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Wo darf man denn fahren ?

Erstellt von Dutchgit, 31.01.2015, 19:40 Uhr · 84 Antworten · 7.863 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #71
    @ ta-rider

    ...........und wild zelten in Südafrika war für mich 6 Monate lang kein Problem
    Man sollte Glück oder das Zusammentreffen von mehreren glücklichen Perioden, nicht als Normalität verkaufen.

    Ich ziehe den Hut vor Deiner Tour, wohlwissend, dass Du auch dabei ein Glückskind gewesen bist. Aber es gibt auch negative Beispiele - wie eben auch bei uns in Deutschland nicht alles rosig ist. Aber Afrika bleibt Afrika, und ich bezahle lieber in Deutschland fürs Wildcampen, wohlwissend dafür in einer zivilisierten Welt zu leben.

    ..... es gibt und gab schon immer Glückspilze, die beim Gang durch ein Minenfeld nie eine Mine berührt haben, es erwischte halt dann eben nur den/die anderen.

    Also ich habe bis jetzt noch nie Strafe zahlen müssen auf Feld-, Wald- und Wirtschaftswegen - aber schon böse Beschimpfungen erhalten, obwohl ich stets langsam an Spaziergängern oder Hundehaltern vorbeifahre. Es gab auch schon Bauern, die sich wütend äußerten und ihr Fahrzeug + Gerät quer in den Weg stellten......... ich habe dann eben umgedreht.

    ....... alles was neben geteerten öffentlichen Straßen ist, ist "Naherholungsgebiet" - zumindest für deutsche Spaziergänger .

    - die beste Zeit für solche Touren ist bei einem Fußballspiel (Weltmeisterschaft u. ä.)

    Gruß Kardanfan

  2. Registriert seit
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    #72
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi


    Jaa, das Abenteuer in SA besteht darin, in Johannisburg nach Einbruch der Dunkelheit in's Hotel zu fahren. Bei den Autos sind die Türen verriegelt und rote Ampeln werden nach Möglichkeit ignoriert. Frei nach dem Motto "Nur nicht ausserhalb eines stacheldrahtumgrenzten Gebietes anhalten".
    Die Einladung eines dortigen Kollegen lautet "Komm' doch mal zu uns. Wir haben Platz genug und erst letzte Woche den Stacheldraht um unser Grundstück höher gemacht". Das ist kein Witz!
    Ich war auch schon in der Nähe von Kapstadt. Wirklich eine (auch endurotechnisch) schöne Gegend in der es nicht viele Einschränkungen gibt. Aber nach Einbruch der Dunkelheit besteht faktisch ein Ausgangsverbot.

    Im BayWaldG (http://www.gesetze-bayern.de) steht der Passus
    >>>(3) Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten ist im Wald nur auf Straßen und geeigneten Wegen zulässig. Die Vorschriften des Straßen- und Wegerechts und des Straßenverkehrsrechts bleiben unberührt. <<<
    Viele Moutainbiker wissen offenbar nicht, dass sie nicht Slalom durch die Bäume fahren dürfen nur weil's "schee is" und die Logik im eigenen Hirn sagt nur "ich will aber".
    Anderes wäre auch nicht zielführend weil nun mal die Vorschriften für Kraftfahrer in der StVO geregelt werden.
    Gegen ein generelles "Waldverbot" spricht die Tatsache, dass mir schon ein freundlicher Förster geholfen hat mein Mopped aus einer misslichen Lage (auf einem nicht gesperrten Weg) zu helfen. Er hätte bestimmt etwas erwähnt. Erst zehn Jahre später steht ein Schild an diesem Weg (aber nur von einer Seite; :-) = Einbahnstrasse). Rücksichtsvoll (man muss bei Fusssgängern nicht runterschalten und hupen), ohne Licht (wegen der Viecher) und möglichst geräuscharm; = Endurowandern.

    Oder hat jemand in der Fahrschule von Vorschriften des BayWaldG gehört?
    Aus dessen Vorschriften leitet sich vielleicht das Recht ab dort Sperrschilder aufzustellen.

    Für BW hab' ich nichts gefunden. Das Jagdrecht ist definitiv nicht zuständig und klärt meist nur das Notwegerecht für Jäger.

    Schilder die in Frankreich oder anderem Ausland wirksam sind (oder vielleicht auch nicht??) sind ein anderes Thema

    gerd
    Moin,
    Für BaWü steht die Vorschrift im Waldgesetz. Laut diesem beträgt die Strafe für die Ordnungswidrigkeit bis 10000 EUR!!!
    Grüsse
    Golem

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    #73
    ja klar bis , je nach Verfehlung. Der letzte Mopedfahrer im Landschaftsschutzgebiet, den ich getroffen habe, mußte 75€ bezahlen.

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    #74
    Zitat Zitat von Intermezzo Beitrag anzeigen
    Und was erlaubt ist, wird von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt.

