Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 37

Wann ist die Schmerzgrenze erreicht ?

Erstellt von GS-Neuling, 23.05.2007, 14:43 Uhr · 36 Antworten · 3.033 Aufrufe

  1. GS-Neuling Gast

    Böse Wann ist die Schmerzgrenze erreicht ?

    #1
    Macht Motorradfahren zum Spaß noch Sinn


    Benzinpreise auf Jahreshöchststand

    "1,60 Euro für Superbenzin ist realistisch"

    Kurz vor dem langen Pfingstwochenende klettern die Benzinpreise in Deutschland auf ein neues Jahreshoch. Energie-Experten und der ADAC befürchten, dass sie weiter steigen. Denn der Ölpreis geht weiter nach oben.


    "Wir beobachten immer wieder, dass vor langen Wochenenden und dem Beginn der Reisezeit die Preise noch einmal anziehen", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel am Montag in München. Die Preise für Benzin seien derzeit "sowieso schon auf einem sehr hohen Niveau. Auch wenn der Ölpreis wieder gestiegen ist, wäre noch Luft nach unten."

    Hölzel riet den Autofahrern, sich bewusst günstigere Tankstellen wie freie Anbieter oder Tankstellen großer Supermärkte zu suchen.

    Am vergangenen Wochenende waren die Preise durchschnittlich auf 1,42 Euro für einen Liter Super gestiegen. Zu Wochenbeginn gab der Preis wieder leicht nach und liegt aktuell bei 1,41 Euro pro Liter. Das ist ein neuer Jahreshöchststand, der nur noch wenige Cent unter dem Allzeithoch von September 2005 liegt. Mitunter werden für einen Liter Super-Plus bis zu 1,50 Euro und für einen Liter Super 1,44 Euro verlangt.

    Experten stimmen dem ADAC zu: Der Preisanstieg ist wohl noch nicht vorbei. "1,60 Euro für Superbenzin ist realistisch", sagte Michael Bräuninger vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut laut Bild-Zeitung. Der steigende Energiebedarf der boomenden Wirtschaft schlage durch, sagte er.

    Verantwortlich für die hohen Benzinpreise ist der steigende Ölpreis: Im Computerhandel an der New Yorker Rohstoffbörse wurden am Dienstag mit 66,27 Dollar pro Barrel wieder drei US-Cent mehr gezahlt. Am Vortag hatte der Preis bereits um 1,33 Dollar zugelegt.

    Damit setzte sich der Preisanstieg der vergangenen Woche fort. Als Ursachen machten Marktkenner Versorgungsprobleme in den USA beim Benzin aus, und auch die kritische Lage im Förderland Nigeria. In dem westafrikanischen Land wurde eine Förderanlage des französischen Total-Konzerns zerstört.

    Als Grund für das hohe Preisniveau hatte die Industrie zuvor auf hohe Wiederbeschaffungspreise am Rotterdamer Ölmarkt verwiesen. Als tiefere Ursache der hohen Preise gilt aber die ungestüme US-Nachfrage nach Benzin, die von den dortigen Raffinerien nicht mehr gestillt werden kann. Der Dieselpreis lag am Montag bei 1,16 Euro pro Liter.

  2. Chefe Gast

    Standard

    #2
    Solcher Art Aufregung gab es schon, als der Benzinpreis die Eine-DM-Grenze überschritten hat, als die Zwei-DM-Grenze erreicht wurde und als sich dauerhaft der Eine Euro vor dem Koma festgesetzt hat.
    Jedes Mal auf's Neue wurde ein mords Wind in der Presse veranstaltet und vom Tankwart aufwärts wurden alle mit dem Treibstoff zusammenhängende Umstände, Firmen und Personen verteufelt.
    Was hat's gebracht? Die Leute kaufen weiterhin Monsterautos mit Verbräuchen nicht unter 10 Litern (ist cooler vor dem Kindergarten und beim Einkaufen) und jeder gelaufene Meter ist ein Meter zu viel. Da verpufft jeder noch so gut gemeinte Protest gegen so manche küstliche Verteuerung (erstaunlich, dass die Fördermengen scheinbar synchron zum Ferienrythmus schwanken...)
    Getroffen werden natürlich auch die, die sich bewusst und sinnvoll in ihrer motorisierten Mobilität einschränken können (und wollen). So lange die aber keine Mehrheit bilden, wird wohl alles beim alten bleiben...

  3. Chefe Gast

    Standard Nachtrag

    #3
    Wahrscheinlich ist der Zenith der verbrennungsgebundenen Fortbewegung schon überschritten. Ich denke, man muss sich sowieso darauf einstellen, dass für die fossilen Bennstoffe (auch über den Preis) ein Verteilungskampf stattfindet, der nur durch frühzeitige und umfassend ausgereifte Alternativen zu umgehen ist. Na ja, da ist scheinbar der Druck vom Publikum (nämlich uns Verbrauchern) noch nicht groß genug - an der Tanke herrscht zwar helle Aufregung, gleichwohl aber der selbe Andrang...

  4. Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    303

    Standard

    #4
    Ich hab am Sonntag meine GS in Österreich für 0,99 Euro pro Liter Super getankt (Agip, Bregenzer Wald).

    Nur komisch das Österreich überleben kann... Schade das nicht alle grenznah wohnen, bei mehr "Tanktourismus" würde der Bundesregierung vielleicht mal ein Licht aufgehen.

