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Urteil zu Unfall auf Rollsplit

Erstellt von fishermanGS, 15.07.2015, 18:12 Uhr · 83 Antworten · 7.194 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Bei der von mir geschilderten Situation war ein Sturz unvermeidbar. Die Sache ging auch nicht vor Gericht, weil die zuständigen Stellen ihr Fehlverhalten sofort zugegeben haben. Wie gesagt, für Einspurige kann so eine Situation tödlich enden, darum hatte ich keine Bedenken damit sofort zum Anwalt zu gehen.

    Nach meiner Unfallmeldung wurde das Schild überhaupt erst richtig aufgestellt. Wäre ich untätig geblieben, wären bestimmt noch weitere Personen zu Sturz gekommen.

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    #42
    Interessante Info. Danke. Ist Urteil ist plausibel. Wer Splitt ausstreut ohne zu warnen handelt nicht besser als der Attentäter mit den Ölflaschen. Dennoch denke ich, Du musst mit allem als Mopedfahrer rechnen.

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    #43
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Und welche Gefahr sollte wann auf ihn lauern? Noch so ein Maulheld hier.
    An wie vielen Schildern mit Tempolimit kommst du tagtäglich im Schnitt vorbei? 20? 50? 100, oder gar mehr?
    Steht dort immer eine Begründung warum du nicht mehr als XXX km/h fahren darfst?
    Antwort: Es ist egal wie viele Schilder du passierst und welche Zahlen darauf stehen, du hast dich an das zu halten was darauf steht, ansonsten könnte dies zu deinem Nachteil gereichen. Auch ohne separate Begründung. Basta, aus!

    Der Maulheld, wie du ihn so schön umschreibst, hat letzt nicht bemerkt dass er mit seinen Stollen nasses Gras überfuhr und hat, zwar nicht übermäßig aber anscheinend zu viel, das Gas aufgerissen und sich nonchalant auf die Fresse gepackt.
    Es darf gelacht werden!
    So schnell hat einen die Erdanziehung überrumpelt.
    Jetzt stand auf dem Grünstreifen aber gar kein Schild! Wen darf ich verklagen? Immerhin befand ich mich auf Gemeindegrund und
    wurde nicht vorgewarnt. Nicht mal ein Gefahrenschild stand dort.

    Zörnie, niemals käme ich auf die Idee deswegen jemanden anders als mich selbst verantwortlich zu machen!

    Für das eigene Unvermögen kann niemand etwas. Junge, da stand ein Schild! Was willst du mehr?

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    #44
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Der Maulheld, wie du ihn so schön umschreibst, hat letzt nicht bemerkt dass er mit seinen Stollen nasses Gras überfuhr und hat, zwar nicht übermäßig aber anscheinend zu viel, das Gas aufgerissen und sich nonchalant auf die Fresse gepackt.
    Es darf gelacht werden!
    So schnell hat einen die Erdanziehung überrumpelt.
    Jetzt stand auf dem Grünstreifen aber gar kein Schild! Wen darf ich verklagen? Immerhin befand ich mich auf Gemeindegrund und
    wurde nicht vorgewarnt. Nicht mal ein Gefahrenschild stand dort.
    Sehr treffendes Gegenbeispiel


    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Zörnie, niemals käme ich auf die Idee deswegen jemanden anders als mich selbst verantwortlich zu machen!

    Für das eigene Unvermögen kann niemand etwas. Junge, da stand ein Schild! Was willst du mehr?
    Schön für dich, dass du niemanden sonst für verantwortlich hältst. Der Gesetzgeber sah hier im konkreten Fall aber für die Gemeinde eine Verantwortung vor und das OLG befand, dass sie dieser nicht gerecht geworden ist und hat ihr deshalb die Hauptschuld zugewiesen.

    Du hättest in dieser Situation nicht geklagt und alle Schuld bei dir gesucht. Ok, kann man so machen und andere aus ihrer Verantwortung entlassen.

