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Unfall auf nassem Bitumen / Gang zum Anwalt?

Erstellt von Rbrt, 13.05.2014, 21:51 Uhr · 82 Antworten · 10.378 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Das, was Christian schreibt, solltest du mal "abarbeiten".
    Eine Beratung durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht wäre das Nächste. Die Kosten hierfür sind zum einen recht gering und werden zum anderen bei einer ADAC-Mitgliedschaft von diesem "Verein" übernommen.
    Alles Weitere sollte der Anwalt dir erklären und begründen können. Auch sollte er dir die evtl. entstehenden Kosten aufzeigen können. Der Rest ist dann deine Entscheidung.
    Zitat Zitat von Stocki60 Beitrag anzeigen
    Eigentlich wollte ich mich ja ausklinken...
    Hättest du vlt. besser auch getan.
    Du hast außer Pöbeleien nichts wirklich Sinnvolles geschrieben.

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    #32
    Ja, die Eifel, die ist mir auch in guter Erinnerung.
    Da hatte ich in meiner stürmischen Tatendrangzeit auch meine ersten Stürze und Unfälle.

    Aber, dass sie heute für Dosen gesperrt und zu einer...
    Zitat Zitat von Rbrt Beitrag anzeigen
    ....reinen Motorradgegend...
    ...geworden ist, das ist mir neu.

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    #33
    Zitat Zitat von Gambri74 Beitrag anzeigen
    Für Einspurige ist so eine Straßenverunreinigung eine gefährliche Sache und wenn schon keine Wiedergutmachung erwirkt werden kann, wird der zuständige Straßenerhalter die Stelle entschärfen, um zukünftige Unfälle zu vermeiden. Das alleine ist die Sache schon wert.
    dazu brauchts aber keinen anwalt...man kann auch einfach anrufen und drauf hinweisen...
    ganz abgesehen davon...wen zum teufel wollt ihr genies da klagen ?

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    #34
    In meinem Fall war es die Firma die das Streugut aufgetragen hat, erstens unsachgemäß und zweitens ohne entsprechende Warnschilder aufzustellen. Habe wie gesagt recht bekommen. Falls an dieser Stelle mit Bitumen unsachgemäß repariert würde, oder eine Baustelle in der Nähe ist, die auf einen Verursacher hinweist, kann man da schon etwas machen.

    Mir ging's aber auch darum darauf hinzuweisen, damit das nicht nochmal passiert. Ich habe damals auch Verletzungen davongetragen.

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    #35
    Mir ist letzten Oktober so ziemlich das Gleiche passiert:
    Große Bitumenfläche in einer Rechtskurve bei gerade einsetzendem, leichten Regen bei mäßiger Geschwindigkeit und vorbei wars mit dem Grip. Nachdem man mich auf der Straße aufgesammelt hatte, wurde die Polizei gerufen, die prüfen sollte, ob ich einen Flurschaden angerichtet hätte. Beim Begehen der Unfallstelle ist sogar die den Unfall aufnehmende Polizistin ausgerutscht und hingefallen - so glatt war es da.

    Ich dachte damals auch, dass ich etwas gegen diese gefährliche Stelle unternehmen müsste - nicht wegen meiner Verletzungen oder der zum Glück geringen Schäden an meinem Moped (habs unter Lehrgeld verbucht), sondern um zukünftige, vielleicht schlimmere Unfälle zu verhindern. Die rutschende Polizistin sahs übrigens genau so und hat mich dabei unterstützt, die Angelegenheit bei der Straßenverwaltung anzuzeigen. Uns war beiden im Vorfeld schon bewusst, dass wir hier vermutlich gegen Windmühlen kämpfen werden. Das Ziel war, die Gefahrenstelle beseitigen zu lassen (eigentlich kein großer Akt) oder zumindest mit Schildern darauf hinzuweisen, eine monetäre Entschädigung meinerseits stand nicht zur Debatte.

    Und das Ende vom Lied: Die Behörde argumentierte (wie fast immer in solchen Fällen) mit nichtangepasster Geschwindigkeit. Hinzukommen würde noch, dass an dieser Stelle noch nie Schlimmeres (!) passiert sei, und man deshalb keinen Handlungsbedarf sehe. Meine rutschende Polizistin meinte, dass es immer auf diese beiden Argumente rauslaufen würde - sie hätte schon ähnliche Fälle mit dem selben Ergebnis gehabt. Laut ihrer Aussage müssen wohl erst mehrere schwere oder sogar tödliche Unfälle an dieser Stelle passieren, damit etwas unternommen wird.

    Ein gutes hatte die Sache aber dann doch: Jetzt steht an dieser Stelle zumindest mal ein Schild, das auf die Rutschgefahr hinweist.
    Offensichtlich hatte irgendjemand hier einen lichten Moment.

    Fazit: Versuche herauszufinden, ob an dieser Stelle schon mehrfach Biker gestürzt sind. Wenn nicht, hast du keine Chance, deinen Schaden geltend zu machen. Wenn doch, wird das aber ein verdammt steiniger Weg bis dorthin.

