Seite 9 von 9 ErsteErste ... 789
Ergebnis 81 bis 82 von 82

Unfallzahlen rückläufig!

Erstellt von Q-Flyer, 15.12.2008, 17:41 Uhr · 81 Antworten · 4.449 Aufrufe

  1. Registriert seit
    22.06.2007
    Beiträge
    1.288

    Standard

    #81
    Hi...........


    Getötete und Verletzte 2005/2006
    Bestands/Verunglücktenzahlen 1987 bis 2006
    Getötete pro 100 000 Fahrzeuge im Bestand



    Ich finde diesen Bericht wirklich sehr interessant.....aber ich bin der Meinung wir hätte das
    Jahr 2008....welches außerdem schon fast beendet ist...

    Für diesen Zeitraum waren diese Aussagen auch völlig richtig........

    Währe es vielleicht möglich , das es in den letzten beiden Jahren einige Veränderungen gegeben haben könnte .....

    http://www.welt.de/welt_print/articl...efaehrdet.html

    http://www.hilfe-forum.eu/polizeifun...r-polizei.html

    http://www.kewego.de/video/iLyROoafYAum.html


    .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. ..

    Ach ja...das viele Unfälle nicht von Motorradfahrern selber verursacht werden ist mir auch bekannt....denn ich fahre auch noch selber....

    Das aber eine erhebliche Gefahr von Fahrern .....egal welchen alters.....welche mit ihren Fahrzeugen überfordert sind.....sei es durch fehlende Fahrpraxis oder durch die von mir erwähnte Überforderung...ausgeht, kann doch nun wirklich niemand in Frage stellen!!

    Wenn in den Unfallberichten von 5 getöteten Motorradfahrten, innerhalb von 3 Monaten, in der Eifel,...4 genau aus dieser immer auffälliger werdenden Altersgruppe sind, sollte das doch nachdenklich stimmen!!!

    ( Natürlich ist die Eifel nicht Repräsentativ....)

    Für mich steht fest....wenn ein Motorradfahrer mit einer Jahresfahrleistung von 500 bis unter 3000 km mit einem Motorrad welches in keinster weise seinem Fahrerischen können entspricht...lassen wir mal die PS Leistung außer acht.....wird er für sich und andere zu einem erheblichen Gefahren potenzial...

    Es ist aber genau so....das immer mehr solcher Fahrer unterwegs sind....Da brauch ich keine Statistik oder eine imaginäre Glaskugel .....

    Jeder getötete Verkehrsteilnehmer....egal wie alt ....wie Motorisiert...ist einer zuviel.......Ob er selber schuld war oder ein anderer ...ist völlig unerheblich....

    Vielleicht sollte der ein oder andere sich sein Fahrzeug aber ehr nach seinem fahrerischen potenzial und nicht nach dem finanziellen Möglichkeiten aussuchen!!

    ((( Nachtrag : Ich hatte niemals vor Fahrer eine bestimmten Altersgruppe...zu der ich auch selber gehöre.....in irgendeiner weise zu unterstellen das sie prinzipiell " übertermotorisiert und überfordert sind ....dem ist nicht so.....aber die Zahl derer die in diese Typisierung fallenden steig nun mal an.....damit leider aber auch das Gefahren potenzial.....)))

  2. Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    630

    Standard

    #82
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Guten Abend !

    Polizeibeamte der uniformierten "Vollzugspolizei", wie sie im Amtsdeutsch heißt, können grundsätzlich Motorradfahren (es gehört zur Ausbildung) und sehr viele von ihnen tun dies auch in ihrer Freizeit.

    Das mag ja grundsätzlich zutreffen, aber ich habe in verschiedenen Fällen schon die Erfahrung gemacht, daß vielen Polizeibeamten die nötigen Grundkenntnisse der Fahrphysik fehlen und sie nur all zu gern bereit sind, schon aufgrund der Länge der vom Hinterrad des Motorrades gezogenen Bremspur (natürlich ohne ABS) auf dessen Ausgangsgeschwindigkeit zu schließen und so flux und "völlig vorurteilsfrei" zu der Annahme zu gelangen, daß der Motorradfahrer ja viel zu schnell war.

