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Verbot Hells Angels / Bandidos

Erstellt von AmperTiger, 02.11.2009, 18:02 Uhr · 887 Antworten · 99.240 Aufrufe

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    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Hallo,

    weil es so gut zu dem von Dir zitierten Beitrag passt, eine kleine Erläuterung aus dem Fremdwörterlexikon:

    Eloquenz bezeichnet die Fähigkeit, sich einer Sprache zu bedienen (mehr nicht). Und: eine hohe Eloquenz beruht nicht zwingend auf einer hohen Bildung.

    Gruß
    Heinz
    Ach Heinz,
    mach Dir mal bitte keine Sorgen um meine Bildung (das haben meine Eltern, weit vorausschauend, schon sehr erfolgreich getan. Ein "Danke" dafür an dieser Stelle, wiewohl sie's kaum hier lesen werden. Nur "kund und zu wissen" für jedermann, daß ich's nicht vergessen habe.
    Meine Fähigkeit, sich unserer Sprache einigermaßen gut zu bedienen, verdanke ich, nach angestrengter Vorarbeit div. Lehrer an der Grundschule und den unteren Klassen des Gymnasiums (u. meiner, nicht nur diesbzgl. sehr aufmerksamen u. erfolgreich bemühten Eltern!), hauptsächlich der erfolgreichen Arbeit meines Deutschlehrers in Obersekunda, Unter- u. Oberprima (ganz allg. "Oberstufe"). Dank Dir Ernest, gute Arbeit, auch wenn ihr, Du und der Beisitzer, euch wohl bei meiner Deutsch-Abiarbeit nicht "ganz grün" über die einseitige -in Inhalt u. Ausführung (inkl, 2cm Heft-u. 4cm Korrekturrand)- Abhandlung zum Thema Bundeswehr wart. Die erzielte Note, im kleinstmöglichen, einstelligen Bereich, war den geringen Schreibaufwand (<1h von angesetzten 6h) mehr als wert.

    Was Deine (Haaaeinz) Penetranz angeht, das Thema HA etc. immer wieder hochzuholen, habe ich den (auf der Penetranz beruhenden) Verdacht, daß Du extrem stark von genannten Gruppierungen gefährdet bist (Du wohnst direkt zwischen den Haupteingängen der Clubhäuser verfeindeter Clubs und bist ständigen Angriffen -besser "Übergriffen"- durch Outlawbiker div. Couleur ausgesetzt??? Ich würde einfach meine Zelte anderswo aufschlagen ) o. regelmäßig von genannten Gruppierungen dominierte (Rotlicht)viertel und Clubs frequentierst, in welchem Falle ich an Deiner Stelle, anstatt mich fürderhin den ebenda allgegenwärtigen Gefahren auszusetzen, meine Gewohnheiten ändern u. ggfs. ersatzweise eine gut bürgerliche Kneipe aufsuchen würde (unter gleichzeitiger Hinnahme des Verlustes des Anblicks scharfer Frauen, des Kribbelns der allgegenwärtigen Gefahr ... bei gleichzeitigem Eintausch gg.n die Erörterung weltbewegender Fußballereignisse u. interessanter Darstellungen häuslicher Probleme, die zum Saufen in eben dieser Kneipe führen, ebenso wie zu allfälligen (Bierflaschen-)Attacken alkoholdurchseuchter Fußballfans bei ungewünschten Äußerungen bzgl. des gerade wieder mal verlierenden, favorisierten Vereins etc. "Suum Cuique").

