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ABS Leuchten blinken im Wechsel

Erstellt von Vandroiy, 26.07.2011, 10:45 Uhr · 9 Antworten · 3.384 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ABS Leuchten blinken im Wechsel

    #1
    Hallo zusammen,

    das ABS an meiner 1150er (Bj. 2000) "initialisiert" sich nicht nur beim ersten Anfahren, sondern ab und an auch mal nach einem Zwischenstopp an einer Ampel oder ähnlichem. Soweit mir bekannt ist das normal.
    Vor ein paar Wochen kam nach so einem Zwischenstopp dann zwar auch das dazugehörige Geräusch, aber die beiden Kontrollleuchten blinkten im Wechseltakt. Hab mir zuerst nichts dabei gedacht, aber seitdem hat sich auch nichts mehr daran geändert.

    Von der 1100er kenne ich das Phänomen, wenn die Batterie nachlässt. Meine (Gel-) Batterie ist zwar schon 4 Jahre alt, ich habe aber nicht den Eindruck, dass sich das Startverhalten verschlechtert hat. Ich möchte jetzt auch nicht auf gut Glück eine neue Batterie kaufen. Zumal das Phänomen ja auch unter der Fahrt erstmalig aufgetreten ist.

    Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, was dem ABS fehlt?

    Besten Dank

    Vandroiy

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    #2
    Hallo,
    Du bist zwar nicht neu hir doch hast dich noch nicht durch die 1000 Beiträge gelesen in denen das ABS Problem behandelt wird.
    Einen normalen Fehler setzt das Steuergerät beim nächsten Selbsttest zurück.
    Das heist Zündung aus, wieder an und 2 sekunden warten. Lampen blinken gleich.
    (Wenn nicht sollte mit einem Diagnosegerät ausgelesen und zurückgesetzt werden.)
    Dann Starten, Blinken immernoch gleich sonst Unterspannungsfehler.
    Anfahren und Initialisierung (klacken)abschließen. Da sollte das Blinken aufhören.

    Wechselblinken schon bei Zündung an zeugt von einem schwerwigenden Daten/Hardwarefehler der nur von Fachpersonal (heist nicht unbedingt Werkstadt) behoben werden kann.
    Die einfachste Variante sind defekte Sensoren oder Kontaktprobleme.
    Aber zu allen möglichen Fehlern und Probleme gibt es genügend mehr oder minder gute Lösungen.

    Und hir noch mein Tip zu ABS algemein.
    Lasst es ab und zu mal ARBEITEN, denn wer rastet der rostet. Und gelegentlich frische Flüssigkeit schadet den bewegten Teilen auch nicht .

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    #3
    Vielen Dank für die Zusammenfassung, Bart. Da ich kein Diagnosegerät im Werkzeugkasten habe, werde ich wohl den besuchen müssen.

    Das ABS habe ich aufgrund einer falsch eingeschätzten Gelbphase eine Woche zuvor getestet :-)

    Viele Grüße,

    Vandroiy.

    EDIT: Mist, habe es heute früh nochmal beobachtet - Wechselblinken schon bei Zündung. Laut Deiner Klassifikation also ein schwerwiegender Fehler.

  4. ED
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    #4
    Von 1000 Beiträgen dazu war es 990 x die Batterie. Kann nach wie vor genug Saft haben aber die Spannung wird bei "alten" Batterien eben ganz einfach zusammenbrechen. Neue und gut isss.

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    #5
    Zitat Zitat von ED Beitrag anzeigen
    Von 1000 Beiträgen dazu war es 990 x die Batterie. Kann nach wie vor genug Saft haben aber die Spannung wird bei "alten" Batterien eben ganz einfach zusammenbrechen. Neue und gut isss.
    Aber eben nicht wenn bei laufendem Motor an der Ampel angefahren wird und dann der Initialisierungstest fehlschlägt.
    Da ist zu 90% ein Druckmodulator schwergängig gewesen.
    Deshalb auch mein Satz mit Arbeiten lassen und Flüssigkeit erneuern hilft manchmal und vermeidet diese Fehler.

