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Schwerverletzter mit BMW Motorrad bei Fulda

Erstellt von Hans BHV, 27.01.2008, 20:19 Uhr · 182 Antworten · 19.200 Aufrufe

  1. hans.juergen-HH.schaefer Gast

    Standard

    #61
    Zitat Zitat von Draht Beitrag anzeigen
    Na wenn ich mir die Neue R1200GSA so anschaue sind doch nun die Handschützer richtig weit weg vom Bremshebel, könnte das der Grund gewesen sein?
    Das ist ein wahrscheinlicher Grund. Weil angeblich “offensichtlich im betreffenden Fall ein Handprotektor Auslöser des Unfalls war”:

    Es liegen zwischenzeitlich Informationen vor, nach denen die neuen Protektoren mit einer weiteren Schraube gegen Verdrehen gesichert sind. Ferner soll es sich so verhalten, dass die neuen Protektoren um etwa eine viertel Umdrehung nach oben und nach unten bewegen können. Sie sollen dabei wesentlich schmaler gestaltet sein, und könnten weder den Bremshebel, noch den Kupplungshebel berühren, bedingt durch das spezifisch modifizierte Design. (Nachzulesen bei Gefahr durch Handprotektoren BMW Motorräder?)

  2. Registriert seit
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    #62
    Erklär mir doch bitte mal ein Verfechter der abstrusen "Protektoren"-Version nachvollziehbar und technisch begründet, wie ein Handprotektor, auch wenn er verdreht, PLÖTZLICH zu einer Vollbremsung führen kann.
    Wenn dieser so schlecht montiert ist, dass er plötzlich sehr stark verrutscht, dann kann dieser, mit seinem unglaublich hohen Gewicht von nicht einmal einem halben Kilo noch immer nicht den Bremshebel voll durchziehen, sondern liegt maximal am Hebel an.
    Das für eine Vollbremsung nötige volle Durchziehen des Bremshebels aus der Nullstellung ist dabei faktisch unmöglich, ausser der Fahrer selbst verdreht den Hebel während der Fahrt absichtlich so weit, dass der Rand des Protektors den Bremshebel mitnimmt und dadurch anzieht. In dem Fall wäre aber auch nicht der Protektor, sondern der Fahrer schuld.

    Sorry, aber bei aller Liebe und bei gutmütigster Betrachtungsweise: Wer diese Theorie glaubt, der glaubt auch an Feen und Geister.

    Hier werden wieder auf unterstem Niveau Verschwörungstheorieen geschürt, die bei genauerem hinsehen jeglicher praktischer Grundlage entbehren.
    Ich behaupte nicht, dass der Unfall nicht statt gefunden hat, aber bestimmt nicht durch einen Handprotektor.
    Verweise auf unseriöse Seiten machen es auch nicht besser:
    Denn aus leitender Funktion einer sehr bekannten und großen Motorradzeitschrift gibt es den Hinweis seit Freitag, dass die Recherchen ergeben hätten, daß “offensichtlich im betreffenden Fall ein Handprotektor Auslöser des Unfalls war”.
    Wo ist die Quellenangabe? Seriöse Medien liefern die mit.
    Aus wie üblich gut informierten Werkstattkreisen sei darüber hinaus zu vernehmen gewesen
    Aha! Da hat also einer gehört, wie einer gehört hat, der jemanden kennt, der glaubt, jemanden zu kennen der den kennt, der gehört hat, wie einer glaubte gehört zu haben.....

    Genau so, wie die das machen, könnten wir schreiben, "dass der Göttliche Finger die Bremse des Motorrads berührt hatte und sich diese vom Schlag getroffen ganz zurück zog".
    Was nicht nachprüfbar ist, wie oben, das ist reine Spekulation. Wenn dies dazu auch noch praktisch unmöglich ist, dann wird es eine Lüge.

  3. Registriert seit
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    #63
    Zitat Zitat von nypdcollector Beitrag anzeigen
    Erklär mir doch bitte mal ein Verfechter der abstrusen "Protektoren"-Version, wie ein Handprotektor, auch wenn er verdreht, PLÖTZLICH zu einer Vollbremsung führen kann.
    Wenn dieser so schlecht montiert ist, dass er plötzlich sehr stark verrutscht, dann kann dieser, mit seinem unglaublich hohen Gewicht von nicht einmal einem halben Kilo noch immer nicht den Bremshebel voll durchziehen, sondern liegt maximal am Hebel an.

    Sorry, aber bei aller Liebe und bei gutmütigster Betrachtungsweise: Wer diese Theorie glaubt, der glaubt auch an Feen.
    Ich will diese Hexenjagd auf keinen Fall mitmachen, aber soweit ich es verstanden habe, geht es nicht um den Hebel, der bis zum Anschlag gezogen wird, sondern darum, dass er leicht gezogen wird (durch den HaPro) und sich dadurch die Bremse so erwärmt, dass an einem bestimmten Punkt zuviel Druck im Bremssystem aufgebaut wird und das dann zumacht. Ich bin nur ein armer Kaufmann und hab von den technischen Belangen keinen Schimmer... aber um "den Hebel ziehen" geht es nicht.

    Passt zu der Theorie meines Mechanikers. Er meinte dazu, dass ich mit BKV bei 42.000 km immer noch rundum die ersten Bremsbeläge habe, dass "die meisten sowieso mit dem Fuß auf dem Bremshebel stehen und deshalb hinten ihre Beläge innerh. 10.000 km verschleißen." Passt auffallend... man sieht viele ältere Herren auf 12GS mit ständig leuchtendem Bremslicht umherfahren.

