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Rücktritt vom Kaufvertrag

Erstellt von palmstrollo, 10.08.2012, 14:46 Uhr · 229 Antworten · 38.147 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Garantie

    bedeutet nicht Recht auf Wandlung(eher Rückabwicklung), sondern nur Herstellung des vereinbarten Zustandes....

    Ich würde einen Tauschmotor akzeptieren und das Ding verbimmeln. Das ist schneller und effektiver als nach einem gewonnenen Prozeß noch vollstrecken zu müssen und evtl dann einem insolventen Gegner gegenüber zu stehen...
    Aber das ist natürlich schwer spekulativ

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    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    bedeutet nicht Recht auf Wandlung(eher Rückabwicklung), sondern nur Herstellung des vereinbarten Zustandes....

    Ich würde einen Tauschmotor akzeptieren und das Ding verbimmeln. Das ist schneller und effektiver als nach einem gewonnenen Prozeß noch vollstrecken zu müssen und evtl dann einem insolventen Gegner gegenüber zu stehen...
    Aber das ist natürlich schwer spekulativ

    Kann dem nur zustimmen. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende

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    Hallo!

    Vermutlich wandelt sich eher das Klima als die "Sache".
    Dem hätte ich schon längst das Messer auf die Brust gesetzt.
    Im Winter brauchst du die reparierte GS weniger als im Sommer, wie lange soll das noch dauern bis du ein voll einsatzfähiges und mängelfreies Moped bekommst?
    Ich würde darauf bestehen dass das so bald als möglich in Ordnung gebracht wird. Sollte eigentlich nicht so schwer sein die Kuh dicht zu bekommen, im Zweifelsfall gibt es eine neue Ausgleichswelle, na und?!

    ATM halte ich für etwas übertrieben, hier ist "lediglich" etwas undicht.
    Wäre es ein kapitaler Lagerschaden sähe die Lage etwas anders aus, aber so?
    Ein ambitionierter Hobbyschrauber hätte deswegen keine 3 Fred´s eröffnet und 3-4 Monate rumgetan sondern das Ding in 8-14 Tagen wieder flott gemacht wie es sich gehört. Materialkosten keine 500 Euro - lächerlicher Betrag im Verhältnis zu dem was man sonst so in das Hobby investiert.
    Da trage ich bei einem solch alten Bock einen einmaligen, außerordentlichen Schaden doch lieber selbst als jahrelang eine teure Anschlußgarantie zu bedienen und überzogene Servicekosten nebst überteuerten Anschaffungspreis der Maschine selbst beim zu bezahlen um zum Schluß die Gewissheit zu haben, dass es doch Ärger und Streitereien gibt.

    Aber was rede ich.....?! Normalerweise gehören Händler per Gesetz dazu verpflichtet Maschinen mit mehr als 60 tkm und älter als 6 Jahren nur noch an kundige Selbstschrauber zu verkaufen. Dann wäre es nicht nur in den Werkstätten sondern auch Gerichtssälen viel ruhiger.
    Zudem wären dann die Gebrauchtfahrzeugpreise auch endlich mal da wo sie hingehören - in den Keller! Die VK-Preise der GS sind nämlich völlig überzogen!

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    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Die VK-Preise der GS sind nämlich völlig überzogen!
    So ist es !

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    Hi .-)

    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    ist in meinem Fall aber völlig wurscht. Der Mangel des Ölaustritts fällt ja in die ersten 6 Monate der gesetzl. Gewährleistung. Die mir obendrein gewährte "Hausgarantie" (so richtig mit Urkunde ) würde das zweite Halbjahr abdecken.
    Genau das meinte ich. Eine Garantie hebelt nie eine gesetzliche Gewährleistung aus, wohl aber umgekehrt. Deswegen muss man in den ersten sechs Monaten keinen Selbstbehalt zahlen.