    Was Deinen "der Autorin geltenden Respekt" angeht, sorry, das ist ein Schmarrn. Die Dame ist nichts anderes als eine sensationsgeile (bis dato unbekannte) Fernsehjournalistin, die eines der aktuell hochgespielten, leicht fassbaren, die Ängste des Ottonormalverbrauchers (wie komm' ich jetzt bloß auf "Heinznormalverbraucher" , sorry dafür, aber der musste sein) schürenden Themen aufgreift.
    Mit welchem Recht sie glaubt und für rechtens hält (ihr als Journalistin zustehend!), einen namenlosen HA filmen zu müssen, entzieht sich mir vollständig. Den Beweis, daß ein Photo dieses Members (der wahrsch. in der Hierarchie so weit unten steht, daß er einen Schnorchel zum Atmen braucht) von öffentlichem Interesse ist und ihr damit ein "Recht" zum photographieren zusteht, muss sie zuvörderst noch erbringen. Mit gleichem (Miss)Erfolg wäre sie bei respektablen Firmen gelandet, wie z,B. Volkswagen (da wurden die "Damen" aus Brasilien importiert, das hebt nat. den Wert, und die Nutznießer trugen, anstelle von Kutten mit Patch, Anzüge u. Schlipse mit dezenten Firmenlogos, auch das steigert die Akzeptanz beim unbedarften Otto...), Siemens (naja, da wurde zwar nicht mit Drogen gehandelt -obwohl, man weiss letztendlich nicht, wie die Bestechungen umgesetzt wurden-, aber es wurde "großzügig" bestochen, in Staaten, in denen die Opposition auch schon mal Opfer von Unfällen wird), der Deutschen Bank (angesichts der erzielten Erfolge nur honorig) o. auch BP (Respekt! Respektable Sauerei das, nur wird niemand dafür in den Bau gehen, allenfalls bekommen die verantwortlichen Manager eine Prämie, damit sie beim Gehen die Schnauze halten) usf.
    Nirgendwo kann sie oder hätte sie in den Häusern ohne explizite Erlaubnis filmen können, nirgends hätte man ihr gestattet, von an-/abfahrenden (niedrigen) Angestellten o. überhaupt Firmenmitgliedern Aufnahmen zu machen o. diese adhoc zu interviewen. Vor den Firmensitzen rumzulaufen u. diese zu filmen hätte ebenso zumindest den Unmut der Sicherheitskräfte hervorgerufen ... .
    Der Ton der mit der Wahrnehmung der jeweiligenFirmeninteressen beauftragten Sicherheitskräfte wäre, ziemlich sicher, auch nur bei der ersten (freundlichen, gewaltfreien) Aufforderung, sich gefälligst zu entfernen und das nichtgenehmigte (und explizit nicht erwünschte) Filmen von Gebäuden u. Personen und die nicht genehmigten (und nicht genehmen) Tonaufnahmen einzustellen, einigermaßen höflich gewesen (Sicherheitskräfte sind gemeinhin "tatkräftige" Personen, die nicht allzuoft "bittebitte" machen und erstmal ein stundenlanges Übereinstimmungs- u. Beschwichtigungsritual absolvieren, bevor sie denn zur Tat schreiten. Etwas, was ich in der Funktion als Beschäftiger dieses Personenkreises aber auch erwarten würde. "Unauffälliges Entfernen unliebsamer Störungen wird mit einer Extraprämie in Höhe von €xxxxx... geahndet" ). Aber vllt. ist der Dame ja einfach nur ein dummes Missgeschick unterlaufen, weil Hannovers Scholvinstraße (o. war's die Reuterstraße???) nun mal, unter Feng Shui Gesichtspunkten, nicht zur Liebesecke gehört (die falschen Steine), auch wenn die (die "Liebe") da verkauft wird.
    Die Miss fühlte sich nur nicht verstanden (eben "missverstanden"). Genaugenommen müsste sie wg. des von ihr geforderten Polizeieinsatzes auch noch zur Kasse gebeten werden, denn eine Straftat, die ein Einschreiten der Polizei erforderlich gemacht hätte, lag wohl, für jeden mündigen Bürger sofort ersichtlich, nicht vor, und willkürliche Beschäftigung der Ordnungsmacht ist m.W. kostenpflichtig.
    Außerdem, dem geneigten Leser zur Erinnerung, werden Journalisten ja selbst von erwiesenermaßen "honorigen" Personen nicht nur mit den Worten "Du Schwein", sondern auch mit dem Regenschirm traktiert.
    Ist doch also alles gesellschaftlich vollkommen i.O. (mal abgesehen von Kutte u. Schlips, das macht nat. einen gewaltigen Unterschied).