  5. Chefe Gast

    Standard

    #5
    Ja ja doch, bei mir verdienen auch die Schweizer das Geld am Sprit, aber dennoch ist das keine Lösung für's Problem.

  6. Registriert seit
    23.02.2004
    Beiträge
    1.072

    Standard

    #6
    Hallo,
    meine nächste Tour geht gen Osten (CZ, PL, SLO, UA). Mit dem 30 Ltr. Fass der GS komme ich bis hinter die Grenze. Dann sind mir die Spritpreise in D egal. Die Dose fährt mit 5l Diesel/100 km, also noch bezahlbar. Aber wie oben schon geschrieben. Solande in D noch Spritschlucker a la Q7, X5, ML, Touareg oder ähnliche so viel verkauft werden, kann der Sprit so teuer nicht sein.
    Ich vermute ein Umdenken wird sich ab 2 Euro/Liter einstellen, also Sommerferien 2008 :-(. Die Multis drehen so lange an der Preisschraube, wie es geht. Der Deutsche kauft dann lieber Gammelfleisch beim Discounter, damit er seinen geleibten Untersatz betanken kann. Bin gespannt, wie's weitergeht.

  7. Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    303

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Chefe
    Ja ja doch, bei mir verdienen auch die Schweizer das Geld am Sprit, aber dennoch ist das keine Lösung für's Problem.
    Nur wie lösen wir das Problemchen ? Mit einem Aufständchen ?

    Ich tank meinen Ami und die GS weiter in Austria und lass die BRD BRD sein...

  8. Chefe Gast

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von mike-munich
    Nur wie lösen wir das Problemchen ? Mit einem Aufständchen ? ...
    Dann wären wir endgültig beim Status der nördlichsten Bananenrepublik angekommen..
    Wie immer hat alles zwei Seiten: tanke ich auf der deutschen Seite der Grenze, schade ich meinem Geldbeutel, halte aber den Tankstellenpächter am Leben. Beziehe ich den Treibstoff auf der anderen Seite (Schweiz oder Österreich, oder, oder) freut sich mein Geldbeutel und ich ermögliche der "ausländischen" (im Sinne der EU ein seltsames Wort) Tanke ein Auskommen, schade aber wiederum dem heimischen Tankwart. Da kann man im Kreis herum philosophieren, bis einem Schwindlig wird.
    Weniger ist mehr, könnte die Devise werden. Nicht durch Abwanderung, sondern durch sparsamere Motoren (siehe Geländekärren in der City) und bewussteren Umgang den Spritumsatz zu verringern, könnte dem Geldbeutel helfen und dem Tankwart. Gegen die Öl-Konzerne kommt man damit freilich nicht viel weiter, die verdienen auch an der Tanke in A oder CH. Da würde wohl nur ein >überhaupt nicht mehr fahren< helfen - aber wer kann sich das schon erlauben?

  9. Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    303

    Standard

    #9
    Mit dem Status der nördlichsten Bananenrepublik kann ich durchaus leben...

    Natürlich tut mir der deutsche Tankstellenpächter leid. Aber mein Geldbeutel liegt mir nunmal näher als sein Wohlergehen. Klingt komisch, ist aber so. Soll die Bundesregierung mit der Mineralölsteuer runter, die ist fast fünfzigmal höher als der Profit des Pächters.

    Da würde wohl nur ein >überhaupt nicht mehr fahren< helfen - aber wer kann sich das schon erlauben?
    Klar, erlauben kann es sich niemand der z.B. beruflich darauf angewiesen ist. Die andere Frage ist: Wer will das denn schon ? Gerade wir Motorradfahrer fahren ja zu 98% just for fun und vollkommen Zweckfrei. Das bisschen Spass lasse ich mir mit Sicherheit nicht nehmen, das Leben soll ja auch noch lebenswert bleiben.

    Und ein Lupo 3L kommt für mich als Auto auch nicht in Frage. Das Leben ist zu kurz für besch*ssene Autos. Da tanke ich lieber im Ausland. Dann muss ich auch kein Gammelfleisch essen weil mir das Geld sonst nicht reicht...

  10. JOQ
    Registriert seit
    27.04.2006
    Beiträge
    2.926

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von GS-Neuling
    Macht Motorradfahren zum Spaß noch Sinn

    Die Frage an sich ist schon falsch gestellt. Wieso soll das Sinn machen Spaß machen reicht schon

    Ich rege mich schon lange nicht mehr darüber auf. Richtig teuer sind andere Dinge. Falls jemand nicht weiss was ich meine: Rente, Gesundheitsreform, Betriebsversicherungen, etc. Nöööö, als Selbständiger regt mich der Spritpreis wirklich nicht auf.

    Jo


 
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Schmerzgrenze an der Tankstelle
    Von smarthornet64 im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 75
    Letzter Beitrag: 23.11.2012, 12:42
  2. Verschleißgrenze erreicht (und mehr)
    Von w.eisen im Forum F 650 GS und F 800 GS (Zweizylinder)
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 04.05.2010, 00:29
  3. Muuh hat vermeindliches Endstadium erreicht!
    Von spitzbueb im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 27.11.2008, 13:46
  4. wann ist die Betriebstemperatur erreicht ?
    Von Draht im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 23.05.2007, 08:54