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Rehe sind nicht doof aber gefährlich...

Erstellt von Christian S, 30.07.2009, 01:05 Uhr · 42 Antworten · 4.884 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von Doro Beitrag anzeigen
    Übrigens kann ich hier keine Namensänderung des Themas sehen
    Aber soetwas wie ein 7.Sinn hat mich auch schon öfter mal gerettet.
    Hallo Doro,

    die erste Überschrift lautete "Wie doof sind Rehe eigentlich..."
    Das habe ich nun korrigiert.

  2. Registriert seit
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    #32
    Ich hatte in 1990 auch eine Kollision mit einem Reh. Damls ende April, nur 200 m von meinem Wohnort entfernt. Gestürzt bin zum Glück nicht. Der Rehbock hatte sein Geweih in die Verkleidung unter der Lampe gerammt und sich dabei das Genick gebrochen.
    An der linken an der FJ 1200 waren an allen möglich und auch unmöglichen stellen Haare des Rehbocks. Sogar am Vorderrad zwischen Rad un Felge eingeklemmt, diese konnte man entfernen durch abmontieren des Reifens von der Felge. Das mußtre sowie gemacht werden weil laut Gutachter die Felge vermessen werden mußte.

    Nach diesem Rehunfall konnte ich den Rest der Saison bei Dunkelheit nur höchstens 50 fahren. Und das wirkt bis heute nach.

    Erst Anfang April diesen Jahres, auf der Heimfahrt vom ADAC Sicherheitstraining in Augsburg mußte ich wegen einem Reh, wieder nur etwa 1 km vor meinem Heimatort bei Dunkelheit eine Vollbremsung wegen einem Reh machen. Leider hatte ich das Fernlicht an, obwohl wir beim SHT das Thema Wild bei Dunkelheit angesprochen hatten. Sobald ein Wildwechselschild auftaucht, Geschwindigkeit auf 70 reduzieren und Abblendlicht ein. Das Reh wurde das Fernlicht geblendet und ist auf der Sraße stehengeblieben.

    Natürlich hab ich mir auch in Sachen Eingebungen Gedanken gemacht. Obwohl ich sagen muß, ich glaube nicht an Eingebungen.

    Es ist mir schon öfters passiert, das ich einen Traktorgespann vor mir hatte, an dem man das Rücklicht bzw. Blinker wegen starker Verschmutzung nicht sehen konnte. Da dacht ich mir, mal sehen ob da links nicht ein Feldweg kommt. Es kam keiner und ich setze zum überholen an. Und was passiert, das Treckergespann zieht nach links und ich konnte weil ich noch nicht schnell war noch bremsen. Aber warum zieht der nach links, wenn gar kein Feldweg kommt. Weil ich auf der Gegenfahrbahn war konnte ich jetzt die Rückleuchten ders Treckers sehen, Blinker rechts war ein, weil rechts ein Feldweg kam und er rechts einbiegen wollte und deshalb nach links ausgeholt hatte damit er in diesen schmalen Weg überhaupt reinkommt.

    Seitdem schaue ich nicht nur ob links ein Feldweg kommt, sondern auch rechts.

    Mit Eingebung hat das meiner Meinung nichts zu tun, an sowas glaube ich nicht. Es sind eher die Erfahrungen die einem manchmal retten.

    Und wegen dem Rehunfall damals mit dem Motorradfahren aufzuhören, daran hatte ich keinen einzigen Gedanken.

  3. Registriert seit
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    #33
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    die erste Überschrift lautete "Wie doof sind Rehe eigentlich..."
    Das habe ich nun korrigiert.
    Ich hab das mal für die Threadüberschrift übernommen, jetzt müsste es jeder lesen können.

  4. TomTom-Biker Gast

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    #34
    Zitat Zitat von Muffel Beitrag anzeigen
    Mit Eingebung hat das meiner Meinung nichts zu tun, an sowas glaube ich nicht. Es sind eher die Erfahrungen die einem manchmal retten.
    So ist es!