    Und dann fällt mir da noch ein:
    Wer glaubt, mit dem Verbot eines Clubs (u./o.dem Tragen von dessen Patches) dem "Übel" den Boden zu entziehen, ist entweder blond (oder blöd), oder blauäugig, oder Innenminister (oder alles zusammen, das wäre der "worst case" (neuhochdeutsch für "schlimmster, denkbarer Fall", wird nach nur knapp 2Jahren Untätigkeit mit hoher, lebenslanger Pension bestraft. Nur Otto... o. Heinz... bekommen nichts ab, die dürfen dafür zahlen. Ausgleichender Gerechtigkeit begegnet man halt überall.))

    Warum wundert's mich eigentlich nicht, daß keiner der hier vertretenen, rechtschaffen Empörten mal einen Lösungsansatz liefert, wie dem von ihnen bemängelten "Übel" der Boden zu entziehen ist?
    Der überaus einfachen Tatsache, daß es Leute (nicht wenige offensichtlich) gibt, die sich in genannten Strukturen wohl fühlen?
    Oder einfach mal einen Gedanken dazu äußern?
    Hinterher zu motzen (und die "ich hab's ja immer gesagt! Da hilft nur staatliche Gewalt"-Haltung anzunehmen) ist wohl doch extrem viel einfacher, gell?


    Grüße
    Uli
    p.s.
    Nur damit beim unbedarften, unvoreingenommenen Leser kein falscher Eindruck entsteht (von vollkommen unbescholtenen, rechtschaffenen Bürgern dieses, unseres Landes auch noch verbreitet, sie wissens halt nicht besser, oder wollen's nicht wissen, mangels ausreichender "Einsicht"):
    Ich trage kein Color, ich bin kein "Wirtschafter", "unterhalte" keine "Damen", frequentiere keine Puffs (von wem auch immer beschützt) und nehme keine Drogen (außer staatlich sanktionierten -1. Bürgerpflicht, erhöht die Steuereinnahmen- ... ein wänziges Schlöckchen "Bruichladdich 15yo" , oder lieber ein "Auchentoshan Classic", o. ein "Laphroaig 18yo", aktuell schwanke ich noch , d.h. noch schwanke ich nicht -), gleichwohl kenne ich "böse Jungs" u. "gute Jungs" (u. mehr als ausreichend viele A-Löcher auch ohne Color, denn, obwohl viele inzw. wegsterben, erhöht sich ihre Anzahl (zum. subjektiv gesehen) doch => die sterben einfach nicht schnell genug aus) und auch "Damen".

    =Bruichladdich hat gewonnen =

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    Uli, der Beitrag ist köstlich und zaubert mir vor Arbeitsbeginn ein Lächeln auf die Lippen - sehr trefflich geschrieben!

    btw. der verdunkelte im verstaubten Schuppen in dem Filmbeitrag ist auch gut, moniert sich über Sachen, welche in der Szene schon seit 25 Jahren oftmals üblich sind (find ich zwar selbst auch daneben) aber das handhaben die "kleinen" Clubs auch oftmals so und es ist auch üblich, das ein "Club", welcher eine Neugründung erwägt erstmal mit dem Anliegen bei den ortsansässigen etablierten Vorspricht .

    Der Pressesprecher der HA hat es doch am Ende des Beitrags trefflich beschrieben, ein Verbot würde ja wohl kaum die bemängelten Betätigunsfelder vom Tisch bringen .

    btw. wenn die das unter sich aufteilen, machen es die Russen und sonstige Gruppierungen nicht - geben hat und wird es diese Märkte immer.

    btw. wie war das mit der Aussage bezüglich Militäreinsatz und wirtschaftlicher Interessen? dann werden die eben auch verboten!

