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Unser Klimagewissen

Erstellt von Mikele, 26.02.2007, 18:44 Uhr · 42 Antworten · 2.498 Aufrufe

  1. Registriert seit
    26.01.2005
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    1.223

    Standard Unser Klimagewissen

    #1
    Hallo liebe Gemeinde,

    auch wenn das Thema hier bisher keines war: Der Weltklimabericht hat mich nicht nur geschockt, sondern zutiefst ins Wanken gebracht. Auf Fragen wie „Kann ich meinen Way of life verantworten gegenüber denen, die nach mir kommen?“ finde ich nur sehr, sehr unbefriedigende Antworten. Wobei in diesem Zusammenhang das Motorrad zwar nicht die wichtigste, aber sehr wohl auch eine Rolle spielt. Und ich denke, das Thema geht uns alle an.

    Folgende Rechnung, die sicherlich nicht am oberen Ende der Wahrscheinlichkeit angesiedelt ist: Wir rund 3000 Mitglieder hier im Forum repräsentieren roundabout 2500 Motorräder, die bei einer angenommenen jährlichen Fahrleistung von je 5000 Kilometern und einem Verbrauch von durchschnittlich 5,5 Litern/100 Kilometer etwa 1600 Tonnen (!!) CO2 pro Jahr in die Atmosphäre pusten (meine Berechnungsgrundlagen: Fahrleistung gesamt 12.500.000 km, das entspricht 687.500 Litern Sprit, wobei 1 Liter Sprit zu 2,33 Kilogramm CO2 verbrennt).

    Und das tun wir - ich schließe jetzt einfach mal von mir auf alle; im Einzelfall mag’s anders sein - ausschließlich zu unserem Vergnügen. Verantwortbar?

    Weil ich aber auch in Zukunft mit einem einigermaßen guten Gewissen Motorrad fahren will, bin ich auf der Suche nach Wegen, wie diese Klimavergiftung quasi geheilt werden könnte. Dieser Tage (ich weiß leider den Namen der Sendung nicht mehr) kam ein Bericht im TV, der diese Möglichkeit http://openpr.de/news/119857/Klimane...bestellen.html vorstellte.
    Meine Frage: Weiß jemand Näheres darüber? Wie seriös ist die Sache? Ich für meinen Teil würde jedenfalls gerne meinen Obolus leisten, damit Klimaschutzprojekte finanziert werden können. Betrügern mag ich mein Geld allerdings auch nicht nachwerfen.

  2. GS-Neuling Gast

    Standard

    #2
    Ich denke ein teil habe ich schon beigetragen.
    Ich hatte zwei Fahrzeuge, ein Roller den ich noch habe, aber Verkaufe und ein Motorrad was viel Sprit verbraucht hat ist schon Verkauft.
    Und damit ich demnächst weniger Sprit verbrauche und sogar ein Kat habe habe ich mir die GS gekauft.

  3. Registriert seit
    18.10.2005
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    395

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von GS-Neuling
    ... und ein Motorrad was viel Sprit verbraucht hat ist schon Verkauft.
    Hallo,

    tja, verkaufen bringt vielleicht Deinem Gewissen was, aber nur Verschrotten ist CO2-mässig relevant.
    Ich hoffe nur, dass die Hersteller mal reagieren und statt auf immer mehr PS auf weinger Verbrauch optimieren.

    Grüsse,
    András

  4. Registriert seit
    28.01.2006
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    587

    Standard

    #4
    ,,,,wenn ich das recht in erinnerung habe -athmet der mensch 1400 kg co2 im jahr aus .......wenn wir uns alle rechtzeitig die kugel geben....
    sollten unsere enkel noch was vom planeten haben----------
    spass beiseite:wir produziern nun mal alle müll!!!
    egal in welcher form aber wenn jeder etwas zur vermeidung -egal auf welchem gebiet beiträgt ist schon einiges geholfen(klasse satzbau von mir )
    grüsse sparta

