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Rezession

Erstellt von Wogenwolf, 14.11.2008, 13:09 Uhr · 79 Antworten · 6.510 Aufrufe

  1. Wogenwolf Gast

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    #51
    Zitat Zitat von Bernd Z Beitrag anzeigen
    Servus Tom,

    jo, einfach ein geiles Teil. Besteht fast nur aus Motor. Und das Drehmoment.....
    So für die etwas kleineren Runden zwischendurch .

    Gruß
    Bernd

    Hi Brend,

    als Zweit-Motorrad ist die MT01 allererste Wahl.

  2. JOQ
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    #52
    .... die ganze Schei.. fängt gerade erst an, die ganz Großen stöhnen sowieso als erstes, bekommen vom Fiskus (also uns) die Überlebenskohle und weiter gehts
    Der Mittelständler möchte neu investieren, die Banken werden vorsichtig mit´m Geldverleihen (Basel II , etc.), der eigentl. bonitäre Mittelständler ist dann der eigentliche Verbrecher (wieso brauchen sie wieder Geld? Da ist uns das Risiko zu groß, blablabla) und dann wird die Rezession richtig spürbar werden Denn nach wie vor arbeiten die meisten Arbeitnehmer nämlich bei genau solchen Mittelstandsbetrieben. Gilt sicherlich nicht für alle, aber....
    Und die Milliardenpackete eines sowieso schon hochverschuldeten Staates werden uns noch richtig teuer zu stehen kommen.

    Yep, so seh ich´s

    Jo

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    #53
    Wir sind sicherlich noch nicht richtig informiert worden was da noch alles auf uns zukommt.Wir hören nur von der Immobilienkrise, was ist wenn die Amis nicht mehr ihre Raten für ihr Auto bezahlen können dann wirds lustig bei den Autobanken.Was ist mit den Leuten die alles verloren haben? Hilft denen der Staat mit Milliardenbürgschaften.Nein es wird so sein wie immer Scheiße fällt nach unten

  4. Registriert seit
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    #54
    Zitat Zitat von JOQ Beitrag anzeigen
    .... die ganze Schei.. fängt gerade erst an, die ganz Großen stöhnen sowieso als erstes, bekommen vom Fiskus (also uns) die Überlebenskohle und weiter gehts
    Der Mittelständler möchte neu investieren, die Banken werden vorsichtig mit´m Geldverleihen (Basel II , etc.), der eigentl. bonitäre Mittelständler ist dann der eigentliche Verbrecher (wieso brauchen sie wieder Geld? Da ist uns das Risiko zu groß, blablabla) und dann wird die Rezession richtig spürbar werden Denn nach wie vor arbeiten die meisten Arbeitnehmer nämlich bei genau solchen Mittelstandsbetrieben. Gilt sicherlich nicht für alle, aber....
    Und die Milliardenpackete eines sowieso schon hochverschuldeten Staates werden uns noch richtig teuer zu stehen kommen.

    Yep, so seh ich´s

    Jo
    ......................und wenn gar nichts mehr geht wird basel II wieder in die tonne gkloppt, damit wieder was geht, denn ansonsten werden die mittelständischen firmen der reihe nach den bach runtergehen

  5. Registriert seit
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    #55
    Wenn der Staat eine Firma wäre, dann wäre der Inhaber längst wegen Insolvenzverschleppung dran.

  6. beak Gast

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    #56
    Zitat Zitat von SNGSer Beitrag anzeigen
    Wenn der Staat eine Firma wäre, dann wäre der Inhaber längst wegen Insolvenzverschleppung dran.
    Richtig!!! Ich finde es ungerecht, aber wie heißt der Spruch so schön: Wir haben die Politiker, die wir verdienen

  7. Registriert seit
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    #57
    Zitat Zitat von SNGSer Beitrag anzeigen
    Wenn der Staat eine Firma wäre, dann wäre der Inhaber längst wegen Insolvenzverschleppung dran.
    hi manfred,

    genauso sehe ich das auch und die ganze bande wäre schon längst hinter gittern

  8. Registriert seit
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    Standard Meine Meinung

    #58
    Nahmdt !

    Die Weltwirtschaftskrise, an deren Beginn wir gerade stehen, ist die Papiergeldkrise - das Platzen einer gigantischen "Blase".