  3. Registriert seit
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    Uli,
    auf den punkt geschrieben.
    gefällt mir.
    danke

  4. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Uli G. Beitrag anzeigen
    Genau richtig, wenn's auch von Hartköpfen immer wieder gern bestritten wird.
    Prostitution (p. Drogen und das Umfeld dazu) gibt's, weil's Männer gibt, die aushäusig gegen Entgelt vögeln (müssen, wollen ....) o. sich zudröhnen wollen (und alles, was nicht Alkohol ist u. staatliche Einnahmen garantiert, ist ohnehin verwerflich).
    "Beschützer" haben tatsächlich nicht nur die Funktion, den Mädels das Geld der Freier abzunehmen, sondern darüber hinaus (wie komisch), Beschützer zu sein und die Damen gegen nicht zahlende o. sonstwie auffällige Freier zu "beschützen".
    Die, die hier lauthals gegen die "Schwerstverbrecher" (u. "Verbrecher" sind's erst, wenn sie rechtskräftig verurteilt sind! Etwas, was jeder der Schreiber ganz sicher im Ernstfall für sich reklamieren würde), sollten sich vllt mal Gedanken darüber machen, daß sie rechtskräftig verurteilte Politiker gewählt haben (oder solche, die nur sich selbst und ihren finanzkräftigen Kumpanen, keinesfalls aber der Wahrheit u.ihren Wählern verpflichtet waren und deswg. keine Aussagen machten), daß Banker (Hundert)Tausende um ihre Finanzen betrogen haben und in viel kürzerer Zeit einen weit größeren Schaden anrichteten (und das nach wie vor tun, nachdem wir alle sie finanziell unterstützt haben ... zu unser aller Wohl, natürlich), als das Organisationen wie HA, Bandidos in vielen Jahren können.
    Und wenn sie dann noch davon absehen, den nächstbesten koksenden Schauspieler in den Himmel zu heben (sondern u.a. IHN als Verursacher des Drogenhandels und der gesellschaftlichen Anerkennung von "nur ein bißchen Koks" erkennen u. verurteilen), ist der Doppelmoral jeglicher Boden entzogen.
    Das allerdings werde ich zu Lebzeiten nicht mehr erleben, fürchte ich.
    Der andere Weg, die Symptome zu verurteilen und, publikumswirksam (wahlwirksam? wie komm ich bloß darauf???), allenfalls ansatzweise zu bekämpfen, anstatt möglichst an den Ursachen zu kurieren -Prostitution gibt's allerdings seit Anbeginn der Menschheit- ist eben deutlich bequemer und lässt sich vom heimischen Sessel aus erledigen, mit gewaltigen Worten .... Und außerdem haben sowieso immer "Die" anderen Schuld (besonders dann, wenn sie keinen dunklen Anzug tragen, sondern Lederkutten mit auffälligen Symbolen, glatzköpfig sind o. lange Haare haben o. sonstwie nicht gesellschaftskonform einhergehen).

    DOPPELMORAL par excellence

    Grüße
    Uli

    Dem ist wenig bis nichts hinzuzufügen.

  5. Registriert seit
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    Hallo Uli,

    an deinen Worten ist auch was wahres dran. Unter anderem gibt es "gute" und "böse" Jungs auch ausserhalb der bekannten Organisationen und dazu noch jede Menge A....er. Die werden leider auch nicht weniger.

    Kenne aber auch einige kleinere (Ex) Clubs in mehreren Ecken unserer Republik ohne Interesse an den drei wesentlichen Geschäftsbereichen, die entweder von dem einen oder dem anderen Verein mehr oder weniger motiviert worden sind ihre Kutten auszuziehen.

    Die, die das nicht gemacht haben (machen mußten), befinden sich mittlerweile im einen oder anderen Umfeld.

    Das hat bei einigen (Kuttenausziehern) ein wenig "Geschmäckle" hervorgerufen. Es gibt meiner Ansicht nach Verhaltensweisen, die passen nicht in unsere Zeit.

    Oder?

  6. Registriert seit
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    39

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    @ Uli
    ich hab den Fred nur überflogen, weil mir heute Morgen, genau wie Batzen, ein Lächlen über das Gesicht gehuscht ist beim Lesen Deines Posts.

