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Strafzettel in Italien

Erstellt von Much, 15.09.2009, 21:09 Uhr · 23 Antworten · 4.192 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    Mein Ticket aus 2006 habe ich bezahlt, da Italien alle Kennzeichen an jedem Mautpunkt scannt und dann ist man richtig dran. Bei mir waren es 253 Euro wegen 12 km/h zu schnell
    Ich bin auf dem Rückweg aus der Toskana auch geblitzt worden... und ich fürchte es waren mehr als 12 km/h zuviel. Soweit ich bisher gelesen habe schicken Sie einem zwar die Knolle nach hause, aber sie haben keine Rechtsmittel eine Zahlung zu erzwingen. Noch nicht... soll sich lt. aktuellem Stand auf der ADAC-Website aber Anfang 2010 ändern.

    Zitat: ADAC
    Vollstreckungsmaßnahmen
    Seitens der italienischen Behörde ist eine Durchsetzung der Geldbuße in Deutschland mangels gegenseitigem Vollstreckungshilfeabkommen in Verwaltungssachen derzeit nicht möglich.
    Bei Wiedereinreise nach Italien ist innerhalb der Vollstreckungsverjährungsfrist theoretisch mit Zwangsmaßnahmen zu rechnen, falls die Buße nicht bezahlt worden ist.

    Verjährungsfristen
    Die Strafverfolgung verjährt bei Übertretungen, für die das Gesetz eine Geldstrafe androht, zwei Jahre nach dem Tattag. Die Vollstreckungsverjährung tritt bei solchen Verstößen im Allgemeinen nach fünf Jahren ein, gerechnet ab Rechtskraft der zugrundeliegenden Entscheidung.

  2. Registriert seit
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    #12
    es gab zwischenzeitlich ein Abkommen, das jedoch später wieder gekippt wurde. Ein paar Tage nach dem Abkommen kam das Ticket, was ein Jahr nach der Tat war.

    Ich habe aber bezahlt, weil ich es 1. war und 2. in Italien die Nummernschilder gescannt werden und man schnell erwischt wird. Dann wird das richtig teuer

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    #13
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    es gab zwischenzeitlich ein Abkommen, das jedoch später wieder gekippt wurde. Ein paar Tage nach dem Abkommen kam das Ticket, was ein Jahr nach der Tat war.

    Ich habe aber bezahlt, weil ich es 1. war und 2. in Italien die Nummernschilder gescannt werden und man schnell erwischt wird. Dann wird das richtig teuer
    Hallo,

    um hier mal Licht ins Dunkel zu bringen. Die EU hat 2005 einen sogenannten Rahmenbeschluß erlassen, in dem die Mitgliedsländer verpflichtet wurden, innerhalb von 2 Jahren Regelungen zu treffen, damit vollstreckt werden kann. Das ist aber außer in ganz wenigen Fälle (Österreich hat mit anderen EU-Ländern glaub ich solche Vereinbarungen geschafft) nicht gelungen.

    Solange es diese Abkommen nicht gibt, droht aus Italien keine Vollstreckung in Deutschland.

    Zur Frist in Italien: Diese beträgt ein jahr, bei mir kam das Teil nach 11,5 Monaten ins Haus geflattert.

    Nochmal meine Bitte: Wo hast du die Info her, dass die scannen und dich überall erfassen? Ich habe wie gesagt eine andere Info von einem italienischen rRchtsanwalt.

    Von der Schweiz weiß ich z.B., dass bei offenen Tickets am morgen die Polizei im Hotel stehen kann... Meldepflicht beim einchecken, Datenabgleich über Nacht usw...

    Zu deiner Einstellung zahlen und schweigen... das ist feig, ich mach das sportlich, nicht zahlen ab und zu weiter nach Italien fahren (aber weniger als früher weil die viele kranke Verkehrsbestimmungen haben) und beständig hoffen...

  4. Registriert seit
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    #14
    die Info mit dem Scannen habe ich aus der Presse und aus eigener Erfahrung. An jeder Mautstation wird das Nummernschild exakt erfasst. Die Österreicher können bei Tempo 120 fahrenden Autos scannen, ob die Vignete gültig ist und ob sie richtig geklebt wurde. Da ist das mit dem Nummernschild wohl ein Kinderspiel gegen.