  5. Registriert seit
    13.06.2005
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    6.602

    Standard

    #5
    Sich frei zu kaufen ist vllt. eine Gewissenserleichterung, ich denke aber, dass flächendeckend umgedacht werden sollte. Davon abgesehen, dass der Individualverkehr nur mit einer geringen Menge an der CO2-Belastung beteiligt ist, sollten als erstes die Entwicklungen in der Autoindustrie überdacht werden. Wenn man bedenkt, dass nur noch 2,5t SUVs mit Schiffsmotoren über die Straßen rollen, sollte man sich mal die Frage stellen, was das noch soll. Mit dem V10 tdi zum Einkaufen in die Innenstadt? Hallo??? Sowohl die Art der Fahrzeuge als auch deren Motorisierung ist einfach maßlos geworden. Wenn man sich hier wieder etwas besinnt, sollten die angepeilten 130g CO2-Ausstoß(durchschnittlich) kein Problem für die Autohersteller sein. Dennoch muss man sagen, dass hier zugesagte Senkungen und Grenzwerte nicht erreicht wurden!

    Dennoch habe ich mal gelesen, dass eine Senkung der CO2-Emissionen um eine Tonne pro Jahr bei Kraftwerken Kosten in einer Größenordnung von 5 Euro p.a. verursacht, bei PKWs aber z.B. 500 Eur. Nur hat die Industrie eine stärkere Lobby und kann wieder mit mutmaßlich verloren gegangenen Arbeitsplätzen wedeln... die lügen sich alle gegenseitig was in die Tasche und wir sind die Dummen, die es ausbaden müssen.

    Auch wäre es viel wichtiger nicht dem Geiz ist Geil-Wahn zu verfallen und zukünftig Jeden Wochenendetrip mit dem Flugzeug zu veranstalten, nur weil plötzlich Fliegen "so günstig" geworden ist. Die Flugzeugabgase in 10.000 m Höhe wirken um ein Vielfaches schädlicher auf die Atmosphäre ein, als die Autoabgase hier unten. Und solange ich für einen nicht getätigten Flug in die USA ca. 4 Jahre lang Auto fahren kann und mir zudem noch dessen bewusst bin, fange ich nicht an, mir ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Ich handle weitaus umweltbewusster als manch anderer... daran ändert auch nichts, wenn ich am Wochenende mit meiner Q völlig unnötig 15 Liter Sprit verblase. Das ist nun wirklich der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

  6. Ron
    Registriert seit
    24.02.2004
    Beiträge
    3.164

    Standard

    #6
    Im Grunde stimmt es schon, daß unser Hobby wohl
    eines der umweltschädlichsten ist. Wir pusten da
    einen Haufen Mist in die Luft, nur um uns unnötig
    von A nach B zu bewegen. Darüber sollt man sich
    klar sein.

    Aber einen modernen Ablaßhandel zu unterstützen,
    halte ich für völlig abwegig. Als ich davon das erste
    Mal hörte, hat mich das gleich an diese Unterschriften-
    sammler in den Fußgängerzonen erinnert, die als
    "Tierschützer" auftreten. Vor allem zu Weihnachten
    wird die Bande aktiv und macht aus dem Mitleid der
    Leute Geld. Denn inzwischen dürfte wohl bekannt
    sein, daß diese Organisation von dem Adressenhandel
    lebt (die Daten der Unterzeichner sind Freiwild) und
    daß die "netten jungen Leute" alles angeheuerte
    Promotion-Mitarbeiter sind.

    Von ClimatePartner ist übrigens auch bekannt, daß
    von den eingenommenen Geldern 30 % die Verwaltungs-
    kosten dieses 8-Mann-Unternehmens finanziert. Ein
    Drittel eines Beitrages verschwindet also in deren
    Taschen und vom Rest werden dann so innovative
    Projekte wie die "Biomasseanlage in Indien" gefördert.
    Würde gern mal wissen, wer das tatsächlich kontrolliert.
    Und die Umwelt bleibt trotz alledem belastet.

    Wenn also das Umweltschutz-Gewissen plagt, gibt
    es eigentlich nur eine Lösung: Mopped stehen lassen.

    Gruß Ron

  7. Ulf
    Registriert seit
    14.08.2004
    Beiträge
    353

    Standard

    #7
    Wenn Du nun schon das Motorrad fahren nicht lassen kannst, versuche anderswo, die CO2 Belastung zu senken:
    • Bilde Fahrgemeinschaften
    • Nutze häufiger öffentliche Verkehrsmittel
    • Nimm vielleicht sogar ein Fahrrad?
    • Fliege seltener mit dem Flugzeug in Urlaub
    • Vermeide Müll (Herstellung von Verpackung "kostet" auch CO2)
    Mir ist klar, das je nach Wohnort und Lebensweise obiges nicht unbedingt leicht hinzubekommen ist. Aber versuchen sollte es jeder innerhalb seiner Möglichkeiten!

