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Wie ist eigentlich eine ANZAHLUNG zu werten ?

Erstellt von Big Shadow, 04.04.2010, 14:50 Uhr · 21 Antworten · 21.626 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Wie ist eigentlich eine ANZAHLUNG zu werten ?

    #1
    Hallo Leut,

    seit letztes Jahr fahr ich eine 97er 11er.
    So wie das halt ist mit dem Gebraucht PRIVAT An- und Verkauf mußte erst mal ne Neue her bevor die Alte zum Abschuss freigegeben wird.

    Kurz und bündig, Altes Bike ins I-Net reingestellt, im Januar hat sich jemand gemeldet und hat nach Festlegung des Preises (Interresent hat auch runtergehandelt) den Kauf mündlich zugesagt.
    Dies haben wir durch Überweisung von 300,- Anzahlung besiegelt.
    Somit habe ich das Bike auch nicht weiter angeboten und für den Käufer seit Januar reserviert.

    Gestern hat der Käufer das Bike Probegefahren und war mit dem Zustand etc.. einverstanden. Nur nicht mit dem Kaufpreis, nachdem ich nicht mit mir verhandeln lies (Kaufpreis war ja festgelegt), hat der Käufer zurückgezogen.

    Wie ist das denn mit dem "ungeschriebenen Gesetz" mit der Anzahlung ?
    Denn ich habe ja auch noch Bremsbeläge und Neuen Reifen, wie mit dem Käufer vereinbart investiert !

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hi gruß- und namenloser Big Shadow.

    Ich weiß aus einem eigenen Fall folgendes. Ist zwar bereits einige Jahre (ca. 18) her, aber vielleicht hat sich ja an der Gesetzgebung nichts geändert...

    Mein Vater hat sich gemeinsam mit mir einen gebrauchten PKW angesehen und auch probegefahren. Den Wagen hat er mit 400 DM angezahlt. Mündlich wurde vereinbart, dass zwei Defekte (WaPu und Bremse) noch vor der Übernahme behoben werden sollten. Als wir den Wagen abholen wollten, war dies nicht erfolgt. Mein Vater hat sich dann entschlossen, den Wagen nicht zu kaufen. Die Nicht-Herausgabe der Anzahlung wurde damit begründet, dass der Verkäufer den Wagen angeblich in der Zwischenzeit (eine Woche) mehrmals zu dem gewünschten Preis hätte verkaufen können. Mein Vater hat dann eine Faust in der Tasche gemacht und die 400 DM abgeschrieben. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung. Mein Vater wurde verklagt, da der Verkäufer den Wagen nun mit Verlust veräußert hatte, der über die gezahlte Anzahlung von 400 DM hinausging. Diesen Verlust hat mein Vater ebenfalls zahlen müssen.

  3. Registriert seit
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    Böse Immer wieder unfaßbar...

    #3
    ... was in Deutschland unter Rechtsprechung verstanden wird...

  4. Registriert seit
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    31

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    #4
    Ist schon zwanzig Jahre her mit meiner Kaufmannsschule, aber so hab ich das damals gelernt.

    Es gab ein Angebot und ein Bieter hat dies angenommen.
    Durch die Anzahlung wurde darüber hinaus ein rechtlich bindender Vertrag geschlossen (konkludentes Handeln).

    Die Anzahlung wurde doch sicher quittiert und die restlichen Vereinbarungen schriftlich fixiert?

    Ich gehe davon aus, dass ja.

    Insofern hat sich an den Bedingungen nichts geändert, nur möchte nun der Käufer einseitig den Vertrag lösen.
    Dem kann der Verkäufer nun zustimmen, dürfte jedoch hierbei evtl. entstandene Kosten in Rechnung stellen.

    Garagenmiete, Wertverlust, laufende Kosten?

    Alles selbstverständlich ohne Gewähr.

    Frage 1: Willst Du streiten?
    Frage 2: Wenn ja, hast Du nen Rechtsschutz (SB beachten)?

  5. Registriert seit
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    #5
    Ist mir vor zwei Jahren so ähnlich passiert. Der Käufer ist einfach 500 km angereist und ist dann vor Ort vom Kaufvertrag abgesprungen und wollte seien Anzahlung zurück.
    Da ich dafür keine Veranlassung sah hat er mich blockiert und die Polizei gerufen; als diese angekommen waren hat er verlangt, dass die Polizei das Geld eintreibt.
    Das Ende vom Lied: Ich habe auf eine Anzeige wegen Nötigung verzichtet und er hat seinen Anwalt befragt und ich habe nie wieder etwas gehört.

