Seite 12 von 13 ErsteErste ... 210111213 LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 128

Soziales Pflichtjahr für Rentner

Erstellt von juekl, 09.12.2011, 08:11 Uhr · 127 Antworten · 8.810 Aufrufe

  1. Registriert seit
    05.10.2007
    Beiträge
    5.262

    Standard

    Zitat Zitat von OliverBO Beitrag anzeigen
    jep,aber das darf man aber hier bei einigen nicht zu laut sagen,sonnst wird man gleich als geistig minderbemittelt tituliert....
    Das nicht. Nur als einer, der nicht weiss, wovon er spricht...

  2. Registriert seit
    18.11.2009
    Beiträge
    247

    Standard

    mist,ich weiss das ja,hab mir das sogar durchgelesen und heute auf der arbeit einen stern vom glaube ich 26.11 gefunden,da war ein langes interview drin,wo es auch nochmal aufgedröselt wurde,ich hab mir also mühe gegeben....
    ich verstehe wohl eher die art zu disskutieren und die disskussionführung nicht....

    Oliver

  3. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard Immer auf dem Teppich bleiben ...

    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    ...

    Und vor dem Antworten vielleicht noch mal das System der Sozialversicherungskassen durchdenken.
    Das war der Beitrag #2 in diesem Thread. Den hatte ich aber auch glatt überlesen ... muss ich leider zugegeben. Das scheint mir allerdings auch nur dann ein praktikabler Vorschlag zu sein, wenn wir uns denn hier auf einen derartigen Diskurs einlassen wollen/können. "Durchdenken" wird nämlich nicht ausreichen. Das alleine würde schon einige "akademische" Kenntnisse des o.g Systems voraussetzen. Das wird (verständlicherweise) sicherlich nicht jeder Teilnehmer hier mitbringen (bzw. wissen wollen).
    Deshalb wäre es (finde ich) viel zielführender, wenn die diesbezüglichen Experten ihre Kenntnisse auf "Normalbürgerniveau" herunterbrechen und hier artgerecht (im Sinne von "sozial") kommunizieren würden.
    Ein Diskurs über die "Theorie der sozialen Systeme" ... immer gerne aber nicht hier.
    Also ... wie war das noch: Der unglaubliche Precht und die dienstverpflichteten Rentner. Das war doch das Thema.

  4. Registriert seit
    01.10.2009
    Beiträge
    2.622

    Standard

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Also ... wie war das noch: Der unglaubliche Precht und die dienstverpflichteten Rentner. Das war doch das Thema.
    Dann noch einmal "artgerecht" (gewagte Bezeichnung ) und ergebnisoffen aus #2:

    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Was spricht dagegen?

  5. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard Das weiß der Precht allerdings auch ... dumm ist der nämlich nicht

    Dagegen sprechen (unter anderem) meine Ausführungen aus #32.
    Weiterhin: Das dreigliedrige Schulystem gehört abgeschafft. Dann lernt der kleine Mohammed (auch ohne die zweifelhafte Unterstützung durch pensionierte Hilfslehrer) ordentlich die deutsche Sprache. Wenn er dann endlich auch ausgebildet werden kann( der kleine Mohammed -oder von mir aus auch- der kleine Kevin und die kleine "Schantalle") und die dann auch nicht mehr als potentielle "Leiharbeitssklaven" mit dem Mindestlohn auskommen müssen. Dann zahlen die auch ordentlich Beiträge ins "System" und pflegen die Alterspyramide in Grund und Boden. Wer soll's denn sonst machen ...
    Da fängt es dann schon mal an, mit den Reformen. Nur ein Zahnrad im Getriebe des Sozialsystems...

  6. Registriert seit
    01.10.2009
    Beiträge
    2.622

    Standard

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Das staatliche Rentensystem ist von Grund auf reformbedürftig, diese Erkenntnis hatten vor ihm auch schon andere Zeitgenossen.
    Und wir schaffen es immer wieder - nach kurzer geheuchelter Erkenntnis - nichts zu tun und zum Tagesgeschäft über zu gehen.

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Ein "unfreiwilliges" soziales Jahr für Rentner ... ändert an diesem Problem überhaupt nichts. .....
    Ist mir zu absolut, da die Möglichkeiten bisher gar nicht vollständig abgewogen wurden. Ich würde das Differenzierter durchleuchten wollen (s.u.).