    Abgesehen davon informiert man sich vor einer Reise über die Sanktionen bei Übertretungen und man kann auch dazu stehen

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Nochmal meine Bitte: Wo hast du die Info her, dass die scannen und dich überall erfassen? Ich habe wie gesagt eine andere Info von einem italienischen rRchtsanwalt.
    Das stimmt imho so nicht ganz. Das System heißt Tutor, darüber kannst Du ne ganze Menge lesen im Netz... soweit ich weiß, werden durchschnittliche Geschwindigkeiten gemessen zwischen Anfangs- und Endpunkt einer Messzone. Hier werden die ersten und letzten Buchstaben des Kennzeichens zur Identifikation der Messungen gelesen. Dass ganze Kennzeichen eingelesen werden, um säumige Zahler zu identifizieren wäre mir neu. Das Risiko besteht imho nur darin, in Italien beim nächsten auffälligen Verhalten die "Altstrafe" auch noch begleichen zu dürfen.

    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Zur Frist in Italien: Diese beträgt ein jahr, bei mir kam das Teil nach 11,5 Monaten ins Haus geflattert.
    Was für eine Frist meinst Du? Die innerhalb der dir der Schrieb zugestellt werden muss? Das ist 1 Jahr... aber verjähren tut es erst nach 5 Jahren... leider.

    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon informiert man sich vor einer Reise über die Sanktionen bei Übertretungen und man kann auch dazu stehen
    Das ist im Prinzip richtig und natürlich auch besonders ehrenhaft. Leider ist es mir trotz zu 90 % sehr angepasster Fahrweise doch passiert und bei der Übertretung bzw. der zu erwartenden Strafe (wenn ich mal von 250€ bei 12 km/h hochrechne ), muss ich leider versuchen, die Strafe nicht zu zahlen.

  6. Registriert seit
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    #16
    das würde ich erst bei einem zu erwartenden Fahrverbot tun. Man kann sich nicht zu viel mit Rumheulen und Rauswinden aus selbst eingebrockten Situationen aufhalten, das versperrt den Blick auf das Wesentliche. Fehler gemacht? Einsehen, Geradestehen, fertig

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    #17
    Hi
    Würden die Italiener an jeder Mautstelle alle Nummern scannen müssten dafür entsprechende Einrichtungen vorhanden sein. Sind sie aber nicht.

    Die Ösis haben "Streckengeschwindigkeitskontrollen" eingeführt. Auf einer z.B. 3 Km langen Messtrecke ist "60Km/h" angesagt. Am Anfang dieser Strecke werden alle Kennzeichen gescannt, mit Uhrzeit gespeichert aber nach 3 Minuten gelöscht. So lange würde es dauern wenn man die Strecke mit korrektem Tempo durchfährt. Am anderen Ende werden die Kennzeichen erneut gescannt und mit den noch nicht gelöschten verglichen. Ist noch ein Vergleichswert gespeichert war das Fahrzeug zu schnell, wird fotografiert etc. Anhand der gespeicherten Zeiten bzw. deren Differenz lässt sich die Geschwindigkeit errechnen.
    Das Verfahren hat Vorteile:
    Es wird über einen längeren Zeitraum gemessen, mal eben schnell runterbremsen reicht nicht.
    Die Zeitbasis ist nicht kritisch. Bei der Länge der Messstrecke kommt es auf die Sekunde nicht an. Also taugen Funkuhren als Zeitbasis.
    Nachteile hat es natürlich auch
    Die Messtrecke /-zeit muss relativ lang sein um die Zeitbasis "einfach" halten zu können.
    Sie darf aber nicht zu lange sein, weil sonst die Anzahl der noch nicht gelöschten Kennzeichen zu kritisch wird. Sind es zu viele, kommt der Rechner nicht nach.

