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Zwischen Holte und Borgholzhausen...

Erstellt von LGW, 01.12.2009, 18:15 Uhr · 116 Antworten · 8.805 Aufrufe

  1. LGW Gast

    Standard Zwischen Holte und Borgholzhausen...

    #1
    Hätte sich gerade fast ein übermütiger Fahranfänger so richtig schön in die Waldböschung gepflanzt.

    In einer engen Rechtskurve, schmale Straße, (trotz 50 ) ordentlich zu schnell (das SIND aber auch Kurven, das es sowas hier gibt... ), nach links rausgetrieben - zum GLÜCK kein Gegenverkehr, aber genauso kein Seitenstreifen, nur ne Böschung (abfallend).

    OMFG... OK, was können wir alles falsch machen.

    1. Man fährt immer da hin, wo man hinschaut: Böschung fixieren. [check]

    2. Gas radikal wegnehmen, damits hinten möglichst Blockierfreudig wird [check]

    3. panisch in die Vorderradbremse langen, damits vorne möglichst Blockierfeudig wird [check]

    Lustigerweise haben sich (2) und (3) dahingehend aufgehoben, dass sich die Maschine nicht zwischen High- und Lowsider entscheiden konnte (ich mich übrigens auch nicht), und dann auf dem ca. 20cm breiten Laubstreifen (ohne Asphalt drunter) vor der Böschung dank BMW-Fahrwerk so geraaaade noch ein schlingerndes Abfangen möglich war.

    Holy shizzle. Gut, ich hab' nicht mein Leben vorbeiziehen sehen, aber am Moped wäre da garantiert was kaputt gegangen.

    Und es war arschkalt. Ich mach mir erstmal ne leckere Suppe und ein Glas Würstchen auf jetze.

    Und morgen gehts wieder los

  2. Registriert seit
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    8.611

    Standard

    #2
    Na dann man "happy birthday"!

    Und morgen etwas sinniger....

  3. LGW Gast

    Standard

    #3
    Geburtstag hatte ich vorgestern, aber danke

    War echt blöd, aber mit so engen Kurven hatte ich nicht gerechnet. Hätte einfach nur Kupplung ziehen, Schräglage vergrößern müssen, dann wäre das kein Gehampel und völlig Problemlos gewesen.

    Was lernen wir daraus (abgesehen von mehr Vorsicht):

    GANZ GANZ dringend ein Fahrsicherheits/Schräglagentraining absolvieren! Wollte ich eh, aber man schiebt's ja dann doch auf...

  4. Registriert seit
    30.08.2007
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    13.983

    Standard

    #4
    Willst du damit sagen das du die Kurve besser mit gezogener Kupplung bekommen hättest?????
    Dann aber sofort ab zum Sicherheitstraining
    Kupplung ziehen heißt Kontrolle sofort abgeben, das Fahrzeug wird instabil, tu das nicht.

  5. Registriert seit
    22.11.2009
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    75

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    #5
    immer auf zug halten dann geht fast alles ;-)

  6. LGW Gast

    Standard

    #6
    Kupplung ziehen ist ja halt das einzige, was man in der Kurve in Notsituationen überhaupt machen kann wenn's zu schnell ist und mehr Schräglage nicht mehr möglich ist - weil man damit halt die Geschwindigkeit (geringfügig) reduziert, ohne die Blockiergefahr zu erhöhen. Soweit die Theorie - "normale" Kurven fahre ich natürlich auch ohne Kupplung.

    Praktisch habe ich aber einfach völlig falsch reagiert, deswegen muss ich auch definitiv ein Training machen. Wollte ich ja eh, aber das hat gezeigt, wie wichtig es einfach ist.

    Hauptfehler war wohl, panisch in die Bremsen zu langen, wodurch sich die Maschine natürlich sofort aufgerichtet hat, und damit war dann auch keine Kurvenlinie mehr da, dafür aber das "jenseits des Straßenrands". Blöder Reflex.

    Dabei hab' ich jetzt auch schon mal locker 3000km seit der Fahrschule abgespult, ohne solche Probleme

  7. Registriert seit
    30.08.2007
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    13.983

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Kupplung ziehen ist ja halt das einzige, was man in der Kurve in Notsituationen überhaupt machen kann wenn's zu schnell ist und mehr Schräglage nicht mehr möglich ist - weil man damit halt die Geschwindigkeit (geringfügig) reduziert
    Auf keinen Fall, kann das nicht mal jemand richtig gut erklären, ich weiß nur das es sooo nicht geht.

