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Warmlaufenlassen des Motors im Stand - typenunabhängig

Erstellt von mobi, 12.05.2014, 10:39 Uhr · 70 Antworten · 8.013 Aufrufe

  1. TomTom-Biker Gast

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    #31
    Zitat Zitat von GSAFAN Beitrag anzeigen
    Das ist ein zum Thema passender Gedanke, wenn schon erwärmen dann auch wirklich ausgerichtet auf das Ziel der Reduzierung des Materialverschleißes.

    Das andoggen einer externen Warmwasserversorgung kann doch nicht das Problem sein - es gibt doch auch warmwasserbeheizte Fahranzüge. Kleine Kupferleitungen an Vor- und Rücklauf der Heizung ein wenig Isolierung.

    Am Schluß fällt als Kollateralschaden noch ein Heizkörper für die Gagare mit ab.

    Gruß
    Ja , ich denke, daß dies technisch kein großes Problem ist, bei einem "richtig" wassergekühlten Motorrad. Dort wo sowohl der Motorblock als auch die Zylinder mit Wasser umspühlt werden und somit auch der ganze Motor erwärmt wird. Man muß dazu halt einen Wärmetauscher irgendwo im Kühlkreislauf des Motors einbauen. Beim nur teilwasser gekühlten Boxer oder gar beim luft-/ölgekühlten sind die Herausforderungen schon größer, um nicht zu sagen technisch wirkungsvoll nicht umsetzbar.

    Jetzt könnte man natürlich noch die Reifen erwärmen ... Du kannst Dir denken auf was ich hinaus will.

    Zitat Zitat von ovp90 Beitrag anzeigen
    Ich höre in dem Zusammenhang immer etwas von "Sofort losfahren: Da wird die Karre schneller warm und läuft schneller materialschonend".

    Geht's dabei aber nicht eher um die Anzahlt der Kolbenbewegungen bzw. der Kolbengeschwindigkeit?

    Also ich meine, es bringt ja nichts, wenn die Karre nach 5 min (warmfahren) statt nach 10 min (im Stand laufen lassen) dafür aber mindestens immer 3.000 Touren auf dem Drehzahlmesser standen?
    Wärme und umgesetzte Energie stehen in direktem Zusammenhang. Die Energie die im Leerlauf umgesetzt wird, ist die Energie die notwendig ist um den Motor im Leerlauf am laufen zu halten (die Reibungsverluste) und die verluste des Verbrennungsprozesses an sich. Viel kinetische Energie wird dabei nicht umgesetzt, deswegen ist die Energiemenge auch nur gering.

    Beim Losfahren wird kinetische Energie umgesetzt. Die dabei sich ergebenden Verbrennungsverluste sind erheblich höher als im Leerlauf. Und zwar unabhängig vom der Motordrehzahl. Nur die Energie zählt, maßgebend ist das was am Hinterrad abgegeben wird + mech. und therm. Verluste.

    Und schnellere Erwärmung bedeutet, daß man auch schneller in den optimalen Betriebsbereich des Motors kommt.

    So kann das Bergauffahren mit niedriger Drehzahl durchaus mit höherem Energieaufwand verbunden sein, als das Fahren in der Ebene mit höherer Drehzahl. Hohe Drehzahl bedeutet nicht zwangsläufig höhere Wärmeabgabe. Allerdings grundsätzlich höherer Verschleiß.

    Gruß Thomas

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    #32
    Zitat Zitat von juekl Beitrag anzeigen
    Kein Mensch käme auf die Idee eine Turbine ohne "Vorzuwärmen" mit heißem Dampf zu quälen.
    Und eine Boeing 777 wird gar nicht auf ein Abhebekommando reagieren wenn sie nicht warm ist
    weil ein Absturz wohl zu teuer kommen würde.
    Sehr treffendes Beispiel

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    #33
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Hohe Drehzahl bedeutet nicht zwangsläufig höhere Wärmeabgabe. Allerdings grundsätzlich höherer Verschleiß.
    Mir geht's gerade um eben diesen Verschleiß. Also bei welcher Variante (im Stand warmlaufen lassen oder warmfahren) mehr Verschleiß entsteht.

    Schneller warm wird das Öl beim Fahren, klar. Da aber beim Fahren noch kühlender Fahrtwind dazu kommt, behaupte ich, dass mehr Kurbelwellenumdrehungen bei "kalten" Öl (Ursache für den Verschleiß!?) stattfinden als beim Warmlaufen lassen im Stand.
    Gegenargumente werden dankend angenommen

    @GASFAN: die 3.000 U/min waren jetzt nur ein Beispiel. Da ich an der Hp2 leider keinen Drehzahlmesser habe, kann ich aus Erfahrung nicht sagen, bei welcher Drehzahl ich mich beim Warmfahren durchschnittlich befinde. Beim Warmlaufen lassen im Stand geh ich von Leerlaufdrehzahl aus.

  4. Registriert seit
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    #34
    Temperatur wird gewünscht?
    Bei welchen Zündwinkeln und Einspritzzeiten entsteht denn die optimale Motoraufwärmtemperatur
    und in welchen Betriebszuständen entstehen diese Werte?

