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Waldwege

Erstellt von Tobias, 25.03.2005, 18:31 Uhr · 29 Antworten · 4.008 Aufrufe

  1. Ron
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    #11
    Nee, nee, Mr. Teacher. Da liegst Du nicht ganz richtig:

    Zu 1) Stimmt zwar, daß jede "öffentliche" Straße im Straßenbestands-
    verzeichnis geführt werden muß. Aber auch der Besitzer einer Privat-
    straße darf diese öffnen. Er hat dann zwar eine höhere Pflicht zur
    Verkehrswegesicherung, aber die Straße muß dafür nicht gewidmet
    sein (sofern der Besitzer damit nicht gegen andere Gesetze verstößt,
    z.B. BNatSchG).
    Ich kann zwar das BGH-Urteil nicht finden, das ich meine, aber schon
    1956 sprach der BGH von einer "ausdrücklichen" und einer "konkludenten"
    Verkehrsöffnung. Also auch wenn z.B. ein Feldweg als Zufahrt zu einem
    Dorf genutzt wird und der Eigentümer des Feldes nie etwas dagegen
    getan hat (z.B. Schilder aufgestellt), gilt dieser Feldweg als "Straße".
    Dem Benutzer eines Feldweges als Straße kann ein Verbotsverstoß nur
    dann vorgeworfen werden, wenn er das "offensichtlich" hätte erkennen
    können. Z.B. deuten zwei grobe Radspuren auf die Befahrung eines
    Traktors hin, also auf einen Wirtschaftsweg, während zwei glatt fest-
    gefahrene Spuren auf die häufige Befahrung durch PKW hindeuten und
    damit die Vermutung zulassen, daß es sich um eine "normale" Straße
    handelt.

    Zu 2) Man sollte ABS im Gelände (und auch bei losem Untergrund) ab-
    schalten. Auch bei "leichtem" Gelände passiert es schnell, daß die
    Traktion von Vorder- und Hinterrad ungleichmäßig sind. Zum Beispiel
    kann man bewußt mit einem blockierenden Hinterrad im Gelände
    bremsen. Auch wenn das Hinterrad blockierend rutsch, hat das in tiefem
    Sand durchaus einen Zweck. ABS würde es gleich wieder lösen.
    Bemerkung am Rande: das ganze macht auch im Kiesbett Sinn, auch
    wenn man seinen Kardan schon im Wasserlauf eingebuddelt hat! :twisted:

    Zu 3) Bis 1,0 hpa hält der Pneu fast jede Verformung aus, ohne von
    der Felge zu springen. Die um ein paar Quadratzentimeter gewonnene
    Auflagenfläche bringt jede Menge mehr Grip im Modder. Das habe ich
    bei einem Zitzewitz-Training auch so praktiziert und wurde so auch vom
    Instruktor empfohlen (war "Wolle" Arlitt persönlich). Über den Rest des
    Trainings schweige ich mich jetzt aber lieber aus. Du weißt sicher noch,
    daß das ganze kein Happy End hatte. :?

    Gruß Ron

  2. Registriert seit
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    #12
    Zitat Zitat von Ron
    Über den Rest des
    Trainings schweige ich mich jetzt aber lieber aus. Du weißt sicher noch,
    daß das ganze kein Happy End hatte. :?

    Gruß Ron
    Moin Ron,

    vielleicht weiß das ja Sentensa, aber viele andere und ich wissen's nicht - also raus mit der Räuberpistole!

    Gruß
    Mikele

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    #13
    Ciao

    Ob es erlaubt ist oder nicht, Waldwege zu befahren, weiss ich nicht. Auf jedem Fall, wenn kein Verbot-Schild zu sehen ist, würde ich probieren.
    Wichtig ist, sich nicht erwischen zu lassen...

    Abs hat abseits von geteerten Strassen nichts wollen. Auf meinem mountain bike habe ich auch kein abs und auf Waldpfade funktioniert prima... :P

    Auf Wege muss man, gezwungener Massen, öfters nur mit der hintere Bremse bremsen. Die kann man auch durchtreten. Es passiert nichts gefährliches dabei.

    Weniger Druck = mehr grip... das ist eine Tatsache. Auf jedem Fall würde ich da nichts basteln.

    Viel wichtiger ist wie man technisch gewandt ist. Ich würde mich (mit dem GS-Gewicht) nicht auf jedem Pfad einlassen. Eine GS1200 ist eben keine 125er Bultaco, Montesa oder Gas Gas...

    Non so se mi spiego...

    Salut!
    Ramingo

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    #14
    Hallo Ron,

    zu 1.) ich bin kein "Teacher" , klar ein Privatmann kann mit seinem Eigentum tun und lassen was er will, sofern er nicht gegen geltendes Recht verstößt und sich dabei noch erwischen lässt :P .
    Aber es ist soweit ich das noch in erinnerung habe in keinem Bundesland erlaubt diese Staatseigene Wege öffentlich zu befahren , in der Regel sind nur die befestigten Wege dieser Gattung mit einem Zeichen 250 nach StVo versehen da es bei den anderen nicht nötig ist.

    zu 2.) ich sagte ja ICH fühle mich wohl dabei, gemeint ist dabei auch leichtes bis mittleres Gelände , auf grobem Gelände hat meine Q nichts verloren

    zu 3.) also ich würde einem solch geschundenem Reifen nicht mehr über 100 Km/h trauen da die Karkasse bei einem solchem Einsatz doch Schaden nehmen kann (es sind keine Geländereifen :!: ), aber das muss jeder selbst wissen