    Kennzeichen bei 120 erfassen ist kein Problem. Das können bei und in DE mobile Einrichtungen des Zolls/der Polizei und auch die Mautkontrollbrücken auf den Autobahnen. Nachdem letztere nicht vom Staat betrieben werden und diverse Gesetze verbieten "einfach mal wild zu scannen" (und ja auch keine Vergleichsbasis vorhanden ist) geht von denen keine Gefahr aus. Käme ein Auftrag "scannt mal nach..." gäbe es diverse Probleme: Die Rechner sind dazu überhaupt nicht programmiert. Es wüssten zu viele Menschen davon, dass eine private Firma gezwungen wird gegen ein Gesetz zu verstossen.
    Erfasst wird erst mal nur was einen LKW-Anschein erweckt (Umriss). Die Daten all derer die als "hat bezahlt" eingestuft werden verlassen nicht mal den Rechner auf der Brücke. Bei all denen deren OBU (on bord unit) das Signal "ich bin eingeschaltet" abstrahlt atmet der Rechner dankbar auf weil er sich der nächsten Aufgabe widmen kann.

    AT rüstet derzeit seine Radaranlagen zumindest teilweise auf Frontfoto um. So gibt es beweiskräftige Fotos um auch deutsche Fahrer mit deutscher Unterstützung zur Kasse bitten zu können.

    IT kontrolliert meist (nicht immer, Christian weiss das ) vor Ort mit LASER und eigener Zahlstelle (die nehmen alles was irgendwie mit Geld zu tun hat). Weshalb haben die wenigsten Polizeien in DE einen solchen Kartenleser mit UMTS-Anbindung?
    Ausserdem können sie natürlich anhand des "Autobahtickets" fragen "Sie waren vor 1,5 Stunden noch am Brenner und jetzt sind Sie in Modena (locker 300 Km). Da waren Sie sicherlich nie schneller als 130 Km/h?"

    Gefallen tut mir das Ganze auch nicht
    gerd

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    #18
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    die Info mit dem Scannen habe ich aus der Presse und aus eigener Erfahrung. An jeder Mautstation wird das Nummernschild exakt erfasst. Die Österreicher können bei Tempo 120 fahrenden Autos scannen, ob die Vignete gültig ist und ob sie richtig geklebt wurde. Da ist das mit dem Nummernschild wohl ein Kinderspiel gegen.

    Abgesehen davon informiert man sich vor einer Reise über die Sanktionen bei Übertretungen und man kann auch dazu stehen
    Hallo,

    ich denke, du verwechselt da etwas. Aus deinem Beitrag kann ich jedenfalls nicht entnehmen, dass in Italien oder sonst wo der fließende Verkehr dergestalt - wo auch immer - überwacht wird, um offene Tickets eintreiben zu können.

    Das mit dem Abgleich der kennzeichen geht ja auch nicht so fix.

    1.) Muss ein Kennzeichen, das vor 3 Jahren zu einem Auto gehörte, das zu schnell war, längst nicht mehr zum Täter gehören. Kennzeichen werden bekanntlich nach einiger Zeit neu vergeben.

    2.) Bekommt eine Italienische Behörde sicher nicht in sekundenschnelle bzgl. alle durchgefahrener Fahrzeuge den Halter aufgelistet.

    3.) Gibt es in Italien keine Erfassung von offenen Geldbusen, die Kommunen verhängt haben, so dass selbst wenn er wollte ein Polizist in Bozen gar nicht feststellen kann, dass gegen mich etwas aus z.B. Verona offen ist.

    Zum Informieren über Sanktionen:
    Man kann das natürlich tun, und leider wird das auch immer wichtiger, da ziemlich banale Dinge im Ausland ziemlich schlimm bestraft werden. Aber darum geht es doch in dieser Diskussionsrunde nicht. Das Tempo wird durch Schilder begrenzt, das muss ich mich nicht vorher informieren, sondern nur im Land daran halten. Wenn man zu schnell war und angehalten wird hilft eh nur zahlen oder mit viel Glück freundlich diskutieren.

    Zum man kann auch dazu stehen:
    So ist es, aber man kann auch hoffen.

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    #19
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Erfassung von offenen Geldbusen
    Wie muss ich mir einen offenen Geldbusen denn vorstellen?

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    Wie muss ich mir einen offenen Geldbusen denn vorstellen?
    Schön.


 
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