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Heimfahrt ohne Kupplung

Erstellt von Miky2, 28.09.2009, 00:01 Uhr · 12 Antworten · 3.200 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Heimfahrt ohne Kupplung

    #1
    So gerade angemeldet und gleich losgemotzt: "Kreitzkrabbesakrament so an Granatenscheiß, so ein bayerisches Glomp, an Haufe Geld für so an Kruscht so an elenda!" Ist bestimmt auch für Nichtschwaben verständlich und hält auch nicht lange an.
    Motorradtreff "Platte", hunderte von Mopeds und deren Piloten und dann ich...Hauts mich beim Einparken mit Mädel hinten drauf aus Schrittgeschwindigkeit voll hin - zum Glück nicht "Domino-Day" - das wär teuer geworden!!! Und Warum???? Keine Kupplung mehr - ist ziemlich doof in der Situation wenn du anhalten willst, das Moped aber nicht!
    Kein Druck mehr am Kupplungshebel, Flüssigkeitsstand ok, nach wildem Pumpen am Hebel für kurze Zeit Trennen der Kupplung möglich, zumindest zum Leerlaufsuchen an der Ampel.
    "Suche" hab ich schon bemüht aber noch keine 100% Hilfe gefunden, ja bei Powerboxer war ich auch schon! (Isr ne R 1150 GS Adventure 12/2004)
    Wie find ich eindeutig raus, ob Geber- oder Nehmerzylinder verröchelt ist und wo find ich die entsprechende Bastelanleitung zur Reparatur??? Dank Euch schon im voraus für Eure Hilfe und auch die unvermeidlichen Sprüche.
    Oder wie wärs mit ner Diskussion über die Qualität unserer Bikes "Made in Germany". 30.000 km, HAG war auch schon undicht und Klingeln tut sie wie ein 1974er Ford Fiesta- aber lassen wir das lieber!

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hi
    Leitung vom Geberzylinder ab, Öffnung verschliessen und "kuppeln". Wenn es nicht geht baut der Geberzylinder Druck auf und ist OK.

    Den Nehmerzylinder zu wechseln ist Bastelarbeit:
    Entlüfternippel für die "Schnittstelle" der Kupplungsentlüftung (beim Helmschloss) besorgen

    Sitzbank ausbauen.
    Hinteren Bremssattel lösen.
    Hinterrad ausbauen.
    Federbein ausbauen.
    Zentralelektrikkasten am Heckrahmen lösen.
    Schalldämpfer am Heckrahmen lösen.
    Halter Bremsleitung am Heckrahmen lösen.
    Bremsflüssigkeitsbehälter aus der Halterung ziehen.
    Heckrahmen lösen und ca. 15 mm an der Befestigung Fußrastenplatte nach oben schwenken.
    Leitungen am Kupplungsnehmerzylinder lösen.
    Kupplungsnehmerzylinder ausbauen.


    gerd

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    #3
    Hallo Miky2,

    tut mir leid für Dich, echt. Und dann noch absteigen (plus evtl. Folgeschäden) deswegen, und dann auch noch vor Publikum ! Da wird der Hals schon beim Lesen dick.- Ich drück die Daumen für eine kostengünstige und schnelle Reparatur.


    Eine Bemerkung kann ich mir aber doch nicht verkneifen: ich bin gottfroh, daß ich an der 1100er einen kreuzbraven Bowdenzug habe. Die Kupplung geht genauso leicht, und den Wechsel eines Bowdenzugs zu beschreiben, ist deutlich kürzer als die Aufzählung von Gerd. Was soll das mit dem Hydraulikgedöns an der Stelle - frag ich mich schon lange:
    • Spart kein Gewicht,
    • braucht Pflege ("Kupplungsflüssigkeit wechseln", und "Kupplung entlüften", ha! - ein moderner Kupplungszug will keinerlei Ölung),
    • mir ist noch nie einer gerissen oder ist schwergängig geworden, von wegen "Hydraulik verschleißt nicht"
    • und dann auch noch sowas wie Dir passiert ist,
    • bloß damit es sich automatisch nachstellt, und man dann irgendwann dasteht und gar nicht gemerkt hat, daß jetzt leider die Kopplung kpl. verschlissen ist und durchrutscht.
    Das ist super. Das ist Fortschritt. Hat das der Kunde gewollt? Wer war das?

  4. Registriert seit
    27.09.2009
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    #4
    Hallo Gerds,
    ersma "Danke" für die knappe und präzise Bastelanleitung, hatte bis jetzt noch keine Zeit zum Schrauben, nur mal den Entlüfterpinökel besorgt und die Flüssigkeit abgelassen. Rabenschwarz und ein Geruch, wie eine vor ca. 1000km im Rahmen des KD gewechselte Bremsflüsigkeit nicht riechen sollte. Deutet wohl in die Richtung eines mit Motordrehzahl betriebenen Kolbens im Nehmerzylinder hin, obwohl keine (noch)Flüssigkeit gefehlt hat.