    Es ist auch nicht Eingebung, daß ich bei einer Tour beispielsweise nach 2 km wieder umgdreht habe und nachhause gefahren bin. Ich war halt nur schlecht drauf. Bauchgefühl halt.
    Ob's richtig war? Jedenfalls ist auch nix passiert. Wie denn auch.

    Und alle brenzligen Situationen die ich erlebt habe sind entweder passiert weil ich nicht aufgepaßt habe, oder sind eben nicht passiert weil mir die Erfahrung sagte, daß was sein könnte (siehe vorgenanntes Beispiel mit dem Trecker) oder aber auch einsame Waldwege oder Fahradfahrer die unvermittelt quer rüberfahren, Autofahrer die nicht warten oder ausscheren, Kinder die vom straßenrand plötzlich auf die Straße laufen usw. usw. ... und natürlich auch Rehe, die jetzt zum Glück aber nicht mehr doof sind.

    Gruß
    Thomas

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    #35
    @Lisbeth: Ich habe meine aus dem Autoteilezubehörhandel (Forstinger).
    Es ist so ein bisschen ein Glaubenskrieg mit den Wildwarnpfeifen. Ähnlich mit den Widlwarnreflektoren am Straßenrand.
    Ich habe mit Jägern gesprochen und die meinten durch die Bank dass es etwas bringt. Tja und wenn nicht,außer den paar Euros hat es auch kaum was gekostet.
    Man sieht hier aber einige Fahrzeuge (hauptsächlich Autos) die damit ausgestattet sind.
    Hören tut man da nichts da ja die Dinger im annähernden Ultraschallbetrieb arbeiten.

    Ich hab sie an die Oberseite des GS-Schnabels geklebt, vor dem Ölkühler. Ich finde sieht sogar richtig toll aus. Nun hat meine GS-Schnabelmonster auch noch Nüstern

  6. Registriert seit
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    #36
    Sally Christian,

    das mit den Eingebungen kenn ich auch, ist auch mir schon passiert, es gibt einfach Momente, da sollte man wirklich auf die innere Eingebung hören und das möglichst sofort, schade ist halt nur, das wenn man zugibt auch auf sowas zu hören, doch von mach anderem für verrückt erklärt wird, diesen Leuten wünsche ich nur, das sie selber trotzdem auf ihre Eingebungen hören, auch wenn sie hinterher nie zugeben würden.

    Jeder soll heile ankommen, wodurch auch immer.

  7. Registriert seit
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    Standard Der 7. Sinn und die Rehe

    #37
    Nahmdt !

    Das, was wir den "7. Sinn" nennen, ist meiner Meinung nach teilweise erklärlich durch eine verinnerlichte, ins Unterbewußte abgesunkene Gefahrenantizipation. Was das ist, kann man genauer in Spiegels "Oberer Hälfte des Motorrades" nachlesen - in der theoretischen "Langversion". Man kann es bewußt trainieren, ständig nach potentiellen Gefahren zu fahnden und bei den ersten Anzeichen zu reagieren - sowas kann sich aber auch einstellen, ohne daß man bewußt darauf hingearbeitet hätte.

    Es funktioniert im Groben so: Der Blick rast wie ein Radarstrahl durch das Sichtfeld und reagiert auf alle möglichen ersten Anzeichen von Gefahren. Gleichzeitig "rechnet" man mit spezifischen Gefahren in spezifischen Situationen: Kurve ? Achtung - Entgegenkommer ! Wald ? Achtung Wild ! Waldweg ? Achtung Landgericht Frankfurt ! Undsoweiter. Das bewirkt eine Art "Hochfahren" der Handlungsprogramme für die jeweiligen Reaktionen, die dann, bei solchen ersten Gefahrzeichen dann im wörtlichen Sinne unwillkürlich ablaufen.

