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Wie geht ihr damit um?

Erstellt von Calenberger, 24.08.2011, 19:35 Uhr · 48 Antworten · 4.098 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Zitat Zitat von matze.x Beitrag anzeigen
    Hi,

    aus meiner Sicht ist Moppedfahren etwas, wo es der Fahrer ganz stark selbst beeinflussen kann wie groß sein persönliches Risiko ist!

    Das fängt natürlich bei der Fahrweise an und geht über Licht, Schutzkleidung zur Farbgebung und hat m. E. trotzdem nichts mit Fahrspasseinschränkung zu tun.

    Ganz plakativ: Ich sehe oft Moppeds, die schwarz sind, Fahrer schwarz gekleidet und dann noch ohne Licht (wobei nach meiner Erfahrung Abblendlicht nur bedingt ausreicht). Wer Auto fährt weiß vermtl. aus eigener Erfahrung wie leicht man die dann übersieht - auch bei angepasster Geschwindigkeit.
    Ich habe mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Da hat ein Verkehr5experte als Resümee gesagt: Dann sind sie wenigsten für ihre Beerdigung gleich richtig gekleidet.

    Auf die Fahrweise will ich gar nicht eingehen.

    Man möge mich bitte nicht steinigen. Ich sehe es halt so und beherzige es für mich. Deswegen kann mir natürlich genauso was passieren.

    Somit machen mir die geschilderten Unfallsituationen sowohl mit Auto als auch Mopped gleichermassen viel oder wenig aus.

    Gruß

    matze
    Aber darum ging es doch gar nicht, sondern wie du damit umgehst wenn du einen Unfall siehst / gesehen hast. Fährst du genauso weiter? ODer denkst du daran dein Hobby aufzugeben?

    Der Warnwestenfred ist woanders...

  2. Registriert seit
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    #22
    Zitat Zitat von Calenberger Beitrag anzeigen
    Wie macht ihr das? Verdrängen wir alle? Sind wir uns dessen bewußt und nehmen das in Kauf?
    Verdrängen finde ich falsch, denn um sich der Risiken bewusst zu sein, muss man sich mit ihnen auseinandersetzen. Aber Auseinandersetzen heißt auch realistisch zu betrachten was man tut, welche Risiken man eingeht und wie hoch diese sind.

    Als ich dabei war, auf öffentlichen Straßen immer unvernünftiger zu werden, immer schneller zu fahren und immer näher an die Grenzen des für mich möglichen zu stoßen, musste ich etwas ändern. Ich hatte Angst, dass ich es bald doch mal übertreibe und wollte das Fahren wieder genießen und mich nicht mehr bei allem unterhalb von krassen Tempoverstößen nur noch langweilen.
    Deshalb hab ich mir 2005 die GS gekauft. Mit genau dieser GS hab ich jetzt in den letzten 3 Jahren 2 Situationen (man könnte auch sagen "Unfälle") erlebt, die beide Male extrem glimpflich abliefen, keinen Schaden am Fahrer und nur Pillepalle am Mopped hinterlassen haben. Aber wäre nur EIN Detail anders verlaufen, wären diese Situationen für mich tödlich gewesen, es war verdammt knapp. Das lässt mich nachdenken und ich versuche, diese Situationen in Zukunft so gut es geht zu vermeiden. Ich nehme es als Warnschuss und lese bewusst Unfallmeldungen in Zeitungen oder Unfallberichte in Motorradforen um stets den Respekt zu wahren.

    Um auf die Frage zurück zu kommen:
    Jeder Unfall, der offensichtlich erkennen lässt, dass Personen dabei zu Schaden gekommen sind, geht mir nahe. Egal ob mit dem Fahrrad, im Haushalt, im Zug oder mit dem Motorrad. Sowas wünscht man niemandem, erst recht nicht einem selbst. Aber Motorradfahren ist für mich mehr als ein bloßes Hobby. Es ist eine Leidenschaft, die auch mit ihren Risiken zu mir gehört. Ich muss halt versuchen alles zu tun, dass ich es solange wie möglich und so gesund wie möglich genießen kann.

