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Der Imperator ist auf Euch aufmerksam geworden!

Erstellt von Bavarian Knight, 20.10.2008, 23:03 Uhr · 222 Antworten · 18.531 Aufrufe

  1. beak Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Q-Mister Beitrag anzeigen
    @Komagleiter
    Ich nehme da lieber das Gegenteil von deinem Zeuchs.
    Regelmäßig He/O2 Mischungen.Der N2 ist mir zu narkotisch ab 4 bar. Dabei auch mal O2 hypoxisch in der Mischung. Hyperbar wirds dann bei den Unternehmungen von selber.
    Und ein paar unerfreuliche Stickstoffnarkosen habe ich schon hinter mir.

    100% O2 nehme ich regelmäßig um das verfluchte N2 bzw. He im Körper wieder auf Normalmaß zu bringen.
    Hi,

    ach Du bist Taucher und ich dachte schon an einen Außerirdischen!

  2. Registriert seit
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    @beak und Komagleiter
    Genau!

  3. beak Gast

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    Zitat Zitat von Q-Mister Beitrag anzeigen
    @beak und Komagleiter
    Genau!
    Mal ne ganz "irre" Frage: Könnte man/frau denn diese superbe Mischung, die Du Dir da unter Wasser "gönnst" auch im Weltraum einsetzen?

  4. Registriert seit
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    @beak
    Ich glaube wir brauchen einen neuen Fred. Wir zerlabern hier den Imperator. Wehe Lord Helmchen kommt mit seinem All-Sauger, ähh T-Fighter.

    Nö, die Mischung kannst Du da nicht brauchen. Wegen dem geringen Umgebungsdruck fahren sie meines Wissens O2 so hoch, daß es dem irdischen Partialdruck entspricht um O2-Mangelerscheinungen (Hypoxie, ähnlich Höhenkrankheit, Lungenödem) zu vermeiden. Aber nicht zu hoch wegen der extrem brandfördernden Wirkung von O2! (siehe Apollo1).
    Im SpaceShuttle (lt. Wiki) wird versucht eine Atmosphäre aus N2 und O2 ähnlich der unseren zu halten. Ich vermute aber wegen der bei 1 bar ansonsten notwendigen hohen Druckkabinenmaterialstärke (Gewicht!) mit reduziertem Gesamtdruck. Das macht evtl. wieder eine Erhöhung der O2 Konzentration nötig um auf den pO2 von etwa 0,21 bar zu kommen. Bei reiner O2 Atmosphäre und sehr geringem Druck in der Kapsel wie bei den anfänglichen Apollo Missionen müsste man vorher reinen O2 atmen um nicht beim Start durch den raschen Druckabfall das noch vorhandene, gelöste N2 aus unserer irdischen Atmosphäre als gasförmige Blasen im Körper zu haben (Gesetz von Henry, Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten unter Druck, siehe auch Problem bei U-2-Projekt U.S.Air-Force in den 60er Jahren).
    100% O2 würde bei höherem Druck oder sehr langer Exposition bei Normaldruck neben Auswirkungen auf das zentr. Nervensystem (Paul-Bert-Effekt) auch zu ödematösen Schwellungen der Lunge führen (Lorraine-Smith-Effekt).
    Taucher die 100% O2 auf Dekompressionstops atmen, machen sogenannte Air-Breaks (Atmung einer Mischung aus "normalen" O2-Gehalt und einem Inertgas), etwa alle 15 min, um diese Effekte zu umgehen.

    In Reise-Flugzeugen hast Du z.B. nur etwa 0,75-0,80 bar, wegen der damit möglichen dünneren Druckkabinenstärke. Somit auch nur etwa 0,16-0,17 bar pO2. Wir sind aber 0,21 bar pO2 gewöhnt, da wir keine Bolivianer sind ;-). Das macht neben der trockenen Luft (Austrockung des Körpers) vielen Menschen Probleme beim Fliegen, z.B. Kopfschmerzen.
    He macht keinen Sinn in der Mischung. Taucher verwenden das, um das narkotische Potential von N2 bei gößerem Umgebungsdruck zu vermeiden. Bei sehr großen Tiefen bekommt man dafür davon aber HPNS-Zittern, was wiederum mit einer Beimengungsdosis von N2 vermindert wird (-> Trimix).
    Noch Fragen?