    Ein klassisches Beispiel ist das unwillkürliche Ausweichen nach links, wenn man "das Gefühl hat", aus einer Einfahrt innerorts könnte was kommen - häufig ist es nur ein Vogel, ein Schatten oder sonst irgendwas ...

    Wild - ich lebe in einer Wildreichen Gegend, zwischen Thüringer Wald und Rhön. Hier gibt es auch viel Wild zu essen - garnicht teuer - und in meiner Gefriertruhe liegt noch 2/3 eines "Jährlings" - eines ein Jahr alten Rehs, daß ich von einem Jäger gekauft habe. Rücken und eine Keule sind schon verspeisst - köstlich !

    Es empfiehlt sich, auch aus anderen Gründen, den Kontakt zu Jägern zu suchen - sie können einem eine Menge von guten Tips geben. Der beste Tip für mich kam von einem Jäger, der auch im K-Forum (flyingbrick) aktiv ist: Wildtiere können allgemein mit Geschwindigkeiten über 80 kmh nichts anfangen. Sie sehen es nicht mehr, wenn sich etwas mit mehr als 80 kmh bewegt. Das ist sone Evolutionskiste: ihre natürlichen Feinde rennen oder fliegen regelmässig nicht schneller, als 80 Sachen.

    Deswegen empfiehlt es sich, in der Wildwechsel-Saison ab dem Einsetzen der Dämmerung - morgens halt umgekehrt - an den "kritischen" Stellen keinesfalls schneller als 80 kmh zu fahren, hup- und bremsbereit zu sein, und die Hupe vielleicht auch mal "auf Verdacht" zu betätigen, gerade wenn man so ein leises Moped fährt, wie BMW mit Seriendämpfer. Leute mit nem Cevapcicci oder wie der heißt, können vielleicht etwas beruhigter sein - loud pipes undsoweiter.

    Die Hupe ist sowieso meiner Meinung nach ein Sicherheitsfeature, daß von vielen garnicht richtig erkannt und eingesetzt wird. Sie soll vor drohenden Gefahren warnen - tatsächlich wird sie aber meistens genutzt, um nach überstandenen Gefahren oder Belästigungen seinem Ärger Luft zu machen, oder jemanden zu grüssen, häufig zur Verabschiedung. Ich habe mir letztes Jahr angewöhnt, weitaus freigiebiger zu Hupen, und da könnte so manch einer mal drüber nachdenken, finde ich ...

    Übrigens sind kritische Stellen nicht nur der Wald und die mit dem Wildwechsel-Zeichen, sondern auch Feld und Wiesen mit Hecken und Büschen, vor allem aber fruchttragende Felder - am schlimmsten ist Mais. Da wollen die Viecher nämlich öfters mal hin, und da können sie sich auch gut verstecken.

    Gruß

    Kroni

  8. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #38
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Nahmdt !

    Das, was wir den "7. Sinn" nennen, ist meiner Meinung nach teilweise erklärlich durch eine verinnerlichte, ins Unterbewußte abgesunkene Gefahrenantizipation.
    Gruß

    Kroni
    Danke für die Antwort. Genau das ist mir gestern auch den ganzen Tag durch den Kopf gegangen, auch wenn nicht ganz so schön wie Du es formuliert hast. Es ist das bewußte Handeln, daß unterbewußt gesteuert wird und das deshalb als Eingebung oder 7. Sinn bezeichnet wird. Und es sind die Erfahrungen die jeder einzelne gemacht hat, die die Gründe für dieses handeln sind.

    Auf den Eingangsbeitrag zurückkommend bedeutet das beispielsweise:

    beginnende Dunkelheit = verringerte Sichtweite = erhöhte Gefahr
    außerdem werden Geschwindigkeiten aufgrund des kleiner werden Sichtfelds höher wahrgenommen als sie tatsächlich sind, was auch wiederum zu einem gesteuerten und oft unbewußt gesteuertem Langsamwerden führt (= gefahr vermeiden)

    Wald + Dunkelheit = Wildwechsel = gefahr also aufpassen

    Kumpel der mit angegebenen 130 km/h überholt und der vermutlich aufgrund der Dunkelheit teilweise ins ungewisse fährt = gefahr = erhöhtes Risiko

    Und dann kommen vielleicht auch noch andere kritische Ereignisse des Tages dazu, die zwar vergessen, aber unbewußt doch auf der Festplatte Hirn gespeichert wurden.