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    Hi :-)

    Zitat Zitat von Wolfgang.A Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht, das Gericht geht von gar nichts aus.
    Innerhalb der ersten sechs Monate muss der Verkäufer beweisen, dass der Schaden zum Zeitpunkt der Übergabe noch nicht vorhanden war. Nach diesen sechs Monaten muss der Käufer beweisen, dass der Schaden bei der Übergabe bereits vorhanden war (Beweislastumkehr).
    Das Gericht geht davon aus.

    Genau so wenig, wie der Käufer dass nach sechs Monaten hingekommt, den Mangel zum Auslieferungszeitpunkt nachzuweisen, schafft das der Verkäufer für den Zeitpunkt der Auslieferung.

    Leider kennen sich nur viele Kunden kaum damit aus, wie auch hier im Forum immer wieder zu lesen ist. Das nutzen die Händler natürlich aus, wobei es auch da einige gibt, die gar nicht wissen, was ihre Rechte und Pflichten sind.

  7. Registriert seit
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    Hi :-)

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Stimmt nicht ganz. In den ersten sechs Monaten der gesetzlichen Gewährleistung wird bei eintretenden Schäden davon ausgegangen, dass sie bereits bei Übergabe des Motorrades vorhanden waren - und der Händler hat eine Beweispflicht, wenn er das anders sieht. Er kann aber schlechterdings nicht beweisen, dass eine Ölundichtigkeit, die jetzt immer wieder auftritt, nicht vor ein paar Monaten nicht schon angelegt war.

    Nach sechs Monaten dreht sich das Spiel um, jetzt ist der Kunde beweispflichtig, dass der Fehler, den er moniert, bei Übergabe schon vorhanden war. Das gelingt ihm im Regelfall nicht, deshalb läuft es in der Praxis auf 6 Monate Gewährleistung nach einem Gebrauchtkauf raus.
    Genau so ist es richtig dargestellt

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    Hi :-)

    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Na wenn dir der auch noch zusätzlich eine GARANTIE gegeben hat, dann sollte dein Anwalt da aber was draus machen können Ein Garantieanspruch ist gegebenenfalls leichter durchzusetzen als ein Gewährleistungsanspruch. Trotz der Beweislastumkehr in den ersten 6 Monaten nach Übergabe muß nämlich der Käufer immer noch den Beweis führen, dass es sich um einen MANGEL und nicht um üblichen Verschleiß oder gar eine Fehlbedienung () handelt.
    Nöö

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    Hallo Hermann :-)

    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    VU?

    Was ist es denn bei mir?
    Greift zuerst die gesetzliche Gewährleistung oder die gewährte "Hausgarantie"?
    Bislang hat der jedenfalls noch nicht auf unser Schreiben reagiert. Die gesetzte Frist läuft übermorgen (30.08.) ab.
    GANZ WICHTIG: Bei Dir geht es ausschließlich um einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Und um nichts Anderes.

    Vergiß das ganze Gerede von Garantien und was weiß der Geier sonst noch. Alles unnützes nicht zieldienliches Gerede von Deinem Verkäufer

    Fakt ist: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Verkäufer Dir zum Zeitpunkt der Auslieferung eine Mängelfreie Ware zu übergeben hat. Taucht innerhalb der ersten sechs Monate nach der Übergabe ein Mangel auf, so muss der Verkäufer nachweisen (Beweispflicht), dass der Mangel nicht zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden war. DAS ist nur sehr sehr schwer möglich. Geht es vor Gericht, so geht dass Gericht in den ersten sechs Monaten davon aus, dass der Mangel bereits bei der Übergabe vorhanden war und der Verkäufer MUSS die Maängelfreiheit herstellen.

    Das ist ein ganz einfaches Spiel.

    Nach sechs Monaten hast Du immer noch Gewährleistungsansprüche, allerdings musst Du nun nachweisen, dass der Mangel bei der Übergabe vorhanden war. Die Beweispflicht liegt also jetzt bei Dir. Das kriegst Du natürlich ganauso wenig hin, wie der Verkäufer in den ersten sechs Monaten.

