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Glühende Krümmer nach 2 min. bei 3000 U/min im Stand

Erstellt von osgs, 26.03.2010, 14:11 Uhr · 78 Antworten · 14.823 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Hallo Olaf,

    nachdem Dein vergessenes Papiertuch im linken Zylinder die Ursache ist, kannst Du
    ja die Ölwege von dort aus angehen.
    Also erstmal Informationen über die Ölwege besorgen.
    Dann ein "Werkzeug" besorgen, mit dem Du die Ölleitungen durchputzen kannst.
    Entweder dünnes Stahlseil (1,5-2 mm) mit aufgelöteter Messingkappe
    oder ein Stück Nylonfaden vom Rasentrimmer.
    Ich denke, jetzt solltest Du systematisch vorgehen und Dir die nötige
    Zeit nehmen, es sorgfältig zu machen.
    Viel Erfolg.

    Gruß
    Christian

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    #32
    Zitat Zitat von Benno Beitrag anzeigen
    Nachtrag:

    Den findest du auf Seite 11.13 der BMW-Reparaturanleitung.
    Hi Benno,

    das ist doch eine konstruktive Antwort. Danke, werde gleich mal nachlesen.

    gruß

  3. Registriert seit
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    Standard Ohne hier den Pessimisten

    #33
    heraushängen lassen zu wollen glaube ich nicht, das mit Durchschieben von z.B. Seilzügen durch die Ölkanäle etc etc man dieses ohne eine umfassende Demontage verschiedener Teile alles sauber bekommt. Der wichtigste Ölkanal geht nämlich durch die Kurbelwelle hindurch und schmiert die Haupt- sowie die Pleullager, und da schiebst du gar nix durch um die sauber zu bekommen, weil dieser Kanal mehrfach um die ecken durch die Welle geht. Außerdem ist die Kiste ja mit inneliegendem Papierkram ja auch mehrere Kilometer zügig bewegt worden. Deswegen schrub ich, das jetzt nu eh alles egal ist, weil vermutlich durch die zügige Fahrt alles schön im Motor verteilt sein wird. Ich bin ebenso wie Benno der Meinung das falls die Lager keinen sichtbaren Schaden genommen haben du auf jeden Fall sehr grosses Glück gehabt hast. Ein Gleitlager ohne Öldruck gleitet nicht mehr sondern frißt in der Regel. Hatte mal selbst diese Erfahrung machen müssen bei ca 170 kmh und ca 6000 U/min bei der alten 2V Kiste, als das rechte Pleullager auf der Welle geplatzt ist. Es war sozusagen alles im Arsch. Und es hat sich angehört wie ne Sturmklingel vom Fahrrad bei tempo 100 mit Verstärker. Sogar der Block war Totalschaden, weil die Ölpumpe mit den Spänen "inside" denselben schön ausgenudelt hat. Nur die Köpfe Zylinder Kolben und die Steuerkettenmimik konnte man noch gebrauchen. Wenn dein Motor also klappert und es ist nicht so ganz so laut und kommt von links, dann würde ich das auf den fehlenden Öldruck im Kettenspanner schleben. Der ist aber marginal. Entscheidend ist hier eher die Frage warum ist der Öldruck weg. Oder ist einfach nur der Öldruckschalter blockiert? In dem jetzigen Zustand kann ne Motorspülung ohne Last jedenfalls keinen grösseren Schaden anrichten als eh schon vorhanden. Versuch macht klug. Wir werden sehen. Oder nimm alles auseinander und guck nach. Dann wirst du es wissen.

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    Standard

    #34
    moinsen,

    konstruktives ausser "zerlegen, verschleiss prüfen, ggf reinigen und zusammenbauen" habe ich nicht hinzuzufügen.

    aber solltest du einen anderen motor brauchen kannst du dich gerne melden.

  5. Registriert seit
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    #35
    Zitat Zitat von osgs Beitrag anzeigen
    Hi Lars,

    ne ich glaube das Krümmerglühen war entweder die Folge eines Gaszughängens oder nach Batterieabklemmen das nicht korrekte anlernen der Drosselklappenstellung.
    Jetzt bin ich sicher das Krümmerglühen und verminderter Öldruck in keinem Zusammenhang stehen!

