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Schmerzgrenze an der Tankstelle

Erstellt von smarthornet64, 29.05.2008, 01:34 Uhr · 75 Antworten · 9.211 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Zitat Zitat von Harry1966 Beitrag anzeigen
    Auto verkaufen, Haus verkaufen, Scheiden lassen, Kinder aussetzen, Hund+Katz zum Chinesen bringen.....
    manche Sachen kann man doch auch ohne nähere Begründung machen

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    #62
    Ja das muss man den Franzosen lassen, sie verstehen wirklich was davon wie man Protestiert.
    Spritpreis zu hoch? Sofort mit 200Mann ab auf die Trecker und die Rafinerie blockieren. Irgendwas anderes passt nicht? Zack eben 50 40-Tonner die Autobahn dicht machen lassen.
    Manchmal würde ich mir sowas auch in Deutschland wünschen.

    Dass der "Protest" gegen E10 allerdings erfolgreich gewesen wäre, wäre mir neu.
    Zumal es ja gar kein bewusster Protest war sondern 90% der Verweigerer einfach zu dumm waren es zu Tanken und nur geschätze 10% tatsächlich aus moralischen oder was weiss ich für Gründen gegen E10 sind.

  3. Registriert seit
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    #63
    Zitat Zitat von smarthornet64 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, wann bei Euch die Schmerzgrenze beim Tanken erreicht ist und Ihr Euer Motorrad verkauft.
    Und was mache ich dann ?
    Nutze den öffentlichen Personen Nahverkehr und lasse mich nachts von irgendwelchen Jugendgangs "abziehen" oder gar plattmachen ?

    Preis ist mir Latte, lasst den Sprit ruhig teurer werden.
    Umso leerer wird es auf den Strassen.

  4. TomTom-Biker Gast

    Standard Wie teuer ist teuer, um teuer zu sein

    #64
    Da ich, wen wundert es, mich selbst auch immer wieder frage bis wohin ich bereit den Benzinpreis zu bezahlen ohne mich mobilitätsmäßig einzuschränken, habe ich schon vor einiger Zeit mal versucht für mich selbst die Frage zu beantworten. Und dann habe ich mal geschaut was ich vor 27 Jahren für einen Liter Sprit bezahlt habe. Das war die Zeit als ich angefangen selbst mein Geld zu verdienen und den Steuerzahler von seiner Verpflichtung für mich aufzukommen befreite.

    Ein Liter Super kostete damals so zwischen 1,30,- und 1,40,- DM, also ganz grob zwischen 65,- bis 70,- Euro Ct. Heute kostet der vergleichbare Sprit zwischen 1,50 und 1,60 Euro. Mit längerfristiger Tendenz nach oben. Das entspricht einer Steigerung um ca. 230 %. Wenn ich eine Inflationsrate von durchschnittlich 2 % /a ansetze, dann ergibt sich für die 27 Jahre eine Erhöhung um ca. 170 %. Nun wird die Inflationsrate nicht nur vom Benzinpreis bestimmt, sondern auch von der Preissteigerung anderer Güter, die im Laufe der 27 jahre auch günstiger geworden sind. Beim Sprit kommt dann noch die berühmt, berüchtigte Öko-Steuer hinzu, die allein etwa 18 ct/l (inkl. MwSt.) ausmacht. Bezogen auf den Ausgangspreis 1984 entspricht dies in etwa einer Erhöhung um etwa 26 %. So bin ich in der Summe der Steigerungen nun bei kann 200 %. Die MwSt.-Erhöhung schenke ich mir.