    Und all das führt zu einer eigentlich normalen Reaktion, nämlich im konkreten Fall vom Gas runter zu gehen. Und wahrscheinlich führt dies dann auch zu dem oft genannten komischen Gefühl (im Bauch oder wo auch immer), was dann als Eingebung oder 7. Sinn bezeichnet wird. Und daß jetzt gerade auch noch ein Reh dazu kommt hat mit dem ganzen Vorgang nichts zu tun. Das ist Zufall oder man könnte auch vom Eintreten eines Ereignisses mit gewisser Wahrscheinlichkeit sprechen.

    Und wenn ich wie in meinem vorausgegangenen Beitrag von Erfahrung spreche, dann deckt sich das exakt mit jetzigen Aussage. Nur der, der im Umgang mit Gefahren Erfahrungen gemacht hat (das bezieht sich nicht nur auf mich, das gilt allgemein und nicht nur aufs Motorradfahren bezogen) wird diese Gefahren bei der Gefahrenabwehr auch berücksichtigen können. Und zwar unbewußt, den bewußt drüber nachzudenken würde viel zu lange dauern. Und wer die Erfahrungen nicht gemacht hat, der lebt in gewissem Maße einfach nur gefährlich, weil der dann eben bei dem genannten Fall mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dann doch auf ein Reh drauf fährt, weil er eben nicht mehr bremsen oder ggf. auch ausweichen konnte. Und wer nur Positiv-Erfahrungen gemacht hat, der lebt auch gefährlich, denn er weiß ja aus Erfahrung, daß um diese Zeit nie ein Reh gekommen ist und damit alles bestens ist. Also was sollte da am eigenen Verhalten geändert werden. Das gleiche gilt auch für denjenigen der immer mit maximalem Speed und geiler Schräglage in die nicht einsehbahren Rechtskurven fährt. Denn bisher war ja alles frei. Das ist die Erfahrung.

    Der, der wegen diesem unbeschreiblichen Gefühl der Freiheit des Motorradfahrens allerdings schon mal heftig auf die Schnauze geflogen ist, wird sich schon Gedanken machen. Denn auch das gehört zum Thema Erfahrungen. Am Anfang wird er bewußt drüber nachdenken, nachher dann wieder unbewußt. Und dieses unbewußte Denken beeinflußt auch das weitere Fahren. Es dauert dann eine ganze Weile bis die (hoffentlich) zwischenzeitlich gemachten Positiv-Erfahrungen die Negativ-Erfahrungen übertreffen (hier spreche ich aus eigener Erfahrung). Es soll allerdings auch Menschen geben, die ähnlich wie beim vom Pferd runterfallen, sich sofort wieder drauf setzen als wäre nichts passiert. Bis zum nächsten mal dann. Da ist dann allerdings auch kein Lerneffekt dabei, der das unbewußte Handeln positiv beeinflussen könnte.

    So jetzt muß ich auf die Arbeit. Einen schönen Tag noch.

    Gruß
    Thomas

  9. Registriert seit
    07.10.2008
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    Standard

    #39
    passt grad irgendwie zum Eingangsthema

  10. Registriert seit
    07.05.2009
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    1.627

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von kolli Beitrag anzeigen
    passt grad irgendwie zum Eingangsthema
    Hallo,

    ich kenne das Video, ich habe es 2 Tage vor meinem Beinahezusammenstoß zufällig gesehen, irgendwo schon kurios. Ich habe bei meiner Eingabe übrigens nicht an Rehe gedacht, einfach so mal langsamer sagte mein Gefühl.


 
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