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Verführer in Blau???

Erstellt von Hermann (aus E), 24.04.2011, 22:46 Uhr · 32 Antworten · 4.036 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Noch ne Geschichte

    #11
    aus dem Essener Süden:

    Irgendwo auf dem Weg Richtung Haus Scheppen (ich war zügig mitm Schatz hinten drupp den Berg herunter) lugt ein Motoradfahrer hinter einem Haus, wo früher mal ein Motorradtreff mit Biergarten war, hervor. Eine RT mit den bekannten Hutschachtel- Koffer- Antennen-kombinationen in dunkelblau. Kerl drupp in schwarz-grau-weissem Mondriankombi. Und ich denk noch beim linksabbiegen kurz vor der genialen links-rechts Kurvenkombination mit rot-weiss angestrichenen Leitplanken "der wird doch wohl nicht?" Aber er kamm hinter mir hergeprescht und fuhr mir bis auf einen Meter an mein Hinterrad heran. Bis zum erreichen der Kurvenkombination, in der man übrigens nur 30 fahren darf, fuhr ich mit dezent überhöhter Geschwindigkeit (nach Navi 52 kmh) an die Kurven heran., hab aber dann am 30er Schild deutlich auf die zulässige Geschwindigkeit herabgebremst, Folge: RT mit dem Kennzeichen E-R 234 zieht vorbei und fährt die Kurvenkombi mit den möglichen 65 kmh.
    Nix dabei gedacht und auch nicht sicher gewesen obs denn soone Filmkiste der Rennleitung war und erstmal ne Bockwurst bei Haus Scheppen gegessen.
    Auf dem Rückweg kam dann die Gewißheit: Besagt Kiste mit besagtem Kennzeichen mit besagtem mondriankombitragendem Menschen steht an der langen Geraden, um den herum 5-6 buckelige Jungspunte, die besagtes Wort zum Sonntag mit Videovorführung bekommen haben.
    Aus dieser Situation ergeben sich folgende Fragen:
    1. Dürfen die lieben Kollegen von der Rennleitung in zivil auf einen Meter oder drunter hinter einem herfahren oder würdet Ihr das auch als Provokation erachten?
    2. Dürfen die lieben Kollegen von der Rennleitung die Geschwindigkeitsbegrenzung in Kurvenkombis mit Tempo 30 derart überschreiten ohne daß auch nur ein winziger erkennbarer Grund dafür vorgelegen hätte?

    Mein Schwager hatte sich jedenfalls provozieren lassen (von derselben Person wohlgemerkt!) und ist einen Monat gelaufen. Vor Gericht hatte die deutliche auf dem Video auch erkennbare Unterschreitung des Mindestabstandes kein Gewicht.

    Letztendlich muß man zu dem Schluß kommen, das mit dem Aufstellen von Geschwindigkeitsbegrenzungen (wo zig Jahre vorher keine gewesen sind) letztendlich fiskalpolitische Ziele zur Aufbesserung der Kassen erreicht werden sollen. Kein Wunder, wenn in der November-Stadtratssitzung der Bußgeldetat fürs kommende Jahr festgelegt wird.

  2. Momber Gast

    Standard

    #12
    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    und fuhr mir bis auf einen Meter an mein Hinterrad heran.
    Hättste mal scharf gebremst!
    Schade. Wieder eine Gelegenheit vertan

  3. Registriert seit
    13.02.2009
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    4.360

    Standard hab

    #13
    Zitat Zitat von Momber Beitrag anzeigen
    Hättste mal scharf gebremst!
    Schade. Wieder eine Gelegenheit vertan
    DEUTLICH gebremst

  4. Registriert seit
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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    Aber er kamm hinter mir hergeprescht und fuhr mir bis auf einen Meter an mein Hinterrad heran.
    1. Dürfen die lieben Kollegen von der Rennleitung in zivil auf einen Meter oder drunter hinter einem herfahren oder würdet Ihr das auch als Provokation erachten?
    2. Dürfen die lieben Kollegen von der Rennleitung die Geschwindigkeitsbegrenzung in Kurvenkombis mit Tempo 30 derart überschreiten ohne daß auch nur ein winziger erkennbarer Grund dafür vorgelegen hätte?
    Vor Gericht hatte die deutliche auf dem Video auch erkennbare Unterschreitung des Mindestabstandes kein Gewicht.
    In meinem Fall wurde die Unterschreitung des Mindestabstandes durch ein Videofahrzeug vor Gericht durch einen Sachverständigen entsprechend gewürdigt.
    So mancher Herr in Uniform denkt vor lauter Jagdfieber, er stände über dem Gesetz.
    Das ist aber ein ganz schmaler Grat und in meinem Fall hatte es zur Folge, daß ich nur eine kleine Geldbuße und keine Punkte wie vorgesehen bekam, aber die Gerichtskosten an der Backe hatte.

