Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20

Laden Hawker Odyssey via Bordsteckdose

Erstellt von GS in RheinQultur, 12.02.2010, 00:25 Uhr · 19 Antworten · 5.577 Aufrufe

  1. Registriert seit
    01.01.2010
    Beiträge
    11

    Standard Laden Hawker Odyssey via Bordsteckdose

    #1
    Hallo zusammen,
    meine Gelbatterie hatte leider den Geist aufgegeben - habe mir nunmehr die Odyssey besorgt. Die ist natürlich bereits geladen. Für mich stellt sich für die Zukunft die Frage, ob ich die Hawker bei längerer Standzeit über die Bordsteckdose laden kann. Habe hierzu ein CTEK-Ladegerät welches für AGM-Batterien zugelassen ist. Beim freundlichen Händler habe ich mir zudem einen Adapter für die Bordsteckdose gekauft, der eine eigene Sicherung mit 1,5 bis 2 A aufweist.
    Kann mir Jemand sagen, wie eigentlich die Bordsteckdose abgesichert ist, da ich keinen Schaltplan habe. Das Ladegerät wird gut und gerne 4 A laden, wenn ich eine stärkere Sicherung in den Adapter einbaue oder diese überbrücke, möchte ich aber nicht unbedingt die Bordsteckdose samt Elektrik "abfackeln". Kann mir Jemand behilflich sein?

  2. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #2
    Zitat Zitat von GS in RheinQultur Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    meine Gelbatterie hatte leider den Geist aufgegeben - habe mir nunmehr die Odyssey besorgt. Die ist natürlich bereits geladen. Für mich stellt sich für die Zukunft die Frage, ob ich die Hawker bei längerer Standzeit über die Bordsteckdose laden kann. Habe hierzu ein CTEK-Ladegerät welches für AGM-Batterien zugelassen ist. Beim freundlichen Händler habe ich mir zudem einen Adapter für die Bordsteckdose gekauft, der eine eigene Sicherung mit 1,5 bis 2 A aufweist.
    Kann mir Jemand sagen, wie eigentlich die Bordsteckdose abgesichert ist, da ich keinen Schaltplan habe. Das Ladegerät wird gut und gerne 4 A laden, wenn ich eine stärkere Sicherung in den Adapter einbaue oder diese überbrücke, möchte ich aber nicht unbedingt die Bordsteckdose samt Elektrik "abfackeln". Kann mir Jemand behilflich sein?
    .

    Da ist der Kasten unter der Sitzbank mit den Relais und Sicherungen der GS.
    Laut meinen Unterlagen ist es dort die Sicherung Nr. 3 (aussen ist Nr. 1 von 7).
    Sie versorgt Fahrerdisplay und Steckdose.
    Der Wert sollte werksseitig bereits ausreichende 15 A haben, ist durch Ziehen der Sicherung aber leicht abzulesen und eventuell entsprechend anzupassen.
    Eine Gefahr etwas abzufackeln besteht eigentlich nicht.
    Ausgenommen ist davon eine bekannt schwache Batterie, was entsprechend vom Ladegerät erkannt den Ensulfatierungsmodus starten könnte mit Spannungspulsen.
    In dem Falle ist es sicherer die Batterie abgeklemmt direkt an den Polen zu laden.
    Mit einer robusten Odyssey sollte es nicht vorkommen und auch solange das Moped regelmässig bewegt und in Ruhephasen sporadisch mit dem Ladegerät versorgt wird.

    Gruss aus Köln



    .

  3. Registriert seit
    22.08.2006
    Beiträge
    5.090

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von GS in RheinQultur Beitrag anzeigen
    ...
    Das Ladegerät wird gut und gerne 4 A laden,...

    Ob das der Batterie wirklich gut tut? Ich halte eine schonende Ladung mit 0,6 - 1A für vollkommen ausreichend.