    Gruß
    Olaf
    Das Krümmerglühen bekommst Du bei etwas länger erhöhter Drehzahl bei jedem Motor mit dünnwandigen u. einwandigen Krümmern hin. Das tut meine Fatboy (Vergaser, fett), die Fatbob (Einspritzer, mager), die Victoria (Vergaser, fett), die Konsul wahrsch. auch, nur probier ich's mit der erst gar nicht, weil die gern den Auslassitzring fallen lässt (dünnwandiges Nachkriegsalu erlaubt keinen Sitzring mit höherer Presspassung).
    Bei 3000*1/min pumpst Du grob 3600l/min kalte Luft durch den 1.2l Motor (volumetrischer Wirkungsgrad von 1 vorausgesetzt, ist ev. etwas weniger), das Volumen der heißen Abgase ist nochmal deutlich größer. Bei um die 1000°C Abgastemperatur sind das ca. 13000l. Damit sollte man die dünnen Blechrohre schon auf "kirschrot" (~780°C) bis "hell gelbrot" (~1000°C) bringen können.

    Wg. des traurigen Restes:
    ich würde den Motor zerlegen. Bei 'nem Motor mit Wälzlagern hätte ich keine Bedenken, wg. nur eines Papiertuches weiter zu fahren, solange alle wesentlichen Schmierstellen auch noch mit Spritzöl versorgt werden. Verstopfte Hydrostößel hört man, Pleuel- u. Kurbelwellenlager leben relativ gut auch mit Spritzölversorgung, die Kolbenbodenkühlung über Ölspritzdüsen dürfte aber auch da versagen und die Eignung für Höchstlast o. Betrieb bei Stop 'n Go deutlich einschränken o. zumindest verschleißfördernd wirken.
    Bei gleitgelagerter Kurbel- und ggfs. Nockenwelle ist m. E. Zerlegen der einzige Weg, um nicht nur bereits vorhandene Schäden zu diagnostizieren und beheben, sondern auch, weiteren Schäden durch verstopfte Ölkanäle vorbeugen zu können. Lieber ein paar Stunden (überflüssiger?) Arbeit, ein Dichtungssatz dazu, als später mit total geschrottetem Aggregat liegen zu bleiben und deutlich höhere Kosten zu haben.

    Grüße
    Uli

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    #36
    Hallo Ulo,

    vielen dank für deine Zeilen.
    Ich denke, genauso wie du, alles außer zerlegen ist zu riskant.

    Gruß aus HH
    Olaf

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    #37
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    moinsen,

    konstruktives ausser "zerlegen, verschleiss prüfen, ggf reinigen und zusammenbauen" habe ich nicht hinzuzufügen.

    aber solltest du einen anderen motor brauchen kannst du dich gerne melden.
    Hallo Lars,

    zerlegen ist das einzig wahre, wenn man sicher gehen will.
    Dein Angebot klingt interessant, was hast du für einen Motor? Du kannst mir gern über PN deine Vorstellungen zum Motor-Verkauf senden. Danke für das Angebot, ist sehr nett.

    Gruß (jetzt aus HH)
    Olaf

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    #38
    wie ichs vermutet habe...fremdkörper beim arbeiten vergessen

    is zwar riskant, aber was haltet ihr von ölwanne ab (geht das überhautp?1 oO), ansaugschnorchel von der ölpumpe ab, ventildeckel ab (bzw alle ölbohrungen soweit wie es geht freilegen) und druckluft von unten ins system? mit pech setzten sich die lappenreste vor die bohren für die gleitlager, wobei ich nicht sorecht glauben kann, dass der lappen soweit ins system eingedrungen ist. desswegen würde ich versuchen, erstmal die linke seite zu spühlen, also gucken dass die kipphebel frei sind.
    von spühlen mit öl/dieselgemisch halt ich nichts. eher würd ich den antrieb der ölpumpe abmontieren und mitm schlagschrauber die pumpe drehen und gucken obs überall fliest,könnte man auch mit diesel machen ist nurn papierlappen....

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    #39
    Zitat Zitat von Kustom Beitrag anzeigen
    wie ichs vermutet habe...fremdkörper beim arbeiten vergessen

    is zwar riskant, aber was haltet ihr von ölwanne ab (geht das überhautp? ....
    genau das geht eben nicht.

  10. Registriert seit
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    #40
    Nocken, Tassen und Pleuellagerschalen, geben diagnosetechnisch mehr als die halbe Miete. Wenn ok, durchspülen mit Diesel/Öl-Gemisch ( Moeli´s Tipp ).
    Wenn nicht ok, weitergraben. Zylinder ziehen. Das sollte dann hoffentlich reichen.


 
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