  5. Registriert seit
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    764

    Standard

    #15
    Hallo!
    Ne blaue RT und der Mondriankombi ist wohl die Standartberufsausstattung.Wir haben hier auch so einen der hinter einer Hecke lauert und an den einzigen schönen Kurven am Niederrhein eine willkürliche 50er Beschränkung bewacht.
    Hat schon viele meiner Freunde reingelegt.
    Gruß
    Karl

  6. Registriert seit
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    164

    Standard Verstoß der Rennleitung gegen Verkehrsvorschriften....

    #16
    .... um einem anderen Verkehrsteilnehmer einen Verstoß nachweisen und diesen ahnden zu können.....

    - ist moralisch bedenklich.... aus meiner Sicht
    - stellt selbst einen ahndbaren Tatbestand dar, wenn kein Rechtfertigungsgrund vorliegt
    - sollte durchaus einer gerichtlichen Entscheidung zugeführt werden.

    Tatsache ist, dass sich auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste an alle Verkehrsvorschriften zu halten haben. Ausnahmen sind gesetzlich geregelt.
    Das nennt sich dann rechtfertigender Notstand oder Inanspruchnahme von Sonderrecht oder Wegerecht.
    Streng genommen, sind daran streng einzuhaltende Regelungen geknüpft.

    Von Geschwindigkeitsmessung hab ich keine Ahnung, aber wie ich die staatlich organisierte Rennleitung kenne, gibt es dafür garantiert innerdienstliche Weisungen oder sogar Verwaltungs- /Durchführungsvorschriften. Ob diese ein Heranfahren bis auf einen Meter Abstand zum Vordermann zulassen (für den Fall einer aktiven Messung), ist mir nicht bekannt. Wenn das so wäre, dann wird wohl kein Gericht hier eine Bedrängung von Hinten oder gar Nötigung feststellen. Wenn das dichte Auffahren jedoch nicht innerdienstlich geregelt ist, dann geht es eindeutig um den Jagdtrieb, der wohl einer übertriebenen "Dienstgeilheit" entsprungen sein dürfte. Da würde ich durchaus mal Kennzeichen notieren und Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten. Grundsätzlich begrüße ich die Präsenz und das Wirken unserer uniformierten Freunde. Allerdings verlange ich dabei Augenmaß und Fingerspitzengefühl und keine wahllose und übertriebene Jagd auf Normalbürger, die möglicherweise durch Jagdinstinkte zu einem Fehlverhalten provoziert werden. Der Zweck heiligt eben NICHT die Mittel.

    Wer Mist baut, sollte zähneknirschend dazu stehen und sich beim nächsten Mal nicht erwischen lassen oder eben gesetzeskonform fahren. Sich treiben und in ein Fehlverhalten verleiten zu lassen, muss niemand dulden und braucht sich keiner gefallen zu lassen. Wir leben schließlich ein einem Land, in dem staatliches Handeln der Kontrolle und Möglichkeit zur Überprüfung unterliegt.

    Ok, das war nun ein bissl abstrakt. Auf den konkreten Fall bezogen, bleibt anzumerken, dass ein Auffahren bis auf einen Meter Abstand zunächst nicht ok ist und durchaus einen Verstoß gegen die Vorschirften der StVO darstellt. Das Selbe gilt für die Weiterfahrt in der 30er Zone mit höherer Geschwindigkeit. Wenn dafür kein hinreichender Grund vorliegt, sondern einfach nur ein Wegfahren vom vermeintlichen Mess-Opfer, dann liegt hier auch ein Geschwindigkeitsverstoß vor. Ist natürlich schwer nachzuweisen. Dennoch geht es auch darum, dass Freund und Helfer auch Vorbildfunktion haben.

    Dass Freunde und Helfer zwischen zwei Streifenaufträgen auch mal freie Hand haben um Dies und Das zu machen, oder einfach durch Streife Präsenz zu zeigen, ist selbstverständlich und nicht zu beanstanden. Man kann auch mal einfach jemandem hinterher fahren und schauen, was da so geht. Aber eben bitte im Rahmen bleiben. Ich habe für beide Seiten Verständnis - wenn sich jeder in einem vertretbaren Rahmen bewegt.

    Zum Ende des Kurzromans:
    Denkt bei alledem auch einmal daran, dass in der Uniform Menschen wie Du und Ich drinstecken. Mit allen Fehlern und Schwächen.... oder Stärken.

    Grüße
    Ralf

  7. Registriert seit
    05.08.2009
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    Standard

    #17
    Neulich, so vor etwa 14 Tagen stand ich mit meinem Moped am Straßenrand etwa in der Mitte von dem Doppel-S, zwischen Breyern und Sorbersdorf (für Eingeweihte eine der schönsten Kurvenkombinationen, Nichteingeweihte brauchen erst gar nicht zu wissen wo das ist.)
    Nennen tut sich das Breyersturz weil die letzte Kehre, herunter von Sorbersdorf so einiges bewirkt.

    Nach einigen Fahrungenauigkeiten mit lebensverkürzendem Ausgang hat die örtliche Rennleitung hier oben am Kurvenbegin und unten in der Gegenrichtung Schilder aufgestellt, die von den Insidern derart interpretiert werden, dass das befahren der Strecke für Fahrer unter 30 gesperrt ist.