  5. beak Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Q-Mister Beitrag anzeigen
    @beak
    Ich glaube wir brauchen einen neuen Fred. Wir zerlabern hier den Imperator. Wehe Lord Helmchen kommt mit seinem All-Sauger, ähh T-Fighter.

    Nö, die Mischung kannst Du da nicht brauchen. Wegen dem geringen Umgebungsdruck fahren sie meines Wissens O2 so hoch, daß es dem irdischen Partialdruck entspricht um O2-Mangelerscheinungen (Hypoxie, ähnlich Höhenkrankheit, Lungenödem) zu vermeiden. Aber nicht zu hoch wegen der extrem brandfördernden Wirkung von O2! (siehe Apollo1).
    Im SpaceShuttle (lt. Wiki) wird versucht eine Atmosphäre aus N2 und O2 ähnlich der unseren zu halten. Ich vermute aber wegen der bei 1 bar ansonsten notwendigen hohen Druckkabinenmaterialstärke (Gewicht!) mit reduziertem Gesamtdruck. Das macht evtl. wieder eine Erhöhung der O2 Konzentration nötig um auf den pO2 von etwa 0,21 bar zu kommen. Bei reiner O2 Atmosphäre und sehr geringem Druck in der Kapsel wie bei den anfänglichen Apollo Missionen müsste man vorher reinen O2 atmen um nicht beim Start durch den raschen Druckabfall das noch vorhandene, gelöste N2 aus unserer irdischen Atmosphäre als gasförmige Blasen im Körper zu haben (Gesetz von Henry, Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten unter Druck, siehe auch Problem bei U-2-Projekt U.S.Air-Force in den 60er Jahren).
    In Reise-Flugzeugen hast Du z.B. nur etwa 0,75-0,80 bar, wegen der damit möglichen dünneren Druckkabinenstärke. Somit auch nur etwa 0,16-0,17 bar pO2. Wir sind aber 0,21 bar pO2 gewöhnt, da wir keine Bolivianer sind ;-). Das macht neben der trockenen Luft (Austrockung des Körpers) vielen Menschen Probleme beim Fliegen, z.B. Kopfschmerzen.
    He macht keinen Sinn in der Mischung. Taucher verwenden das, um das narkotische Potential von N2 bei gößerem Umgebungsdruck zu vermeiden. Bei sehr großen Tiefen bekommt man dafür davon aber HPNS-Zittern, was wiederum mit einer Beimengungsdosis von N2 vermindert wird (-> Trimix).
    Noch Fragen?
    Puh... das hab ich jetzt 3 mal lesen müssen , eine Wissenschaft für sich. Aber mich hat das schon seit meiner Jugendzeit beschäftigt, wie das funzt. Danke, für die Info!!!
    Mir ist jetzt der Film "Im Rausch der Tiefe" (ohne Hilfsmittel tauchen und "Abyss" (mit Flüssigkeit atmen) eingefallen, aber das ist ja wohl wieder ein anderes Thema
    LG
    Gabi

  6. beak Gast

    Standard

    Zitat Zitat von beak Beitrag anzeigen
    Puh... das hab ich jetzt 3 mal lesen müssen , eine Wissenschaft für sich. Aber mich hat das schon seit meiner Jugendzeit beschäftigt, wie das funzt. Danke, für die Info!!!
    Mir ist jetzt der Film "Im Rausch der Tiefe" (ohne Hilfsmittel tauchen und "Abyss" (mit Flüssigkeit atmen) eingefallen, aber das ist ja wohl wieder ein anderes Thema
    LG
    Gabi
    P.S. Ich glaub der Imperator beschäftigt sich mit anderen Dingen. So "Gewöhnliches" wird dem am A... vorbeigehen.

