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Wiedereinsteiger braucht Entscheidungshilfe

Erstellt von Grisu1965, 30.03.2010, 11:09 Uhr · 12 Antworten · 1.578 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Wiedereinsteiger braucht Entscheidungshilfe

    #1
    Ich habe den Beitrag auch schon unter Neuvorstellung eingestellt möchte das Thema aber hier auch noch mal ansprechen. Ich hoffe das ich hier mehr Resonanz bekomme.

    Hi all,

    ich wollte mich mal kurz Vorstellen. Mein Name ist Jürgen bin 45 Jahre und komme aus dem Köln / Bonner Raum genauer aus dem schönen Vorgebirge.
    Ich überlege gerade mir nach 10 Jahren Motorradloser Zeit wieder ein Zweirrad zu zu legen.
    Mein letztes Moped war eine K 1100 RS Bj 96 Sondermodell schwarz/silber das ich schweren Herzens verkauft habe als wir gebaut haben.
    Damals hat mir die GS schon immer ganz gut gefallen. Da eine neue Maschiene nicht in Frage kommt schaue ich nun nach einer gut gebrauchten GS. Ich bin nur leider nicht mehr wirklich in der Materie drinne.
    Zu meiner Motorrad Zeit war ja das gute alte Schnabeltier noch mit 1100 ccm unterwegs. Mitlerweile ist der Hubraum auf 1200 ccm gesteigert worden und die Optik ist, für mich jedenfalls, sehr gewöhnungsbedürftig. Die 1150 dagegen ist eigentlich ein optisch sehr gelungener Entwurf und würde mir schon zusagen.
    Die Gretchenfrage ist aber nun was ist empfehlenswert von Preis, Leistung, Zuverlässigkeit usw.
    Welche der dreien würdet ihr einen Wiedereinsteiger empfehlen? Ich weiß das kann man nicht generell beantworten aber ihr könntet mir die Entscheidung doch vereinfachen
    Ich möchte mich jetzt schon für die rege Dicusion bedanken und hoffe das diese auch zu stande kommt.

    Gruß
    Jürgen

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hallo Jürgen,
    ich bin letztes Jahr erst aus gesundheitlichen gründen von K1100RS zu R1150GS gewechselt. Ich muss dazusagen das die K immer schon mein Traum war und der Boxer nicht so mein wunsch war.
    Der umstieg war mit etwas Wehmut, aber ich kenne bisher kaum ein Mopet das sich so schnell und handlich mit angenehmer Sitzposition durch die Kurven schwingt. Die durchschnittliche Reisegeschwinigkeit ist bei mir etwas gesunken, liegt aber oft immer noch im Knöllchenbeeich.
    Zur Entscheidungshilfe: 1150 ist ausgereit mit etwas weniger Elektronik (kein CAN-Bus) und in allen Lebenslagen ausreichend.
    1200 hat mehr Leistung, moderner und auch super Fahreigenschaften.
    Was die einzelnen Typen ( 1150-ABSII, Bremskraftverstärker, 1200 MÜ/TÜ) für kleine macken haben kannst Du in einer Stunde Forumlesen rauskriegen.
    Fazit ist Die K war der Traum auf der kurfigen Landstraße. Die GS, egal welche, ist fast die "eierlegende Wollmilchsau". Spaß vom leichten Gelände über Pässe und auch langsame Turen.
    Wenn sich was günstiges auftut greif zu.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    hi, hol dir eine 1150er ohne bremskraftverstärker und intergral, also nur mit normalem abs

    gute, fast unverwüstliche motorräder mit relativ wenig kilometer findest du bis 6000 euro immer

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hallo alle,

    so jetzt habe ich zwei mal die 1150 empfohlen bekommen. Die Preise sind ja wirklich verlockend und die rund 80 PS sind wohl auch absolut ausreichend. Ich sollte eventuell noch mein Nutzungsprofil angeben. Ich bin ein Schönwetterfahrer der wohl überwiegend Tagestouren macht bzw das Moped auf dem Hänger hinter unserem Wohnmobil mit in den Urlaub nehmen möchte. Eventuell kommt mal eine Wochenendreise dazu aber mehr wohl nicht.
    Ich muss nicht das aktuelste Modell fahren. Habe auch schon damit geliebäugelt mir wieder eine K 1100 RS zu kaufen da es seiner Zeit mein absolutes Traummoped war.
    Sie hat auch heute immer noch was wie ich finde. Die GS käme aber meinen heutigen Ansprüchen doch gerechter. Schließlich ist man ja nicht mehr der jüngste

  5. Registriert seit
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    383

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    #5
    Eigentlich ist das keine Sache die man mit dem Kopf entscheiden kann, vielmehr muß man das erFAHREN. Es soll zwar Leute geben, die Moppeds aus dem Katalog bestellen, das sind dann aber meist die, welche im 2. Frühjahr schon wieder bei mobile.de drinstehen Einfach mal zum Händler fahren und unverbindlich Probesitzen, da merkt man schon ob die Ergonomie überhaupt zum eigenen Körperbau passt. Ich bin mit meiner 1150er OHNE ABS, BKV und Doppelzündung seeehr glücklich ...