  4. Registriert seit
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    #64
    Moin,
    ich kann mir nicht helfen, aber bei dem User "HH Schaefer"
    habe ich das Gefühl:
    der kommt mir irgendwie bekannt vor.
    peter

  5. hans.juergen-HH.schaefer Gast

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    #65
    Also ich glaube auch nicht an die "offensichtiche" angeblich Ursache im konkreten Fall. Aber technisch möglich ist das schon!

    Der Hauptbremszylinder ist mit Zentralventilen versehen, welche die Verbindung der Arbeitskammern des Hauptbremszylinders mit dem Bremsflüssigkeitsbehälter kontrollieren. Solange der Hauptbremszylinder nicht betätigt ist (der Bremshebel nicht betätigt wird), sind die Zentralventile offen. So stehen die an die Arbeitskammern angeschlossenen Bremskreise mit dem Bremsflüssigkeitsbehälter in Verbindung. Und so kann jederzeit ein Druck- und Volumenausgleich stattfinden. Mit Betätigen des Bremshebels werden aber die Zentralventile geschlossen, so daß die Bremskreise hydraulisch gegenüber dem Vorratsbehälter gesperrt sind und so ein Druck aufbaubar ist.

    Was aber passiert bei permanent leicht gezogenem Bremshebel? Die Bremse läuft natürlich heiß, die Zentralventile sind aber geschlossen. Die Bremsflüssigkeit dehnt sich aus, es findet aber kein Druck- und Volumenausgleich mehr statt. Und die logische Folge ist dann eine Radblockade. Das kann letztendlich sehr schnell gehen.

  6. Registriert seit
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    #66
    Zitat Zitat von hans.juergen-HH.schaefer Beitrag anzeigen
    Und die logische Folge ist dann eine Radblockade. Das kann letztendlich sehr schnell gehen.
    ... sach ich doch.

  7. Registriert seit
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    #67
    Zitat Zitat von hans.juergen-HH.schaefer Beitrag anzeigen
    Was aber passiert bei permanent leicht gezogenem Bremshebel? Die Bremse läuft natürlich heiß, die Zentralventile sind aber geschlossen. Die Bremsflüssigkeit dehnt sich aus, es findet aber kein Druck- und Volumenausgleich mehr statt. Und die logische Folge ist dann eine Radblockade. Das kann letztendlich sehr schnell gehen.
    Dann würde jede lange Paßabfahrt mit einem Kfz zu einer Bremsblockade führen. Tut es aber nicht, da bei einer ständigen Überhitzung der Bremse die Beläge verglasen, was dazu führt, dass die Bremswirkung durch Abnahme des Reibbeiwertes massiv nachlässt.


    Zitat Zitat von hans.juergen-HH.schaefer Beitrag anzeigen
    Die Bremsflüssigkeit dehnt sich aus, es findet aber kein Druck- und Volumenausgleich mehr statt.
    Das ist leider ebenfalls nicht richtig.
    Eine wesentliche Eigenschaft von Bremsflüssigkeit ist die Temperaturbeständigkeit (Siedepunkt deutlich oberhalb 200°C bei DOT 4) .
    Wenn diese keine Rolle spielen würde, könnte man auch gleich Wasser oder Öl als Bremsflüssigkeit nehmen. Dies ist aber nicht der Fall, da sich die Letztgenannten bei thermischer Belastung stark ausdehnen, was dann zu dem beschriebenen Effekt führen würde. Sorry, aber so intelligent da dran zu denken waren die Ingenieure auch schon.

  8. Registriert seit
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    #68
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    ... Ich bin nur ein armer Kaufmann...
    Oh Andreas, mir kommen die Tränen...

  9. Q-Freund Gast

    Standard

    #69
    Guten Morgen!

    Hehe, man gut das meine GS noch den guten alten BKV hat:

    1. Ich höre es fiepen falls da heimlich was bremst.
    2. Im Zweifelsfalls fällt das System komplett mangels Strom aus und zwar bevor da was überhitzt.



    Viele Grüße
    Q-Freund

  10. Wienerwilhelm Gast

    Standard

    #70
    Beim letzten Bremsflüssigkeitswechsel schlampig gearbeitet und selbst erlebt:

    Le Mans 1 Fussbremshebel anscheinend zu gierig eingestellt, gab anscheinend die Rücklauföffnung nicht mehr frei.
    Je weiter ich von meiner Werkstatt wegfuhr, desto langsamer und lahmer ging die LM. (Ich brems fast nie hinten, muss da bei der le Mans nämlich den Fuss saublöd heben wegen der Rasten)
    Dann wurde sie so langsam, daß ich stehen bleiben musste, und sofort nach dem Anhalten war die hintere Bremse so fest, daß´ich das Radl nicht mal mehr aus der Bus-Spur wegschieben konnte.
    Musste den Bremsschlauch aufschrauben, Druck baute sich ab, Bremshebel nachgestellt und nur mit der vorderen Bremse heimgerollt.
    Hintere Bremsscheibe war blau.
    Wie heiss ist ein Bremsbelag, wenn die Bremsscheibe blaue Schlieren bekommt?
    Bremsbeläge - hat man nichts besonderes daran gesehen, bin einmal mit Schmirgelpapier drüber zur Sicherheit. (Organische)

    Fazit:
    Im Normalfall (ohne ABS) wird sich wahrscheinlich die Bremsflüssigkeit nicht so schnell ausdehnen, daß man einen Überschlag macht,
    andrerseits kann ein Verschluss der Rücklauföffnung sehr wohl zum Blockieren des Rades führen, aber wahrscheinlch nicht blitzschnell. (Immer ohne ABS, was weiss man, was diese Teufelsdinger tun?)
    Was sagt uns dies?

    Nix!


 
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