  4. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.708

    Standard

    #4
    Hi
    Schonende Ladung? Erstens kennt die Hawker diesen Begriff nicht, zweitens ist der Ladestrom bei voller Batterie nahe Null (wenn sie erst mal voll ist) und es interessiert nur die, oft wesentlich zu hohe, Erhaltungsladespannung, drittens kann man gelegentlich laden und da ist es der Batterie egal mit wie viel Ampére das geschieht weil ein Ladegerät kaum jemals die Grausamkeit der Lichtmaschine (bis 40A) erreicht, und last not least viertens, habe ich meine Hawker 8 Jahre lang einfach unbeaufsichtigt im Mopped gelassen, gar nicht geladen, am Ende der Schneeperiode auf den Starter gedrückt und gut war (im neunten Jahr musste ich laden).
    Wenn die Spannung einer Batterie gleich der Ladespannung ist ("voll") fliesst kein Strom mehr.
    Wenn dann allerdings die Ladespannung so hoch ist/bleibt, dass die Batterie gasen kann, dann verreckt sie auf Dauer. Diese Spannung ab der eine Batterie gast hängt von Chemie, Temperatur und einigen anderen (kleineren) Einflussgrössen ab, nicht aber davon ob es eine Gel, AGM oder sonstige Batterie ist. Bei den Gelbatterien wird das Gasen zwar weitgehend "aufgefangen", die Gase "rekombiniert" aber der Stress ist der Gleiche. Nur muss man kein Wasser nachfüllen.
    Die Hawker hat eine andere Chemie und mag Dauerüberspannungen noch weniger als die übliche(re)n Anderen

    Also den Adapter mit einer Sicherung ausstatten die der Bordsicherung entspricht und es taugt. Alternativ den Stecker abschneiden und einen Normstecker an's Ladegerät schrauben (kann man an dessen Stecker nicht einfach ein Teil "abbajonetten"?). Grosse Ströme fliessen ohne hin nur relativ kurzzeitig.
    gerd

  5. Registriert seit
    11.11.2009
    Beiträge
    294

    Standard

    #5
    Also ich habe mir den Saito Pro Charger von Louis samt Adapter für die Bordsteckdose zugelegt.

    In der Anleitung steht explizit dass man damit sämtliche Gel und Hawker Batterien laden kann.

    4A halt ich aber auch für etwas übertrieben.

  6. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #6
    .

    Alle Computerladegeräte fahren ihren Ladestrom unabhängig vom Anfangswert gegen Ladeende zurück.
    Wer Zeit hat kann am Gerät wie beispielsweise auch am CTek auf 0,8 A max einstellen und gut ist.


    Gruss aus Köln und ein geruhsames Wochenende...



    .

  7. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.708

    Standard

    #7
    Hi
    Sei bitte nicht böse aber die Behauptung "Alle Computerladegeräte fahren ihren Ladestrom unabhängig vom Anfangswert gegen Ladeende zurück" ist Unsinn.
    Das macht jedes spannungsstabile Ladegerät und braucht dazu keinen Computer.
    Die Rechnung ist ganz einfach: Die Batterie hat einen Innenwiderstand Ri (egal wie gross). Der hat wenn sie sich dem "geladen"-Zustand nähert irgendeinen Wert.
    (Teil)Entladene Batterien haben eine niedrige Spannung. Nachdem die Spannung einer Batterie mit dem Ladezustand steigt erreicht sie irgendwann die Ladespannung.
    Nach der Regel I=U/R lässt sich das ausrechnen. Dabei beachten, dass nicht die absolute Spannung interessant ist sondern die Spannungsdifferenz zwischen Ladegerät und Batterie.
    Ist die Batteriespannung z.B. 13V und die Ladespannung 14V, der Ri für FIAMM FGH21803: 9,8Ohm, dann können theoretisch (14-13)V/9,8 R= 0,10 A fliessen. Passt locker!
    Ist die Batteriespannung auf 13,9 Volt gestiegen dann können theoretisch noch 0,01A fliessen. Das ist "nix"
    Bei 13,99V sind's dann noch 0,5A und bei 14V fliessen sogar theoretisch nur noch "Null" Ampére. Und das ganz ohne Computer.
    Allerdings ist jetzt die Batterie (bei 20°C, etc.....) beleidigt weil ihr die Spannung zu hoch ist und beginnt zu gasen.
    Also schalten die Computerkisten auf moderate z.B. 13,5 Volt (da gast nix!). Dioden verhindern, dass in diesem Zustand Strom in die falsche Richtung fliesst. Da wird also kein Strom geregelt, sondern die Ladespannung auf ein vernünftiges Mass zurückgenommen!
    Sackt die Spannung unter 13,5 V (weil irgendwelche kleinen Verbraucher Strom brauchen und auch die Selbstentladung wirkt), gibt der Computer wieder Gas.
    Daher gibt FIAMM als Erhaltungsladespannung (Float Use) 13,5....13,7V an. Ist es nicht seltsam, dass die Meinung der Batteriehersteller (FIAMM, HAWKER, PANASONIC, YUASA; von denen ich meine "Weisheit" habe) von den Werbeaussagen (rauf, runter, schalten und Strom regeln) der Ladegerätehersteler abweicht?

