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Kupplungsfrage

Erstellt von Machtien, 12.10.2013, 11:59 Uhr · 23 Antworten · 1.458 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Ja, wenn ich mal genau überlege - habe jetzt Feierabend, da geht das besser - trennt die Kupplung tatsächlich. Im Leerlauf ohne gezogene Kupplung dreht sich das Rad, zieht man die Kupplung, hört's auf. Fängt dann wieder an, wenn man die Kupplung kommen lässt, so, als wäre der Leerlauf kein Leerlauf, sondern eine Art 0,3er Gang. Vielleicht kann damit jemand etwas anfangen?

    Schöne Grüße vom Machtien

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    #22
    Hallo Machtien,

    eigentlich ist schon alles gesagt worden. Ich fasse es mal zusammen:

    Das ist der Normalfall, es ist alles ok. Gezogene Kupplung trennt Motor vom Getriebe - also keine Weitergabe der Drehbewegung an Getriebeeingangswelle. Lässt du die Kupplung los, hast du auch eine sich drehende Getriebeeingangswelle. Bei eingelegtem Gang wird die Drehung planmäßig über die entsprechenden Zahnräder auf die Getriebeausgangswelle übertragen - das Hinterrad dreht sich, und du wirst es auch nicht mit der Hand daran hindern können. Bei eingelegtem Leerlauf überträgt sich die Drehung der Getriebeeingangswelle normalerweise aber noch unplanmäßig über Scherwiderstände des Getriebeöls in Form von Reibung zwischen den nominell getrennten Zahnrädern / Getriebeteilen auf die Getriebeausgangswelle. Die dabei übertragenen Kräfte sind aber so gering, dass man das sich drehende Hinterrad mit der Hand anhalten kann (oder indem du ihm etwas Bodenkontakt durch etwas Gewicht drauf gibst). Wäre das Getriebe mit Wasser gefüllt statt mit Getriebeöl, würde sich das Hinterrad kaum drehen. Hättest du Honig im Getriebe, würde mehr Kraft an´s Hinterrad weitergeleitet.
    Wenn das bei deinem Moped nicht so ist, hast du vermtl. ein sich etwas schwerer drehen lassendes Hinterrad (strammeres Radlager, fester anliegende Bemsklötzchen) als Frauchens Mopete.

    Grüße Friedberger

  3. Registriert seit
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    #23
    Zitat Zitat von DeMoriaan Beitrag anzeigen
    Hallo Machtien,

    eigentlich ist schon alles gesagt worden. Ich fasse es mal zusammen:

    Das ist der Normalfall, es ist alles ok. Gezogene Kupplung trennt Motor vom Getriebe - also keine Weitergabe der Drehbewegung an Getriebeeingangswelle. Lässt du die Kupplung los, hast du auch eine sich drehende Getriebeeingangswelle. Bei eingelegtem Gang wird
    die Drehung planmäßig über die entsprechenden Zahnräder auf die Getriebeausgangswelle übertragen - das Hinterrad dreht sich, und du
    wirst es auch nicht mit der Hand daran hindern können. Bei eingelegtem Leerlauf überträgt sich die Drehung der Getriebeeingangswelle
    normalerweise aber noch unplanmäßig über Scherwiderstände des Getriebeöls in Form von Reibung zwischen den nominell getrennten
    Zahnrädern / Getriebeteilen auf die Getriebeausgangswelle. Die dabei übertragenen Kräfte sind aber so gering, dass man das sich
    drehende Hinterrad mit der Hand anhalten kann (oder indem du ihm etwas Bodenkontakt durch etwas Gewicht drauf gibst). Wäre das
    Getriebe mit Wasser gefüllt statt mit Getriebeöl, würde sich das Hinterrad kaum drehen. Hättest du Honig im Getriebe, würde mehr Kraft
    an´s Hinterrad weitergeleitet.

    Wenn das bei deinem Moped nicht so ist, hast du vermtl. ein sich etwas schwerer drehen lassendes Hinterrad (strammeres Radlager,
    fester anliegende Bemsklötzchen) als Frauchens Moppelchen.

    Grüße Friedberger
    Korrekt! Das macht jetzt Sinn für mich. Danke.
    Jetzt könnte Machtien an seinem Hinterrad noch checken, ob es sch leicht von Hand drehen lässt, oder irgendwas es daran hindert.

  4. Registriert seit
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    #24
    Danke für die Antworten!

    Habe natürlich mein Hinterrad gecheckt und das lässt sich spürbar leichter drehen als das der Frau. Da schleift kein Bremsbelag und der Endantrieb wurde mal aufwändig ausdistanziert, was man schon beim Schieben merkt.

    Richtig vergleichen kann man beide Maschinen aber vielleicht doch nicht, weil meine durch anderes Fahrwerk/ Kardanwelle zur ADV wurde. Vielleicht überträgt der größere Knickwinkel diese Drehkräfte einfach nicht. Aber ich bin auch überhaupt kein Techniker...

    Die Erklärung vom Friedberger leuchtet aber auch dem Nicht-Techniker ein, obwohl da doch eine merkliche Kraft dahinter steckt, wenn man versucht, das Rad festzuhalten und mir das bislang so an ihrer GS noch nie aufgefallen ist. Aber sonst fährt sie gut, dann warten wir erstmal ab.

    Schöne Grüße vom Machtien


 
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