    Diese Blase wurde dadurch begründet, daß "der Staat" - alle nichtstalinistischen Staaten - im letzten Jahrhundert das Geld enteignet hat. Bis zu dieser Aktion, die im I. Weltkrieg und danach stattgefunden hat, war Geld = Gold. Papiergeld gab es zwar auch, aber jederman konnte damit zur Bank gehen, und eine genau definierte Menge an Feingold dafür bekommen. Damit war jeder Geld-Schöpfung eine ziemlich harte Grenze angelegt.

    Diese sogen. Golddeckung ist sukzessive aufgegeben worden. Nach dem II. Weltkrieg - eigentlich schon zu dessen Ende im Jahre 1944 - wurde durch das Bretton-Woods-System, dem auch der IWF entsprungen ist, eine Art von begrenzter Golddeckung eingeführt. Nur noch der $ war an Gold gebunden - 35 $ = 1 Unze Feingold. Die übrigen Währungen haben sich an den Dollar angelehnt. Die Golddeckung galt nur noch unter den Staaten selbst, nicht mehr im Verhältnis Privater - Notenbank. Gleichwohl waren die USA Anfang der 70er Jahre bankrott - wegen des unglaublich teuren Vietnamkrieges und der 1. Ölkrise. Als Frankreich seine Dollarreserven allen Ernstes von der FED in Gold eingelöst bekommen wollte, mußte Nixon "niet" sagen, und das System von Bretton Woods kündigen.

    Seither machen alle Staaten was sie wollen - und sie drucken Geld. Das geschieht nicht mehr wie zu Zeiten der Hochinflation in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts konkret mit der Druckerpresse, sondern viel einfacher auf einem Zettel Papier, mit dem die mittlerweile sämtlich verstaatlichten Zentralbanken den Geschäftsbanken Geld überweisen - regelmässig in Form von Krediten. Diese Kredite werden bei den Zentralbanken buchstäblich aus dem Nichts geschaffen. Die Bundesbank - zum Beispiel - sagt ganz einfach: die Deutsche Bank kriegt jetzt 5 Milliarden, und schreibt das auf einen Zettel. Den nennt man Kontoauszug. Diese Methode der Geldschöpfung nennt man "fiat money".

    Das Ergebnis ist eine permanente Inflation, die in den 70er Jahren begonnen hat. Die Staaten haben begonnen, Geld zu Drucken ohne Ende, und eine rasante Verschuldungspolitik begonnen - wissenschaftlich motiviert durch die Theorien John M. Keynes, eines englischen Nationalökonomen, der da meinte, der Staat müsse, wenn die Wirtschaft lahmt, einfach nur Geld drucken und unter die Leute bringen, dann läuft die Chose wieder. Seinen Kritikern, die auf die langfristigen Selbstheilungskräfte des Marktes verwiesen haben, antwortete er mit dem berühmten Auspruch: "Langfristig sind wir alle tod." Die Zeit, in der wir tod sein werden, ist jetzt. J. M. Keynes ist übrigens schon 1946 gestorben.

    Diese "Geldpolitik" die auf einer stetigen Vermehrung der Geldmenge hinausläuft, bedeutet eine Entwertung jeden Sparvermögens durch Inflation und eine Begünstigung der Schuldner. Mir als Selbstständigen hat Vater Staat auf diese Weise etwa die Hälfte der Schulden bezahlt, die ich aufnehmen mußte, um mich mitte der 90er Jahre selbstständig zu machen. Ich bedanke mich recht herzlich dafür, und bedaure all diejenigen, die seither in alter Väter Sitte Groschen auf Groschen vom Munde abgespart haben. Übrigens: auch "der Staat" reduziert jedes Jahr seine Schulden um den Betrag der Inflationsrate. Rechnet man die Inflationsraten über 10 Jahre zusammen, dann landet man ungefähr bei einem Viertel.

    Die nie versiegende Geldquelle der Zentralbanken, die auch noch durch die regelmässigen Zinszahlungen der nominell enormen Staatsverschuldungen verstärkt wird, führt zu einer enormen Liquidität bei den Banken, die regelrecht in Schwierigkeiten gekommen sind, die Massen von Geld noch unter die Leute zu bringen. Man erlebte schon Ende der Achziger Jahre, das Kredite nicht mehr "gewährt", sondern "verkauft" wurden. Immer mehr Kredite wurde an Leute vergeben, die dieses Vertrauens (Kredit ist lateinsch und heißt: Vertrauen) garnicht würdig waren, z.B. solche Leute wie Dr. Jürgen Schneider und seine Kollegen. Das ist immer öfters aufgefallen, und hat den ordnungspolitischen Ehrgeiz der Wirtschaft5experten und -politiker hervorgerufen, die schon damals wie heute meinten, man müsse das ganze mehr regulieren. Das Ergebnis war ein internationales Abkommen, daß als "Basel II" bekannt ist und im Munde aller Leute, die Ärger mit ihrer Bank bekommen haben.

