, Einweihung ist wohl das richtige Wort.
    Aber immerhin: Dir ist nichts passiert und so
    sehr man sich im ersten Augenblick ärgert:
    nach einiger Zeit kann man doch darüber
    lachen und hat noch Jahre lang etwas zu
    erzählen (geht mir jedenfalls so, wenn solche
    Dinge passieren).

    Der Weg ist ja soweit noch ok. Aber mit Koffern
    würde ich sowas nicht unbedingt fahren (schon
    wegen Gewichtsausgleich) und dann ist mir noch
    aufgefallen, daß das Profil der Reifen etwas runter
    ist, oder? Gerade bei feuchtem Sand braucht man
    jeden Millimeter, wenn man schon keine Grobstöller
    drauf hat.

    Wenn ich Deine Schilderung richtig verstanden habe,
    ist das ganze passiert, als das Hinterrad aus der Spur
    gekommen ist. Da hilft nur eins: Gas geben! Durch
    die erhöhten Kreiselkräft des durchdrehenden Rades
    stabilisiert sich die Maschine. Und außerdem kommt
    man von dem besonders rutschigen Terrain runter.
    In dieser Situation niemals bremsen. Denn nur der
    restliche Schwung ist es, der Dich dann oben hält.

    Gruß Ron

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    #3
    Zitat Zitat von Ron
    Na ja, Einweihung ist wohl das richtige Wort.
    Aber immerhin: Dir ist nichts passiert und so
    sehr man sich im ersten Augenblick ärgert:
    nach einiger Zeit kann man doch darüber
    lachen und hat noch Jahre lang etwas zu
    erzählen (geht mir jedenfalls so, wenn solche
    Dinge passieren).
    Ging mir nach 10 Minuten schon so. Als ich die restliche Strecke ohne weitere Verluste hinter mir hatte, stand ich mit nach oben gestreckten Armen vor den bereits Anwesenden und habe gelacht. 8) (Vielleicht auch nur Glagenhumor )

    Zitat Zitat von Ron
    Der Weg ist ja soweit noch ok. Aber mit Koffern
    würde ich sowas nicht unbedingt fahren (schon
    wegen Gewichtsausgleich) und dann ist mir noch
    aufgefallen, daß das Profil der Reifen etwas runter
    ist, oder? Gerade bei feuchtem Sand braucht man
    jeden Millimeter, wenn man schon keine Grobstöller
    drauf hat.
    Mit den Koffern war leider nicht anders möglich, die konnte ich meiner Frau, dsie ja zu Fuß gehen wollte nicht zumuten.
    Die Reifen haben erst 5500km runter und ich bin kein Heizer. Also Profil ist noch genügend drauf, kommt bei den Fotos wahrscheinlich nicht richtig rüber.

    Zitat Zitat von Ron
    Wenn ich Deine Schilderung richtig verstanden habe,
    ist das ganze passiert, als das Hinterrad aus der Spur
    gekommen ist. Da hilft nur eins: Gas geben! Durch
    die erhöhten Kreiselkräft des durchdrehenden Rades
    stabilisiert sich die Maschine. Und außerdem kommt
    man von dem besonders rutschigen Terrain runter.
    In dieser Situation niemals bremsen. Denn nur der
    restliche Schwung ist es, der Dich dann oben hält.
    Ja, der Fehler war, dass ich gebremst habe. Vermutlich ein typischer Anfängerfehler..... In so einer Situation noch mal am Gas zu drehen erfordert für mich wahrscheinlich ne ganze Portion Mut.

    Wie gesagt, bei der Tour ging es nicht darum endlich mal Off-Road zu fahren, sondern ein notwendiges "Übel" um zu unseren Freunden zu kommen.

    PS: ABS hatte ich übrigens aus (hat zwar nix gebracht), Luft hatte ich aber nicht aus den Reifen gelassen.

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    #4
    Nachtrag Kofferhalter:



    Links: Original
    Rechts: Fälschung

    Ich weis noch nicht, ob ich froh darüber sein soll, dass dieses Plastikteil gebrochen ist.
    Einerseits wird man das schnell ersetzen können und es gab keine Probleme an dem Gestänge, was sicherlich teurer geworden wär.
    Auf der anderen Seite: Muss das so billig sein. Ich mein stellt Euch mal vor die Kiste fällt aus dem Stand um, kann immer mal passieren. Dann sitzt du vielleicht mitten in der Toskana, hast keinen Freundlichen in der Nähe und musst den Koffer mit Spanngurten festzurren.

  5. Registriert seit
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    Standard Re: Premiere

    #5
    Zitat Zitat von Tobias
    und da lieg ich nun. Aber viel schlimmer die GS liegt auch.....

    Mir ist nichts passiert, war aber auch nicht schnell - sehe nur nicht so richtig Glücklich aus
    Hi Tobias,

    in einem anderen Forum würde man von einem waschechten Schiedermaier sprechen...

    Glückwunsch, dass dir nichts und der Muh nur wenig passiert ist!

    @Ron: So ganz habe ich (bin allerdings auch kein Gelände-Experte) deine Ausführungen nicht verstanden. Wenn das Hinterrad zur Seite wegrutscht und ich auch noch Gas gebe, schmiert das Rad doch nur noch schneller zur Seite weg?! Dass man in einer solchen Situation nicht bremst, ist schon klar, ich hätte aber wohl gegengelenkt und kein zusätzliches Gas gegeben.