    Was will ich damit sagen?
    Es ist unbestritten, daß der Benzinpreis in Deutschland Emotionen hervorruft. Es ist weiterhin unbestritten, daß beim Preis auch satte Gewinne der Konzerne und der Spekulanten enthalten sind. Es ist aber nicht so, daß die in Vergangenheit aufgetretenen Steigerungen unrealistisch hoch sind. Dieser Eindruck mag entstehen, da wir auch Jahre hatten, in den die Preisentwicklung nachfragebedingt nach unten ging. Z. B. 2008 während des Beginns der Weltwirtschaftskrise. Hier lag der Preis zwischen 1,20 und 1,30 (soweit ich mich hier noch recht erinnere). Betrachte ich meine Gehaltsentwicklung über die 27 Jahre hinweg, so muß ich feststellen, daß ich insgesamt noch auf der Haben-Seite liege. Das mag für den einen oder anderen sich etwas anders darstellen, zumal wenn er in einer Phase angefangen hat zu arbeiten, in der der Preis für Benzin entgegen dem allgemeinen Trend nach oben tatsächlich deutlich niedriger lag.

    Letztlich muß sich jeder selbst kritisch und ehrlich fragen, ob ihm der Preis für einen Tankfüllung zu hoch ist. Und zwar so hoch, daß er deswegen an anderen Stelle Einschränkungen in Kauf nimmt oder das Fahren einfach sein läßt.

    Bevor ihr jetzt alle auf mich eindrescht: auch ich zahle lieber 1,20 / Liter nur ist mir klar, daß mittel- und längerfristig gesehen nicht mehr sein wird. Die Alrenative wäre es einfach nicht mehr zu tanken, was allerdings zum überwiegenden Teil den Verzicht der individuellen Mobilität zur Folge hätte. Wer ist hierzu schon bereit, außer wenn es wirklich nicht mehr anders geht?

    Und das an meinen Behauptungen etwas dran ist, kann man relativ leicht an dem Tankverhalten nachvollziehen (dem eigenen oder auch dem anderer). Die Preise steigen stärker als die Empörung der Tankenden. Und was noch viel interessanter ist, am Verbrauchsverhalten ändert sich nur wenig. Den Menschen in Deutschland geht es insgesamt so gut, daß vermutlich auch 1,70 Euro/l nichts wesentlich verändern wird. Und das wissen auch die Konzerne. Ach ja, es gibt auch Menschen, denen es nicht so gut geht. Die gab es aber auch schon vor 27 jahren.

    Gruß Thomas

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    #65
    Zitat Zitat von Harry1966 Beitrag anzeigen
    Auch ich lass mir meinen Spass nicht durch übertriebene Benzinkosten vertreiben.

    Fahre neben der 1150 noch einen Pajero 3,5lit V6. (Verbrauch ca. 17-18lit auf Kurzstrecken)

    Da kommste beim Tanken richtig ins Schwitzen. Also was soll ich nun von dieser Ansage halten: Wie lange noch Motorradfahren?

    Habe nach 10-jähriger Abstinenz wieder eine BMW und würde eher alles andere aufgeben.

    Auto verkaufen, Haus verkaufen, Scheiden lassen, Kinder aussetzen, Hund+Katz zum Chinesen bringen.....
    Respekt, Du hast klare Ziele

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    #66
    Zitat Zitat von KlausisGS76 Beitrag anzeigen
    69 cent gas? cool da komm ich tanken, wir zahlen schon 75 cent.
    klar wird der gaspreis steigen, aber bis dahin haben wir schonmal etwas gespart und ausgleich geschaffen.
    es müssen nur erst genug umgerüstet haben, dann gehen unsere offiziellen verbrecher auch da heran. war ja mit dem diesel auch so.

    und der preis wird so lange weiter klettern, bis der dämliche Deutsche echt mal die fresse auf macht und auf die straße geht. bis dahin zahlen wir für unser handeln , wir sind eben Deutsche
    Der Deutsche auf die Straße? Hör auf zu träumen.

