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Ist die R1150GS anfängertauglich

Erstellt von Flooster, 20.03.2010, 21:17 Uhr · 60 Antworten · 7.951 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Kurventechnik

    #31
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Aber:

    Ich meine, daß sie sich zu leicht fährt - vor allem auch mit der falschen Technik: eine GS kann aus der Perspektive des Anfängers unendlich lange durch die Kurve "gedrückt" werden. Dh der Oberkörper bleibt in der Vertikalen, und man 'drückt' das Motorrad mit dem Lenker unter sich in die Schräglage. Diese Technik, die eigentlich eine Ausnahmetechnik ist, kann bei der GS den Fahrbetrieb dominieren, so daß man als blutiger Anfänger geradezu verführt wird. "Drücken" ist viel leichter und kompfortabeler als das "Legen", bei dem man mit dem Oberkörper zusammen mit dem Motorrad in die Kurve legt, Körperhochachse und Hochachse des Motorrades zumindest parallel bleiben. Diese Kurventechnik ist wesentlich anspruchsvoller - aber auch wesentlich leistungsfähiger. Um das Potential einer Maschine voll nutzen zu können, muß man "legen" können. Das gilt auch für die GS, wenns flotter zur Sache geht. Wenn man die GS durch eine schnelle Kurve "drücken" will, geht man in Gefahr, daß die Zylinderköpfe dem Asphalt sehr nahe kommen. So eine Bodenberührung ist nicht unbedingt eine Katastrophe - aber sie erschreckt einen Anfänger jedoch gewaltig.
    Servus.

    bin auch schon seit einiger Zeit Q-Treiber auf der GS mit ca. 16.000 km im Jahr, aber die Aussage zur "falschen" Kurventechnik finde ich etwas arg.

    Wer sagt denn, dass diese, aus dem Supermoto/Enduro und Cross Bereich stammende, Fahrtechnik falsch sei ??? Also jeder der sich in einer engen Haarnadelkurve sich bei 20 - 30 km/h in die Kurve legt, wird sehr schnell feststellen, dass dies auch nicht unbedingt die optimale Technik für diese Kurve ist! Auch bei sehr schnell aufeinanderfolgenden Wechselkurven ist das "drücken" eher hilfreich. Zudem kann bei so einer Kurventechnik auch sehr schnell auf unvorhergesehene Hindernisse reagiert werden. Wohingegend das "legen" bei gemütlicher Landstraßenfahrt die entspannteste und wahrscheinlich auch optimalste Kurventechnik ist. Sollen dann doch alle Reserven des Motorrads ausgenutzt werden, reicht "legen" in schnellen Kurven genausowenig aus wie "drücken". Da muss dann schon mit "Hang-off" gefahren werden. Das ist allerdings außerhalb der Rennstrecke selten empfehlenswert!

    Die unterschiedlichen Kurventechniken haben also alle ihre Berechtigung und Ihre Anwendungsgebiete. So pauschal eine als "falsche" Technik und nur für Ausnahmesituationen hinzustellen finde ich so nicht richtig! Fakt ist aber, dass auf der GS alleTechniken möglich sind und damit auch erlernt werden können. Dies sehe ich für einen Anfänger, der lernen will, erstmal als Vorteil!

    Zudem kommt noch, dass meiner Erfahrung nach, die wenigsten Anfänger zum "drücken" neigen.

    Ansonsten schließe ich mich den meisten anderen hier an. Wenn die Größe und Statur zu dem Motorrad passt, ist es durchaus auch für Anfänger geeignet.

    Und soviel potential wie die GS hat, bleibt man auch noch einige Zeit "Anfänger" bis man die Q im vollem Umfang nutzen kann. Ab dann macht es halt aber auch richtig viel Spaß!!!

    In diesem Sinne. Die Sonne scheint und jetzt gehts raus in den Pfälzer Wald ;-)

  2. LGW Gast

    Standard

    #32
    Als falsch beschreibt er ja nur, generell via "drücken" zu fahren, und das ist sicherlich sogar absolut richtig - aus genau den Gründen die du dafür aufzählst, das generelles "legen" keinen Sinn macht.

    Legen bietet aber einen Vorteil in "normalen" Kurvenradien: falls es mal argh wird, kann man aus dem liegen heraus noch mal ne Ecke drücken, dadurch den Radius verkleinern und die Kurve u.U. "retten". Deswegen macht's auch Sinn, möglichst mit "legen" zu fahren. Drückt man von vorne herein, sind die Reserven für schnelle Reaktion in der Regel geringer.

    So hat er det glaub' ich gmeint.

  3. Registriert seit
    24.10.2008
    Beiträge
    287

    Standard Wer ?

    #33
    Zitat Zitat von werbaer Beitrag anzeigen

    (...)

    Wer sagt denn, dass diese, aus dem Supermoto/Enduro und Cross Bereich stammende, Fahrtechnik falsch sei ???

    (...)
    Bernt Spiegel in: Die obere Hälfte des Motorrades.