    Weil "Basel II" nämlich vorgeschrieben hat, daß die Kreditvergaben nunmehr viel strengeren Regeln folgen müssten, als zuvor, und die bisher vergebenen Kredite neu bewertet werden mußten - Stichwort "true value" - was sind die Forderungen gegen die Kreditnehmer wirklich wert ? - Schon damals schrieen die Banken Zeter und Mordeo, weil sie schon viel zu viele faule Kredite vergeben hatten - weswegen man ihnen nolens-volens ein schönes Schlupfloch eröffnete: die Verbriefung. Man fasst einfach faule Kredite über 100 Mio zusammen, und verkauft sie für 80 Mio an eine andere Bank, eine Versicherung, einen Hedge-Fonds oder an wen sonst, und ist den Ärger los. Der Käufer jedoch bucht sie wieder mit 80 Mio. real als Wert ein, obwohl sie "true value" noch nicht mal die Hälfte wert sind. Milliardenfach sind so faule Kredite in diversen Paketen, die immer wieder neu aufgeschnürt und neu zusammengestellt worden sind, unter den Banken und sonstigen Teilnehmern des "Finanzmarktes" hin und her geswitcht worden - deswegen weiß heute keiner mehr, wieviele Leichen er im Keller hat, und keiner traut mehr dem anderen - ja, die Banker trauen nicht einmal sich selbst.

    Es ist durchaus nicht so, wie immer groß getönt wird, daß die Bankmanager Schuld an dieser ganzen Chose wären - Schuld ist einzig und alleine "die Politik" - genau dieselben Typen, die sich jetzt als Retter in der Not aufspielen, und die erneut nach "Regulierung" schreien.

    Dementsprechend schuldbewußt haben sie auch gehandelt. Das Rettungspaket der Bundesregierung alleine entspricht in ungefähr einem kompletten Bundeshaushalt, den Ausgaben eines Jahres, und ungefähr der Hälfte der bisherigen Staatsverschuldung. Das ganze ist husch-husch flott durchgewunken worden, ohne daß irgendjemand gemeckert hätte, und wird auch in einer "Zweckgesellschaft", dem "Finanzmarktstabilisierungsfond" gebucht, damit man dem doofen Wähler weiter vorspielen kann, die Staatshaushalte würden "konsolidiert", man würde sparsam umgehen mit dem Steuergeld - von wegen. Nie ist in der Geschichte der BRD soviel Geld zum Fenster rausgefeuert worden, wie in diesen Tagen.

    Das sogen. "Konjunkturprogramm" ist dagegen von extremer Lächerlichkeit, gebracht hat es ja schließlich nichts.

    Aber auch die zig Milliarden, die den Banken zur Verfügung gestellt worden sind, nützen nichts. Sie horten sie genau wie die Privaten, die kein neues Auto mehr kaufen, weil sie nicht wissen, was die Zukunft bringen wird, nur eben im großen Stil. Die Milliarden dieser Rettungspakete werden unter den Banken und Zentralbanken hin und her gebucht, was es ermöglicht, einzelne Pleiten und Bankrotte zu vermeiden - aber nach "unten", in die "Realwirtschaft" (was für ein Begriff !) wird nichts mehr weitergegeben, die ersten Firmenpleiten aufgrund der Finanzkrise sind ja schon identifiziert. Unter anderem sind Ford und Opel bereits pleite. Aber keine Angst, Vater Staat hilft auch hier, schließlich stehen die Wahlen vor der Tür (und die Kommunisten !!!)

    Und womit hilft der Staat den eigentlich ? Er hat doch selbst keine Knete ?! - Ganz einfach: mit Anleihen, mit denen er den ohnehin schon toten Kapitalmarkt leersaugt. Jeder, der Geld hat, kauft Staatsanleihen. Es wird kein Problem sein, die zig hundert Milliarden zusammenzubringen, ohne zunächst die Druckerpresse anzuwerfen - aber damit wird den Unternehmen und Banken vollends der Geldhahn zugedreht, die nämlich kein Geld mehr bekommen, weil ja alle nur noch Staatsanleihen haben wollen, weil die ja "mündelsicher" sind. Man kriegt zwar wenig Zinsen, aber der Staat kann ja nicht pleite gehen. Brauch er auch nicht - er kann sich ja im Zweifel sein Geld selbst drucken. Hat er schon zigfach gemacht in der Geschichte. Und wird er auch diesmal tun müssen.

