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Rehe sind nicht doof aber gefährlich...

Erstellt von Christian S, 30.07.2009, 01:05 Uhr · 42 Antworten · 4.880 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Rehe sind nicht doof aber gefährlich...

    #1
    ...aber es geht hier um die Eingabe bzw. das Gefühl, genau im richtigen Moment langsamer zu fahren

    Hallo Allerseits,

    nun sitze ich hier mit einem doppelten Whisky und muss noch etwas runter kommen.

    Ich war heute Abend mit einem Freund gegen 21:30 Uhr (also schon fast dunkel) auf der Strecke von Warth nach Reutte im Tirol unterwegs. Erst fuhr ich vor (als es noch heller war), nach einem Stop übernahm mein Spezl die "Führung". Er ist aus der Gegend und fuhr mir bei schon ziemlicher Dunkelheit etwas zu schnell. Bedingt durch ein Überholmanöver, wo ich nicht mitziehen konnte, ergab sich ein Abstand von ca. 300 Meter. Ich hatte nun die Wahl, auf der Geraden auf 120 km/h hoch zu ziehen, um dran zu bleiben, oder es zu lassen.

    Wie in Form eine "Eingabe" dachte ich mir, ach lass es roll mit 100 km/h hinterher, muss nicht sein, jetzt noch anzugasen. Spezl fährt ca. 300 Meter vor mir, dann mit 50 Meter Abstand das überholte Auto, dann mit 250 Meter Abstand ich, als ein wirklich nicht kleines Reh vor mir die Fahrbahn quert, von rechts nach links. Wegen der beiden Fahrzeuge vor mir hatte ich nur Abblendlicht an, ich habe außer dem Reh ca. 30-50 cm neben meinen Motorrad vorher absolut nicht wahrgenommen. An eine Reaktion war nicht mehr zu denken, nur ein lauter Schrei kam über meine Lippen. Ich bin dann erst mal mit Fernlicht (wo ein Reh ist sind oft mehrere) mit 60 km/h dahingerollt, bis ich wieder etwas lockerer wurde.

    Aber eigentlich geht es hier nicht um Rehe, das weiß man schießlich, dass die abends unterwegs sein können. Trotzdem habe ich natürlich eine riesen Gück gehabt.

    Wer von euch hatte auch schon mal so eine "Eingabe", etwas sein zu lassen... Wenn ich auf 120 km/h hochgezogen hätte, wäe ich wohl genau zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen... und nun nicht wohlbehalten hier, sondern woanders, ev. ganz woanders

  2. Nero8 Gast

    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Wer von euch hatte auch schon mal so eine "Eingabe", etwas sein zu lassen... Wenn ich auf 120 km/h hochgezogen hätte, wäe ich wohl genau zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen... und nun nicht wohlbehalten hier, sondern woanders, ev. ganz woanders
    Servus
    Ich! Seit für über 25 Jahren als mir damals ein Dachs meinen halben Vorderbau von meiner damaligen Dose beschädigt hat fahre ich bei anbrechender Dunkelheit überaus...ja fast mädchenhaft durch Waldstücke. Allgemein runter vom Gaaaas...und Abblendlicht an...lernt man eigentlich in jeder Fahrschule.

    Gruß

  3. Registriert seit
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    3.052

    Standard Es begab sich zu söllar Zeit.........

    #3
    Ja, gibts. Ist ungefähr 24 Jahre her.
    Durch den Wald mit mulmigem Gefühl, etwas reduziert, so um 120.
    Als das Tier auftauchte, ich voll in die Eisen, paar Meter vor dem Aufprall ließ ich die Bremse los und hielt den Lenker ganz fest. Die Maschine ging deutlich in die Knie. Das Reh wickelte es um die Gabel und drückte noch etwas Schiß auf dem Zylinder aus. Außer Schreck und etwas veränderter Fzg.-Geometrie
    gings nochmal gut aus.


    cowy

    Haarsträubend ist manchmal zu beobachten, wie die Tiere zwischen den Fzg. wechseln, und wie knapp das manchmal ist. Vor kurzem stand eins am traßenrand. Und im Herbst liegen sie schon mal auf dem noch warmen Teer.........

