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Wie sitzt man auf dem Schnabeltier ?!

Erstellt von Kroni, 13.11.2008, 22:53 Uhr · 59 Antworten · 6.825 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #21
    Hallo,

    vor knapp 2 Jahren war ich auf dr Suche nach ´ner gebrauchten GS 1150.
    Beim hab ich eine probegefahren, und irgendwie hatte ich (192 groß) das Gefühl : Sitz zu niedrig ( war aber in der hohen Position ), Lenker zu hoch ( Arme gingen nach oben ), also irgendwie saß ich drauf wie ein nasser Sack. Mein vorheriges Moped war übrigens eine R 100 GS, und da hat die Sitzposition 12 Jahre lang 100%ig gepaßt.
    Der meinte dann : " Probier bei deiner Größe doch mal die 1150 Adv. hier aus ".
    Und, was soll ich sagen, alles paßte !
    Seitdem fahr ich GSA, und bin zufrieden !

  2. Registriert seit
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    287

    Standard

    #22
    Mahlzeit !

    So - ich habe gestern noch ein bischen rumprobiert, und als erstes mal die Sitzbank wieder nach unten gestellt - der Lenker ist in Position geblieben. Der sich so ergebende Kniewinkel ist zwar relativ eng - aber mir vom RS-Ziegelstein durchaus gewohnt. Man muß halt ab und zu Pause machen, und zwischendurch bei Gelegenheit die Beine baumeln lassen. Aber dafür wird die Integration wieder besser, auch das von mir so heiss ersehnte Tankende ist wieder näher am Schwanz.

    Dann habe ich versucht, Doro's Hinweise von der Körperspannung in die Tat umzusetzen. Doro habe ich im August mal kennengelernt und muß neidvoll zugestehen, daß sie mir fahrerisch nicht unerheblich überlegen ist, und ihr 12er Schnabeltier verdammt gut im Griff hat. Gut - 12er ist ergonomisch nochmal was anderes wie 1150er. Da hat man sich offenbar nochmal große Mühe gegeben, die Ergonomie zu verbessern - immerhin muß auch der Fahrer mit lockeren 20 Mehr-PSen und Nms fertig werden.

    Es geht - sogar recht gut, aber es strengt mich nicht wenig an. Die Muskeln um die Lendenwirbel herum merke ich noch heute - Muskelkater. Das ist keine unkritische Sache, diese Sitzweise - die im Vergleich zur RS deutlich höhere Körperspannung muß permanent durchgehalten werden, da jeder Stoß von unten direkt auf die Wirbelsäule durchschlägt. Bei der RS federn die Beine mit - da stützt man sich mit den Füssen nach unten-hinten ab. Die GS-Fußrasten liegen dafür zu weit vorne - vermutlich eine Reminiszens ans Gelände und das dort häufig benötigte Fahren im Stehen. Um bei der GS das Federn mit Biomasse zu federn, muß man sich regelrecht an der Segelstange hochziehen - dazu ist sie ja schließlich angebracht, oder ?
    Andererseits - hält man die Position durch, ist sie auch eine gute Rückenschule. So komisch das auf den ersten Blick scheinen mag: ich habe den Eindruck, daß Motorradfahren meinem Rücken sogar guttut.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich mal ganz klar zum Ausdruck bringen, daß ich es nicht für einen Ausweis von Kompetenz halte, solche Überlegungen und Diskussionen als "Quatsch" abzufertigen. Alleine die Menge an entsprechenden Umbauten und Einstellungen, die hier schon zutage getreten sind, sprechen eine andere Sprache. Und in allgemeiner Weise: der "Sitz", das "Sitzen" auf oder "in" dem Motorrad ist die Schnittstelle zwischen Fahrer und Maschine. Diese möglichst optimal zu gestalten, ist nicht nur eine orthopädische Notwendigkeit, damit man im eventuell erreichten Rentenalter noch eine gewisse Restfreude an seinen Bandscheiben hat, sondern auch eine Fahrerische.

    Je besser Fahrer und Maschine ineinander integriert sind, um so höher ist die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems - kann man sehr schön nachlesen bei Bernt Spiegel: Die obere Hälfte des Motorrades - ein Buch, daß ich bestimmt 10x mit Gewinn gelesen habe und dessen Ratschläge zum richtigen Fahren mir weitaus mehr gebracht haben, als alle möglichen Ratschläge, die man sonst so kriegt. Ich habe mit diesem Buch fahren gelernt - und mit meiner K 1100 RS.

    Diese Integration von Fahrer und Maschine kann nie perfekt sein, wenn man gerade ein neues Motorrad bekommt, und ich halte es schlicht für dummes Geschwätz, wenn jemand behauptet, daß man es auf den ersten 500 m merken müsse, was diesbezüglich Sache ist. Das kann allenfalls bei höchst erfahrenen Motorradtestern der Fall sein. Und selbst bei den Profis wird gerade an dieser Schnittstelle endlos gefeilt.