    Wir stehen am Beginn der schlimmsten Weltwirtschaftskrise, die es seit dem Ende des II. Weltkrieges gegeben hat, und deren Folgen für uns alle noch völlig unabsehbar sind. Etliche werden Arbeitslos werden, die große Mehrheit wird ihre Ersparnisse einbüssen. Radikale politische Positionen werden dementsprechend großen Zulauf finden, wie in den zwanzigern und dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Herauskommen wird irgendeine Art von Faschismus, wahrscheinlich ein linksorientierter Öko-Faschismus, der in der Neuorientierung allen Wirtschaftens auf "Nachhaltigkeit" das Heilmittel sehen, und dem Rest der Welt mit Waffengewalt aufzwingen wollen wird. Ausgerechnet die Grünen waren es ja auch, die die BRD in ihre ersten kriegerischen Auseinandersetzungen geführt haben. Aber auch eine Neuauflage des rechten Faschismus, des ....tums, ist durchaus denkbar. In den "deutschen Türken" gibt es ein geradezu prädestiniertes etnisches Feindbild. Und das vorhersehbare wirtschaftliche Versagen sozialdemokratisierter (SPD/CDU/CSU) oder neostalinistischer Linker (Linkspartei/Grüne) in einer ernsten Krisenlage kann ganz schnell zum Umkippen führen. Auch die ursprüngliche ....., die 1933 die Macht "ergriffen" hatte, war 1928 noch eine bedeutungslose Splitterpartei gewesen.

    Wohl dem, der gelernt hat, mit existenziellen Krisen umzugehen !

    Diejenigen wird es am härtesten Treffen, die niemals kämpfen mußten.

    Gruß

    Kroni

  9. Oldtimer Gast

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    #59
    Zitat Zitat von DocQ Beitrag anzeigen
    Aus dem letzten Börsencrash hat aber auch gar niemand gelernt.

    Nachdem es der erste Börsencrash in der Geschichte der Menschheit ist, ...
    Oder anders gesagt: History will teach US nothing.

    (US ist doppelsinnig gemeint. )

    Zumal das Bankensystem, sowie die gesamte Infrastruktur der USA völlig veraltet sind.

  10. Registriert seit
    30.04.2007
    Beiträge
    6.464

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    #60
    @ Kroni, Interessante, ausführliche Erläuterung aus einer etwas höheren Perspektive.

    Man hat erstaunlich schnell und flexibel mit sogenannten Hilfeleistungen reagiert, viel effektiver wie wir es sonst gewohnt sind. Das hat mich erstaunt, aber gleichzeitig skeptisch gemacht. Dann die unvortellbar grossen Summen, um die es da geht. Das sind ganze Jahres-Staatshaushalte, und das hat mich weiter aufhorchen lassen. Und ein dritter Punkt: es sollen gerade solche Unternehmen gerettet werden, deren Vertreter frueher bei jedem Versuch etwas zu verbessern gleich hysterisch "Kommunismus' geschrieen haben. Großbanken und globale Konzerne, die Jahrzehntelang am lautesten und energischsten gefordert haben, der Staat müsse sich aus der Wirtschaft raushalten und die freien Kräfte des Marktes walten lassen.

    Wenn aber die Parade-Vertreter der freien Marktwirtschaft derart tief in Nöten stecken, dass sie das gewaltigste Hilfsprogramm der Menschheitsgeschichte benötigen, an dem sich alle Indutriestaaten der Erde beteiligen, dann stimmt etwas grundsätzliches mit diesen Lehren nicht.

    Wir wissen, dass kommunistische Planwirtschaft versagt hat. Meiner Ansicht nach aber die unbeschränkte Marktwirtschaft ebenso.

    Nun sorgt sich der grössere Durchschnittsmensch, wie er auf die Schnelle möglichst viel in seine Nobel-Villa herüberschaffen kann, bevor die Karre vollends im Dreck stecken bleibt. Der kleine Durchschnittsmensch dagegen sorgt sich welcher Rabatt beim Kauf der nächsten Karre herausspringen könnte. Einige von den letzteren könnten bald auf einem rostigem Fahrrad zur Arbeit fahren.


 
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