  4. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #4
    Tja immer diese Rehe!

    Wie kommen die auch dazu nachts im Wald einfach die Straßeseite zu wechseln und dabei nicht auf den Verkehr zu achten?

    Lerneffekt?

    Gruß Thomas

  5. Registriert seit
    16.07.2008
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    63

    Standard

    #5
    Moin, ich hatte vor drei Jahren auch ein "Zusammentreffen" mit einem Reh, konnte einem Frontalaufprall zwar noch soeben ausweichen aber der Kopf des Tieres hat mein linkes Bein noch soeben berührt und ist dann mit meinem Alukoffer kollidiert - ganz schön ekelich...
    Koffer aus der Halterung gerissen, Reh tot, zum Glück kein Sturz
    Gruß Thomas

  6. Registriert seit
    07.05.2009
    Beiträge
    1.627

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Tja immer diese Rehe!

    Wie kommen die auch dazu nachts im Wald einfach die Straßeseite zu wechseln und dabei nicht auf den Verkehr zu achten?

    Lerneffekt?

    Gruß Thomas
    Lieber Thomas,

    natürlich habe ich etwas gelernt. Ich weiß nun nach 350.000 km auf 2 Rädern, dass etwas passieren kann, wenn "ein Feind von der Seite kommt". Ich denke gerade ernsthaft darüber nach, das Motorradfahren an den Haken zu hängen.

    So, Albernheiten mal beiseite. Dass Rehe machen was sie wollen sollte jeder wissen. Den Titel des Beitrages habe ich gewählt, damit man einigermaßen Bescheid weiß, was der anlaß meines Beitrages ist. Ein Titel "Wer hatte schon mal eine Eingabe..." schien mir nicht wirklich glücklich.

    Ich habe zumindest versucht, dass aus meinem Beitrag hervorgeht, dass es um die "Eingabe" kurz vorher geht und nicht um die Gefahr, die von Rehen ausgeht.

  7. Registriert seit
    07.05.2009
    Beiträge
    1.627

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Nero8 Beitrag anzeigen
    Allgemein runter vom Gaaaas...und Abblendlicht an...lernt man eigentlich in jeder Fahrschule.

    Gruß
    Hallo,

    sicher lernt man das Sichtfahrgebot, und wenn man schon länger fährt, ergibt sich das irgendwie auch von selbst. Im Blindflug fühlen sich wohl nur die wenigsten wohl. Die Problematik liegt wohl eher darin begründet, dass man oft unterschätzt, wie wenig man sieht und wie gnadenlos streng die Rechtssprechung ist, wenn man irgendwo drüber fährt.

    Meine Situation war übrigens nicht in einem Waldstück, der war wenigstens 300 Meter entfernt. Bei Nacht ist alles zu schnell unterwegs. Mit Abblendlicht reicht die Sichtweite gerade für ein Tempo von ca. 80 - 85 km/h, um so weit zu blicken, dass man notfalls noch halten kann.

    Ein gewisses Risiko fährt immer mit, letztlich bleibt nur, wirklich arg langsam nachts zu fahren, dass muss man dann aber beinahe überall tun oder aber ein gewisses Restrisiko einzugehen.

  8. Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    6.602

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Wer von euch hatte auch schon mal so eine "Eingabe", etwas sein zu lassen... Wenn ich auf 120 km/h hochgezogen hätte, wäe ich wohl genau zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen... und nun nicht wohlbehalten hier, sondern woanders, ev. ganz woanders
    Ja das stimmt, manchmal muss man dieses Gespür haben, Dinge besser nicht zu machen. Ich muss dabei spontan an meinen ersten Slowenien-Urlaub mit der Q denken. Damals war es so, dass ein Freund von mir vorfuhr, ca. 15m dahinter fuhr ich. Und maximal 10m vor ihm krachte von links vom Hang runter kommend ein riesiger Felsbrocken auf die Straße. Mit riesig meine ich riesig, ca. 1,5x1,5m groß, er nahm in seiner Größe die halbe Gegenspur ein. Dieser Brocken krachte mit einem Getöse auf die Gegenspur und rollte dann vor uns quer über die Straße nach rechts runter zum Flussbett.