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    #7
    Jetzt ist mein Post schon relativ lange her. Hier nun der Stand der Dinge heute, vielleicht hilft es ja jemandem.

    Die Diagnose der offiziellen BMW Werkstatt war nach dem Auslesen des Fehlerspeichers ("Kolbenklemmer") natürlich: Hydroaggregat defekt muss getauscht werden, bitte 2000 Steine einwerfen. Das war keine Option für mich, stellt es doch fast den halben Restwert der Maschine dar.

    Ein paar Wochen hat sich das ABS auf wundersame Weise wieder aktiviert. Bin daraufhin hocherfreut in ein abgelegenes Industriegebiet gefahren und habe dort immer wieder vorsichtig in den Regelbereich gebremst. Was zu Beginn noch recht undefinierbare Schläge waren, fühlte sich nach dem 10. oder 15. Bremsversuch wieder wie ein ABS an. Zunächst hocherfreut so günstig aus der Sache herausgekommen zu sein, so derbe dann die Ernüchterung zwei Wochen später: wieder Wechselblinken.

    Dann selbst den Fehlerspeicher wieder zurückgesetzt und obiges Vorgehen wiederholt. Die Lampe blieb nie länger als 1-2 Tage aus. Zumindest genug für die nun fällige Hauptuntersuchung . Wem das nicht so direkt bewusst sein sollte: ein nicht funktionierendes ABS System stellt einen erheblichen Mangel dar und führt zur Nichterteilung der Prüfplakette.

    Auf den Tipp eines Bekannten hin zu einer anderen BMW Werkstatt gebracht. Dort haben sie das System unter Druck mehrfach mit Bremsflüssigkeit gespült und dabei mit einem Steuergerät die Kolben bewegt. Ich wurde vorher umfangreich aufgeklärt, dass dies nur ein Versuch sei und die Erfolgsquote allgemein recht gering sei. Nachdem der Kolben aber noch nicht seit zu langer Zeit fest war, hatte ich Hoffnung und gab den Auftrag. Nach mehrfachem Wiederholen dieser Prozedur war das ABS wieder flott und das ist nun seit gut 8 Wochen so. Bezahlt habe ich dafür 280 Euro, nicht wenig, aber wenn es tatsächlich halten sollte, war jeder Euro bestens investiert.

    Ich muss gestehen, wenn es nicht geklappt hätte, hätte ich den Bock verkauft und wäre auch nicht mehr weiß-blau gefahren. Nicht deswegen weil man ohne ABS nicht fahren könnte, aber so etwas nervt mich einfach.

    Ich muss gestehen, dass bei jedem (Kalt-)Start das unangenehme Gefühl bleibt, das Geblinke könnte wieder beginnen

    Vermutliche Ursache des Ganzen, so wurde mir beschrieben: ich habe die Bremsflüssigkeit bisher selber getauscht (kein I-ABS). Da hier aber im Gegensatz zur Werkstatt dies aber nicht unter Druck passiert, wird quasi nur die Flüssigkeit im ABS-"Bypass" getauscht, nicht aber im Hydroaggregat selbst. Durch die dort dann schon recht alte Flüssigkeit sind die Kolben dann irgendwann festgegangen.

    Wer also ähnliche Probleme hat, kann seine Werkstatt ja mal daraufhin ansprechen.

    Viele Grüße

    Vandroiy.

