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tourgide versagt

Erstellt von z-stromer, 15.07.2013, 21:06 Uhr · 126 Antworten · 14.613 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Ich habe auch schon oft genug den Guide gespielt, auch mit recht vielen Moppeds hinter mir. Der Guide hat sich immer am Langsamsten der Gruppe zu richten auch wenn er und die anderen Teilnehmer schneller fahren könnten und das ruhige Tempo manchmal nervt. Alles Andere erzeugt nur Stress. Und wenn dann noch jeder auf seinen Hintermann aufpasst, geht auch keiner verloren. Übrigens sollte jedem Teilnehmer einer geführten Tour mit vielen, z.T. unbekannten, Mitfahrern klar sein, daß man nicht unbedingt sein eigenes Tempo fahren kann sondern sich anpassen muss. Wenn ich immer mein Tempo fahren will, muss ich halt alleine fahren.

  2. Ojo Gast

    Standard

    #52
    Zitat Zitat von z-stromer Beitrag anzeigen
    ...Habt ihr schonmal geführte Touren gemacht???Ist das immer n so einem Tempo??
    In den Ortschaftsausgängen z. T mit über 70 Sachen...
    Hallo Stromer,

    ja anno 09/2011 nach SLO, HR und I. Das erste und das letzte Mal, weil wir beim falschen Unternehmen waren. Unser Tourguide hat die Teilnehmer nicht einander vorgestellt und er ist promovierter Physiker. Fußgängerüberwege, Fahr- und Parkverbote sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen wurden ständig ignoriert - sogar im Ausland. Beim Tanken lies er den Helm auf, damit ja niemand auf die Idee kam, auch noch den Reifendruck oder das Öl zu checken oder etwas zu trinken. "Weiter, weiter, weiter - wir haben noch viel vor!!!" war die Devise dieses Urlaubs.

    Die Tagesetappen waren i.d.R. zu lang und das Tempo eine Frechheit. Wenn ich als Tourguide auf einer italienischen Autobahn schon schneller als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit fahre, wie sollen dann die Mitfahrer folgen, ohne diese Vmax zu überschreiten, wenn sich mal ein PKW mit nur ca. 100 km/h zwischen die Gruppe mischt, z.B. bei einer Autoahneinfahrt. Auf meine diesbezügliche Kritik erhielt ich die physisch fundierte Antwort "In Italien fährt doch jeder zu schnell." ...

    Wenn die Abfahrtszeitpunkt eines Tages auf 8:00 Uhr terminiert war, saß der promovierte Physiker schon um 7:45 Uhr in voller Montur auf seiner Honda VFR750 und hat den Motor angelassen. Ein Freund, der auch hier im Forum vertreten ist, hat sich dann immer eine Zigarette angezündet und genüßlich daran gezogen. Raucher mag dieser Tourguide nämlich gar nicht.

    Auf einem Parkplatz an den Adelsberger Grotten wurde einem weiteren Freund die R1100RT von einem wendenden Bus umgefahren. Während wir alle sofort hinliefen und die Maschine aufgehoben und die Schäden begutachtet hatten, blieb der promovierte Physiker sitzen und ließ sich weiter sein Essen schmecken.

    Wir sind fünf Männer und Frauen, die schon viele Jahre lang gemütlich zusammen Motorrad fahren, und seit dieser Erfahrung sind wir wieder ohne Tour"guide" unterwegs. Das ist am Ende nicht nur günstiger, sondern vor allem entspannter. Lieber verzichte ich auf sogenannte "Geheimtipps", bei denen es nicht einmal geeignete Parkplätze gibt.

    Schöne Grüße von
    Ojo

  3. TomTom-Biker Gast

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    #53
    Und wo ist da jetzt der sachliche Zusammenhang zwischen Promotion, Physikstudium und in Italien zu schnell fahren. Fährt der nicht promovierte Dachdecker langsamer oder der Hochschulprofessor der Kernphysik schon im Bereich der Lichtgeschwindigkeit.

    Laß einfache diese Pauschalvorurteile weg, dann paßt's . Der Guide, der zufällig auch prom. Physiker gewesen ist ... hätte auch gereicht. Wenn an der Stelle auch uninteressant.

    Ungeachtet dessen hast Du allerdings recht. Und nein, ich bin kein prom. Physiker.