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Bei der Gelegenheit fällt auf: Das Bildungssystem ist ebenfalls reformbedürftig, genau so wie der große Bereich der Altenpflege.
    Volle Zustimmung. Nur bringt es eben nichts, die Reformbedürfnisse gegeneinander "auszuspielen". Ist ein regelmäßiger Mechanismus, wenn man ein Teil des Ganzen nicht "mag" (Kümmert euch erst mal um..., bevor ihr bei mir....).

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Die angehenden Pflegefälle helfen den zukünftigen Opfern der Bildungsmisere. Die wiederum, werden dann anschließend ehrenamtlich im Pflegeheim tätig ... so könnte es gehen.
    Möglicherweise.

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Eine Ausbildung oder besondere Eignung für derartige Tätigkeiten scheint nicht notwendig zu sein. Das mag vielleicht für telegene Dauergäste in Talkshows gelten, für andere Tätigkeitsfelder ist eine Ausbildung und professionelle Herangehensweise sicherlich zielführender.
    Hier liegt evtl. doch gerade eine Chance. Man müsste die bereits vorhandenen Kenntnisse von Leuten mit langen Erfahrungen (Beruf, Hobby usw.) sinnvoll einsetzen.

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Dienstverpflichtete Laienhelfer im Gesundheits,-Sozial,-und Bildungssystem. Das muss funktionieren.
    Stimmt. Und deshalb hat so eine "Idee" mehr verdient, als kollektives Niederbrüllen. Wenns nicht geht, gehts nicht. Nur bin ich ein Fan davon, so etwas nach intensiver Auseinandersetzung und nicht nach Lautstärke der "Fans" zu beurteilen. Daneben sollte es ja möglichst nicht um Laienhelfer gehen, sondern um das Nutzen über viele Jahre angesammelter Kenntnisse. Die übrigens gezielt (!) abzurufen, fällt vielen älteren Menschen durch Routine und Lebenserfahrung deutlich leichter als Jüngeren.

    Nachsatz: Das mag vielleicht alles so wirken, als sei ich für den Prechtschen Vorschlag. Dem ist aber nicht so. Ich bin dafür, Dinge auch im Detail zu Ende zu durchdenken, bevor ich sie ablehne. Und da bringen nach meiner Lebenserfahrung sehr häufig Vorschläge positive Überraschungen, die man erst beim zweiten Hingucken richtig bewerten kann.

  7. Registriert seit
    05.10.2007
    Beiträge
    5.262

    Standard

    Also, nachdem mein Wehrpflichtvorschlag ungehört blieb (...), hier noch ein ernsthafter Beitrag. Ich beziehe mich auf eine Aussage von Kuhjote.
    Dienstverpflichttete Laienhelfer im Sozialwesen...
    Das gab es ja schon lange und deckt sich übrigens frappierend mit meiner Aussage der Wehrpflicht. Nur, dass es sich bis anhin Zivildienst nannte.
    Ich war selbst einer, fand das ziemlich ätzend.
    Allerdings habe ich so meinen Job entdeckt und später viel, sehr viel mit Zivis zu tun gehabt.
    Kuhjote, lass es mich mal so sagen: Wer den Vorschlag unterstützt, in der sozialen Arbeit unfreiwillige Helfer einzusetzen, der sollte sich aber auch vertraglich dazu verpflichten, im Alter selbst auf diese "Helfer" zurückzugreifen!
    Unter den ZIvis gab es die drei üblichen Gruppen. Die, die ihr Tun sinnvoll finden und sich engagieren. Die, die ihre Zeit aberissen wollen - und die, die man als Profi einfach nur kielholen will. Die klassischen Drückeberger und Opportunisten.
    Mein Überblickswissen ist zu gering um hier zu schreiben, wie sich die ZIvis in D über die Gruppen verteilt haben. Zum "Glück" ist die Arbeit mit geistig behinderten menschen so komplex und emotional fordernd, dass die Drückeberger schnell wieder verschwanden. Und mit den beiden anderen Typen kann man gut arbeiten, wenn man ihre Einstellung akzeptiert.
    Aber ganz anders sieht es z.B. in der ALtenpflege aus. Ich habe da in Zivildienstkursen Horrorstorys gehört, die mir dann leider von Berufskollegen aus 2 Pflegeheimen auch noch bestätigt wurden.
    Nein, DAS möchte niemand, der sich selbst auch mal als Betroffener ansieht!
    Werden denn die Kranken, Alten und Behinderten vorher gefragt, ob sie von Zwangsarbeitern betreut werden wollen? Lässt sich das mit Menschenwürde (der Klienten) vereinbaren? Wer erstellt Risikoanalysen, wer übernimmt die Verantwortung für einen völllig überforderten Zwangsarbeiter, der evtl. ehler einbaut, um von der verhassten Arbeit wegzukommen? Ihr, die ihr nicht wisst, wovon ihr redet, weil ihr andere Jobs habt: Der Einsatz an der Bettenfront treibt überforderte Menschen zu genau solchen Handlungen! Will ich das nicht an meinem Pflegebett, dann darf ich es auch keinem anderen zumuten.

