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Getriebeölwechsel

Erstellt von Juergey, 07.09.2011, 01:32 Uhr · 37 Antworten · 6.734 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Getriebeölwechsel

    #1
    Hallo Leute
    Ich habe heute eine Frage an unsere Technikexperten.
    Während bei vielen PKW-Getriebe eine Ölfüllung das ganze Autoleben durchhält, wird bei unseren BMW-GS-Mopeds alle 20000 das Getriebeöl gewechselt.
    Warum eigentlich??
    Klar, das Öl wird durch Scherkräfte beansprucht, reichert sich mit Abrieb an, es sammelt sich auch etwas Kondenswasser darin. Doch dies alles passiert auch im Autogetriebe.
    Bin auf eure Antworten sehr gespannt.
    Gruß
    Jürgen

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    Standard

    #2
    Hi Jürgen.

    Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, konnte mir aber nicht antworten.
    Meine Vermutung: es liegt an der Getriebeölmenge.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Hi
    Nö, kann nicht sein. Im Auto ist auch nicht wesentlich mehr drin. Zumindest nicht bei Getrieben mit vergleichbarer "Leistung" (Drehzahl & Drehmoment).

    Ich vermute es liegt an der "Nichtsynchronisierung" und/oder der sequenziellen Schaltung.
    Im HAG der 1200 hat es BMW bereits mit einer "Lifetime-Füllung" versucht. Hat auch geklappt. Nur die "Lifetime" war nicht zufriedenstellend :-(. Seither wird es wieder gewechselt :-)
    gerd

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    #4
    Also, mir hat mal ein BMW-Schrauber gesagt, die Getriebeöl-Wechselei sei Quatsch. Das habe ich dann geglaubt und mich ca. 100.000 Km nicht mehr um's Öl gekümmert. Jetzt wechsele ich wieder ein Mal im Jahr nur zur Beruhigung. Die Kiste (1150GS, '02) ist mittlerweile 224.000 gelaufen mit erstem Getriebe und erster Kupplung. Und alles funktioniert noch wunderbar. (Bis auf die Endantriebe, aber das ist ein anderes Thema...)

    So, wie's aussieht, hatte der Schrauber nicht ganz unrecht.

    Schöne Grüße vom Machtien

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    #5
    Danke Jungs für die Rückmeldungen.
    Es sieht doch so aus, als gäbe es für diesen häufigen Ölwechsel in erheblichen Maße wirtschaftliche Interessen.
    Genauso verhält es sich, meines Erachtens, wohl auch bei dem 2-jährigen Intervall der Bremsflüssigkeit.
    Ich kann mich noch daran erinnern, daß man bereits in den 70ern die Bremsflüssigkeit auch alle 2 Jahre gewechselt hat.
    Damals war die Qualität des Öls, sowie das Matreal der Bremsleitungen
    schlechter als heute.
    Vielleicht ist es auch hier nicht wirklich notwendig so häufig zu Wechseln. Aber wer wagt es schon bei der Sicherheit alte Gepflogenheiten in Frage zu stellen?
    Gruß
    Jürgen

  6. Registriert seit
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    #6
    Hi
    Hier die Info von einem der es weiss(!) aber aus beruflichen Gründen nicht namentlich genannt werden möchte:

    <<<<<
    Die großen Unterschiede liegen im Fahrzeugtyp/Fahrzeugeinsatz, in der verwendeten Ölsorte und dem Schaltungsprinzip:

    1.) Moppeds sind in der überwiegenden Anzahl "Saisonfahrzeuge" und werden quasi über jeweils längere Zeit nicht bewegt (Wintermonate). Die Stillstandszeit belastet jedoch über Kondenswasserbildung u.ä. das Öl da das Getriebe über die Entlüftung ja zur Umgebung hin offen ist.
    Da nicht alle diese Zustände in Kundenhand ausreichend berücksichtigbar sind wird zur Absicherung grundsätzlich Ölwechsel vorgeschrieben.

    2.) Die Boxergetriebe fahren ab Werk mit mineralischem SAE 90 -> dies hat hauptsächlich seinen Grund in der höheren Dämpfung von Schaltungsgeräuschen (Schaltklack) seine Ursache. Dieses Öl ist aber von der Grundkonsistenz nicht für "Lifetimefüllung" geeignet.