    Der Kern des Problems: Drücken 'verbraucht' Schräglagenfreiheit, Legen und/oder hanging off (das geht ja fliessend ineinander über), 'erweitert' sie. Das kann jeder leicht ausprobieren, in dem er in einer weitgezogenen, gut einsichtigen Kurve zuerst mal "drückt", und sich dann langsam nach innen legt - die Linie zieht sich zu. Anders ausgedrückt: Drücken "verbraucht" Sicherheitsreserven, "legen" erhöht sie.

    Wer beim Drücken bereits die Zylinderköpfe auf den Boden bringt, hat unter ansonsten gleichen Bedingungen beim Legen, schätze ich mal, noch 1-2 Handbreit Luft. Er kann die Kurve noch viel weiter zumachen, um nach innen auszuweichen. Wer den Zylinderkopf auf den Boden gedrückt hat, hat keine Chance mehr, wenn er nicht über "Profi-Tricks" verfügt.

    Deswegen ist Legen ganz grundsätzlich die Kurventechnik der Wahl, die man als Anfänger gründlich erlernen muß - eben weil legen vor allem mental schwieriger ist, als drücken; wegen der höheren Schräglage des Körpers.

    Soweit Herr Professor Spiegel.

    Ob man nun in der konkreten Fahrsituation eventuell doch lieber drückt, ja sogar drücken muß, hängt m.E. von vielen Umständen ab. Drücken geht - ganz richtig gesagt ! - schneller, man behält die bessere Übersicht, ist einfach zu erlernen. Legen und erst recht hanging off brauchen mehr Übung, Vorbereitungszeit, und h.o. ist eigentlich nur aus der recht ermündenden "Kampfhaltung" möglich: mit den Ballen auf den Rasten.

    Ich selbst drücke im engsten Geläuf, und im Gewühl des Stadtverkehrs, auf dem Parkplatz usw. Da kommt es auf die Schräglagenfreiheit nicht an. Ich drücke auch gerne nachts, wenn ich sowieso Sichtprobleme habe, und dementsprechend langsam fahre - und ich drücke, wenn ich müde bin, und unter Ausschaltung jeden fahrerischen Ehrgeizes und auch recht langsam nach Hause prötteln will.

    Wichtig ist indessen, daß man legen kann - wer nur drücken kann, verschenkt Sicherheitsreserven. Ich sag mal, es ist wie unangeschnallt in der Dose sitzen.

    Die 1150er muß - das ist meine Erfahrung - wenn man sie flotter bewegen will, gelegt werden, ja man muß Gewicht deutlich nach innen bringen. Ich persönlich lasse den Arsch auf der Bank, klappe das Innenknie aus, und lege den Oberkörper nach innen. Das funzt ganz gut.

  4. Registriert seit
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    Idee Aneinander vorbei?

    #34
    Nach euren beiden Ausführungen habe ich mir den Post nochmal genau durchgelesen und ich glaube, dass ich den Kern meiner Aussage nicht ganz getroffen habe und wir bisl aneinander vorbei reden

    Generell haben wir ja scheinbar alle in etwa die gleiche Ansicht. Jeder sollte (mal extremes Hang-off außen vor) beide Techniken ausreichend beherschen um in der richtigen Situation (bedingt durch sehr viele unterschiedliche Umstände) die dafür Vorteilhafteste zu verwenden.
    (Siehe auch Erklärung LGW)

    Meine Kernaussage ist: Es nicht so pauschal zu sagen ist, das diese Technik grundsätzlich falsch ist. Mehr wollte ich ja gar nicht zum Ausdruck bringen.

    Meineserachtens ist richtiges "drücken" (wie es vor allem bei SuMo & Cross verwendet wird. inkl. nach vorne rutschen, Gewicht voll aufs Vorderad und inneren Fuß austrecken) auch nicht ganz so einfach zu erlernen und erfordert auch etwas Mut. Aber ich muss Dir Recht geben, dass es hauptsächlich in engen Strecken mit schnellen Richtingswechseln seinen Vorteil hat. Auf lang geschwungen Landstraßen ist "legen" deutlich besser.
    Da sitze ich beim zügigen fahren in den Kurven dann sogar meist nur noch mit dem halben Hintern auf der Bank, Knie raus und Oberkörper in die Kurve gelegt. Auf engen serpentinenarigen Landstraßen, von denen es bei mir hier einige gibt, ist drücken, meineserachtens, die wesentlich bessere Wahl....
    Also sind wir doch wieder auf einem Nenner... Es kommt wesentlich auf die Umstände an....


    Evtl. habe ich da auch eine etwas andere Ansicht was man unter "drücken" wirklich versteht, da ich mit meiner GS ziemlich viel Enduro im Wald fahre und auch schon bisl SuMo gefahren bin

    Im Wald muß man die Q ganz schön "drücken" und wenn die dann sogar mal umfallen sollte, was beim Enduro fahren im Wald fast nicht zu vermeiden ist, sollte man schon die entsprechende Größe und Statur haben um Sie wieder auf zu heben. Aber Enduro im Wald würde ich eh keinem Motorradanfänger empfehlen....