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    #67
    Zitat Zitat von smarthornet64 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, wann bei Euch die Schmerzgrenze beim Tanken erreicht ist und Ihr Euer Motorrad verkauft.
    Die persönliche Schmerzgrenze, bis es soweit ist, ist noch lange nicht erreicht. Liegt aber in meinem Fall auch daran, dass im Gegensatz zu vielen das Motorrad für mich Alltagsfahrzeug ist. Als ich vor einigen Jahren im Herbst den Pollendreck vom Frühjahr vom Opel gewaschen hatte, war klar, dass ich die Kohle für Steuern und Versicherung locker anders verwenden kann und hab diese dann in Rente geschickt. Die Finanzierung einer grösseren Reparatur am damaligen Mopped hatte diesen Entschluß nicht grad erschwert. Zur Arbeit gehts mit Bus und Bahn, vom zeitlichen Aufwand für die Strecke nicht zu toppen und für den Preis einer Monatskarte fahre ich auch mit der Q nicht den ganzen Monat. Alles Lebensnotwendige geht per Pedes, was zu allem Überfluß auch noch gesund sein soll .

    Klar ist aber auch, würd ich ein paar Kilometer auf dem Berg wohnen und wäre auf ein Auto angewiesen, dann stünde je nach finanzieller Lage das Motorrad durchaus irgendwann auf dem Prüfstand (nein, nicht der mit Rollen ). Schließlich hab ich keinen Staatshaushalt mit der Lizenz zum Schuldenmachen und kann so nur das ausgeben, was auf der anderen Seite auch wieder reinkommt. Wann dieser Punkt kommen würde, ist, zumindest in meiner derzeitigen Situation, rein hypothetisch

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    #68
    Habe auch kein Auto und deshalb werde ich mein Motorrad so schnell nicht verkaufen.
    Ein Freund von mir hat zwar ein Auto, fährt aber nur noch mit dem Motorrad zur Arbeit weil es einfach deutlich billiger ist.
    Noch ein anderer Freund von mir fährt statt 3Liter Senator jetzt immer häufiger 3Zyl Corsa.
    Und das ist doch eigentlich auch der richtige Denkansatz: Wenn Sprit zu teuer ist muss ich was fahren, was weniger davon braucht, also in letzter Konsequenz Motorrad(oder Aygo).(Wobei ich die Priorität auf Fahrleistungen lege)
    Das Motorrad dagengen zu verkaufen und nur noch die Spritschleuder zu fahren wie in der Fragestellung erwähnt find ich abwegig.

  9. Registriert seit
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    #69
    hallo...
    die spritpreise werden wohl wirklich nichtmehr sinken, da können wir uns auf den kopf stellen...
    wenn man das pech hat als pendler auf ein fahrzeug angewiesen zu sein,muss man tanken,bleibt ja nix,ausser ein sparsameres fahrzeug.
    habe mir für die paar kilometer zur arbeit und den innerstädtischen verkehr einen roller(honda lead 100) zugelegt,kein wirklich tolles gerät,aber gebraucht billiger als eine jahreskarte für die bahn und vom spritverbrauch schwer zu toppen,so ca. 2.5-3 l,wer es also nicht ganz so weit hat sollte sich sowas ruhig mal überlegen,ist auch ganz praktisch mit diesem schäbigem topcase kriege ich 2 einkaufstüten unter,also billiger ist nur radfahren oder laufen...

    eine schmerzgrenze bei der bmw ist für mich nicht in sicht,ist halt ein hobby für den spaß,da sollte ich wohl eher das rauchen aufgeben um geld zu sparen,da haut mann locker nen schicken urlaub im jahr mit raus...

    in diesem sinne,

    immer genug sprit im tank und benzingeld in der tasche,

    Oliver

  10. Wogenwolf Gast

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    #70
    Tach auch,

    Schmerzgrenze? Gute Frage.

    Da ich meinen täglichen Weg zur Arbeit (eine Strecke 15 Kilometer) meistens mit dem Rad zurück lege
    und meine Dicke nur ab und an für die Fahrt zur Arbeit nutze und anonsten zum Spaß bewege,
    liegt diese imaginäre Grenze sehr hoch.

    Ein Auto habe ich nicht.

    Verkaufen würde ich das Moped nicht, nur weniger fahren


 
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