Nahmdt !

Das Phänomen kenn ich auch, und halte mich daher beim Tanken an die Kante des Einfüll-Lochs in diesem messingfarbenen Einsatz in der Tanköffnung, durch das man den Schniedel von der Zapfsäule ins Moped hängt. Dadurch werden möglicherweise ein paar Liter theoretisch mögliches Tankvolumen verschenkt - aber es stimmt nun mal: man sollte wirklich nur dann randvoll tanken, wenn man sicher sein kann, danach mindestens noch 50 km "durchzublasen" ohne Pinkel-, Kippen-, Pommes- und Fotographierpausen. Weil nämlich schon nach wenigen Sekunden Standzeit auf dem Seitenständer die ersten Tropfen kommen - bei meiner zumindest. Diese 50 km sollten auch nicht unbedingt die ultimative 2. Gang - Kurvenstrecke sein, weil da nämlich bei den häufigen hohen Schräglagen die teure und giftige Suppe auch wieder rausläuft, wie Wasser.

Im normalen Fahrbetrieb also ist es meiner Meinung nach sinnvoller, das Tankvolumen nicht voll auszuschöpfen, und sich mit dem zu bescheiden, was BMW uns so hingestellt hat, inklusive 50 km geringerer Reichweite.

Hinzu kommt, daß man ohne das aufgebohrte Entlüfungsloch an diesem Tankeinsatz - siehe oben schon verlinkte Seite - für einen wirklich vollen Schnabeltier-Tank ungefähr so lange braucht, wie für ein gutes Pils.
Da ich für mein Leben gerne Motorrad fahre, aber kein großer Fan von Tanken bin - ich tanke eigentlich nur, weil ich muß, am liebsten würde ich garnicht tanken (so''n Atomgetriebenes Motorrad wär doch garnicht schlecht !), mach ich's so kurz wie möglich. Deswegen tanke ich aus dem Sattel, und bemühe mich, mehr Benzin in den Tank zu bekommen, als in meine Lunge. Alleine deswegen kommen bei mir Betankungsorgien mit dem Teelöffel nicht in Frage.

Ich meine: wir sind doch hier nicht in Spanien oder in Frankreich, wo Tankstellen Mangelware sind - in Deutschland hat man doch nun wirklich kein Problem mit gut 300 km Reichweite (inkl. Reserve) von einer Tanke zur nächsten zu kommen !

Gruß

Kroni