  8. Registriert seit
    21.07.2008
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    489

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Kupplung ziehen ist ja halt das einzige, was man in der Kurve in Notsituationen überhaupt machen kann wenn's zu schnell ist und mehr Schräglage nicht mehr möglich ist - weil man damit halt die Geschwindigkeit (geringfügig) reduziert, ohne die Blockiergefahr zu erhöhen. Soweit die Theorie - "normale" Kurven fahre ich natürlich auch ohne Kupplung.
    Nabend!
    Das genau verkehrt. Der Motor bremst doch. Fahr mal 50kmh und nimm das Gas weg. Du wirst merken das sich die Geschwindigkeit mit gezogener Kupplung nicht so schnell verringert, als ohne Kupplung. Der Motor bremst dich wenn du kein Gas gibst

  9. Registriert seit
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    9.459

    Standard

    #9
    kupplung ziehste bei einem notwendigen ausweichmanöver.
    um positive (beschleunigungs-) wie auch negative (brems-) einflüsse aus dem antriebsstrang fernzuhalten. du stellst dadurch sozusagen auf "neutral".

    in einer kurve kannste neutral nicht brauchen. entweder zug oder brems. wobei letzteres maximal gefühlvoll eingesetzt werden muss. egal, ob mit dem gasgriff oder irgendeiner bremse.ersteres auch. in abhängigkeit vom strassenbelag.

    und nun die denksportaufgabe:
    weshalb nimmt man -zumal denne, wenn man die strecke nicht kennt, - vor den kurven das gas zurück, hää??? scho mal drüber nachgedacht?
    richtig: um mit zug durch die kurve fahren zu können.

    ich empfehle die eindringliche winterlektüre folgenden buches:
    " die obere hälfte des motorrades.
    über die einheit von fahrer und maschine"

    autor bernt spiegel.
    verlach: motorbuchverlach
    die isbn musste googln.

    gruesse
    ralf

    PS: das buch hat mir ganz gut geholfen, verschüttgelaubtes rechtzeitig wieder an die oberfläche zu zaubern!!

  10. Registriert seit
    26.01.2008
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    2.662

    Standard

    #10
    Erstmal Hochachtung, dass Du hier von einem eindeutigen Fahrfehler so freimütig schreibst.
    Aus Fehlern wird man klug und da Du Dir Gedanken machst, sehe ich das äusserst positiv für Dich.
    3000 km Fahrpraxis sind gar nichts auf dem Weg zu einem "erfahrenen" Motorradfahrer.
    Ich hab meine erste GS mit über 100.000 km Fahrpraxis auf Öl zum Organspender für eine Schek-BMW gemacht.

    Kupplung ziehen in der Kurve halte ich auch für falsch. Ein runder Stil, Bremsen und runterschalten vor der Kurve und mit Zug durch - so habe ich es gelernt und so hat es sich auf Landstrassen aller Art für mich bewährt.

    Ansonsten empfehle ich mal in Dich zu gehen und überlegen, ob Du relativ steif (Thermoklamotten + Schildkröte im Rücken) auf dem Moped sitzt, oder ob Du gelegentlich zum Spass und zum Kurvenfahren mit "lockerer Hüfte" das Moped unter Dir von links nach rechts und zurück wedeln lassen kannst. In solchen Notsituationen ist es mir schon von Vorteil gewesen, das Motorrad mit dem Lenker brutal in die Kurve zu drücken, selbst aber eher aufrecht zu bleiben. Diesen Fahrstil sieht man ausgeprägt im MotoCross oft.
    Und dann ist noch wichtig, dass das "Scharnier" zwischen Kopf und Schultern leichtgängig ist. Der Kopf sollte aufrecht getragen werden und nicht mit in die Kurve geneigt werden. Überlege welches Bild Deine Augen verarbeiten müssen, wenn der Fahrbahnbelag von oben rechts nach unten links durchrauscht. Wenn Du den Kopf aufrecht hältst, so dass der Horizont auch beim Kurvenfahren von links nach rechts verläuft, kann das Hirn die Situation besser auswerten und das Karussellgefühl entsteht nicht und es kommt erst gar keine Angst auf beim Kurvenfahren.

    Das klingt vielleicht komisch, habe ich aber schon beim Hinterherfahren erlebt bei einem Kumpel. Der war echt schnell, hat aber immer wieder aus unerfindlichen Gründen in manchen Kurven Angst bekommen und dann hat er gebremst oder ist einmal sogar gegen eine Mauer gedonnert, bis mir seine seltsame Kopfhaltung aufgefallen ist.
    Nachdem er sich diesen Besenstil im Kreuz abtrainiert hatte, ist er gefahren wie ein kleiner Gott.


    Nachträglich soviel Gutes zum Geburtstag, wie Du nur ertragen kannst !!!!


 
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