    Naja, jedenfalls steh ich da und rauch mir eine als meine Klangentwirrer das Fauchen wildlebendem Mopedgetiers vernehmen. Ich kucke also was da anbraust und sehe zwei Mopeds mit symbiotisch bekleideten Fahrern in Grün/Schwarz und Rot/Weiß durch die Kurven schießen. So geschätzt waren die Fahrer sicher einiges über 100, weshalb sie sich auch um die das Lebensalter ausweisende Schilder nicht kümmern mussten.

    Die beiden waren also Ruck Zuck an mir vorbei und die Geräusche ebbten ab, nur um kurze Zeit später erneut anzuschwellen, weil die beiden Alzheimers wohl etwas vergessen hatten und die Strecke wieder zurückfuhren. Oben angekommen hatten sie offenbar vergessen was sie vergessen hatten und wieder ging es Kurven und Kehren hinab. Vielleicht aber waren sie auch ortsfremd und haben nur zufällig hierher gefunden, und den Ausgang nicht mehr.

    Ich denk mir, na lass sie doch, manch einer erfreut ungemein, so er urplötzlich den Orientierungssinn zurückgewinnt.

    Nach der zehnten Vorbeifahrt nach unten, ich hab gerade die erste Kippe ausgetreten, dacht ich mir, OK, dann hol ich mal die Kelle raus, da hör ich von unten hoch tönen – Klonk – Kawumm – Klapper – Klonk.

    Ich, flugs auf meine RT geklettert und mit 30 nach unten gedüst und was seh ich da? Aus den beiden Mopeds waren mehrere geworden, offensichtlich hatten die sich am Breyersturz versucht zu paaren. Die beiden Fahrer hatten sich wohl weniger gern weil sich jeder nur um sich selbst kümmerte, mehrere Meter auseinander lagen und jeder nur selbstbezogen vor sich hinstöhnte - die reine Selbstbefriedung.

    Ich hab also das Blaulicht wieder abgeschaltet und bin dezent an den beiden vorbeigefahren; ich wollte ja nicht den Eindruck erwecken hier ein Übermaß an öffentlicher Ordnung erzeugen zu wollen. Member der Moped fahrenden Liga haben das nicht so gern und wünschen unsereinem bestenfalls die Syphilis an den Hals.

    Einen Tag später hab ich dann in unserem Käseblatt gelesen, dass genau die Frau, der ich gestern einige 100 Meter nach dem Koitus Interruptus der beiden Mopeds den Weg nach Sorbersdorf erklärt habe, zwei 24-jährige Mopedfahrer gefunden hat die den Weg vom dies- ins jenseitige vollzogen hatten.

    Da habe ich mich dann doch etwas geärgert, hätte ich die kontrolliert, hätte ich zwei saftige Strafzettel wegen Nichtbeachtung der Altersgrenze ausstellen können, die mir sicher ein paar Punkte für meine nächste Beförderung gebracht hätten - so muss ich dafür meinem Chef die nächsten 14 Tage die Brotzeit holen (grml)

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Zitat Zitat von Schonnie Beitrag anzeigen
    Ihr seid schlichtweg paranoid!
    Ja wenn Du meinst...

    Zitat Zitat von Schonnie Beitrag anzeigen
    Was bitte schön soll denn eine Funkstreife zwischen zwei Aufträgen machen, als, sich selber an die Verkehrsvorschriften haltend, ruhig in der Gegend rumzufahren und durch ihre Präsenz für mehr öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen?
    Klar, 30 km/h in der Ortschaft (menschenleer und 50 km/h zul. Höchstg.) sind "an die Vorschriften haltend", aber für mich eindeutig zu langsam!

    Zitat Zitat von Schonnie Beitrag anzeigen
    Wer natürlich beim Anblick einer jeden Streife zusammenzuckt, wird insgeheim schon wissen warum ...
    Darum ging es nicht, Deine Vorveruteilungen tragen nicht wirklich zur Sachlichkeit bei.

  9. Momber Gast

    Standard

    #19
    Zitat Zitat von WoSo Beitrag anzeigen
    ... zwei 24-jährige Mopedfahrer gefunden hat die den Weg vom dies- ins jenseitige vollzogen hatten.
    1. ist das ein schöner Tod. Der Zweitschönste, den ich mir vorstellen kann.
    2. hat jeder das Recht, sich so umzubringen, wie er möchte. Ohne amtliche Bevormundung.
    3. wenn Schwachköpfe durch ihre eigene Dummheit aus dem Verkehr gezogen werden, dient das der Verbesserung des allgemeinen genetischen Pools.
    4. wie das Beispiel anschaulich beweist, ist eine Beschränkung auf 30 km/h vollkommen sinnlos.

  10. Registriert seit
    02.06.2008
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    438

    Standard

    #20
    ähhh moment...du bist an einfach von der unfallstelle abgehauen?


 
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