    Gruß Marijn

  6. LGW Gast

    Standard

    #6
    Mach' doch einfach ein paar Probefahrten. Ob und welche GS zum jetzigen Zeitpunkt "deine" ist, das kann dir keiner verraten, ausser dir selbst.

    So richtig daneben greifen kann man glaube ich nicht wirklich, nur der Bremskraftverstärker verstört einige schwer. Gibt ja genug 1150er ohne.

  7. Registriert seit
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    #7
    ich komme auch von der K1100RS und bin eigentlich ein reiner 4Zylinderfahrer. Die 1100 und 1150 Boxer haben mir von der Leistungscharakteristik und dem Drehverlauf nie gefallen und waren somit trotz diverser Probefahren absolut kein Grund, die K abzustoßen.
    Bis ich dann die 1200 GS zur Probe gefahren habe.
    Die gefiel mir einfach auf Anhieb, ich hatte das Gefühl, dass sie wesentlich runder fährt und oben herum nicht so verhungert wie die anderen Boxer.
    Und als dann das Angebot stimmt, habe ich ganz schnell gewechselt.

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Bei mir stehen die K 1100 RS und die 1150er GS einträchtig zusammen im Stall - die K war zuerst da ...

    Es sind zwei sehr unterschiedliche Konzepte, und mir macht es große Freude, sie abwechselnd zu fahren.

    Die RS ist ein Spezialist, die GS kann fast alles, ist "der Allrounder" schlechthin. Die RS will mit beträchtlichem Körpereinsatz gefahren werden, wenn es etwas flotter zur Sache gehen soll - die GS ist da anspruchsloser. Die RS bleibt auch im oberen Geschwindigkeitsbereich unterschütterlich souverän und ruhig - die GS wird, meiner Erfahrung nach, dann doch etwas nervöser. "Richtig schnell" mit der GS fahren geht, aber macht keinen richtigen Spaß. Die K braucht unbedingt Asphalt unterm Reifen, und liebt engstes Geläuf überhaupt nicht. Der GS ist der Untergrund scheissegal, sie pflügt sich überall durch, und kann die Zacken einer Briefmarke hinterherfahren. Die K kann auch mal mit Tempo 200 über die Bahn düsen, und man hält locker an die 1000 km auf ihr aus - sie ist, wenn man richtig in ihr sitzt, sehr bequem. Die GS dagegen ist weitaus weniger kompfortabel - aber das ist natürlich auch subjektiv. Die RS ist rennstreckentauglich und will auch flott gefahren werden - Blümchenpflücken mag sie überhaupt nicht. Das kann mit der GS so richtig Laune machen ... langsam einen Feldweg entlangprötteln, und den (echten) Kühen beim Verdauen zugucken.

    Der "Ziegelstein" sondert ab 3000 upm stets 90 Nm oder mehr ab - bis 7.500 upm. Er läuft turbinenartig ruhig, wie Samt und Seide, der Gasgriff fühlt sich wie ein joystick an. In der Drehzahlmitte gibt es eine winzige Delle - aber die meisten Fahrer spüren sie wohl nie. Der 1150er Boxer dagegen strotzt nur so von "Charakter": um 3000 upm stark, die Mitte kann man wegen der zerklüfteten Drehmomentkurve vergessen, und dann ab ca. 6000 upm nochmal bärig. Der 12er Boxer ist dagegen so fast so kultiviert wie ein Vierer - wenn er denn läuft ...
    Mit der K 1100 RS kann man beim schnellen Ritt sehr gut mithalten, die 1150er GS ist konzeptgerecht motorisiert, es langt dicke ... aber für den schnellen Ritt fehlen 10-20 PS. Das hängt natürlich auch mit der ungünstigen Aerodynamik der GS zusammen.