    Am schönsten fand ich die Stelle "Bruichladdich hat gewonnen" - ich liebe dieses exquisite Gesöff

    Was das Grundthema angeht - bei uns im Ort haben sich jetzt die "Roten Teufel" (werden von den HA unterstützt) ein Clubhaus zugelegt. Wenn ich Abends nach dem Spätdienst da vorbei fahr, dann frag ich mich immer, warum gestandene Erwachsene als "Prospect" bei Schnee und Eis und was es sonst noch für Wetter gibt, draußen rumstehen, um den Herrschaften den Weg zu weisen.

    Ansonsten hast Du zu dem Thema gesagt, was zu sagen ist

    Anna

  7. hbokel Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Uli G. Beitrag anzeigen
    Warum wundert's mich eigentlich nicht, daß keiner der hier vertretenen, rechtschaffen Empörten mal einen Lösungsansatz liefert, wie dem von ihnen bemängelten "Übel" der Boden zu entziehen ist?
    Lieber Uli,

    wenn Du lesen könntest, wären Dir die zahlreichen Anregungen aufgefallen.

    Aber vielleicht beherrscht Dein Browser ja auch Sprach-Ausgabe, deshalb klare und leicht verständliche Worte: "Null Toleranz gegenüber gewaltbereiten kriminellen Randgruppen". Auch wenn das nicht in Dein gewaltverharmlosendes Weltbild passt.

    Gruß
    Heinz

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Lieber Uli,

    wenn Du lesen könntest, wären Dir die zahlreichen Anregungen aufgefallen.

    Aber vielleicht beherrscht Dein Browser ja auch Sprach-Ausgabe, deshalb klare und leicht verständliche Worte: "Null Toleranz gegenüber gewaltbereiten kriminellen Randgruppen". Auch wenn das nicht in Dein gewaltverharmlosendes Weltbild passt.

    Gruß
    Heinz

    im Umkehrschluß hast du dann viel Toleranz gegenüber gewaltbereiten Mehrheiten!?

    Na Gott sei Dank haben wir unser eigenes Weltbild, wäre ja schlimm, wenn wir alles mit den selben Augen sehen würden. wer würde denn dann noch BMW´s kaufen....

    Heinz, es ist müßig mit dem Thema. Uli hat es vor ein paar Post´s vortrefflich auf den Punkt gebracht. Oder willst du etwa noch weiter gefüttert werden?

  9. Kira Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Anna Beitrag anzeigen
    @ Uli
    ich hab den Fred nur überflogen, weil mir heute Morgen, genau wie Batzen, ein Lächlen über das Gesicht gehuscht ist beim Lesen Deines Posts.

    Am schönsten fand ich die Stelle "Bruichladdich hat gewonnen" - ich liebe dieses exquisite Gesöff

    Was das Grundthema angeht - bei uns im Ort haben sich jetzt die "Roten Teufel" (werden von den HA unterstützt) ein Clubhaus zugelegt. Wenn ich Abends nach dem Spätdienst da vorbei fahr, dann frag ich mich immer, warum gestandene Erwachsene als "Prospect" bei Schnee und Eis und was es sonst noch für Wetter gibt, draußen rumstehen, um den Herrschaften den Weg zu weisen.

    Ansonsten hast Du zu dem Thema gesagt, was zu sagen ist

    Anna
    Hallo Anna, bei uns ist es genauso.

    Gruß Birgit

  10. hbokel Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Oder willst du etwa noch weiter gefüttert werden?
    Danke für das Angebot, aber ich habe keinen Bedarf.

    Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem anderen Uli? Der kennt sich besser in der Szene aus als sein eloquenter Namensvetter und die übrigen Hells-Angels-Freunde hier im Forum:
    Frankfurter Rundschau, Mittwoch, 9. Juni 2010, Seite 37

    „Ich rechne jeden Tag damit, dass ich umgebracht werde“

    Er nannte sich "Bad Boy Uli" und war acht Jahre lang bei den Hells Angels. Heute sieht Ulrich Detrois in der Rockergang nur noch eine kriminelle Vereinigung – und gilt deshalb als Verräter.

