Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 49

Wie geht ihr damit um?

Erstellt von Calenberger, 24.08.2011, 19:35 Uhr · 48 Antworten · 4.101 Aufrufe

  1. Registriert seit
    22.05.2011
    Beiträge
    271

    Unglücklich Wie geht ihr damit um?

    #1
    Mal ne Frage an Euch:

    Ich kam heute die A2 runter, in Porta kam ich dann an einem recht frischen Motorradunfall vorbei. Fahrer lag in einer großen Lache auf der Strasse, Sanitäter waren bei ihm. Man konnte sehen das es ganz schlecht aussieht.

    Das sind für mich Momente wo ich mein liebstes Hobby wirklich in Frage stelle. Schlagartig wird mir dann immer so Verantwortung für Family usw. in den Kopf gehämmert. Man weiss ja das "es" gefährlich ist, aber was wenn einem das wieder mal richtig ins Bewußtsein geklopft wird? Erste Reaktion war hör auf solange es noch geht, verkauf den Mist und fahre Deine ABS-ESP-AIRBAG-Dose und gut ist. Der Gedanke ist aber schon wieder weg.

    Wie macht ihr das? Verdrängen wir alle? Sind wir uns dessen bewußt und nehmen das in Kauf?

    So, mußte ich mal loswerden, Familie wollte ich aus naheliegenden Gründen nicht ansprechen, also wart ihr dran. Heute habe ich keinen Bock mehr auf mein Möp!

    Gruß Andreas

    PS: Lt. Internetrecherche verlief der Unfall tödlich, SCHEISSE!

  2. Pouakai Gast

    Standard

    #2
    Um 3:40 Uhr von Hilfeschrei geweckt geworden, Polizei angerufen und mich auf die Suche nach der Person gemacht. Echt erschreckend trotz der andauernden LAUTE & DEUTLICH vernehmbare Hilferufe hat genau eine weitere Person bei der Polizei angerufen. Ich war der einzige der sich vor die Haustüre begeben hat um die Person zu suchen. War gar nicht so einfach in den Häuserschluchten die Rufe zu lokalisieren. Rufe kamen aus einem Hochhaus und Polizei (mit Hundeführer) konnten dann die Wohnung letzthin lokalisieren und der verunfallten Person helfen. Die Person kann einem Leid tun bei solchen Nachbarn.
    Ich finde es einfach erschreckend...
    Der Stimme nach war es eine ältere Frau, die Hilferufe kamen aus der Wohnung (zum Glück hatte sie die Fenster offen) und sie hatte Schmerzen. Nachdem Sie gefunden wurde (ich war schon wieder zu Hause) gellten noch ein paar Schmerzensschreie durch die Nacht und dann war ruhe.
    [Spekulatiusmodus=on] Ältere Frau geht nachts auf die Toilette und stürzt, bricht sich den Oberschenkelhals (immer gerne bei älteren Menschen) und liegt hilflos im Flur. [Spekulatiusmodus=off]
    Da wohnt man in einem Hochhaus in dicht besiedelten Gebiet und es dauert 45min. bis Hilfe eintrifft weil es den Nachbarn scheiß egal ist, bzw. die sich nur in ihrer Ruhe gestört fühlen. Habe nur darauf gewartet das jemand ruft: "Halts Maul Alte, ich kann nicht schlafen..."

    Also, wie Du siehst kann einem überall, jederzeit und immer was passieren. Also abhaken (ist wohl eine Art verdrängen) und weitermachen wie bisher.
    Verkaufst Du Dein Motorrad, gehst anschließend zur Bank um das Geld einzuzahlen und wirst am Zebrastreifen von einem Auto überfahren. Du hast es nicht in der Hand....

  3. Registriert seit
    21.10.2009
    Beiträge
    1.007

    Standard

    #3
    Ich wurde gestern Abend in die Firma gerufen! Ein Kollege ist gestorben. Ursache noch unbekannt, die Kripo ermittelt.
    Morgen steht ich wieder auf der Matte und weiter gehts.

  4. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    #4
    Ich halte mich an die Statistik. Demzufolge ist die Gefahr, als Mann um die 50 an einem Motorradunfall zu sterben, vergleichweise gering. Wollte ich mein Sterberisiko signifikant senken, gäbe es eine Menge anderer Dinge, die ich vorher aufgeben müsste. Und wenn ich beim Moppedfahren dauernd an den Tod denken muss, dann sollte ich leiber was anderes machen. Mache ich aber nicht.

  5. Registriert seit
    02.10.2007
    Beiträge
    10.725

    Standard Das

    #5
    Leben birgt viele Risiken und das Fahren eines Krades trägt nicht gerade dazu bei, diese zu minimieren.
    Aber wenn man so wie ich schon mehrfach (in ca 37-38 Jahren Praxis) um die 4 - 5 mal verletzt wurde (aus eigenem und fremdem Verschulden) dann relativiert das die Gefährlichkeit schon etwas.

    Wir haben in unserer Gesellschaft einfach verlernt, dass es das Lebensrisiko noch gibt und NUR WIR für unser Leben und Verhalten selber verantwortlich sind. Immer wird nach einem Schuldigen extern gesucht. Das wiederum führt dazu, dass wir Risiken als ungerecht empfinden.

