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Was wiegt der Plunder

Erstellt von AndyCH, 04.08.2008, 07:48 Uhr · 21 Antworten · 3.023 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Was wiegt der Plunder

    #1
    Hallo zusammen

    bin gerade meine Südamerikatour 2009/2010 mit meiner R 1200 GS (2006) am vorbereiten und habe wies aussieht ein Gewichtsproblem da ich mit Beifahrer(in) reise.. Nö das Mädel is nicht dick und bei mir kriegt mann auch bestenfals 10 kg weg..


    Also was wiegen:
    - die BMW Alukoffer, links und rechts
    - die Kofferträger dazu
    - ein Sturzbügel?

    Ich schätze ich habe so 40 Kilo mehr als die Maximalzuladung erlaubt wenn ich Spritreserven usw. einrechne.. Wie schafft man man das trotzdem...? (habe schon so nen ultraleicht Auspuff drauf der angeblich 6 Kg leichter sein soll)

    Andere Stossdämpfer? nur hinten oder auch vorne? wenn ja welche??

    Gruss Andy

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    #2
    Meine Frau und ich waren letztes Jahr in Schweden (Link siehe unten). Und wir Zwei sind wahrlich keine Leichtgewichte. Dann die vollbepackten Koffer, Seesäcke und Topcase - wir waren garantiert über dem Limit...
    Bei den schwedischen Strassenverhältnissen ging die Originalfederung tiptop (Federvorspannung auf härteste Einstellung). Aber in Südamerika sollen die Strassen (?) ja wesentlich schlechter sein. Keine Ahnung, ob da Wilbers oder Oehlins besser sind... (ist ja auch eine Kostenfrage)

    Interessant wäre für mich die Frage, ob bei solch grosser Zuladung etwas wie z.B. die Federführungsbeine oder Ähnliches brechen könnten...

    Aber vielleicht wissen unsere Profis das besser

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    #3
    Hi
    Die AL-Kisten wiegen je 5Kg, die Halterei dazu 7Kg, das TopCase 4,5Kg.
    Entscheidend ob die Fuhre zusammenbricht ist weniger das Gesamtgewicht sondern der eingeleitete Kraftimpuls.
    Weniger intellektuell :
    Fährst (eigentlich springst) Du alleine (mit etwas Schwung) über eine 3 Meter hohe, senkrechte Kante, wird Dir der unten erfolgende Aufschlag ein bisschen etwas verbiegen. Die einwirkende Kraft errechnet sich aus dem Gewicht und der "Fallhöhe".
    Diese Kraft muss a) der Dämpfer schlucken und b) die anderen Komponenten müssen sie aushalten.
    Steht der Dämpfer auf "bretthart" kann man sich auch einen Stahlstab statt dessen denken. Die Kraft wirkt voll auf den Rahmen. Sitzt man, knackt wahrscheinlich der Heckrahmen und gleichzeitig das Getriebe, steht man, hat man plötzlich keine Fussrasten mehr.
    Steht der Dämpfer auf "butterweich" knallt er voll durch, wird wieder zum "Stahlstab" und das Resultat ist identisch. Theoretisch sollte er bei maximal zulässiger Belastung (also Gewicht + Sprung) gerade nicht durchknallen.
    So, jetzt erhöhst Du das Gewicht und verkleinerst die Sprunghöhe. Irgendwann wird es auch bei einem besseren Schlagloch passieren.
    Die "Sprunghöhe" kann natürlich auch die Geschwindigkeit sein. Einen Randstein langsam zu überfahren ist in der Regel problemlos, ist man schnell, "tut es einen mords Schlag".
    Ergo (weiss aber jeder):
    Bei schlechten Wegen lieber etwas langsamer. Wegen 50Kg Überlast würde ich mir dann nicht zu viele Gedanken machen.
    Physikalisch ist diese Beschreibung nicht ganz korrekt doch als "Bild" sollte sie taugen..
    gerd

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    #4
    Deine Antworten tönen immer so versiert

    Nun halt noch eine Anschlussfrage (oder zwei):
    - Ist denn die volle Federvorspannung nicht für Vollbeladung berechnet?
    - Was ist bei den Oehlins und Wilbers besser?