    Zum Glück nur seelischer Schaden neben dem technischen. Einer muß am Mopedtreff ja den Tagesdeppen geben :-) Ne Diskussion über den technischen Fortschritt im KFZ-Bau anzuleiern könnte ein Endlosthema geben. Hatte mir ja extra den "Eisenhaufen" angeschafft um nicht mit den Plasik-Elektronikbugs irgenwie Probleme zu bekommen - war wohl nix.
    Schonmal überlegt mit welchem technischen Aufwand im Auto versucht wird drei Tropfen Sprit zu sparen? Bei der ersten Reparatur an nem modernen Einspritzsystem die der Kunde außerhalbder Garantie zu berappen hat, wär wohl der übelste Spritschlucker die günstigere Alternative gewesen!

    Gruß an alle MIKE

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    #5
    Das gleiche ist mir vor 3 Jahren in Marokko passiert. Kein Druckpunkt an der Kupplung mehr, keine Ersatzteilversorgung und zu allem Überfluss noch die Befüllschnittstelle.
    Das Problem habe ich damals mit Nachfüllen behoben, entlüftet hat sich die Anlage nach 2-3 Tagen von selbst.
    Die Frage, wohin die Kupplungsflüssigkeit versickert, hat später die Kupplung beantwortet. Die hat die Berieselung mit Bremsflüssigkeit mit durchdrehen quittiert.
    Ja und bei der anschliessenden Reparatur war der defekte Nehmerzylinder dann schon eher die leichte Übung. Deshalb kann ich Zeebulon nur beipflichten, eine hydraulische Kupplungsbetätigung braucht kein Mensch. Da wechsel ich doch lieber Kupplungszüge wie an meinen Guzzen, das geht in ein paar Minuten.
    Grüsse
    Christof

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Hi
    Andere fordern Gas-by-wire, brauchen ASC, RDS, ZDF und VHS. Da ist die hydraulische Kupplung harmlos. Wenn sie dann noch ein "richtiges" Ausrücklager hätte und nicht das Spielzeug
    http://www.powerboxer.de/4V-Schaden-...rzylinder.html
    gerd

  7. Registriert seit
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    Standard Jetzt mal weitergefragt..

    #7
    .. kann es sein, dass sich ein Schaden am Ausrücklager akustisch ankündigt? An meinem Kadett D hatte ich malende Geräusche die weg waren wenn ich die Kupplung getreten habe. In letzter Zeit meine ich Ähnliches bei der Q zu haben.

    Gruß
    Martin

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hallo Spezialisten!
    Es gibt doch für unsere Mopeds jeden erdenklichen Tüddelkram zum Dranschrauben von den einschlägigen "Verbesserern". Gibts an dieser Stelle ein vernünftiges "Ersatz"teil oder muß ich den gleichen Mist wieder reinschrauben? Oder nen Tip um die Lebensdauer zu verlängern? Mein oller Meister hatte mir mal beigebracht solche NEU-Teile grundsätzlich vor dem Einbau zu zerlegen, zu reinigen und schön mit der blauen ATE-Paste einzusalben.

    Gruß Mike

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hi
    Nachdem ein derartiges Teil nicht schneller macht, nicht zu sehen ist und somit keinen Fuchsschwanzeffekt hat, gibt es das kaum von anderer Quelle.
    Schmieren (hochviskoses Wälzlagerfett; vor der Montage warm eingefüllt) kann nicht schaden.
    Ich nehme an, dass die Teile "wie geliefert" eingebaut werden. Hat dann der Lieferant etwas am Fett gespart (oder hält der Fahrer die Kupplung länger gezogen als er fährt) dann ist das irgendwann verbraucht. Sehr üppig ausgelegt sind die Lagerchen ohnehin nicht.
    Die blaue Schmiere kannst Du an dieser Stelle sparen. Wenn dort Bremsflüssigkeit hinkommt ist es zu spät
    gerd

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Nabend alle mitnander,
    s' Moped fahrt wieder, nach knappen 3 Stunden, mit Kaffeetrinken und frischen Croissants zwischendurch, mit Gerds Bastelanleitung und einigem Schimpfen und fluchen wars vollbracht. Heckrahmen lösen und hochklappen hab ich zwar nicht kapiert aber nachdem das Federbein aus dem Weg war gings mit einiger Fummelei auch so. Keine wichtigen Teile und Schrauben übrig und das Beste - am Schluß funktioniert die Kupplung wieder. Probefahrt hat auch schon alles überstanden!
    Gruß Mike (der wieder strahlt)


 
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