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Sind die Europäer einfach nur zu blöde?

Erstellt von Peter, 07.05.2007, 22:05 Uhr · 13 Antworten · 3.858 Aufrufe

  1. Registriert seit
    27.01.2005
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    Standard Sind die Europäer einfach nur zu blöde?

    #1
    @all,
    Daß im Motorradbereich kein Nachwuchs
    nachkommt ist inzw. wohl jedem klar.
    Hohe Führerscheinkosten und noch höhere Mopedkosten werden als Grund aufgeführt.
    Nun habe ich mal wieder bei den Amis
    gegoogelt.
    Dort gibts Motorräder die bei uns schon vor 10 Jahren aus dem Programm
    genommen, und Jahr für Jahr
    Modellgepflegt wurden.
    2 Mod. vielen mir sehr pos. auf.
    Kawasaki KLR 650 sowie Suzuki DR 650
    Und dabei zum Listenpreis von umgerechnet 3850€!!!!
    Können sowas die Europäer nicht? oder
    wollen die einfach nicht?
    Peter
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 092306_650_top.jpg  

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Tja
    Das ist mir auch schon aufgefallen.

    Das Problem ist wohl, die hohen Hürden bei der Zulassung.

    Für die relativ kleinen Stückzahlen in Europa.

    Die Japaner schielen halt auf den Ami Markt.

    Europa existiert nur am Rande für die.

    Schönes Beispiel ist die DR Z 400.
    Gibt es bei uns nur noch als Sumo.

    Als Enduro ist die offiziell nicht mehr zu bekommen.

    In Amiland ist es kein Thema für eine Sportenduro eine Zulassung zu bekommen.

    Bei uns stehen dann 8 KW im Schein oder so ein Unfug.
    Klar, von hinten durch die Brust ins Auge bekommt man die vielleicht auch offen eingetragen.
    Aber wehe dir bei der nächsten Kontrolle.
    Nene, lass mal, den Stress brauche ich nicht.

    Unser Europäischen Hersteller können halt nicht im Yen Raum produzieren.
    Der Yen steht ziemlich im Keller.
    Kein Wunder das die Reiskocher so billig angeboten werden können.

    Verwunderlich ist immer wieder, das die Kisten bei den Amis dann immer noch billiger als bei uns sind.

    Alles sehr konfus.

    Robert

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Die meisten Motorraeder sind in den USA billiger, nicht nur die aelteren Modelle. Eine V-Strom 650 z.B. bekommt man dort fuer unter Euro 5000. Und auch die Ersatzteilpreise bewegen sich auf einem fuer uns ueberraschend niedrigem Niveau.

    Allerdings muss man zwei Dinge beachten:

    - Sehr viele Modelle welche fuer uns selbstverstaendlich sind gibt es dort gar nicht. Zum Beispiel Honda Varadero, oder CBF600. Im Grunde gemommen werden oft nur Cruiser Fahrer als echte Motorradfahrer akzeptiert, bestenfalls noch einige heftige Tourenmaschinen. Wuerde ich mit dieser Art Monokultur zufrieden sein?

    - Die Arbeitsloehne sind teilweise unglaublich hoch. Selbst fuer einfache Servicearbeiten werden exorbitante Preise verlangt. Da ist keiner ueber einen Preis von bis zu US$ 100 fuer den Reifenwechsel erstaunt - pro Rad! Auf der anderen Seite ist die Qualitaet der Service-Werkstaetten oft grottenschlecht, und die Ausbildung des Personals mehr als mangehaft - weil es gar keine gibt! Oft bekommt man sein Moped mit mehr Fehlern zurueck, als man es zur Inspektion abgeben hat. Arriba - woher soll der freundliche Mexikaner sich auch mit den ganzen Ventilkram eines japanischen 4-Zylinders auskennen? Oder Einspritzung? Moderne Federelemente? Darueber hinaus muss man in der Regel mehrere Tage auf die geleistete Arbeit warten. Auch fuer Kleinigkeiten, wie z.B. fuer einen Tausch des Luftfilters. Nix morgens gebracht - abends gemacht.

    Die Frage ist also mehr, wie das Geld verdient wird.