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    #8
    Das mit der Bremsflüssigkeit ist ein schönes Ammenmärchen. Technisch betrachtet kann die Brühe so alt sein wie sie will, sie wird nicht zum Ausfall des ABS und dem beschriebenen Wechselblinken führen. Beim sog. Plungertest wird eine Auslösung des ABS simuliert und vorübergehend Abhilfe geschaffen. Das Hydroaggregat des ABS II neigt zum Verkleben, und zwar in der Art, dass die Elektromagnete an den Ferro-Magnetscheiben haften bleiben. Hierdurch wird beim Selbsttest des Systems ein Fehler festgestellt und der ganze Kram blinkt. Alle Indizien wie von dir beschrieben sprechen für diesen Fehler...Ich hatte mit den gleichen Symptomen zu kämpfen und habe mich letztendlich für eine Öffnung des Aggregats entschlossen. Hierbei hab ich festgestellt, dass die Scheibe des vorderen Kreislaufs an dem zugehörigen Elektromagneten klebte. Nach Reinigung ist seit nunmehr 2tkm Ruhe, das ABS funktioniert einwandfrei und geschmeidig wie nie zuvor.

    Hier ist ein höchst interessanter Link dazu

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    #9
    Hallo Vandroiy, vielleicht hilft Dir mein Beitrag aus 2009
    Gruss, Peter

    Hallo Leute, JUN 2009
    leider gehöre ich auch zu den "ABS-Problem-lern" und möchte deshalb kurz meine Erfahrung ins Forum stellen.

    Wie oft beschrieben leuchteten auch bei mir die ABS-Blinkleuchten. Hatte auf zu schwache Batterie gehofft - und bin zum Freundlichen.

    Nach Speicherauslesen und Test dann die Schreckensmeldung, ABS-Modulargerät (heisst glaube ich so) ist defekt, schlappe 1500 Euro. Er hat zwei oder dreimal den Fehler gelöscht und ist pobegefahren, leider keine Besserung. Allerdings hat er mir den Fehler nochmal gelöscht und die Kiste dann so übergeben.

    Da ich erst 16 TKM auf der Uhr hab (BJ 2002 - Schönwetterfahrer) hab ich mit ihm etwas diskutiert wie so etwas sein kann. Seine Aussage, kann schon vorkommen, bei wenig KM kann sich der Zylinder in der ABS-Anlage festsetzen und muss eben getauscht werden (kommt angeblich auch bei nicht regelmäßigem Bremsflüssigkeitswechsel vor).

    Mir kam dann die Idee sofort nach dem Losfahren den ABS-Zylinder wieder "gangbar" zu fahren, heisst eine Probefahrt mit ständigem ABS-Einsatz zu machen. Man hat gemerkt dass die Anlage nach einigen ABS-Einsätzen besser funktioniert (nicht mehr so laut und geschmeidiger). Seitdem zum Glück keine Probleme mehr, bisher ca 2000 KM gefahren.
    Das ganze erscheint mir auch irgendwie logisch, denn ABS benötigt man ja nur im Ausnahmefall und was rastet, "rostet". Bremse seitem bei jeder Fahrt ein/zweimal mit ABS, hoffe mal dass damit das Problem langfristig beseitigt/gelöst ist. Hoffe ich konnte damit jemanden helfen.... denn 1500 Klötze sind kein Pappenstiel.....

    Viele Grüsse an alle und immer gute Fahrt!!!!

  10. Registriert seit
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    #10
    Hi,
    hatte das gleiche Problem.
    Habe über einen Link dann die "Powerboxwer.de" Version ausprobiert. Link ist: http://www.powerboxer.de/bremsen/348...peicher-retzen
    Danach hatte die Q wieder normales blinken. Bin ca. 300Km mit allen möglichen Bremsvarianten, gewollt und ungewollt ;-) , gefahren. Hab mal alles ausgemacht und hab wieder neu gestartet. Es funzt bisher noch. Anfangs gab´s etwas lautere Surrgeräusche unterm Tank, wo das ABS Steuermodul sitzt, irgendwann kam dann nur noch das "Einrasten" nach dem Anfahren. Werde es aber weiterhin beobachten und im Winter erkundige ich mich mal was man bei so ´nem ABS Steuermodul warten kann.
    Beste Grüße und gute Fahrt ;-)


 

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