  5. Ron
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    #15
    @Mikele: Es war ein Groß-Enduro-Training bei Zitzewitz. Zuerst lief
    alles ganz gut. Jeder der Teilnehmer hat sich dabei auch mehrfach
    hingelegt. Das war kein Problem, weil in Sand und Matsch (und ich
    meine: richtig tiefer Matsch) passiert ja nicht viel und Spiegel und
    Scheibe hat vorher jeder abbauen müssen. Ebenso wurde die Fuß-
    bremse hochgestellt und die Luft abgelassen. Mich hat es aber zum
    Schluß so hingeworfen, daß ich einen Abstieg über den Lenker ge-
    macht habe. Habe den Lenker voll in die Rippen gekriegt und mir
    außerdem die Schulter geprellt und das Knie verdreht. Hat noch
    wochenlang ziemlich weh getan. Und das Training mußte ich auch
    abbrechen. Habe dafür aber ein anderes Training (normales Sicher-
    heitstraining) geschenkt bekommen.

    Gruß Ron

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    #16
    Zitat Zitat von Ron
    Mich hat es aber zum
    Schluß so hingeworfen, daß ich einen Abstieg über den Lenker ge-
    macht habe. Habe den Lenker voll in die Rippen gekriegt und mir
    außerdem die Schulter geprellt und das Knie verdreht. Hat noch
    wochenlang ziemlich weh getan. Und das Training mußte ich auch
    abbrechen.


    Mitfühlende Grüße

    Mikele

  7. Registriert seit
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    Standard Re: Waldwege

    #17
    Zitat Zitat von Tobias
    1. Sind Waldwege, an denn nicht explizit steht, dass man da nicht fahren darf, für Motorräder erlaubt? Hab da heute so ein paar Wege gesehen, an denen kein Schild stand.
    Hallo zusammen,

    wenn man diesem Beitrag Waldwege im Schwarzwald incl. Gesetzesauszug (s.u.) aus dem Bofo Korrektheit zubilligt, dann ist es nicht automatisch erlaubt, sondern (zumindest in Baden-Württemberg) verboten, auch wenn kein Verbotsschild vohanden ist.

    -------------------------------------------------------------
    Auszug aus Landeswaldgesetz für Baden-Württemberg:

    § 37 Betreten des Waldes
    Das Fahren mit Krankenfahrstühlen ist gestattet. Das Radfahren und das Reiten im Wald sind nur auf Straßen und Wegen gestattet. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen. Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 m Breite und auf Fußwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 m Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen. In Verdichtungsräumen, in Naturschutzgebieten, in Waldschutzgebieten und im Erholungswald ist das Reiten im Wald nur auf den dafür ausgewiesenen Waldwegen gestattet (§ 37 Abs. 3 LWaldG).

    Ohne besondere Befugnisse ist nicht zulässig das Fahren und Abstellen von Kraftfahrzeugen oder Anhängern im Wald (§ 37 Abs. 4 Nr. 1 LWaldG).

    Die Vorschriften des Straßenverkehrsrechts bleiben unberührt, ebenso andere Vorschriften des öffentlichen Rechts, die das Betreten des Waldes (Absatz 1 und Absatz 3) einschränken oder solche Einschränkungen zulassen (§ 37 Abs. 6 LWaldG).
    ------------------------------------------------------------------

    Es sei hierbei dem werten Leser überlassen, wie viel (oder wie wenig) Gewicht er dem ggf. einräumt

    Viele Grüsse,
    Stef

  8. MP
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    Standard Waldwege

    #18
    Moin, moin,

    die Waldwegdiskussion kommt ja immer wieder hoch. Die einzige Erkenntnis, die ich aus allen Diskussionen gezogen habe, ist dass es uneinheitlich auf Länderebene geregelt wird.

    Ich persönlich halte es so, dass ich definitiv nicht durch Landschaftsschutzgebiete brause, denn das kann i.d.T. unangenehm werden. Ansonsten ist das befahren nicht dafür vorgesehener Wege lediglich eine Ordnungswidrigkeit und als solche wesentlich preiswerter als z.B. zu schnelles Fahren. Übers Rasen verliert hier aber kein Mensch auch nur ein Wort. Ist schon komisch.

  9. Registriert seit
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    #19
    Dann will ich auch mal noch einen Beisteuern, um die Verwirrung perfekt zu machen: :roll: :roll:

    Wenn - wie in BaWü - das Befahren des Waldes grundätzlich nicht gestattet ist, aber kein Schild den armen Bürger darauf hinweist, kann man mit geschickter Argumentation (ach nee, echt??? das tut mir aber leid, wo ich doch extra darauf geachtet hatte usw...) wegen Verbotsirrtum einer Strafe entgehen.......das klappt aber höchtens einmal, denn dann weiß man's ja.....

    Insgesamt zeigt diese Diskussion doch, wie KAPUTT Deutschland ist, es ist einfach ALLES verboten und reglementiert. Und wenn sich schon 5 nicht so schlecht bezahlte Bundesrichter (BGH) mit der Entscheidung zwischen Spuren eines Traktors oder PKWs auseinandersetzen müssen, da stimmt doch was nicht, oder??????

  10. Ron
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    #20
    Stimmt schon, daß bei uns vieles "überreglementiert" ist.
    Aber wollen wir doch nicht vergessen, daß der Wald doch
    auch schützenswert ist. Ich fahre sehr gerne solche Wege,
    aber nur die, die wirklich offen sind. Von solchen Wegen
    sind wir hier in Brandenburg ja glücklicherweise verwöhnt.

    Gruß Ron


 
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