    Technisch ist die K 1100 RS ein buchstäbliches "altes Eisen" - 1996 ist sie vom Band gegangen, und durch die K 1200 RS ersetzt worden. Ihre Erscheinung entspricht daher nicht mehr dem, was man heute so liebt - obwohl die neue Honda VFR mich doch sehr an meine 1100er erinnert. Technisch indessen ist die K 1100 RS jedoch allererste Sahne. Mit vernünftigem Fahrwerk "gepimpt" (das Serienfahrwerk macht ab ca. 50.000 km schlapp und dürfte inzwischen auch durch Alterung des Materials "fertig" sein), und schön regelmässig gepflegt kann sie ein Freund fürs Leben sein. Ihre Fertigungsqualität ist kaum zu übertreffen - meine K ist 17 Jahre alt und hat nicht einen Hauch von Rost. Ihre einzige erhebliche Schwachstelle sind die Elektro-Kontakte, deren Leitfähigkeit manchmal aufgibt - was aber andererseits keine große Sache ist.

    Die 1150er GS dagegen ist immer noch gut, aber nicht mehr sehr gut verarbeitet - das, wie es wohl öfters vorkommt, ein Radlager nach 20-30.000 km die Grätsche macht, ist bei der K 1100 undenkbar. Überall jedoch, wo 1200 ccm drinnen sind, ist bei BMW meiner Meinung nach Vorsicht angebracht: die Fertigungsqualität ist in den tiefsten Kohlenkeller gerutscht, und wenn man Pech hat, verbringt der Bock mehr Zeit beim Freundlichen, als auf der Strasse. (Ausnahme: K 1200 mit dem letzten, liegenden Vierzylinder - die gilt auch noch als sehr solide).

    Die Unterhaltung eines "Ziegelsteins" ist teuerer, als die eines Boxers. Für große Inspektionen kommt man nahe an den Tausender, wenn man zum Freundlichen muß, der Boxer bescheidet sich mit der Hälfte. Dafür braucht die K deutlich weniger Sprit, ist in gemütlicher Marschfahrt unter 4,5 l zu kriegen - meine GS dagegen hatte ich noch nie unter 6,5 l. Wenn die K auf der Landstrasse 6 l nimmt, hat man jedoch schon ganz schön Gummi gegeben. Die K ist schließlich auch in der Anschaffung unschlagbar günstig - gute Exemplare sind schon ab ca. 3 k€ zu haben, aber inzwischen selten im Angebot. Bei der 1150er Kuh gehts dagegen erst ab 6-7 k€ los - wenn man von völlig ausgelutschen Exemplaren mal absieht.

    Die K ist auch resistenter gegen Beladung und Soziusbetrieb. Die beladenen Systemkoffer spürt man erst recht spät, wenn man das Fahrwerk angepasst und nicht einseitig beladen hat.

    Die 12er Boxer sind dagegen sehr teuer, sie fangen auch gebraucht da an, wo der 1150er aufhört. Nach meiner Beobachtung sind sie sehr unzuverlässig, technisch sehr anfällig und nur noch eingeschränkt selbst zu schrauben. Ich weiss, daß es viele gibt, die mit ihrem 12er sehr zufrieden sind - aber ich bin zu vielen begegnet, die sich über beständige teure Werkstattaufenthalte schon halbtot geärgert haben. Für mich isser deswegen nix.

    Per saldo: die K verlangt einen engagierten Fahrer, dem sie dann aber auch viel Freude machen kann - die GS stellt deutlich weniger Ansprüche an den Fahrer, ist in jeder Hinsicht "leidensfähiger", nimmt nichts so schnell krumm, verzeiht auch heftige Fahrfehler.

    Dem Wiedereinsteiger mit "schaumgebremstem" fahrerischen Ehrgeiz würde ich daher das Schnabeltier empfehlen.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hallo Kroni,

    schön wie du die K beschrieben hast. Genau so habe ich sie noch in Erinnerung
    Wenn ich das so lese wird mir das Herz nach der guten K schon schwer. Ich habe sie damals mit sehr schweren Herzen verkauft. leider ging nicht alles. bauen und Moped war nicht zusammen unter einen Hut zu bekommen.
    Die Ka war mein absolutest Wunschmotorad und dazu noch in der schwarz silberenen Sonderlakierung einfach ein Traum.
    Sollte ich mir doch wieder eine K 1100 RS kaufen? Es stehen ein paar gut geflegte Exemplare in schwarz silber bei Mobile für kleinen Kurs.
    Erhaltungswürdig ist die K auf jedenfall da sie einfach Kult ist.
    Andererseits denke ich für mein Anforderungsprofil ist die GS dann doch bessere geeignet.
    Ich werde wohl mal zum meines Vertrauens gehen und mal probesitzen

    Gruß
    Jürgen

  10. Registriert seit
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    5.191

    Standard

    #10
    Kurzen Antwort von mir - R 1150 GS


 
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