    Laienhelfer generell hingegen fehlen bitter. Und da geht es dann gar nicht um komplexe Aufgaben zur unmittelbaren Weltrettung, sondern einfach nur um Menschen, die mal genau das zeigen: Menschlichkeit. Einem Downsyndromjungen den Gang in die STadt ermöglichen, dem Mütterchen im Pflegeheim mal die Hand streicheln, damit nicht die den Hintern abwischende Hand der einzige Körperkontakt bleibt. Etc. Ganz banale Dinge, die aber nur freiwillig funktionieren. Genauso willkommen ist auch Hilfe von haushälterisch interessierten menschen, selbst wenn diese nicht so sicher im Umgang mit "Sozialfällen" sind. Eine Station für Rollstuhlfahrer wäre sicher dankbar um eine Küchenhilfe, so dass die Fachkraft mehr Zeit mit den Klienten als mit Putzen verbringen darf. Der ehemalige Buchhalter könnte viele Akten führen.... aber will ich, dass ein Zwangsarbeiter Buchführung übernimmt???
    Bevor ich in einen Arbeitstag mit Zwangshelfern starte, mache ich lieber eine Doppelschicht. Es sei denn, ich kann Aufgaben ohne KLientenkontakt delegieren.
    Wenn man das Seniorenknowledge nutzen will, sollte man wohl eher Anreize für helfende Tätigkeit aussprechen: Steuererleichterung wäre da ein Thema.
    Ausserdem muss ich nun noch das aussprechen, was man den Zivis immer vorgeworfen hat: Wie passen denn ehrenamtliche Helfer im SOzialsystem zu der Tatsache der Arbeitslosigkeit? Da können sich doch dann Arbeitgeber auf Kosten des Arbeitsmarktes mit billigen Arbeitskräften eindecken? Und kommt mir nicht mit: Das darf nicht! Das durfte bei Zivis auch nicht sein und war dennoch 20 Jahre Realität. Und sogar zu recht. Denn zumindest Zivis aus der engagierten Gruppe konnte und kann man nicht mit Putzlumpendienst abspeisen. Die wollten echt und sinnvoll arbeiten, wenn sie dem Staat schon 20 Monate schenken mussten!
    Was noch gegen Seniorenverpflichtung spricht? Viele sind am Ende schlicht am Ende. Es ist ein Segen für sie, aber auch für die verbleibenden Kollegen, wenn dann mal der Ruhestand kommt!

    ZU meinem Sprachgebrauch:
    SOzialwesen: Krankenhäuser, Behindertenheime, Seniorenheime, evtl. auch Jugendheime oder auch Justizvollzug
    Bildungswesen (hier hab ich zu wenig Einblick, könnte mir aber Tätigkeiten am Rande des Bildungsbetriebes oder im ausserschulischen Bereich vorstellen. Das Feld überlasse ich aber gerne kompetenteren KOmmentatoren)
    Zwangsarbeit: Ich weiss, der Begriff ist für all die ein gefundenes Fressen, die überall die ....karte ziehen wollen. Dennoch ist es ein Begriff, der unabhängig von seiner zweifelhaften Bedeutung aus Kriegszeiten genau das beschreibt, was hier gefordert werden: Menschen werden zu Arbeit gezwungen. Es tut vielleicht mal ganz gut sich das klar zu machen:

    Wir reden hier über Zwangsarbeit, nennen es nur anders, damit es netter klingt!

    Zum Schluss: Jeder(r), der jemals an solch einem Tun als Entscheider tätig sein sollte, müsste per Gesetz gezwungen sein, die Auswirkungen solcher Arbeit am eigenen Leib zu testen. Als Zwangsarbeiter (unbezahlt in der Freizeit) und als Patient! um endlich zu wissen, wovon er redet und was er anderen antut.