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    #45
    Ich sagte doch, da stand ein Schild mit Gefahrenhinweis. Was will man mehr?
    Das Hauptproblem sind Verkehrsteilnehmer wie beschriebener Yamsel-Treiber. Man wird hingewiesen und legt sich trotzdem noch ab.
    Null Eigenverantwortung und Verständnis für nichts und niemanden - Deutsche Mentalität eben, wie sie sich die letzten Jahre immer mehr durchsetzt.

    Da er zumindest 1/3 des Schadens selbst berappen musste, würde ich gern wissen wollen ob, und wenn ja, was er daraus gelernt hat. Vermutlich nichts. Wollen wir hoffen dass ihm beim nächsten Abflug kein PKW oder LKW auf der Gegenfahrbahn entgegenkommt und überfährt, sonst können nur noch seine Erben vor Gericht klagen.
    Die Denkweise mancher hat für mich etwas suizidales. Da frage ich mich ernsthaft wie sie es überhaupt bis ins Rentenalter schaffen.
    Die Jugend von heute tut mir echt leid, wird ihnen doch die Vollkaskomentalität täglich aufs Neue eiskalt vorgelebt. Toller Lerneffekt!

    Wer sich im Ausland, auch EU-weit, mit derlei Einstellung bewegt, wird alsbald ein böses Erwachen erleben.
    Ich empfehle hierfür Länder wie Marokko, denn das bietet Schlaglöcher in Schubkarrengröße mitten auf der Fahrbahn, dort kann man ganz ohne Beschilderung spektakuläre Highsider produzieren. Rumänien ist auch ein Geheimtipp. Einmal vor den Bahngleisen nicht angehalten und danach darauf gestürzt, schon kann man neben dem Schaden an Körper und Moped (den niemand bezahlt außer man selbst) eine saftige Geldbuße berappen. Viiiiel Spaß!
    So weit muss man aber gar nicht fahren: AT und CH hat ebenfalls lustige Dinge wie Kuh.fladen in Kehren zu bieten oder 40er Schilder deren Limit man selbst mit den Messern zwischen den Zähnen nicht einhalten kann weil einen sonst Bitumenflickereien o.ä. massiv erden.

    Einfach mal das Hirn einschalten und die Zuckungen der rechten Hand kontrollieren wenn man denn schon vorgewarnt wird.
    So schwer ist das doch nicht, oder doch?!

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    #46
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Ich sagte doch, da stand ein Schild mit Gefahrenhinweis. Was will man mehr?
    Ich glaube zwar nicht daran, dass du es jemals schnallst, aber lies dir das Urteil trotzdem durch.

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    #47
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Ich glaube zwar nicht daran, dass du es jemals schnallst, aber lies dir das Urteil trotzdem durch.
    Ich habe durchaus verstanden was da zusätzlich hätte stehen sollen, keine Sorge Zörnie.
    Ebenso kann ich nachvollziehen warum der Richter so entschieden hat... nach Recht und Gesetz eben.
    Unfallfrei und ohne körperliche Schäden kommt man mit dieser Einstellung aber nicht durchs Leben, das ist der Knackpunkt.
    Das Ergebnis spricht ja für sich. Ein paar Tausend €uros Schmerzensgeld und Schadenersatz vs. kaputter Knochen ist für mich kein "befriedigender Deal", deswegen laufe ich mit der Denke des Yamsel-Fahrers nicht konform und mit denen die ein solches Urteil für gut heißen ebenfalls nicht. Kein normalvernünftiger Mensch denkt und handelt so, denn spätestens außerhalb D kommt er mit der Vorgehensweise nicht weit. Außer natürlich bei den Amis.... lauwarme, koffeinhaltige Plörre... usw. Mmmmmmhhh, legga!