  3. matze.x Gast

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    #23
    Zitat Zitat von MacDubh Beitrag anzeigen
    Aber darum ging es doch gar nicht, sondern wie du damit umgehst wenn du einen Unfall siehst / gesehen hast. Fährst du genauso weiter? ODer denkst du daran dein Hobby aufzugeben?

    Der Warnwestenfred ist woanders...
    Das hat mit Warnwesten nix zu tun, sondern ist die Erklärung, warum ich dabei relativ entspannt bin....

    außer wenn ich selbst erste Hilfe leisten muss

  4. Registriert seit
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    #24
    ....das finde ich jetzt seltsam. Da müsste ich Dich ja so verstehen, das man
    unter Neon-Leucht-Klamotten und mit vier Zusatzscheinwerfern und korekter
    Fahrweise ganz entspannt das Leben auf sich zukommen lassen kann ?

    .....als ob diese Äuserlichkeiten die uralte Oma die blind ist und nix hört daran hindert vor Dir quer über die Straße
    zu fahren? Oder der viel zu schnelle GTI mit vier 18jährigen .............er drin der aus der Kurve fliegt und Dich
    aufspießt, oder der Splitt in einer Kurve den Du in einem unwachen Moment grad übersiehst..........hauptsache
    ich habe eine NeonWeste an ?

  5. Registriert seit
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    #25
    Ich verstehe ihn so, dass er das Risiko des Motorradfahrens weitgehend durch sein Verhalten (Warnweste) beeinflussen minimieren kann und er daher keine Gedanken ans Aufhören verschwendet.

    Das halte ich zwar für eine Illusion, da man viele Situationen nicht im Griff hat, wie du geschrieben und ja auch leider selber erleben musstest, aber letztendlich muss jeder für sich entscheiden wie viel Risiko man bereit ist einzugehen.

    Es sollte einem nur bewusst sein, dass man erstens einige Situationen nicht beeinflussen kann (Reifenplatzer, Auto auf der falschen Seite usw.), und zweitens, dass man zwangsläufig auch als guter Fahrer selber Fehler machen wird.

    Ich bin mal mit dem MTB im Sommer bei Windstille durch den Wald (auf einem breiten Waldweg) gefahren, als mich ohne jede Vorwarnung ein ca. 20 Kg schwerer Ast aus ca. 25 Metern Höhe getroffen hat. Er ist zum "Glück" nur auf dem Oberschenkel gelandet. Wäre ich einen Bruchteil einer Sekunde schneller gewesen hätte mich das Ding am Kopf getroffen und kein Helm hätte mich dann noch gerettet. So bin ich mit 3 Wochen Krücken davon gekommen.

    Aber was soll man daraus für "Lehren" ziehen?

    Eigentlich nur, Lebe solange du kannst.

    VG
    Michael

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    #26
    Mit eingeschalteten Nebelscheinwerfern, bunten Kombis, Warnwesten und was weiß ich noch alles, wird doch in erster Linie eine Beruhigung des Trägers hervorgerufen, in der vermeindlichen Gewissheit alles getan zu haben.
    An seinem allg. Lebensrisiko ändert sich nichts.
    Wie Sample schon mehrfach sagte, es gibt genügend andere, deutlich gefährlichere Verhaltensweisen (z.b. Fahrradfahren) aber bei diesen überlegt niemand, damit aufzuhören.

    ich habe 2 schwarze Motorräder (ok, auch ein gelbes) und 2 schwarze Kombis, aber noch nie überlegt, mit dem Motorradfahren aufzuhören, geschweige denn an den Motorrädern oder meiner Bekleidung etwas zu ändern.
    Selbst als mein Freund verunfallte (in einer bunten Kombi, auf einem bunten Motorrad, auf der Rennstrecke) und seitdem im Rollstuhl sitzt, habe ich nicht aufgehört (darüber nachgedacht habe ich, aber es für mich verworfen)

    die Angst zu verunglücken begleitet mich nicht, denn das wäre ein Grund aufzuhören.