    Bei der Sache ging es um wenige Zehntelsekunden, die über Leben und Tod entschieden und ich erinnere mich heute noch, dass ich damals auf ein 70km/h Schild kurz vor der Sache mit leichter Drosselung der Geschwindigkeit reagiert habe. Nicht auszudenken, wenn uns der Fels erwischt hätte, nur weil ich etwas früher an der Stelle gewesen wäre.

    Bild von der Stelle anbei... allerdings aus der Gegenrichtung fotografiert.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken rock0qs-1-.jpg  

  9. Nero8 Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Meine Situation war übrigens nicht in einem Waldstück, der war wenigstens 300 Meter entfernt. Bei Nacht ist alles zu schnell unterwegs. Mit Abblendlicht reicht die Sichtweite gerade für ein Tempo von ca. 80 - 85 km/h, um so weit zu blicken, dass man notfalls noch halten kann.
    gewisses Restrisiko einzugehen.
    Servus

    Ich wollte eigentlich weiter oben schon etwas zu Deiner Fahrstrecke sagen...aaaber jetzt muß ich ja wohl

    Auf Deiner beschriebenen Strecke wird man am Tage schon gezwungen durch eindeutige Warnhinweise am Strassenrand immer stets mit Licht ( auch mit der Dose!! ) zu fahren. Und du bist dann auch noch als Halbeingeborener überracht daß dir auf dem Streckenabschnitt irgend etwas urplötzlich vor Deine Karre springt. Nix für Ungut...Gruß

  10. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Lieber Thomas,

    natürlich habe ich etwas gelernt. Ich weiß nun nach 350.000 km auf 2 Rädern, dass etwas passieren kann, wenn "ein Feind von der Seite kommt". Ich denke gerade ernsthaft darüber nach, das Motorradfahren an den Haken zu hängen.

    So, Albernheiten mal beiseite. Dass Rehe machen was sie wollen sollte jeder wissen. Den Titel des Beitrages habe ich gewählt, damit man einigermaßen Bescheid weiß, was der anlaß meines Beitrages ist. Ein Titel "Wer hatte schon mal eine Eingabe..." schien mir nicht wirklich glücklich.

    Ich habe zumindest versucht, dass aus meinem Beitrag hervorgeht, dass es um die "Eingabe" kurz vorher geht und nicht um die Gefahr, die von Rehen ausgeht.
    Tut mir leid, aber ich kann dem nicht ganz folgen und mir fehlt hierzu auch das Verständis. Wenn Du das erst nach 350000 km weißt, dann hast Du diesbezüglich bisher was verkehrt gemacht und halt einfach nur Glück gehabt. Und unabhängig davon ob man Motorrad fährt oder nicht, gehört es zur allgemeinen Erfahrung jedes Kraftfahrers und es ist auch ein Teil der Fahrschulausbildung, daß gerade in den Dämmerstunden und im Morgengrauen vermehrt Wildwechsel auftreten. Oder warum stehen sonst wohl in vielen Walddurchfahrten die allseits bekannten Schilder? Und Rehe reagieren nun mal halt nicht so rationial, so wie wir es vielleicht von unseresgleichen erwarten würden. Deswegen sind sie ja auch Rehe aber deswegen beileibe nicht doof. Und da wir uns dessen bewuß sind, habe wir in den entsprechenden Situationen auch entsprechend zu verhalten und nicht erst darüber nachzudenken mit 130 zu folgen oder nicht. Und auch 100 km/h waren hier wohl zuviel. Gründe manchmal zurückhaltender im Umgang mit dem Gasgriff zu sein gibt es ja genüge.Und einsetztende Dunkelheit gehört für mein Verständnis mit dazu. Aueßer Du fährts beim 24h rennen in Le Mans mit.Da gibt es aber auch keine Rehe, weil zu laut.

    Die Überschrift Deines Themas mit der zugehörigen Schilderung des Sachverhalts provozieren ja gerade Die Antwort die ich Dir hierzu gegeben habe.


    Gruß
    Thomas


 
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