    Gruß Thomas

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    #54
    Hallo Stormer,

    mal einen Tip an Dich. Lass dich niemals, nicht nur bei geführten Touren,
    zu einem Tempo treiben, wo Du Stress bekommst oder vielleicht zu einem Fahrfehler verleitet wirst.

    Der Guide sieht, wenn wer zurückfällt und passt dann den Speed an, wenns kein Noob ist.
    Ansonsten kenne ich das nur, wie schon von peco-achim beschrieben.
    Lass die schnelleren fahren, an der nächsten Abbiegung wird auf die langsameren gewartet,
    Pausen und Abschluss gemeinsam.
    Gruß

  5. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #55
    Um so besser, da scheinst Du wohl auch den Veranstalter näher zu kennen. Wäre für mich gerade ein Grund hin zu gehen und zu sagen, daß mir dies oder jenes nicht gefallen hat. Wie soll er sonst was ändern, wenn alle nur sagen wie toll es war.

    Ich war am Wochenende mit der Dicken Endurofahren und hab mich am Sonntagabend bei meinem Guide persönlich bedankt. Und zwar aufrichtig von ganzem Herzen. Das gehört sich halt auch. Kritik hätte ich geäußert, wenn es denn welche gegeben hätte. Auf Neudeutsch nennt man sowas Feedback.


    Gruß Thomas.

  6. Registriert seit
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    #56
    Dazu meine bescheidene Erfahrung:

    wir im Akademischen Motorradklub Starnberg haben den besten Tourguide der Welt für unsere Ausflüge. 30 Jahre Erfahrung, immer eine Geschichte auf Lager, immer neue, kleine Strecken, wenn gewünscht eine Schottereinlage, immer neue Sehenswürdigkeiten, die kaum jemand kennt, Strassen, die kaum befahren werden, grinsende Bauern, die sich über den BMW-Pulk freuen, Ratespiele (wie viele Türen hat die Scheune?) vor Ort und sein Motto: sobald alle ein wenig den Helm nach links und rechts drehen, stimmt die Geschwindigkeit. Das hat nichts mit Studium oder Promotion zu tun, aber es KÖNNTE eine Voraussetzung sein. Man kann aber auch höchst wertvolle Mitfahrer auch ohne Studium erleben, die alles andere in den Schatten stellen.

    Worauf kommt es an? Auf Menschlichkeit, Würde, Respekt und einen weiten Horizont, dann stimmt die Tour!

  7. Registriert seit
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    #57
    nur mal so ganz kurz an alle, die hobbymäßig den Guide geben, teilweise alles inkl. Übernachtungen und sightseeing organisieren, aber ohne Anspruch auf irgendwelche Richtigkeit: Mit so etwas ist man schnell in einer Veranstalter Rolle drin, die auch für eine Privatperson dramatische Konsequenzen haben kann. Ohne was an die Wand malen zu wollen, nie und niemals organisiere ich etwas für andere mit, schon gar nicht dann, wenn es gefährlich werden kann wie Moppedfahren, Klettern, Fallschirmspringen etc. Wenn noch unerfahrene dabei sind, kann man (hier möge man mich korrigieren) schnell in eine Garantenstellung geraten und das ist etwas, was man nicht will, es sei denn, man bürgt auch gerne für Kredite anderer

    Und zum eigentlichen Thema: Der Typ hat die Pfanne heiß, falschen Job und/oder die falsche Gruppe erwischt. Natürlich kann es schon mal vorkommen, dass jemand für die gemütliche Gruppe noch zu gemütlich ist, dann muss man das aber ansprechen und Konsequenzen ziehen.

    Mann, was bin ich froh, dass ich immer alleine fahre, ich könnte das ja echt nicht

  8. Registriert seit
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    #58
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Echt, da gibt es großes Streitpotential?

    Da sollten dann wohl mal alle Beteiligten ein wenig nachdenken.

    Beim GS-Treffen gab es da überhaupt kein Thema, da gab es einfach zwei Gruppen. Das das Ganze wegen einiger technischer Problem mit dem Navis ein wenig chaotisch war, hat dem Spaß keinen Abbruch getan.

    Nolimit hat F-Treiber gebeten, die langsamere Truppe zu führen, nun da ich mit meiner Frau fahren wollte, bin ich auch dorthin gewechselt. Schlußendlich sind wir zu fünft gewesen. Habe ich halt ein bisken Sightseeing gemacht. Hat mich null gestört. Ganz hinten hing mit Berliner auch ein erfahrener Fahrer, der auch happy war.