  8. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.712

    Standard

    Hi
    Denkt doch mal an diejenigen die sich bereits heute freiwillig engagieren. Die Verkehrshelfer sind gerade mal versichert wenn sie ein Autofahrer platt macht und sie dabei den Teletubbiemantel tragen. Wenn ein Kind "bei ihnen" zu Schaden kommt weil es den Helfer ignoriert, sieht das schon ganz anders aus. Und dennoch gibt es "Deppen" die das machen. Nicht alle haben übrigens Kinder oder Enkel an der betreffenden Schule/Kindergarten und je wohlhabender die Eltern, desto geringer das Interesse an Engagement.
    Der Rentner der im Rahmen eines städtischen Projektes in die Stadt fährt um Ausländerkindern bei den Schularbeiten zu helfen und mit ihnen Deutsch zu üben, hat Pech wenn es ihn irgendwie erwischt. Das ist zwar im echten Sinn des Wortes ein Wegeunfall, doch zuständig ist er selbst! Die Fahrt trägt er ohnehin selbst.

    Ein bereits bisher Engagierter muss dann künftig nachweisen, dass er "eine vergleichbare Tätigkeit" absolviert hat ?
    Und ich darf dann helfen eine Oma aus der Wanne zu lupfen obwohl ich selbst Rückenbeschwerden habe?
    Oder gilt ein abgeleisteter Wehrdienst als befreiend?
    gerd

  9. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard

    Man sollte hier zunächst einmal grundsätzlich unterscheiden, nämlich zwischen "freiwilligem" sozialen Engagement und notwendiger "professioneller" Dienstleistung.
    Wenn ich mein Fahrzeug in eine Werkstatt bringe (um beispielsweise die Bremsanlage instandsetzen zu lassen) und dann der Meister kommt und mir erklärt: Das macht unser Zivi, der hat zwar nur einen vierwöchigen Kurs in allgemeiner Fahrzeugtechnik absolviert ... aber der arbeitet ja (größtenteils) unter Aufsicht. Da hätte ich möglicherweise Bedenken ...
    Geht's dann um die multimorbide Oma (die -rein technisch gesehen- sehr viel komplizierter sein kann als mein Auto) dann tut's auch ein Zivi oder ein gerichtlich abkommandierter Sozialstundensträfling.
    Das Problem bei der ganzen Sache ist nämlich folgendes: Diese Hilfskräfte wurden und werden immer häufiger als Ersatz"fachkräfte" eingesetzt.
    Ich hätte sicherlich kein Problem damit, wenn der "Werkstatt-Zivi" mein Fahrzeug lediglich waschen oder auftanken würde. Als kostenlose Serviceleistung.
    Wäscht aber der "Pflegeheim"Zivi meine Oma, oder "tankt" er sie eher laienhaft auf ... kann er eine ganze Menge übersehen oder falsch machen.
    Wie gesagt: So eine alte und kranke Oma ist "prinzipiell" ziemlich kompliziert. Mit "Händchen halten" alleine, ist es da nicht getan.
    Worauf will ich hinaus? Soziale und pflegerische Berufe müssen sauber erlernt werden. Langwierig und kontrolliert. Ein Mechatroniker, Fahrzeuglackierer oder Karosseriebauer durchläuft ja auch eine mehrjährige theoretische und praktische Ausbildung.
    Das Ammenmärchen von den Laienhelfern, die lediglich "menschliche Zuwendung" produzieren sollen, ist und bleibt ein frommer Wunsch.
    Den klassischen Zivi gibt es ja nun nicht mehr ... die merkwürdige Idee vom halbprofessionellen "unfreiwilligen" Laienhelfer existiert aber immer noch.

  10. Registriert seit
    16.04.2009
    Beiträge
    378

    Standard

    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Oder gilt ein abgeleisteter Wehrdienst als befreiend?
    das ist auch so ein Ding:
    ich und viele meines Alters mussten 18 Monate (!) die Uniform tragen. Soll ich jetzt auch noch nach dem Berufsleben noch ein Jahr Sozialdienst ranhängen?
    Egal was irgendwelche (in der Regel selbsternannte) Experten sagen:
    ICH WERDE DAS NICHT MACHEN.!


 
Seite 12 von 13 ErsteErste ... 210111213 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. rasender Rentner
    Von AmperTiger im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 18.11.2010, 12:33
  2. An alle Rentner und Frührentner
    Von GS-Geronimo im Forum Treffen
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 14.02.2008, 21:47