    3.) Durch die Klauenschaltung findet beim Motorradgetriebe im Gegensatz zum synchronisierten PKW-Getriebe zwangsläufig ein Materialabtrag statt (-> die Späne, die sich am Magnet nach gewisser Laufzeit befinden).
    Bei in den Motor integrierten Getrieben landen diese in der Regel im Ölfilter bzw. wird das Motoröl ja auch im Turnus gewechselt.
    Aber die unvermeidlichen Abtragspartikel von den Klauenkanten belasten eben auch "klein gemahlen" das Getriebeöl und verschlechtern dadurch die Öleigenschaften.


    Bei den Moped-HA'en ist es ähnlich. Bedingt durch das kleine Volumen (geringer Bauraum ist beim Moped aus Design und funktionalen Gründen wie z.B. Abstand Gelenkwelle zu Hinterrad zwingend) ist auch nur ein relativ kleines Ölvolumen von 0,25 ltr. machbar.
    => Konsequenz = Ölwechsel vorzunehmen da Lifetimefüllung so nicht funktioniert.

    Bei PKW-HA'en ist Lifetime bei vielen OEM's üblich, wenn jedoch Sperren oder aktive Elemente mit drin sind bzw. sehr hohe Leistungen wie z.B. bei einem M5 oder ähnlichen Fzg.'en drübergehen wird das Öl auch dort noch gewechselt.
    >>>>

    gerd

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Ausserdem ist Bremsflüssigkeit nicht mit Getriebeöl vergleichbar. Als bei meiner nach 2 Jahren gewechselt wurde spang mir der knackigere Druckpunkt ins Gesicht. Nun gut das hat auch etwas mit den hiesigen Verhältnissen zu tun.

    Wieso Leute an so'ner Kleinigkeit sparen wollen und gleichzeitig eiskalt 700 Euro fuer'ne Brülltüte auf die Theke knallen? Weiss niemand.

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hallo Gerd
    Danke für die super Erklärung. Ist einleuchtend.


    Hallo Peter
    Prinzipiell gebe ich Dir recht.
    Man wird aber doch auch mal etwas in Frage stellen dürfen.

    Gruß
    Jürgen

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    #9
    Hallo miteinander,

    ich hab an meiner 2002er GS letzte Woche bei 80000 km u. a. mal wieder das Getriebe- und HAG-Öl gewechselt.
    Obwohl mein Getriebe bestimmt zu den superleisen und präzisen Getrieben gehört (war mal in den Händen von Getriebe-Guru Kayser aus dem Remstal) , ist nach dem Ölwechsel ein noch präziseres, knackigeres Schalten als zuvor festzustellen. (Ich hab schon immer das sündteure Castrol MTX 75W140 drin).

    Offensichtlich läßt das Getriebeöl doch mit der Zeit/mit der Fahrleistung nach, was ja oben auch Gerds Öl-Fuzzi bestätigt hat.

    Also an den 20 Euronen pro 20000 km würd ich net sparen, der Wechsel ist ja sowieso ein Klacks...


    Grüße vom elfer-schwob

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von elfer-schwob Beitrag anzeigen
    Hallo miteinander,

    ich hab an meiner 2002er GS letzte Woche bei 80000 km u. a. mal wieder das Getriebe- und HAG-Öl gewechselt.
    Obwohl mein Getriebe bestimmt zu den superleisen und präzisen Getrieben gehört (war mal in den Händen von Getriebe-Guru Kayser aus dem Remstal) , ist nach dem Ölwechsel ein noch präziseres, knackigeres Schalten als zuvor festzustellen. (Ich hab schon immer das sündteure Castrol MTX 75W140 drin).

    Offensichtlich läßt das Getriebeöl doch mit der Zeit/mit der Fahrleistung nach, was ja oben auch Gerds Öl-Fuzzi bestätigt hat.

    Also an den 20 Euronen pro 20000 km würd ich net sparen, der Wechsel ist ja sowieso ein Klacks...


    Grüße vom elfer-schwob
    Hallo
    und was für Öl für den Hinterrad-Antieb? Hypoid 90 ?
    Grüße Eugen


 
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