    Ulf

  8. Registriert seit
    05.09.2005
    Beiträge
    4.619

    Standard ???

    #8
    aha...und plötzlich weiss jeder, das aus seinem endtopf nicht waldluft sondern abgase rauskommen.
    tun wir doch nicht so, als ob das bisher unbekannt war....


    die verbrauchswerte eines fahrzeuges lassen sich mit der heutigen technologie weiter reduzieren, weiter als es der industrie und den ölmultis lieb ist. reifen und deren haltbarkeit lassen sich gemäß einer studie der EU bis auf eine zigfache lebensdauer erhöhen...will das die weltwirtschaft im moment- oder überhaupt? der wirtschaftskreislauf bekommt da so eine gewisse eigendynamik.

    ferner nutze ich schon seit jahren die bahn für weite strecken, es ist für mich wesentlich entspannter, z.b. von aachen nach strasbourg mit dem ICE zu reisen, als dies im stau auf der A61/65. mit bahncard billig und bequemer.

    essen wir doch weiter salatgurken aus china, erdbeeren aus marokko und trinken mineralwasser aus italien, das fördert mit sicherheit den LKW wahnsinn auf unseren straßen. die EU als solche steuert ihren teil dazu, indem sie produzenten subventionen in mrd. höhe gewährt, wenn sie ihre waren quer durch europa fährt.

    ich für meinen teil habe keinerlei schlechtes gewissen, wenn ich mit meinem hobel durch die pampa oder straßen düse. ich zahle dafür mehr als mir lieb ist- und bin mit sicherheit ein furz im universum, gegenüber dem industriemolloch china, indien usw. für die umweltschutz irgend etwas ist, nur nicht etwas was wichtig wäre. die USA sind mit sicherheit kein vorbild, genau wie australien und co, aber immerhin wird man dort wach, dies zwar sehr langsam...aber immerhin.

    zahlen für emissionen ??? NEVER NIEMALS !!!

    das geld investiere ich lieber in anderes, sinnvolles, z.b. sparlampen, erdwärme- und solartechnik, das wäre mein beitrag für den aktiven umweltschutz. übrigens ist die erdwärme in unserem haus für 2008 fest eingeplant, nicht wegen der subventionen, sondern weil ich keinen bock darauf habe permanent mehr geld für fossile brennstoffe jeglicher art auszugeben, deren menge auf diesem planeten eh begrenzt ist.

    das ist sie...meine meinung!

  9. GS-Neuling Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Andras
    Hallo,

    tja, verkaufen bringt vielleicht Deinem Gewissen was, aber nur Verschrotten ist CO2-mässig relevant.
    Ich hoffe nur, dass die Hersteller mal reagieren und statt auf immer mehr PS auf weinger Verbrauch optimieren.

    Grüsse,
    András
    Ich muss Dir recht geben, aber so Dicke habe ich es auch nicht und wenn es so weiter geht sehe ich eh ROT schuld sind eh immer die kleinen.

  10. Chefe Gast

    Standard

    #10
    Da könnte man jetzt sagen, man würde ja gerne mehr tun, aber als Einzelner bin ich doch schon an der Grenze meiner Möglichkeiten.
    Bei Autos achtet man auf den Verbrauch, gleichzeitig ordert und benützt man fleissig all die tollen Features, die treibstoffmässig zu Buche schlagen.
    Da könnte man auch stirnrunzelnd zur Kenntnis nehmen, dass der A3 der kurvigsten aller Sozien mit der gleichen Verbrauchsmenge (allerdings Diesel) wie die Q 2,5 mal so viele Personen transportiert, oder doppelt so viel Last.
    Die Strassensportler brauchen mehr Sprit, als der alte Astra unseres Filius...

    Bei Motorrädern spielt der Verbrauch in unseren Diskussionen so gut wie nie eine Rolle. Im Vergleich zu Autos ist der aber eindeutig zu hoch...


 
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