    Es gibt am Ende einer Tour nun mal keinen Pokal, auch für den Tourguide nicht, ob proffesionell oder nicht, darum lohnt der Streit auch nicht.
    Das freut mich, dass Ihr eune schöne Tour hattet

    Aber wie schon gesagt, für Langsame ist es fast nicht nachvollziehbar (das mit dem Streitpotential)

    Zusätzlich ist es ein Unterschied ob man ein paar Kilometer gemeinsam fährt oder sich eventuell öfter zum Touren trifft.

    Meine Touren werden immer als FLOTT deklariert ...(will ja auch meinen Spaß haben)

  9. Registriert seit
    26.01.2005
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    #59
    Zitat Zitat von pietch1 Beitrag anzeigen
    ...mal einen Tip an Dich. Lass dich niemals, nicht nur bei geführten Touren,
    zu einem Tempo treiben, wo Du Stress bekommst oder vielleicht zu einem Fahrfehler verleitet wirst.

    ... Lass die schnelleren fahren, an der nächsten Abbiegung wird auf die langsameren gewartet,
    Pausen und Abschluss gemeinsam...
    Hallo,

    genauso handhaben wir in unserer Gruppe (6 bis max 14) es auch.
    Die Schnellen vorne, die Langsamen hinten, damit jeder stressfrei sein Tempo fahren kann. An jedem Abbiegepunkt wird gewartet, regelmäßige Pausen, zunehmend im Tagesverlauf.
    Dadurch gibt der am wenigsten Schnelle das Reisetempo vor und die Zügigen können trotzdem Gas geben.

    Viele Grüße
    Georg

  10. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #60
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    nur mal so ganz kurz an alle, die hobbymäßig den Guide geben, teilweise alles inkl. Übernachtungen und sightseeing organisieren, aber ohne Anspruch auf irgendwelche Richtigkeit: Mit so etwas ist man schnell in einer Veranstalter Rolle drin, die auch für eine Privatperson dramatische Konsequenzen haben kann. Ohne was an die Wand malen zu wollen, nie und niemals organisiere ich etwas für andere mit, schon gar nicht dann, wenn es gefährlich werden kann wie Moppedfahren, Klettern, Fallschirmspringen etc. Wenn noch unerfahrene dabei sind, kann man (hier möge man mich korrigieren) schnell in eine Garantenstellung geraten und das ist etwas, was man nicht will, es sei denn, man bürgt auch gerne für Kredite anderer

    Mann, was bin ich froh, dass ich immer alleine fahre, ich könnte das ja echt nicht
    Da malst Du wirklich was an die Wand. Wer hinter mir herfährt ist mir bekannt und tut dies auf eigenes Risko. Und es gibt auch keinen Vertrag und demzufolge auch keine Erklärung über haftungsauschluß. Also wer hinter mir bei rot über die Ampel donnert, zahlt und nicht ich. Ich glaub Du verstehst da was falsch. Ich mache nicht hobbymäßig etwas gewerbliches, sondern fahre hier hobbymäßig gemeinsam mit Freunden aus. Genauso wie tausend andere das tun. Nur, daß ich derjenige bin der vorweg fährt und der sich vorher Gedanken über die Strecke und die Übernachtungsmöglichkeiten gemacht hat. Und ggf. auch wo was interessantes zu sehen ist. Und ich glaube kaum, daß mit irgendeiner meiner Kumpels wegen entgangener Freuden oder schlechtem Wetter verklagen würden. Eher mich nicht mehr anschauen, wenn ich sie nicht einladen würde.

    Und ich mache das auch nicht alle zwei Wochen, sondern vielleicht 4 x im Jahr. je nach Lust und Laune. Das schlimmste was passieren könnte, daß ich auf bestellten Zimmern sitzen bleibe. ist aber noch nie passiert.

    Und ja ich fahre auch gerne alleine, so habe ich angefangen und so pflege ich das auch weiterhin (manchmal). Manchmal halt auch mit meiner Freundin, die im übrigen auch ohne Vetrag hinterherfährt und ohne haftungsverzicht. Im Gegensatz zu Ehepaaren, die zumindest die Eheschließung als vertraglichen Akt hinter sich haben.

    Gruß Thomas


 
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