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    #48
    Hi
    Zitat Zitat von Henryt Beitrag anzeigen
    Es geht doch garnicht darum, ob begnadetet Verkehrsteilnehmer Warnschilder brauchen oder nicht sondern darum, daß auch die zuständigen Behörden wenn sie schuldhaft gehandelt haben, Schadenersatz leisten müssen. Die Verkehrsteilnehmer werden mit den unsinnigsten Verordnungen gegängelt, kontrolliert und mit Busgeld belegt.
    Nö, es geht darum ob man vorausschauend fahren kann.
    Wer ist denn für ein Schild zuständig wenn "hinter" einer schlecht einsehbaren Kurve eine zerschmissene Bierflasche liegt oder ein Igel über die Strasse tappst?
    Für mich ist ein "Rollsplittschild" eine lediglich unterstützende Massnahme, befreit mich aber nicht von selbstständigen Denken. Will ich mich drauf verlassen, dass nichts herumliegt, dann fahre ich die Strecke zuerst ab, oder fahre auf einer Rundstrecke (am besten mit Streckenposten falls sich seit der letzten Umkreisung etwas änderte.
    Auch ich fluche über die Strassenbauer die nur die "rechtesten" 70 cm des Belags bearbeiten und "schöne" Längskanten produzieren. Wenn man nach dem System "es könnte etwas auf der Strase liegen" fährt, macht man in meinen Augen das was ich in der Fahrschule gelernt habe.
    Dann bin ich eben ein Weichei oder "ziehe nicht richtig am Kabel". Seltsam ist nur, dass die meisten "am-Kabelzieher" nur auf den Geraden schnell sind.
    Natürlich gibt es auch Situationen bei denen ein Schild wirklich sinnvoll ist (die Frage ist wie viele sich daran halten).

    Das Gejaule und die Suche nach Schuldigen wenn sich einer auf die Fresse gelegt hat führt zu immer mehr Regulierung. Witziger Weise sind die Betroffenen auch die, die am lautesten brüllen wenn dort ein Schild "Splitt", kombiniert mit einem "30km/h" steht, sie mit 90 durchdonnern, weil gar kein Splitt mehr dortliegt (DAS sehen sie!!) und dann eine Zahlungsaufforderung bekommen.
    "JAAA, AAAAABER . . . . ".
    Auch hier ganz einfach: Es steht ein Schild mit einer Geschwindigkeitbegrenzung! Ob sinnvoll, nur zur Abzocke, oder sonstwas. Zu schnell sein bedeutet blechen. Da geht die allgemeine Denke in die andere Richtung?
    Wenn ein Schild steht habe ich mich dran zu halten! Mache natürlich auch ich nicht, aber im Zweifel bleche ich kommentarlos. Stinkt mir das Schild "Kindergarten", dann kann ich vorher bei der Verkehrsbehörde lamentieren, dass dieses mit einer zeitlichen Einschränkung versehen werden sollte, weil nachts um 0300 keine Kinder zu erwarten sind.
    Denkt mal drüber nach ob wir uns nicht "nach Bedarf" drehen!
    gerd

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    #49
    dass Menschen nach Warnschildern verlangen, ist doch keine neue Tendenz, bzw. sind die Gesetze jahrzehntealt, die vorschreiben, dass eine künstlich erzeugte Gefahrenstelle in vorgegebener Weise zu kennzeichnen ist. Fertig, so einfach ist das. Einfach die einzige Option für diesen Fall

    Natürlich sollte man immer so fahren, dass man eine Gefahr möglichst rechtzeitig erkennt. Aber da geht es um Gefahren, die nicht wirklich beeinflußt werden können. Rollsplit wird bewusst ausgebracht und dann muss auch bewusst davor gewarnt werden. Und das hat nun wirklich nicht das geringste mit einer Vollkaskomentalität zu tun

  10. Registriert seit
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    #50
    ich vermute, es würde hier anders argumentiert werden, wenn ab sofort alle rollsplitwarnungen entfernt wären.

    vorausschauende fahrweise ist kein garant für das erkennen jeder gefahr.
    spätestens wenn der beginn von flächendeckendem rollsplit einhergeht mit dem licht- und schattenspiel einer kurvigen waldstrecke, wirds gesellig im straßengraben.


 
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