  7. Registriert seit
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    #27
    Ich glaube, dass eure Ängste (und auch meine) daher rühren, dass man es einfach nicht gewohnt ist, einen verunfallten Menschen auf der Strasse liegen zu sehen. Ich hatte schon öfters das "Glück", zufällig als Ersthelfer an einer Unfallstelle einzutreffen. Wenn dann der Verunglückte in seinem Blut langsam aus der Bewußtlosigkeit erwacht und er Schmerzen bekommt, sich mit seinen rudimentären Extremitäten windet, weil er nicht mehr weiß, wie er liegen soll, dann möchtest du den Sanitätern beim Eintreffen an der Unfallstelle die Füße küssen! Da ziehen sich Minuten zu Stunden.

    Rational betrachtet ist Motorradfahren nicht gefährlich. Ist eben wie beim Autofahren auch. Wer langsam fährt, kommt später, aber heil, an.

    Wer fixer unterwegs ist, lernt auch die andere Seite der Fahrphysik kennen.

  8. matze.x Gast

    Standard

    #28
    vielleicht muss ich es nochmal präzisieren:

    • wer alles tut um gut gesehen zu werden, wir mit geringerer Wahrscheinlichkeit zu denen gehören die unverschuldet sterben.
    • wer an einer Einmündung auf der Bundesstraße 70 statt 180 fährt dem wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit die Vorfahrt genommen.
    • bleibt das Restrisiko der GTIs mit ............. und Reifenplatzer etc. was natürlich bedeutet, dass es trotzdem überall und aus jedem Grund passieren kann - nur halt mit deutlich vermindertem Risiko.
    Deswegen bin ich an Unfallstellen relativ entspannt - was aber nicht bedeutet, dass es mich kalt lässt!

    Ich weiß, dass das für viele ein Reizthema ist. Ich will auch niemandem zu nahe treten sonder nur meine Haltung erklären.

    Ich fahre übrigen ohne Warnweste!


    Gruß

    matze

  9. Registriert seit
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    #29
    Zitat Zitat von Sealiner Beitrag anzeigen
    Wer langsam fährt, kommt später, aber heil, an.

    Wer fixer unterwegs ist, lernt auch die andere Seite der Fahrphysik kennen.

    Ich will Dir nicht zu nahe treten, geschweige denn dich anmachen oder be-
    leidigen, aber Deine Aussage oben ist .........na sie ist..........Du weißt was
    ich meine:

    Wolfgang Fierek, dieser drittklassige,bayerische Schauspieler und harley-
    Stützpunkt-Besitzer ist mit seiner Heritage ganz gemütlich mit 50 km/h durch
    die Gegend gepöttert und wurde dabei von einer Studentin so dermaßen ab-
    geschossen das er 6 mal operiert wurde und fast ein dreiviertel Jahr brauchte
    um wieder normal laufen zu können. Mit etwas Pech wäre er auch tod.

    Wie langsam und vorsichtig sollte man Deiner Meinung noch fahren ? Nur
    noch parken............vor der Eisdiele..............oder garnimmer aus der
    Garage raus ? Mopped am besten gleich beim Händler im Schaufenster
    stehen lassen?...............denk mal drüber nach ob Du vielleicht nicht tatsächlich zu ängstlich bist zum Moppedfahren.

    Wie gesagt ich will kein Streit aber ich sehe die Dinge nunmal so. Sorry.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #30
    ... rein rechnerisch kann durch langsame vorsichtige Fahrweise das Risiko
    minimiert werden ......

    ... aber das Schicksal kann nicht rechnen - oder tut es einfach nicht.

    Unfälle mit Verletzten machen mir nicht zu schaffen - ich bin nur generell zu
    Rollstuhlfahrern irgendwie immer ein wenig freundlicher - kann jede Sekunde
    passieren, dass ich da auch lande .....

    Ich mache mir während der Fahrt aber keinen Kopp drum - mit Können,
    Talent, 7. Sinn und Reaktion bin ich bis jetzt ganz gut durchgekommen.

    Ich hoffe, dass bleibt auch noch bis zu meinem Ende so .....


 
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