    Gruß
    Mikele
    der nach seinen ersten Schmuddel-Erfahrungen zunehmenden Spaß an unbefestigtem Gelände findet

  6. Registriert seit
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    Standard Re: Premiere

    #6
    Zitat Zitat von Mikele
    in einem anderen Forum würde man von einem waschechten Schiedermaier sprechen...
    Jau, aber ich wollt' nicht derjenige sein, der's so nennt 8) 8)

    Zitat Zitat von Mikele
    Glückwunsch, dass dir nichts und der Muh nur wenig passiert ist!
    Danke!!!!

    Zitat Zitat von Mikele
    der nach seinen ersten Schmuddel-Erfahrungen zunehmenden Spaß an unbefestigtem Gelände findet
    Ich auch :!:

  7. Registriert seit
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    Standard Re: Premiere

    #7
    Zitat Zitat von Tobias
    Jau, aber ich wollt' nicht derjenige sein, der's so nennt 8) 8)
    Hi Tobias,

    rad a mal, wer sich das schon gedacht hatte?

    Gruß
    Mikele

  8. Ron
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    Standard

    #8
    @Mikele: Gerade der Zweifel daran, daß das klappt, führt
    dazu, daß man in die Bremse greift. Nur noch mal zur Ver-
    deutlichung: wenn bei einem wegrutschenden Hinterrad das
    Heck schon richtig schräg liegt, dann stimmt das schon, daß
    Gas nicht mehr viel bringt. Da hilft dann nur mit dem Fuß
    auf die Erde zu gehen und nicht aber versuchen, mit dem
    Fuß die Maschine zu halten (das schafft keiner), sondern
    vielmehr in einer abrollenden Bewegung mit dem Fuß von
    vorne kommend kurz aufschlagen. Dieser Impuls reicht in
    der Regel aus, um die Maschine wieder nach oben zu
    bringen.

    Das Gefühl des Wegrutschens setzt aber viel früher ein,
    nämlich wenn die Maschine noch einigermaßen gerade ist.
    Und in diesem Augenblick genügt es tatsächlich Gas zu ge-
    ben. Durch die schnellere Drehung erhöhen sich die Kreisel-
    kräfte und die ziehen die Maschine aus einer geringen
    Schräglage wieder nach oben. Das kann man im Enduro-
    sport gut beobachten. Achte mal darauf, wenn Du das in der
    Halle oder im Fernsehen siehst: immer wenn das Heck zu
    schliddern beginnt, gibt der Fahrer Gas, die Maschine kommt
    hoch und er fährt weiter geradeaus.

    Mit dem Gegenlenken darf man es nicht übertreiben. Wenn der
    Boden zu locker ist, würde ein Lenken in die Richtung, in die
    die Maschine schon eingeknickt ist nur dazu führen, daß sich
    das Vorderrad in den Modder einbuddelt. Genau das war
    übrigens mein Fehler beim Endurotraining. Und den Rest der
    Story kennst Du ja. :-(

    Gruß Ron

  9. Registriert seit
    10.08.2004
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    Standard Re: Premiere

    #9
    Hallo Tobias!
    Als bekennender Adventure - Fahrer fühle und leide ich mit dir. So möchte ich meine ADV nie fotografieren müssen. Zum Glück ist ja alles relativ glimpflich ausgegangen. Zur Kofferhalterung kann ich mir gut vorstellen, dass diese wirklich eine Art Sollbruchstelle darstellen soll, damit die Kofferträger nicht verbogen werden. Was mich noch interessieren würde : War der Koffer am Träger abgeschlossen? Hat das Schloß nachher noch einwandfrei funktioniert oder wurde es in Mitleidenschaft gezogen?
    Gruß aus Bayern
    BMW - Max

  10. Registriert seit
    11.02.2004
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    Standard Re: Premiere

    #10
    Zitat Zitat von BMW-Max
    Hallo Tobias!
    Als bekennender Adventure - Fahrer fühle und leide ich mit dir. So möchte ich meine ADV nie fotografieren müssen. Zum Glück ist ja alles relativ glimpflich ausgegangen. Zur Kofferhalterung kann ich mir gut vorstellen, dass diese wirklich eine Art Sollbruchstelle darstellen soll, damit die Kofferträger nicht verbogen werden. Was mich noch interessieren würde : War der Koffer am Träger abgeschlossen? Hat das Schloß nachher noch einwandfrei funktioniert oder wurde es in Mitleidenschaft gezogen?
    Gruß aus Bayern
    BMW - Max
    Hi Max,

    vielen Dank für Dein Mitgefühl!

    Der Koffer war abgeschlossen (mach ich immer, da ich sonst ein ungutes Gefühl habe - vor allem auf der Autobahn) und das Schloss funktioniert noch. Allerdings war der Untergrund ja auch relativ weich. Ich denke, wenn das auf Asphalt passiert wäre...aber da denke ich eher darüber nach wie ich ausgesehen hätte....

    Mit der Sollbruchstelle hat mir auch eben schon jemand per PN geschrieben, macht Sinn!


 
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