    Ein Gespräch über Zwangsprostitution, Waffenhandel und den Scheinfrieden mit den Bandidos.

    Herr Detrois, Sie waren mal ein Hells Angel. Was halten Sie vom jüngsten Friedensschluss zwischen den Bandidos und den Hells Angels?

    Das ist der größte Blödsinn, der je der Bevölkerung verkauft wurde. Es gab ja auch in der Vergangenheit immer wieder Ankündigungen, dass nun Frieden herrschen soll. Aber das ist alles nur Täuscherei. Wer genau hinhört, merkt auch, dass von wirklichem Frieden gar nicht die Rede ist. Gesagt wird nur: Wir halten uns aus euren Geschäften raus, ihr euch aus den unseren.

    Um welche Geschäfte geht es da eigentlich? Die Hells Angels betonen ja ebenso wie die Bandidos, dass es illegale Geschäfte im größeren Umfang nicht gebe.

    Wenn es um Kaffeeanbau und Zuckerverkauf gehen würde, müsste man da nichts aufteilen. Es geht um illegale Geschäfte im Rotlicht-Milieu, Drogen- und Waffenhandel, Zwangsprostitution, Schutzgelderpressung, Auftragsmord. Warum sollte es die Streitereien überhaupt geben, wenn es nicht um knallhartes Business ginge?

    Die Hells Angels und Bandidos sagen nun, sie wüssten gar nicht mehr, wie der Streit überhaupt angefangen hätte.

    Da gibt es aber gewaltige Gedächtnislücken. Ich kann mich doch nicht im Ernst hinstellen und sagen: Ich weiß gar nicht mehr, warum ich den überfallen habe, warum ich dessen Haus angezündet habe. Es geht schließlich nicht darum, dass die sich mal in der Kneipe boxen. Es geht um schwere Kriminalität.

    Für ein bundesweites Verbot müsste bewiesen werden, dass es klare Führungsstrukturen gibt und die Ortsgruppen, die so genannten Charter, miteinander verbunden sind. Ist das denn der Fall?

    Ja klar. Kein Charter macht etwas ohne Wissen des anderen. Alle stehen im Kontakt und geben sich Informationen weiter.

    Wie laufen denn da die Informationen?

    Telefon, Mail, aber bei wichtigen Dingen auch per Pony-Express.

    Pony-Express?

    Um eine Information zu verbreiten, schickt ein Charter einen Mann mit der Nachricht zum nächstgelegenen Charter. Von dort aus werden wieder Leute zu den nächsten Chartern losgeschickt. In bis zu sechs Stunden ist auf diese Weise jede Nachricht in ganz Deutschland rum.

    Und die Polizei kommt ihnen da nicht auf die Schliche?

    Wie sollte sie? Die Leute sitzen nicht auf der Harley, sondern im Auto, ohne Hells-Angels-Kutte. Und wenn einer sie anhält, gibt es ja keine Beweise. Er hat ja nur eine Information im Kopf.

    Wenn Frank Hanebuth von den Hells Angels und Peter Maczollek von den Bandidos stellvertretend für alle Ortsgruppen Frieden schließen können, dann muss es aber doch eine Führungsstruktur geben.

    Ganz genau. Außerdem: Wenn es keine inneren Strukturen gäbe, wie wäre es dann möglich, dass die Präsidenten aus ganz Deutschland sich treffen, um meine Ermordung in Auftrag zu geben?

    Wie haben Sie davon erfahren?

    Von der Polizei. Ich wurde ins Präsidium einbestellt und mir wurde gesagt, dass die Präsidenten ganz Deutschlands sich in Frankfurt getroffen und meine Ermordung beschlossen haben. Das Kopfgeld war schon an russische Auftragskiller ausbezahlt worden.

    Wissen Sie, wie viel?

    Leider nicht, das würde mich auch interessieren.

    Das ist jetzt zweieinhalb Jahre her. Wie leben Sie damit, dass Sie auf der Abschussliste stehen?