    Riskien bergen aber auch Chancen, z.B. daraus zu lernen oder damit leben zu lernen. Und so schließt sich der Bogen zum Krad-Fahren.
    Das ist gefährlich und risikobehaftet. Wenn ich es bewusst und im Rahmen meiner Fähigkeiten gesteuert mache, dann bleibt immer noch das Lebensrisiko.
    DAS ist immer gleich !

    Also HANG LOOSE

  6. Registriert seit
    02.07.2010
    Beiträge
    1.150

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von Calenberger Beitrag anzeigen
    Man weiss ja das "es" gefährlich ist, aber was wenn einem das wieder mal richtig ins Bewußtsein geklopft wird? Erste Reaktion war hör auf solange es noch geht, verkauf den Mist und fahre Deine ABS-ESP-AIRBAG-Dose und gut ist. Der Gedanke ist aber schon wieder weg.

    Wie macht ihr das? Verdrängen wir alle? Sind wir uns dessen bewußt und nehmen das in Kauf?
    Ich fahre ja erst kurz und habe (noch) keine Kinder und meine Frau ist berufstätig, von daher sind meine Verantwortlichkeiten noch recht überschaubar, aber ich kenne den Gedanken nur zu gut.
    Nach meinem Unfall letztes Jahr war das vor jeder Kurve kurz im Kopf.

    Ich kann genauso gut im Bad tödlich verunfallen. Das meine ich nicht als dummen Spruch, mir ist mal die Gummimatte in der Dusche losgegangen (Saugnäpfe gelöst) und ich hab mich derbst in der Wanne lang gemacht. Mit 16 war das kein Problem, aber mit 61 wäre das unlustig geworden.
    Ich hab jahrelang beim THW mit der Kettensäge alle möglichen Aktionen durchgezogen, meist nur mit "Djanjos", also diesen Umschnall Beinlingen als speziellem Schutz. Die brutalste Verletzung im Dienst hab ich mir beim Zwiebelschneiden geholt (ich war der Küchenleiter), als ich mir den Zeigefinger bis auf den Knochen eingeschitten und geblutet habe wie ein Schwein.

    Unfälle passieren immer und überall, wachsam und konzentriert sein verringert das Risiko bei allen Tätigkeiten.

    Würde ich das Motorradfahren wegen des Risikos aufgeben? Nein, lieber dusch ich einmal weniger

  7. Registriert seit
    22.05.2011
    Beiträge
    271

    Standard

    #7
    Ich glaube ich mußte auch erstmal nur meinen Frust lossabbeln. Klar, Leben ist immer tödlich. Trotzdem nimmt mich sowas mit!

  8. Registriert seit
    02.10.2007
    Beiträge
    10.725

    Standard Das

    #8
    Zitat Zitat von Calenberger Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich mußte auch erstmal nur meinen Frust lossabbeln. Klar, Leben ist immer tödlich. Trotzdem nimmt mich sowas mit!
    zeigt das Du ein mitfühlender Mensch bist

    Wen belastet sowas nicht? !!

  9. Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    4.888

    Standard

    #9
    Ich weiß genau was Du meinst, was Du denkst, und wie es Dir geht.

    Ich kenne das auch, war quasi live dabei.

    Ich mache weiter, ich freue mich auf mein neues Motorrad, und ich werde
    genauso intensiv weiterfahren wie bisher. Ich kann nicht ohne......



    .......wenn der Chef da oben die Fäden durchschneidet von der kleinen
    Marionette.............dann ist Feierabend...........solange man aber noch
    zappelt und tanzt wenn die Fäden sich spannen.............solange sollte
    man auch weiterfahren. Ich habe diese Entscheidung so getroffen, und
    ich werde es nicht bereuen.

  10. Registriert seit
    06.08.2011
    Beiträge
    527

    Standard

    #10
    Ich habe genau 2 schwere Unfälle mit dem Motorrad hinter mir, einen mit 20, das war vor 30 Jahren und einen mit 47.

    Ich denke das man nur gut und sicher fahren kann wenn man sich von solchen Gedanken befreit. Ich vermute das der Zeitpunkt vorbestimmt ist an dem man abtreten muss und glaube das man rein gar nichts daran ändern kann.
    Das macht jeden Tag gleich (risikobehaftet).

    Deshalb hacke ich solche Dinge sehr schnell wieder ab, einzigst berührt mich immer an der Sache, daß es Angehörige gibt, die mir unendlich leid tun!

    Denk mal drüber nach .....

    ~mike


 
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Seitentaschen von TT - Erfahrungen damit?
    Von markite im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 16.01.2012, 13:10
  2. Wie wäre es denn damit....?
    Von Thorsten_MS im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 02.09.2010, 12:19
  3. Enduroparks - wer hat Efahrung damit?
    Von monthy im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 30.03.2007, 22:30
  4. Was will die Q mir damit sagen?
    Von Q-ualmtüte im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 15.01.2007, 18:53
  5. Fussrastenschleifen?Höher damit!
    Von Peter im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.02.2005, 11:36