    Diese Statistiken lassen erkennen, daß es 2 Hauptursachen für Unfälle von Motorradfahrern gibt, nämlich

    1) Die Vorfahrt des Motorradfahrers wird von einem PKW-Fahrer mißachtet und
    2) Fahrfehler des Motorradfahrers (beim sogen. Alleinunfall)

    Da hast Du völlig recht, wobei 1) die Nummer 2) deutlich überwiegt.


    a) Eine auch juristisch relevante Mitverursachung von solchen "Vorfahrtsunfällen" besteht häufig darin, daß der vorfahrtsberechtigte Motorradfahrer zu schnell, nicht selten sogar sehr viel zu schnell unterwegs ist. Insbesondere werden Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich von Einmündungen (meist 70 kmh) gerne mißachtet, weil der Sinn dieser Beschränkungen, nämlich dem wartepflichtigen Verkehr die wahrnehmung des vorfahrtsberechtigten Verkehrs zu ermöglichen, nicht erkannt wird - oder er einfach ignoriert wird.

    Wobei wir wieder mal beim gern gepflegten Vorurteil wären, daß Motorradfahrer hirnlose Raser sind. Ich hatte schon mehrere dieser Fälle auf dem Tisch und in keinem hat sich die Annahme, der Motorradfahrer sei viel zu schnell gefahren, nach entsprechenden Gutachten auch bewahrheitet.

    b) Der Motorradfahrer selbst versäumt es gerne, auf sich in gehöriger Art und Weise aufmerksam zu machen. Das fängt - und hier muß ich vor der eigenen Haustür kehren - mit auffälligen, gut erkennbaren Farben von Motorrad und Schutzbekleidung an (ich liebe in beiden Fällen gedeckte Schwarz- und Grautöne). Aber es gibt auch andere Möglichkeiten wie beispielsweise das "schwänzeln", daß gut geeignet ist, um andere auf sich aufmerksam zu machen, und last not least die Hupe, deren häufige Verwendung ich mir regelrecht antrainiert habe. Diese ist nämlich kein Mittel, um seinem Ärger über eine überstandene Gefahrenlage Luft zu machen, sondern soll vor drohender Gefahr warnen. Und wenn die Oma 10 x aus dem Mittagsschlaf aufgeschreckt wird: wenn in einer Garageneinfahrt ein Fahrzeugheck sichtbar wird, und ich nicht ausschließen kann, daß es nach hinten losfährt oder rollt, dann hupe ich eben - und selbstverständlich bin ich auch bei der Anfahrt auf einen Einmündungsbereich inzwischen stets "hupbereit".

    Aus meiner Sicht sehr sinnvolle Ansätze und Ratschläge. Rechne immer mit dem Fehlverhalten anderer, insbesondere der Dosisten, und Du hast eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit wieder heil nach Hause zu kommen.

    c) Der Motorradfahrer antizipiert die Gefahr durch den vorfahrtswidrig einmündenden oder abbiegenden Dosisten nicht, sondern verlässt sich "stur" auf seine Vorfahrt.

    Wer derartiges tun sollte, ist einfach nur dumm. Du solltest den an der Einmündung stehenden Dosisten immer im Blick haben, insbesondere den Fahrer. Fast allen sieht man schon an, wann sie den Entschluß zum Losfahren getroffen haben.


    2) Fahrfehler

    Die Statistiken geben keinen genauen Einblick darin, was mit Fahrfehlern gemeint ist. Das kann alles mögliche sein.

    Die Beschreibung eines Alleinunfalls an Stammtischen und im Internet beinhaltet sehr häufig eine klassische Formulierung: "Und dann war da plötzlich ..." Rollsplitt in der Kurve, eine Ölspur, ein Ast, eine Radkappe, oder sonst eine "Stolperfalle", und: "ich konnte nichts mehr tun". Jeder von uns kennt derartige Unfallbeschreibungen.

    Meist ist sie nichts anderes als das Eingeständnis einer unzureichenden Beobachtung von Strasse, Landschaft und Verkehrsbedingungen, einer der unzureichenden Aufmerksamkeit nicht angepassten Geschwindigkeit und einer mangelhaften oder völlig fehlenden Gefahrenantizipation.

    Immer noch gibt es viel zu viele Motorradfahrer, die im "Blindflug" durch die Kurven fahren: "Wenn man hinter jeder Kurve n Ast (oder ein sonstiges Hindernis) auf der Strasse vermuten will, dann kann man gleich Bus fahren!" - Das ist einer der dümmsten und (lebens-)gefährlichen Szene-Sprüche, die ich kenne. Wenn der Verlauf einer Kurve und der Strassenbelag nicht einsichtig ist, die Kurve also "blind" ist - dann muß man aber genau das tun: langsam fahren und jederzeit mit solchen Hindernissen (aber auch z.B. Entgegenkommern auf der eigenen Spur) rechnen.

    Gefahr erkannt, Gefahr gebannt



    Gruß
    Andreas


 
Seite 9 von 9 ErsteErste ... 789