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    #5
    Hi
    Ähem....
    Leider vertrete ich die Auffassung, dass die federbeine eines der Dinge sind, bei denen am meisten gegeizt wird. Aus Herstellersicht verstehe ich das sogar. Niemand schaut darauf, keiner kann reingucken und es funzt ja.
    Wer mal eine zeitlang korrekt eingestellte Nachrüstbeine gefahren hat und dann wieder auf die Serie umsteigt weiss es.
    Bei mir war es notwendig die Federvorspannung der Serienteile praktisch voll zu nutzen um einen vernünftigen Negativfederweg zu realisieren.
    http://www.powerboxer.de/Federbein-einstellen.html
    Zwar wiege ich (110Kg incl Klamotten) mehr als der "Normfahrer" (85Kg?), doch wie man das Teil einstellen soll wenn man die zulässigen 200Kg draufpackt ist mir schleierhaft. Die Fuhre hängt dann wie ein Schluck Wasser in der Kurve.
    In meinen Augen sind die GSen für einen (Norm-)Fahrer mit etwas Gepäck abgestimmt. Bei dauernder Soziuslast rate ich jedem zu einem abgestimmten Federbein (nein, ich verkaufe absolut nix. Ausser vielleicht Wissen, doch auch das in einem ganz anderen Bereich ).
    gedr

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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Ähem....
    Leider vertrete ich die Auffassung, dass die federbeine eines der Dinge sind, bei denen am meisten gegeizt wird. Aus Herstellersicht verstehe ich das sogar. Niemand schaut darauf, keiner kann reingucken und es funzt ja.
    Wer mal eine zeitlang korrekt eingestellte Nachrüstbeine gefahren hat und dann wieder auf die Serie umsteigt weiss es.
    So ist es.

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    #7
    und es kommt erschwerend hinzu, dass die Federung, entgegen der landläufigen Meinung, bei voller Vorspannung natürlich doch bockeliger wird, weil die Federn progressiv gewickelt sind.

    Ein voll vorgespanntes Serienbein ist definitiv kein Spaß mehr.

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Lasst mich raten: 1000 Teuros?

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Haegi Beitrag anzeigen
    Lasst mich raten: 1000 Teuros?

    Ich habe die Ölins Federbeine genau auf meine (unsere) Verhältnisse aufrüsten lassen (In der Schweiz gibts da, irgendwo am Bodensee einen Typen, der macht solch Zeugs )... Ich kann Dir sagen, wegen dem Fahrfeeling, kein Rappen (OK,zur besseren Verständlichkeit: Cent) zu viel ausgegeben!!! Umgerechnet mit Montage beim , 1650.- Teuros!!!

  10. Registriert seit
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    57

    Standard Fournales

    #10
    Schau Dir mal Fournales Beinchen an.
    Ich glaube die könnten für Dich die Lösung sein

    Wenn Du farnzösisch kannst dann www.fournales.fr, sonst gib "fournales" in Google ein, dann kommt als erstes:
    Fournales - [ Diese Seite übersetzen ] und Du kannst es Dir übersetzen lassen.
    Dann geh auf Katalog, und unter "Mono-Kombimotorräder" findest Du in der ersten Zeile die BMW. Dort findest Du alle Typen, und auch die GS'n

    Das sind Luftfederbeine OHNE Stahlfeder und wurden ursprünglich für die Concorde entwickelt. Inzwischen gibt es sie für so gut wie alles was Räder hat, vom Fahrrad bis zum Truck.
    (Primitiv gesagt sind es zugestopfte Fahrradpumpen).
    Ich hatte die auf meiner alten 80/7, und sie sind genial.
    Am Anfang schön weich, dann zunehmend härter, und vor allem: sie können nicht durchschlagen, weil sich Luft - und nur damit "federn" sie - nun mal nicht auf 0 komprimieren lässt.

    Man kann sie mit einer (70€) Hand-Pumpe auf bis zu 30 bar "vorspannen", und einfach den Luftdruck je nach Einsatz und Beladung variieren.

    Es gibt zwei Ausführungen:
    MONO NEW MA04 ---- cost is 655 €.
    DUAL SYSTEM MA18 ---- cost is 780 €.
    Porto 25€
    (Preise - für die 1150er GS - hab ich per Mail bekommen)

    Das ist zwar echtes Geld, da ich sie auf meiner 80er aber über 20 Jahre drauf hatte, weiß ich dass sie dafür praktisch ewig leben, nur alle 60000km neues Öl, und alle 120000km neue Dichtungen brauchen.

    Wenn man auf einer längeren Tour einige Tage auf ein paar Hotel-Sternderln verzichtet, hat man's aber locker wieder herinnen.

    Das "Dual" Modell hat übrigens einen extra balgartigen Luftbehälter, mit dem Du bei voller Beladung die zusätzliche nötige Luft für die höhere Vorspannung direkt ins Bein drücken kannst ohne die Pumpe zu brauchen.
    Im Solobetrieb ziehts Du den Balg dann einfach wieder raus.
    Die Dichtungen sind übrigens auf etliche hundert bar ausgelegt, also keinerlei Gefahr die zu überfordern!

    Sobald ich mich von meinem Wunderlichen Sitz (finanziell) erholt habe, ist das jedenfalls meine nächste Investition.
    Erst hinten, dann vorne, was ja genialer weise bei der GS möglich ist.


 
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