    Ich würde die Anzahlung einbehalten und gut ist es. Alles andere kostet nur Nerven und bedarf einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

  6. Registriert seit
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    527

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    #6
    Rechtlich habt ihr einen Vertrag, sofern du dies mit ihm Schriftlich vereinbart hast könntest du auf deine Recht bestehen und
    klagen auf eine Vertragserfüllung.

    Solltet ihr dies alles nur mündlich Vereinbart haben wird es Schwierig wegen mangels der Beweisbarkeit, in diesem fall behalte die 300 € Anzahlung.

    Vom Kaufvertrag zurücktreten könnte er nur bei nicht Erfüllung einer Abmachung deiner Seits, der Preis wurde ja Akzeptiert von ihm.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hi
    Ich würde niemals eine Anzahlung überweisen wenn ich nicht über den Preis einig wäre. Wenn ich dann einig bin könnte höchstens noch der Fall eintreten, dass die Maschine nicht so ist wie beschrieben (z.B. ein jahr älter oder ohne Tank ). Dann hätten wir ein Problem. Wenn der Vogel sich aber 2 Monate Zeit lässt (was ich nie machen würde) und Dich am Verkauf "hindert", dann würde ich sagen; Entweder die Kohle bleibt hier und Du machst was Du willst, oder Du nimmst die Karre zum vereinbarten Preis.
    Wenn Du streiten willst ist das auch OK, aber wenn Du, wovon ich ausgehe, verlierst, dann wird's richtig teuer. Dann kommen Verzugszinsen, Garage etc. dazu."

    gerd

  8. Registriert seit
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    #8
    1. kaufvertrag mit detaillierter kaufgegenstandbeschreibung
    2. kaufpreis angeben
    3. anzahlung angeben
    4. spätester abholtermin vereinbaren
    5. vereinbarung darüber, dass bei nichtabnahme die anzahlung verfällt.....


    und gut ist was sonst

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Ich würde niemals eine Anzahlung überweisen wenn ich nicht über den Preis einig wäre. Wenn ich dann einig bin könnte höchstens noch der Fall eintreten, dass die Maschine nicht so ist wie beschrieben (z.B. ein jahr älter oder ohne Tank ). Dann hätten wir ein Problem. Wenn der Vogel sich aber 2 Monate Zeit lässt (was ich nie machen würde) und Dich am Verkauf "hindert", dann würde ich sagen; Entweder die Kohle bleibt hier und Du machst was Du willst, oder Du nimmst die Karre zum vereinbarten Preis.
    Wenn Du streiten willst ist das auch OK, aber wenn Du, wovon ich ausgehe, verlierst, dann wird's richtig teuer. Dann kommen Verzugszinsen, Garage etc. dazu."

    gerd
    Hallo,
    da stimme ich Gerd voll und ganz zu. Wenn er nicht abnimmt behalte das Geld mit Hinweis auf entstandene Kosten und Schaden wie z.B. Garagenmiete, Kiste ist jetzt älter, entgangene Verkaufsmöglichkeiten.
    Und mit den 300€ bist Du dann ja entschädigt, und Anfang April ist immer noch gute Zeit für den Gebrauchtverkauf.
    Auf keinen Fall würde ich an Deiner Stelle einen niedrigeren als den vereinbarten Kaufpreis akzeptieren.
    Sag ihm die Anzahlung gibts nicht zurück. Entweder Karre abnehmen oder er muss den Rechtsweg beschreiten.
    Über den Rechtsweg ihn zwingen die Kiste abzunehmen würde ich mir verkneifen. Setze ihn schriftlich per Einschreiben davon in Kenntnis das das angezahlte Geld als Entschädigung bei Dir verbleibt und Du die Kiste ab sofort wieder zum Verkauf anbietest.
    Das muss doch jedem klar sein, dass eine Anzahlung die Sicherheit für das Zustandekommen des Geschäft darstellt. Kommt das Geschäft nicht zustande, ist die Anzahlung natürlich weg!

    Viel Glück,
    Grafenwalder

  10. Registriert seit
    26.05.2009
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    Standard

    #10
    ich würde hierzu auf alle fälle mal mit einem anwalt sprechen und diesen nach seinem rat fragen.

    so richtig wissen tut es hier von uns vermutlich wohl keiner und bei uns in deutschland gilt immer noch:

    "recht haben und recht bekommen sind immer noch zwei verschiedene paar schuhe".

    nicht das da nachher der große hammer kommt und es richtig teuer für dich wird.

    ich würde da auf nummer sicher gehen.


 
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