  5. Registriert seit
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    #35
    Der Verständlichkeit halber meine Gedankengänge in einer (in Bezug auf die Werte sehr theoretischen) Gleichung:

    im Stand: 10 min x 1150 U/min = 11.500 Umdrehungen bis Erreichen der Betriebstemperatur
    beim Fahren: 5 min x 2500 - 3000 U/min = 12.500 - 15.000 Umdrehungen bis Erreichen der Betriebstemperatur

  6. Registriert seit
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    #36
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Ja , ich denke, daß dies technisch kein großes Problem ist, bei einem "richtig" wassergekühlten Motorrad. Dort wo sowohl der Motorblock als auch die Zylinder mit Wasser umspühlt werden und somit auch der ganze Motor erwärmt wird. Man muß dazu halt einen Wärmetauscher irgendwo im Kühlkreislauf des Motors einbauen. Beim nur teilwasser gekühlten Boxer oder gar beim luft-/ölgekühlten sind die Herausforderungen schon größer, um nicht zu sagen technisch wirkungsvoll nicht umsetzbar.

    Jetzt könnte man natürlich noch die Reifen erwärmen ... Du kannst Dir denken auf was ich hinaus will.


    Gruß Thomas
    Kann ich gut verstehen/mir denken, daher läßt Du die Anwärmung der Griffe wohl weg - sowie die externe Ölpumpe.

    Das Thema Reifen vorwärmen sollten wir separat besprechen (muß einer das Thema eröffnen), denn mit vorgewärmten Reifen könnte man eigentlich gleich ...Attacke aber der Motor ist nicht angewärmt.

    Gruß

  7. Registriert seit
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    #37
    Zitat Zitat von ovp90 Beitrag anzeigen
    Mir geht's gerade um eben diesen Verschleiß. Also bei welcher Variante (im Stand warmlaufen lassen oder warmfahren) mehr Verschleiß entsteht.

    Schneller warm wird das Öl beim Fahren, klar. Da aber beim Fahren noch kühlender Fahrtwind dazu kommt, behaupte ich, dass mehr Kurbelwellenumdrehungen bei "kalten" Öl (Ursache für den Verschleiß!?) stattfinden als beim Warmlaufen lassen im Stand.
    Gegenargumente werden dankend angenommen

    @GASFAN: die 3.000 U/min waren jetzt nur ein Beispiel. Da ich an der Hp2 leider keinen Drehzahlmesser habe, kann ich aus Erfahrung nicht sagen, bei welcher Drehzahl ich mich beim Warmfahren durchschnittlich befinde. Beim Warmlaufen lassen im Stand geh ich von Leerlaufdrehzahl aus.
    Klar waren die 3000 1/min nur ein Beispiel von Dir, das steht/stand nie! in Frage. Ich denke es werden weniger als 1500 1/min sein im Leerlauf. Beim fahren beteiligt sich wohl der Ölkühler am Anfang noch nicht. Wenn wir eine Anzeige "Liter Treibstoff/Brennstoff pro Minute" hätten (beim fahren und beim stehen) würden wir wissen wie viel wir "heizen".

    Ich denke es ist wirklich einfach, beim fahren geht's schneller - aber das kann man doch nicht sofort sagen ohne jedwede theoretische Grundlage und Alternativen besprochen zu haben.

    Am besten Berg auf und bremsen - Anhängerbetrieb - zu zweit - mit Gebäck.

  8. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #38
    Zitat Zitat von ovp90 Beitrag anzeigen
    Mir geht's gerade um eben diesen Verschleiß. Also bei welcher Variante (im Stand warmlaufen lassen oder warmfahren) mehr Verschleiß entsteht.

    Schneller warm wird das Öl beim Fahren, klar. Da aber beim Fahren noch kühlender Fahrtwind dazu kommt, behaupte ich, dass mehr Kurbelwellenumdrehungen bei "kalten" Öl (Ursache für den Verschleiß!?) stattfinden als beim Warmlaufen lassen im Stand.
    Gegenargumente werden dankend angenommen

    @GASFAN: die 3.000 U/min waren jetzt nur ein Beispiel. Da ich an der Hp2 leider keinen Drehzahlmesser habe, kann ich aus Erfahrung nicht sagen, bei welcher Drehzahl ich mich beim Warmfahren durchschnittlich befinde. Beim Warmlaufen lassen im Stand geh ich von Leerlaufdrehzahl aus.
    Der Kühler bei Verbrennungsmotoren ist so ausgelegt, daß die Betriebstemperatur +- gehalten wird. Das Thermostat spielt da auch noch etwas mit aber nur bei niedrigen Temperaturen. Und die Betriebstemepratur liegt bei wassergekühlten Fahrzeugen bei ca. 85 - 95 grad. Die Öltemperatur ist etwas höher. Bei meinem Auto heute z. B. bei knapp 100 grad C, bei ca. 120 auf der BAB und Außentemperatur von etwa 17 grad C.

    Glaub es mir, um Betriebstemperatur im Stand mit Standgas zu erreichen, brauchst Du eine ganze Weile, beim Fahren geht es deutlich schneller. Da Probieren über studieren geht, mach den Selbsttest. Meß die Zeit bis zum Erreichen der vermeintlichen Betriebstemperatur im Stand und im Fahren. Leg Dich dabei aber nicht auf die Nase. Das ist es dann nun wirklich nicht wert.

    Gruß Thomas

  9. Registriert seit
    10.07.2007
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    19.771

    Standard

    #39
    das beste an der ganzen geschichte ist doch:

    ich mache, was ich für richtig halte und was andere machen ist mir sowas von egal.

  10. Registriert seit
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    #40
    .................und je geiler das Moped klingt, desto länger läuft es


 
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