    Gruß
    Achim

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    #36
    Es gibt eine so genannte Verkehssicherungspflicht. Wenn du morgens nicht den Gehweg von Schnee und Eis befreist musst du auch haften.

    Grossflächig gripfreie Fahrbahnen sind aus meiner Sicht dasselbe.
    Das Problem sehe ich eher in der Durchsetzung seines Rechts. Die zuständigen Straßenmeisterei wird garantiert auch erst mal abwiegeln. Dann sein Recht ohne Rechtsschutz zu bekommen birgt einiges an Risiken.
    Aber das ganze nicht auf sich beruhen zu lassen finde ich gut und richtig.
    Wann fällt an dieser Stelle der nächste Biker?
    Mit dieser Frage interessiert sich, bei der allgemeinen Diskussion über unser Strassenzustand vielleicht auch die Motorradpresse dafür.

  7. Registriert seit
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    #37
    Moin zusammen.

    interessante Diskussion hier.......

    was sagt Ihr denn zu dem hier?

    OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 14. September 2009 - Az. 1 U 309/08

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    #38
    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    Moin zusammen.

    interessante Diskussion hier.......

    was sagt Ihr denn zu dem hier?

    OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 14. September 2009 - Az. 1 U 309/08
    das du nicht äpfel mit birnen vergleichen solltest ?

    Die mit gesplittetem Bitumenmaterial ausgebesserte Straße war wegen des Fehlens der nötigen Splittanteile bei Nässe vergleichbar glatt wie eine Straßenbahnschiene
    außerdem wenn du dir das urteil tatsächlich durchliest wirst du feststellen das es auch darum ging das die personen welche die arbeiten durchgeführt haben hätten erkennen müssen das der belag so nicht paßt...

  9. Registriert seit
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    #39
    Zitat Zitat von libertine Beitrag anzeigen
    dazu brauchts aber keinen anwalt...man kann auch einfach anrufen und drauf hinweisen...
    ganz abgesehen davon...wen zum teufel wollt ihr genies da klagen ?
    Hallo,

    den für die Verkehrssicherungspflicht Verantwortlichen für diesen Straßenabschnitt, z.B. der nennt sich juristisch Straßenbaulastträger, kannst hier nachlesen:

    Verkehrssicherungspflicht Kommunen Ralf Krepper BGV - gemeinderat-online.de

    Da finden sich auch eine ganze Reihe von Urteilen, Tendenz, schwierig mit der Haftung aber nicht unmöglich.


    Vielleicht noch eine Anmerkung: Ich kann immer wieder - ach was sage ich, IMMER, wenn es um juristische Themen geht, nur staunen, mit welcher Inbrunst an Überzeugung hier Stammtischmeinungen verbreitet werden.

    Und die Mitgliedschaft beim ADAC beinhaltet auch keine kostenlose Erstberatung bei einem Anwalt (... der dann die Rechnung dafür dem ADAC schicken kann?!?). Wer was anderes behauptet soll mir bitte den Link auf die Stelle aus den Mitgliedsbedingungen beim ADAC schicken, wo dieser Anspruch geregelt ist.

    Nachtrag, da ich etwas zurückrudern muss:

    Eine Beratung durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht wäre das Nächste. Die Kosten hierfür sind zum einen recht gering und werden zum anderen bei einer ADAC-Mitgliedschaft von diesem "Verein" übernommen.
    ist nicht ganz richtig, aber fast. ADAC Mitglieder können eine Erstberatung bei den ADAC-Vertragsanwälten erhalten. Die sind zwar wohl alle Fachanwälte für Verkehrsrecht, aber nicht alle Fachanwälte für Verkehrsrecht sind ADAC-Vertragsanwälte.
    Der Umfang der Erstberatung wäre dann aber mal interessant, wenn schon klar ist, dass kein Rechtsschutz besteht und die Erfolgsaussichten eher wackelig sind. Sofern der ADAC-Anwalt seinen Auftrag ernst nimmt, wird er gleichwohl gewissenhaft erläutern, worauf es alles ankommt und am Ende eine Einschätzung abgeben, ob es sich lohnt, weiter zu machen (Abschätzung Verhältnis Aufwand, Kosten, Risiko und Erfolgsaussichten im Verhältnis zum entstanden Schaden)

  10. Registriert seit
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    #40
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    ...
    Und die Mitgliedschaft beim ADAC beinhaltet auch keine kostenlose Erstberatung bei einem Anwalt (... der dann die Rechnung dafür dem ADAC schicken kann?!?). Wer was anderes behauptet soll mir bitte den Link auf die Stelle aus den Mitgliedsbedingungen beim ADAC schicken, wo dieser Anspruch geregelt ist.
    Steht auf der ADAC-Seite:
    VertragsanwälteVertragsanwälte


    Bei rechtlichen Problemen rund um Auto, Straßenverkehr und Reise erhalten Sie schnelle und kompetente Beratung bei den ADAC-Vertragsanwälten. Die Erstberatung ist für ADAC-Mitglieder kostenlos.


 
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