    Ganz normal. Ich bin nicht abgetaucht. Ich gehe ganz normal raus, treffe Freunde in der Kneipe. Meine Mutter hat mich nicht geboren, damit ich mich verstecke. Einmal wurden vier Russen mit Maschinenpistolen vor meinem Haus festgenommen. Ein andermal fuhr ein Auto vorüber, dessen Insasse eine Pistole auf mein Haus richtete. Der wurde aber nicht erwischt. Mein größtes Problem ist, dass sie auch gedroht haben, meine Schwester zu ermorden. Aber die muss es auch schaffen.

    Es geht um wirtschaftliche Interessen, sagen Sie. Was passiert eigentlich mit dem ganzen Geld?

    Die Gelder fließen in neue Projekte, in .......e, den Fuhrpark, nach Amerika.

    Um wie viel geht es im Jahr?

    Genau kann ich das nicht sagen, aber es sind mehrere Millionen im Jahr allein aus Deutschland.

    Wie kann man mit diesem Geld überhaupt arbeiten? Es ist schließlich illegal und müsste irgendwie auffallen.

    Die Hells Angels haben viele Leute in ihrem Umfeld, die da helfen. Immobilienmakler, Rechtsanwälte, die Tipps geben und behilflich sind. Außerdem wird das Geld oft zu einem Charter in die Schweiz gebracht. 300 Motorräder fahren mit je 10 000 Euro über die Grenze, geben das Geld ab und die Schweizer legen das für uns an. Ein Teil fließt auch in legale Geschäfte, in legale .......e oder Diskotheken zum Beispiel.

    Sie beschreiben in Ihrem Buch, welch lange und demütigende Jahre man mitmachen muss, um irgendwann möglicherweise bei den Hells Angels aufgenommen zu werden. Die Anwärter verrichten nur niedere Dienste, müssen putzen, kehren, Feuer bewachen. Sie müssen sehr viel Geld Aufnahmegebühr bezahlen und jahrelang warten. Warum tun sie sich das überhaupt an?

    Ehrlich gesagt: Das ist etwas, das selbst mir nicht einleuchtet. Natürlich lockt die Clubjacke, der Glaube daran, Macht auszuüben. Es ist der Weg zum großen Geld, der lockt. Viele finden einfach nur den Gedanken gut, Teil einer Bruderschaft zu sein. Sie denken an Grillen, Angeln, Biertrinken, Baggersee und Bratwürstchen. Und daran, dass sie die Hells Angels an der Seite haben, falls sie mal Stress mit den Nachbarn haben. Dann ist natürlich alles ganz anders. Ich kam ja durch den Motorradclub "Bones" ganz unkompliziert zu den Hells Angels. Diese jahrelangen Aufnahmerituale hätte ich auch nicht mitgemacht.

    Was hat Sie gelockt?

    Das Motorradfahren. Ich liebe das, seit ich 14 bin. Außerdem war ich viele Jahre im Rotlichtmilieu tätig und sah einfach die Chance, meine Geschäfte durch die Hells Angels zu erweitern.

    Glauben Sie, dass die Hells Angels es irgendwann aufgeben werden, Sie zu verfolgen?

    Nein. Die werden das nie aufgeben. Sie wollen ein Fanal als Warnung setzen. Ich rechne jeden Tag damit, dass ich umgebracht werde. Es ist nur eine Frage der Zeit.


    ZUR PERSON

    Ulrich Detrois war Mitbegründer einer Ortsgruppe der deutschen Hells Angels, eines so genannten Charter, und dort acht Jahre lang Vize-Präsident. Seit er bei den Hells Angels ausgeschieden ist, wird der heute 51-Jährige von seinen ehemaligen "Brüdern" mit dem Tod bedroht.

    In seinem Buch "Höllenritt. Ein deutscher Hells Angel packt aus" erzählt Ulrich Detrois von seiner Zeit bei den Hells Angels und räumt mit dem romantischen Easy-Rider-Mythos auf. Econ-Verlag, 18 Euro.




 
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