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Batteriespannung neu?

Erstellt von GSHagen, 06.01.2014, 12:23 Uhr · 7 Antworten · 1.061 Aufrufe

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    Standard Batteriespannung neu?

    #1
    Hallo Gemeinde!

    Zunächst erst einmal ein gutes Moppedjahr für alle!

    Gerade habe ich eine neue Batterie (Fiam 12FGH65 bzw. 21803) für meine 1150 GS geliefert bekommen und frage mich welche Spannung die haben sollte.

    Die Spannung beträgt jetzt 12,6 V, ist das für eine vorgeladene Batterie ok?

    Gruß
    Hagen

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    #2
    Ist normal.
    Lade sie noch einmal und bau sie ein.

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    #3
    Hi,
    das ist normal. Dein AGM Akku würde ich vor Einbau nochmalnschön laden, wie Larsi schon schreibt. Da AGM gerne auch mit leicht höherer Spannung. Der Batetterietyp sukfatiert gerne ein wenig stärker...

    ... hätte nie Gedacht, dass nochmal jemanden erzählen zu können, hatte meine Diplomarbeit doch was gutes

    Schöne Grüße

    Sascha

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    #4
    ' wüsste nicht, wie ich die Ladespannung beeinflussen sollte, weder bei meinem Uraltgerät (min. 40 Jahre alt) noch dem neuen CETEK MX 5 macht alles alleine, angeblich auch Entsulfatieren und Rekonditionieren.
    Das alte hat immerhin noch über einen (zitternden) Zeiger die Spannung angezeigt, heute muss ich nen Multimeter dranhalten.

    Danke für die Rückmeldungen

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    Standard

    #5
    Hi
    Zitat Zitat von Riomino Beitrag anzeigen
    Hi,
    das ist normal. Dein AGM Akku würde ich vor Einbau nochmalnschön laden, wie Larsi schon schreibt. Da AGM gerne auch mit leicht höherer Spannung. Der Batetterietyp sukfatiert gerne ein wenig stärker...

    ... hätte nie Gedacht, dass nochmal jemanden erzählen zu können, hatte meine Diplomarbeit doch was gutes
    Ah, da kann mir dann endlich jemand erklären weshalb sich eine AGM Batterie anders verhält als eine konventionelle. Dass sie nicht ausläuft ist bekannt. Aber prizipiell lioegt das ja nur daran, dass die Flüssigkeit durch die Glasmatten aufgesaugt/gebunden ist. Dioch weshalb verhält sie sich chemisch anders? Ist ja nichts Anderes drin!

    Und weshalb lädt man AGM dann mit höherer Spannung? Schön, sie gasen nicht so leicht bzw. es passiert nicht so viel wie bei den "Flüssigen" weil die Partikel an der Oberfläche der Platten durch das Fliess mechanisch gestützt werden, doch die Gasungsspannung ist identisch. Mit der höheren Spannung kann ich zwar etwas mehr Ladung in die Batterie pressen, doch die verliert sie in kürzester Zeit wieder weil -wieder mal- die Chemie nicht anders ist.
    Zumindest nach meinem Studium mit zwei Diplomarbeiten in anderer Richtung :-)
    "Der Batetterietyp sukfatiert gerne ein wenig stärker". Bei Nennspannung?? Was ganz Neues. Wobei ich das Buchstabengewirr für ein Versehen halte.
    gerd

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    #6
    Hi Gerd,
    Das sollte in Wirklichkeit "sulfatieren" heißen, da hast Du recht. Unter Sulfatierung ist die Kristallisation der Säure mit dem Blei der Elektrode zu verstehen, was durch die "Entnahme" der Ladung über mehrere Zyklen immer stärker stattfindet.

    Bei der AGM Batterie ist die Säure in einem Files gebunden und durch die mechanischen Eigenschaften des Flieses und die Flusseigenschaft des Elektrolyte, konzentriert sich der elektrisch relevante Teil der Säure in größere Entfernung zum Blei der Elektrode. Das Begünstigt eine stärkere Sulfatierung, die durch höhere Ladespannungen wieder aufgebrochen werden kann.

    Mir fällt dazu noch der "Coup de Fouet" ein, dessen Überwindung eine höhere Spannung bei der Ladung benötigt. Dieses spezielle Verhalten der Spannung über Ladezustand entsteht durch extreme Sulfatierung.

    Durch die geringe Eigenentladung bei Lagerung (minimaler Potentialausgleich) wird die Sulfatierung zusätzlich begünstigt, daher sollten über Winter die Batterien entsprechend behandelt werden.

    Gegen zwei Diplomarbeiten kann ich natürlich nicht anstinken Falls es Dich genauer interessiert kann ich Dir meine Arbeit dazu mal schicken.