    Diese Schnittstelle kann man durchaus bewußt gestalten, und auch das seinige tun, sich dem Moped soweit es möglich ist, anzupassen. Man kann es natürlich auch bleiben lassen. Bei vielen wird es intuitiv erfolgen - einige werden beständige Wehwechen an ihren Knochen in Kauf nehmen und sogar einige orthopädische Schäden in Kauf nehmen. Man liest es immer wieder, daß das Schnabeltier manchen Reiter buchstäblich abgeworfen hat - der nämlich irgendwann soviele Rückenprobleme hatte, daß er sich nach einem anderen Untersatz umsehen durfte. Ein Rundum-Sorglos-Paket ist auch das Schnabeltier nicht.

    Also ist es zumindest nicht verkehrt, sich auch darüber eine Platte zu machen, und sich bewußt Mühe zu geben, seine Sitzhaltung möglichst weitgehend zu optimieren. Ich jedenfalls habe diesbezüglich einen gewissen Ehrgeiz.

    Dieses Bio-Tuning bringt nämlich auch auf der Strasse gewaltig viel - ja, es ermöglicht es überhaupt erst, die Leistungsfähigkeit der Maschine nachhaltig auf die Strasse zu bringen. Nur dann, wenn man orthopädisch gesund, aber auch gut integriert, beweglich und fahraktiv sitzt, hält man überhaupt längere Strecken mit erheblicheren Geschwindigkeiten durch. Die Sitzposition muß schließlich auch schnelle Gewichtsverlagerungen in die jeweiligen Kurveninnenseiten zulassen.

    Ich mache mir da nichts vor: da reichen bei mir keine 500 m und auch keine 500 km - wenn ich nach 5.000 km auf dem Schnabeltier meine individuelle gute Position gefunden haben werde, dann bin ich hoch zufrieden. Bis dahin wird probiert, getestet und evtl. am Ende auch ein bissl rumgeschraubt.

    Das hat sich bei der K gelohnt, deren Potential sich nach dieser Übung erst so richtig erschlossen hat - und bei der Q wird es nicht anders sein.

    Gruß

    Kroni

  3. Registriert seit
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    Standard Mein Beitrag.

    #23
    Kroni.

    Jetzt haste'se alle in ,,Schutt und Asche'' geschrieben.

    Fehlt nur noch mein ,,Mist.''

    Habe auch komisch gesessen. Habe die Bank mittig aufpolstern lassen, die Kanten etwas abschleifen lassen und sitze jetzt etwas weiter hinten.
    Ohne das Gefühl zu haben, daß meine P.-Backen in die Kuhle rutschen wollen.
    Jene gibbet es nicht mehr.
    Vorn hoch, hinten runter mit der Bank.

    Fahre als Einsitzer und möchte auch keine durchgehende Bank haben.

    Wer schrieb was von GS und schaltfaul fahren ?
    Jener soll mal ne CB 1300 reiten.

  4. Registriert seit
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    232

    Standard also schaltfaul fahren

    #24
    kann ich auf gar keinen fall unterschreiben da musste ich ja auf der bulldog weniger schalten , als auf der gs.

    und das mit dem sitzen von kroni kann ich sehr gut verstehen. ich habe immense probleme mit der sitzbank (die originalbank schon nach 700km abgestossen, die TT war nicht besser - also umgepostert fürn arsch voll geld - besser aber nicht gut-trotz vorne hoch hinten tief immer das gefühl im becken nach vorne zu kippen) jetzt kommt diese woche noch ne bank von BD - bin mal gespannt- oberstes gebot war - keine kuhle in der bank. das ist aber dann die letzte! richtig sitzen ist das A und O auf der gs/ auf jedem bike.
    in diesem sinne - viel spass beim experimentieren

  5. Baumbart Gast

    Standard

    #25
    Die Sitzposition muß schließlich auch schnelle Gewichtsverlagerungen in die jeweiligen Kurveninnenseiten zulassen.
    genau. drumm stimmt trotz aller wissenschaftlichkeit er Untersuchung der alte Kradmelderspruch: Sack annen Tank und Gas auf - so fährst Du am schnellsten (und so sitz ich auf meiner GS auch am besten).

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    #26
    So, kann ich nicht fahren.
    Für mich, untypische Haltung, wobei ich im Oberschenkel Krämpfe bekommen würde.

    Um nicht mit der rechten Ferse/Hacken immer am Kardan der12er tanzen zu müssen habe ich davor'n kleines Gegenblech montiert. (alu)
    So kann ich jetzt auch mal nur, mit den Fußspitzen aufgestützt fahren.

    Auf der GS 800 wars gleich gut. Für den Hintern.
    Aber für die Füße (Hacken) war zu wenig Platz, wenn ich nur die F.-Spitzen aufsetzen wollte. Habe Gr. 45/46

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    Standard

    #27
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    genau. drumm stimmt trotz aller wissenschaftlichkeit er Untersuchung der alte Kradmelderspruch: Sack annen Tank und Gas auf - so fährst Du am schnellsten (und so sitz ich auf meiner GS auch am besten).
    Ich nicht

  8. Baumbart Gast

    Standard

    #28
    Zitat Zitat von Doro Beitrag anzeigen
    Ich nicht
    drum können Frauen auch nicht wirklich schnell Mopped fahren

  9. Registriert seit
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    Standard

    #29
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    drum können Frauen auch nicht wirklich schnell Mopped fahren
    Was zu beweisen wäre.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #30
    Baumbart, Du bewegst Dich auf sehr dünnem Eis.


 
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