    Ich hoffe ich habe klar gemacht, was ich gemeint habe...

    Schönen Abend noch

  5. LGW Gast

    Standard

    #35
    Aber Enduro im Wald würde ich eh keinem Motorradanfänger empfehlen....
    Wieso, bin heute erst wieder durch den Wald gebrumselt - geht schon. Nur immer schön vorsichtig und nicht zu schnell gegen die Bäume

  6. Registriert seit
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    Standard

    #36
    Ja die Bäume sind da eher unkooperativ was das Ausweichen angeht

  7. Registriert seit
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    73

    Frage Kurventechnik

    #37
    Hallo zusammen,
    was hat die Kurventechnik damit zu tun ob die 1150GS für Anfänger geeignet ist.

    Auch wenn ich die Beiträge als gut und lesenswert erachte gehen sie am Thema doch ziemlich vorbei.

    Die 1150 ist meiner Meinung nach, von Anfang an sehr gut beherschbar und sehr wohl für Anfänger geeignet.


    Ich hatte im letzen Jahr, bevor ich meine Q gekauft hatte auch eine
    neue 800GS für eine Woche ausgeliehen.

    Hierzu kann ich nur schreiben, dass die 800er sich noch leichter fahren läßt und dies sehr schnell zu einem riskanten Fahrstil verleitet,
    der bei einem Anfänger, der ich ja nach der langen Pause wieder war, absolut nicht Ungefährlich ist.


    Bei der "Dicken 1150er" hatte ich erstmal Aufgrund des Gewichts Respekt.
    Infolge habe ich mich vorsichtiger ans Herangetastet.

    Jedenfalls ist es mir so ergangen.

    Mein erstes Motorrad nach 25 Jahren Pause war eine 12er GS mit 105 Hp,
    und dass für ein ganzes Wochende!

    Erst dannach kam dann die 800er für eine Woche.
    Und zwar weil ich diese zwar zuerst Probefahren wollte, diese aber zum gewünschten Termin nicht verfügbar war und ich auch nicht warten wollte.
    An die 12er hat sich keiner getraut beim Verleiher, die steht da immer rum!

    Die 12er hat mir auf Anhieb wesentlich besser gelegen, über
    eine ausgiebige Probefahrt geht eben doch nichts.

    Brenzlige Situationen hatte ich auch einige, (immer diese blöden Dosenfahrer die keine Vorfahrt beachten und/oder den Blindenschein beantragen müssen),
    diese habe ich aber stets gut meistern können.

    Liegt vielleicht nicht zuletzt an den ausgezeichneten Fahreigenschaften der Q?

  8. Registriert seit
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    5.262

    Standard

    #38
    Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass die Frage falsch gestellt ist. Richtig müsste es heissen: Ist dieser oder jener Anfänger 1150-GS-tauglich
    Denn eines ist wohl klar geworden: Der eine Anfänger (z.B. ich) kommt innerhalb kürzester Zeit gut mit dem Kaliber zurecht, andere nicht. Womit irgendwie deutlich ausgesagt ist, dass es keine Grundsatzentscheidung pro oder contra GS als Anfängerbike gibt. Wie auch, wenn eben die entscheidende Grösse - der Fahrer - eine so grosse Unterschiedlichkeit in der Ausführung mit sich bringt? Die Serienstreuung bei uns Humanoiden ist ja schier unglaublich

  9. Registriert seit
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    55

    Standard

    #39
    Hallo,

    ich habe meinen Motorradführerschein mit 22 gemacht und bin erstmal zwei Jahre eine gedrosselte F650 gefahren bevor ich auf die R1150 GS umgestiegen bin. Ich liebe meine GS und man merkt von dem Gewicht tatsächlich nichts wenn man fährt. Aber, die Kiste ist ein ganz schönes Monster, ich bin mit 1,84m jetzt auch nicht gerade klein, würde Dir aber für den Anfang eher was kleiner und leichteres empfehlen.
    Ich denke es ist besser erstmal etwas Erfahrung zu sammeln und Routine zu bekommen, denke auch, dass die 80 PS nicht ohne sind.
    Möchte Dir nicht grundlegend davon abraten, aber ich denke man sollte immer im Hinterkopf haben, dass Motorradfahren auch mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Ich würde mir definitiv immer wieder erstmal was kleines zu legen und später umsteigen.

    Gruß

    Sebastian

  10. Registriert seit
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    Standard

    #40
    Mal wieder ne ganz individuelle Sache.

    Setzt dich auf beide Maschienen: Fühlst dich auf der Kleinen wohl? Dann wirds die Kleine, wenn du dich auf der großen Wohlfühlst, dann wirds die Große.. Finito..

    Große Worte helfen hier nichts. Ein Probefahrt und Sturzbügel helfen hier mehr


 
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