    Schöne Grüße

    Sascha

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    #7
    Hi
    Neenene, wie erwähnt waren die Diplomarbeiten zu einem ganz anderen Thema (eine davon: Präzisionsschwenkeinheit für eine optische Bank; Konstruktion und Bau).
    Interessant wäre zu wissen wie stark die Sulfatierung bei einem Gebrauch im üblichen Bereich überhaupt fortschreitet, also wenn man die Dinger nicht häufig sehr tief entlädt (DOD nach Norm, also nicht bis zum Exodus).
    Ich halte das Thema "Sulfatierung" für in der Praxis bedeutungslos und wurde bisher bei dieser Meinung immer von den Serviceleuten der Elektrostapler (ja, ich weiss, deren Batterien werden ganz anders gewartet) unterstützt. Kommentar: " 99% der KFZ-Batterien verrecken an allem, nur nicht wegen Sulfatierung".

    Aber um die Eingangsfrage zu beantworten: Eine nach Norm voll geladene Batterie hat so um die 12,6...12,7 V Leerlaufspannung (bei 20°C, etc .....). An einer mit 14,4V (also Bordspannung) voll geladenen Batterie kann man 13,8 V (und mehr) messen und dann zusehen wie die Spannung innerhalb kurzer Zeit (< 1h) auf 12,6 V absackt. Die Dinger werden geladen wie eine Badewanne die man mit einem Feuerwehrschlauch füllt. Durch den Überlauf kann weniger Wasser abfliessen als durch den Schlauch reinfliesst. Stellt man die Zufuhr ab, läuft alles was oberhalb des Überlaufs ist ab.
    Wenn die Stromaufnahme unter einen Schwellwert sinkt, schalten bessere Ladegeräte (die mit 14,4V laden) ab oder reduzieren die Spannung auf 13,6 V. Wenn sie dort blieben wäre das vollkommen OK, doch schalten sie meist wieder (weshalb eigentlich??) auf den "da-passt-noch-was-rein-Modus". Das allerdings stresst die Batterie die doch nur Winterschlaf halten will.
    Konstant 13,6 V an eine Batterie und sie wird geladen gehalten. der Strom dabei beträgt praktisch "nix" (2..3mA).
    Die USV der Telefonschaltanlagen machen das über 8 Jahre (und werden dann nur routinemässig gewechselt).
    Dass man nach der Winterpause mit einer 13Ah Batterie, an der die Uhr, die Motronik und die Selbstentladung mit jeweils 2mA "nuckelten" (3 Monate =90Tage= 2160h; 2160 *0,006= 12,96Ah) ein Mopped nicht mehr anwerfen kann ist klar. Mit einer 19Ah könnte es klappen. Hält man die Batterie mit konstant 13,6 V fit, dann hat sie Nennkapazität (sofern nicht andere Defekte vorliegen).
    Hat man sie wechselnd mit 14,,4 V geladen, dann hat sie sogar 110% der Nennkapazität! Aber nur vielleicht. Vielleicht hat sie schon gesagt "den Stress will ich nicht" und ist verröchelt oder geschädigt.
    Wenn jetzt noch jemand meint "Hä, laden mit 13,6V und dann hat die Battiierie nur 12,6V?". Stimmt, das Bisschen mehr braucht sie damit sich überhaupt etwas tut. Genau gesagt misst man an der Batterie direkt nach dem Laden mit 13,6 V, 20 Minuten später so um die 12,3...12,4 V. Damit ist eine gesunde Batterie mit ca. 97% iherer Nennkapatität geladen und fühlt sich wohl.
    gerd

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    #8
    Hi zusammen,
    Eine Spannung von 12,6V ist für eine neue Batterie komplett i.O.

    Aber: von der Spannung kann auch eine völlig kaputtgealterte Batterie 12,6V haben, da lediglich von Pol zu Pol gemessen wird und dabei das Potential auf kürzesten Wege zwischen den Messpunkten angezeigt wird und das über alle Zellen der Batterie.

    Durch Säureschichtung sulfatiert der untere Teil des Akkus als erstes, hier könnte also durchaus jegliches Reaktionsvermögen des Blies zur Säure durch die Korrosion (Sulfatierung) blockiert sein. Für eine genaue Aussage muss der Eigenwiderstand der Batterie mittels elektrochemischer Impedanzmessung verfolgen, nur mit dieser zusätzlichen Information, kann mittels Polpotential eine Aussage zur Kapazität getroffen werden. Der SOC im Verhältnis zur Sollkapazität ergibt schließlich den aktuellen Wert der Realität ab.

    Diese Methode wird meines Wissens OEM übergreifend in der Automobilwelt zur Ladezustandsbestimmung verwendet.

    Schöne Grüße Sascha


 

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