    Allgemeine Anmerkungen:
    - Die Motorradmagazine sind durchweg Verkaufsbroschueren fuer die Industrie, bar von jeder Art nutzbarem Informationswert.
    - Die Bekleidungsmarkt ist so ungefaehr auf dem Stand wie bei uns vor 15 oder 20 Jahren. Die Mehrheit hat von Cordura Jacken noch nie was gehoehrt. So mancher haelt einen Helm fuer unsicher, weil der Kopf darin platze wie eine Melone die aufschlaegt.
    - Es ist durchaus nichts ungewoehnliches seine Harley auf dem Haenger zum Treffen zu karren, dort mit schwarzem Leder und Kettenhemd den boesen Onkel rauszuhaengen. Aber fahren - nee. Gibt natuerlich auch andere.

    Und die ach so strengen Umweltvorschrifften? In Kalifornien zum Beispiel kann man mit $ 500 extra fast jedes Vehikel zulassen, auch welche die 50 l / 100 km verbrauchen oder mit Oel und giftigem Abgas nur so rumschmeissen - ganz legal.

    So viel zum Blick ueber den den Zaun, wo das Grass immer gruener zu sein scheint.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hi Namensvetter,
    das weiss ich ja alles.
    Auf was es mir ankam,
    warum werden solche "Billigbikes" nicht bei uns weiterverkauft?
    waren doch vor 15 Jahren schon zuverlässige, gute Mopeds.
    Und wenn das Teil um die 4000€ kosten würde, wäre es evtl. leichter,
    Nachwuchs in unsere greise Motorradszene zu bringen.
    Auch gäbe es sicherlich von den alten paar, die sich solch ein Spielzeug
    zulegen würden, wenn das Hauptbike zu Schade ist.
    Eine Zulassung für diese "AmiModelle" wäre auch kein Problem,
    wenn die Mopeds im Amiland ne Tageszulassung oder überhaupt ne Zulassung erfahren haben.
    Peter

  5. rabat Gast

    Standard

    #5
    Servus


    sind wir und unsere Medien zum teil nicht selber Schuld.


    In DE oder AT kannst kein Bike mehr ohne ABS verkaufen ...


    Wenn ich zu Bekannten sag das meine Q nicht einmal 90 PS hat höre ich immer: »viel zu schwach für mich »

    JM2C

    Martin

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Besonders interessant finde ich die Preisgestaltung bei den Amis.

    Die 650 X Callenge kostet dort 8200.-$
    Das sind dann nach aktuellem Kurs 6.056 €

    Ok die regionale Tax kommt noch dazu, aber die liegt deutlich unter unserer Märchensteuer.

    Immer wieder erstaunlich, wie doch deutsche Fahrzeuge auf wunderbare Weise, nach dem Transport über den Teich, billiger werden.

    Ob da unterwegs was abgefallen ist?

    Die DR Z 400 S liegt gar bei 5600 $ = 4135 €
    Irre, was da so geht.

    Robert

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Die GS kostet dort in der Grundversion US$ 16.000, das sind ziemlich genau die Euro 12.000 die man auch in Germany findet.

    BMW's sind in der Regel in Deutschland billiger als in den meisten anderen Laendern. Ich habe umgerechnet Euro 18.400 fuer meine bezahlt, gerade mal mit Handschuetzern und Alarm.

    Die Billigheimer Gurken sollen sie auch lieber in den Staaten behalten. Eine CBF ist um Lichtjahre besser wie der alte Schrott.

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Moin,
    Bei meinen AmiTouren habe ich mir immer ne GW in Kanada gekauft und
    mit nach Hause genommen.
    Nun überleg ich mir wirklich solch einen
    Eintopf drüben zu kaufen und diese Strecke zu fahren.
    http://www.transamtrail.com/purchase/
    Peter

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    @peter

    tolle Strecke. da gab es schon mal einen tollen Bericht in einer Mot Zeitschrift. Wurde mit 1200 GS gefahren.
    Habe schon überlegt mir das zu meinem 50 igsten Geburtstag schenken zu lassen.

    mfg

    motsahib

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hi Erich,
    kannst du die Zeitschrift finden???Würd mich interessieren.
    Zu meinem 50zigsten schaff ichs aber nimmer.
    Da ich gute Partner in den USA habe, würden die das Bike dort kaufen,
    versichern, ich brauch dann nur noch packen,draufsetzen und
    abdüsen.
    peter


 
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