  7. Registriert seit
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    Zitat Zitat von beak Beitrag anzeigen
    "Abyss" (mit Flüssigkeit atmen)
    Ist nicht so weit hergeholt. Im Tierversuch gab es das schon, die Ratten (lt. Wiki war die im Film gezeigte Ratte tatsächlich in Flüssigkeitatmung) hielten eine ganze Zeit durch. Problem dabei ist die Atemarbeit und die verwertbare Konzentrationsmenge des gelösten O2.
    Im klinischen wird es bei starken Lungenschädigungen oder Frühgeborenen verwendet, aber da kennt sich der Komagleiter sicher besser aus. http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkeitsbeatmung

    Es gibt auch ein Patent, das technisch z.Zt. nicht realisierbar ist:
    Ich versuche mal es aus dem Kopf zu rezitieren, für die Richtigkeit übernehme ich keine Gewähr.
    Gewinnung von O2 aus Wasser durch Kavitation an schnelldrehendem Quirl, oder so. Hängt physikalisch auch mit dem Henry'schen Gesetz zusammen. Druckverminderung in der Kavitationsblase
    (Änderung am 16.05. um 15:34: ich habe es falsch erklärt, Richtigstellung siehe unteres Posting)
    -> Diffusion der gelösten Gase in die Kavitationsblase und Gewinnung daraus. Sollte die Theorie so funktionieren, ist das aber mit Sicherheit die größte Energievernichtung die es geben kann.

  8. beak Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Q-Mister Beitrag anzeigen
    Ist nicht so weit hergeholt. Im Tierversuch gab es das schon, die Ratten hielten eine ganze Zeit durch. Problem dabei ist die Atemarbeit und die verwertbare Konzentrationsmenge des gelösten O2.
    Im klinischen wird es unter Umgehung der Lunge verwendet, aber da kennt sich der Komagleiter sicher besser aus.

    Es gibt auch ein Patent, das technisch z.Zt. nicht realisierbar ist:
    Ich versuche mal es aus dem Kopf zu rezitieren, für die Richtigkeit übernehme ich keine Gewähr.
    Gewinnung von O2 aus Wasser durch Kavitation an schnelldrehendem Quirl, oder so. Hängt physikalisch auch mit dem Henry'schen Gesetz zusammen. Druckverminderung in der Kavitationsblase -> Diffusion der gelösten Gase in die Kavitationsblase und Gewinnung daraus. Sollte die Theorie so funktionieren, ist das aber mit Sicherheit die größte Energievernichtung die es geben kann.
    Die armen Ratten... Ist ein sehr ambivalentes Thema...
    Kannst mir das bitte noch erklären? Bikerehrenwort, dann geb ich Ruhe!

  9. Registriert seit
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    Puuhhh...
    Also, da nehmen wir der Einfachheit halber: http://de.wikipedia.org/wiki/Kavitation

    So, aber nun mea culpa, ich hatte da was verwechselt..
    Kavitation hat extrem positive Druckspitzen. Damit würde es nicht gehen.
    Das Verfahren des Patentes funktioniert mit einer Zentrifuge durch Erzeugung geringeren Drucks im Zentrum als außen und einer Abscheidungs-Membran. Hier der Link dazu:
    http://www.likeafish.biz/

  10. beak Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Q-Mister Beitrag anzeigen
    Puuhhh...
    Also, da nehmen wir der Einfachheit halber: http://de.wikipedia.org/wiki/Kavitation

    So, aber nun mea culpa, ich hatte da was verwechselt..
    Kavitation hat extrem positive Druckspitzen. Damit würde es nicht gehen.
    Das Verfahren des Patentes funktioniert mit einer Zentrifuge durch Erzeugung geringeren Drucks im Zentrum als außen und einer Abscheidungs-Membran. Hier der Link dazu:
    http://www.likeafish.biz/
    Ei der Daus, schon sehr komplex, dieses Thema... Warum frag ich auch so blöd...
    Aber danke für Deine Ausführung, einen kleinen Teil hab ich kapiert oder besser formuliert, kann´s nachvollziehen, ob ich es verstanden habe, weiß ich jetzt auch nicht


 

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