    In Brandenburg ist vieles erlaubt, in Bayern wird vieles toleriert, in Hessen und anderen Ländern ist vieles verboten.
    Hallo,

    genau so ist es. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Wald- und Forstgesetze, siehe z.B. hier:
    Landesrecht BW LWaldG | Landesnorm Baden-Württemberg | Waldgesetz für Baden-Württemberg (Landeswaldgesetz - LWaldG) in der Fassung vom 31. August 1995 | Textnachweis ab: 01.01.2005

    Letztlich ist das so wie mit der Raucherei in den Kneipen, es gibt 16 verschiedenen Landessuppen...

  5. Registriert seit
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    #75
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ja klar bis , je nach Verfehlung. Der letzte Mopedfahrer im Landschaftsschutzgebiet, den ich getroffen habe, mußte 75€ bezahlen.
    aber an Dich, weil Du das Rennen gewonnen hast ;o)

  6. Registriert seit
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    Standard Fahren im Wald

    #76
    Aber man muß ja auch nicht unbedingt in den Wald fahren um Spaß zu haben. Laßt denen die dort leben doch ihre Ruhe. Im Wald gibt es genügend andere Krawallmacher, auch solche die man angeblich nicht hört.

    10000 Euro Strafe dürfte wohl ein Ammenmärchen sein. Oder der ist mit einem Harvester quer durch die Tannenschonung gefahren und darf jetzt den Flurschaden gleich mitbezahlen. Wenn ich dran denke wie wir 1978 mit unserem Leo die Bäume umgelegt haben. Wäre heute aber auch nicht mehr denkbar. Und nicht deswegen, weil die Bundeswehr ein Einsatzproblem hat.

    Ich stelle fest, es war, ist und bleibt ein immer wieder beliebtes Thema.

    Gruß IM

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    #77
    Zitat Zitat von Intermezzo Beitrag anzeigen
    10000 Euro Strafe dürfte wohl ein Ammenmärchen sein.
    Nö, siehe Waldgesetz Baden Württemberg
    Landesrecht BW LWaldG | Landesnorm Baden-Württemberg | Waldgesetz für Baden-Württemberg (Landeswaldgesetz - LWaldG) in der Fassung vom 31. August 1995 | Textnachweis ab: 01.01.2005

    § 37 Betreten des Waldes
    (4) Ohne besondere Befugnis ist nicht zulässig ....
    1. das Fahren und das Abstellen von Kraftfahrzeugen oder Anhängern im Wald....

    § 83 Allgemeine Ordnungswidrigkeiten
    (2) Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig....
    4. entgegen § 37 Abs. 4 unbefugt fährt, Kraftfahrzeuge oder Anhänger abstellt, zeltet oder unbefugt Verkaufsstände aufstellt,

    (4) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 2500 Euro, in besonders schweren Fällen bis zu 10 000 Euro, geahndet werden.

    Keine Ahnung, was einen besonders schweren Fall ausmachen würde....aber mir wären 2500 EUR aber auch schon zu viel.... und ich fahre daher in keinen Baden-Württembergischen Wald mehr auf Wegen, die nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet sind.

  8. Registriert seit
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    #78
    Dieser Betrag wird höchstens ausgesprochen wenn es zu fatalen Verfehlungen kommt, z.B. wenn in einem Wasserschutzgebiet in großen Mengen Öl ausläuft, mit entsprechenden Folgen für die Umwelt und grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz unterstellt werden kann.
    Das bloße Befahren ohne weitere Folgen für Mensch und Umwelt zieht im Regelfall höchstens dreistellige Bußen nach sich, besonders dann wenn es sich um einen Ersttäter handelt.

    Bevor ihr hier andere total schalu macht, zeigt wenigstens konkrete Beispiele von Gerichtsurteilen (am besten samt deren Begründung).
    Allein derjenige, welcher sich um mögliche (hohe) Strafen Gedanken macht, ist schon auf dem richtigen Weg. Zeigt es doch dass ein Funken Restverstand vorhanden ist. Kaum ein Richter würde in dem Fall die maximal mögliche Strafe aussprechen.

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    #79
    Ich musste mal 30 Euro zahlen für das Befahren eines Forstweges und damit genau so viel wie fürs Parken ohne Parkscheibe am Motorrad auf einem freien, grossen Parkscheibenparkplatz. Das Risiko erwischt zu werden ist übrigens auf dem Parkplatz höher, darum park ich jetzt lieber ihm Wohngebiet...

  10. Registriert seit
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    #80
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Bevor ihr hier andere total schalu macht, zeigt wenigstens konkrete Beispiele von Gerichtsurteilen (am besten samt deren Begründung).
    Allein derjenige, welcher sich um mögliche (hohe) Strafen Gedanken macht, ist schon auf dem richtigen Weg. Zeigt es doch dass ein Funken Restverstand vorhanden ist. Kaum ein Richter würde in dem Fall die maximal mögliche Strafe aussprechen.
    im Regelfall bekommt kein Richter die Verfehlung zu Gesicht. die Verwaltungsbehörde spricht ein Bußgeld und der "Täter" zahlt, wenn er schlau ist.
    Wie gesagt, im Landschaftsschutzgebiet (faktisch ein selten genutzter Truppenübungsplatz) hat das bei dem Enduristen 75€ gemacht.


 
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