    Eine Garantie ist immer was freiwilliges vom Verkäufer. Der kann Dir auch garantieren, dass immer die Sonne scheint, wenn Du fährst. Was Du bekommst, wenn die Sonne dann nicht scheint, ist ihm überlassen. Vielleicht gibt es 100 Punkte und eine Waschmaschine die Du selbst bezahlen musst. Das hilft Dir hier nicht weiter.

    In der Regel nutzen Händler Garantieversicherungen. Da Dein Moped schon ein paar Km gelaufen hat, kann es sein, dass keiner der üblichen Verdächtigen dein Moped mehr versichert. Wenn der Händler dann "Garantie" geben will, somuss er sehen wie er das hinkriegt.

    Allerdings macht die Garantie insgesamt gesehen schon absolut Sinn. Geht nach 6 Monaten irgendwas kaputt, dann kannst Du Deine Gewährleistungsansprüche nicht mehr durchsetzen, aber nun hilft Dir die Garantie, die meist unter einem Selbstbehalt zumindest einen Teil des Schadens deckt.

    Der Händler hat auch was von der Garantie. Der deckt damit nämlich Deine Gewährleistungeansprüche in den ersten sechs Monaten ab. Bis auf Deinen Selbstbehalt, kassiert er nämlich die Kohle vom Garantieversicherer.

    Da Du jetzt aber wandeln willst, geht es ja nicht mehr um Mängelbeseitigung. Deshalb lass Dir dass auch nochmal ganz genau von Deinem Anwalt erklären. Du möchtest jetzt das Geschäft "rückabwickeln" als hätte es nie stattgefunden. Auch deshalb, vergiß Garantie. Brauchst Du im Moment nicht

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    ...
    Ich würde darauf bestehen dass das so bald als möglich in Ordnung gebracht wird. Sollte eigentlich nicht so schwer sein die Kuh dicht zu bekommen, im Zweifelsfall gibt es eine neue Ausgleichswelle, na und?!
    ...
    Der Simmering der Ausgleichswelle sitzt nicht auf der Welle, sondern auf dem sich drehenden Ausgleichsgewicht. Das ist beim letzten Mal ja auch schon erneuert worden.
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    ...
    ATM halte ich für etwas übertrieben, hier ist "lediglich" etwas undicht.
    Wäre es ein kapitaler Lagerschaden sähe die Lage etwas anders aus, aber so?
    ...
    Und genau so etwas befürchte ich mittlerweile. Da können die WeDis tauschen, bis sie schwarz werden. Mein Tip geht aber eher in Richtung Lagerschaden. Ob Lager der KW oder Ausgleichswelle? Ich weiß es nicht. Wenn der Motor heiß ist, fängt die Kuh recht laut an zu tackern. Dann wird jeder WeDi nach kurzer Zeit undicht.
    Oder aber es ist eine Gehäusedichtung, die nicht mehr i.O. ist.
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    ...
    Ein ambitionierter Hobbyschrauber hätte deswegen keine 3 Fred´s eröffnet und 3-4 Monate rumgetan sondern das Ding in 8-14 Tagen wieder flott gemacht wie es sich gehört.
    ...
    Das sehe ich ganz anders. Auch ich hätte vermutlich nur den WeDi samt Ausgleichsgewicht getauscht und mich danach über die sinnlos investierte Arbeit geärgert. Aktuell ist ja bereits der 3 WeDi der Ausgleichswelle undicht.
    Zitat Zitat von Salem Beitrag anzeigen
    ...
    Vergiß das ganze Gerede von Garantien und was weiß der Geier sonst noch. Alles unnützes nicht zieldienliches Gerede von Deinem Verkäufer
    ...
    Da Du jetzt aber wandeln willst, geht es ja nicht mehr um Mängelbeseitigung. Deshalb lass Dir dass auch nochmal ganz genau von Deinem Anwalt erklären. Du möchtest jetzt das Geschäft "rückabwickeln" als hätte es nie stattgefunden. Auch deshalb, vergiß Garantie. Brauchst Du im Moment nicht
    Richtig.


 
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