    Lade ich gleich mit nur 13,5 V, kann ich mir den ganzen Computer schenken. Zwar ist die Batterie dann nie "randvoll", sondern erreicht lediglich ihre Nennkapazität (!!), doch wird sie nicht dauernd ge- und entladen.

    PS: Inzwischen habe ich nachgesehen und weiss, dass FIAMM für die FGH21803 angibt: "Internal Resistance (of full charged Battery)" = 9,8Ohm (entladen steigt der Ri an!). Also ändert sich die obige Beispielrechnung von 20Milliohm nach 9,8 Ohm
    gerd

  8. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Sei bitte nicht böse aber die Behauptung "Alle Computerladegeräte fahren ihren Ladestrom unabhängig vom Anfangswert gegen Ladeende zurück" ist Unsinn.
    Das macht jedes spannungsstabile Ladegerät und braucht dazu keinen Computer.
    Die Rechnung ist ganz einfach: Die Batterie hat einen Innenwiderstand Ri (egal wie gross). Der hat wenn sie sich dem "geladen"-Zustand nähert irgendeinen Wert.
    (Teil)Entladene Batterien haben eine niedrige Spannung. Nachdem die Spannung einer Batterie mit dem Ladezustand steigt erreicht sie irgendwann die Ladespannung.
    Nach der Regel I=U/R lässt sich das ausrechnen. Dabei beachten, dass nicht die absolute Spannung interessant ist sondern die Spannungsdifferenz zwischen Ladegerät und Batterie.
    Ist die Batteriespannung z.B. 13V und die Ladespannung 14V, der Ri meinetwegen 20Milliohm, dann können theoretisch (14-13)V/0,020R= 50 A fliessen. Folglich begrenzt man den Strom (indem man die Ladespannung runterregelt ; kann jeder nachmessen).
    Ist die Batteriespannung auf 13,9 Volt gestiegen dann können theoretisch noch 5A fliessen.
    Bei 13,99V sind's dann noch 0,5A und bei 14V fliessen sogar theoretisch nur noch "Null" Ampére. Und das ganz ohne Computer.
    Allerdings ist jetzt die Batterie (bei 20°C, etc.....) beleidigt weil ihr die Spannung zu hoch ist und beginnt zu gasen.
    Also schalten die Computerkisten auf moderate z.B. 13,5 Volt (da gast nix!). Dioden verhindern, dass in diesem Zustand Strom in die falsche Richtung fliesst. Da wird also kein Strom geregelt, sondern die Ladespannung auf ein vernünftiges Mass zurückgenommen!
    Sackt die Spannung unter 13,5 V (weil irgendwelche kleinen Verbraucher Strom brauchen und auch die Selbstentladung wirkt), gibt der Computer wieder Gas.

    Lade ich gleich mit nur 13,5 V, kann ich mir den ganzen Computer schenken. Zwar ist die Batterie dann nie "randvoll", sondern erreicht lediglich ihre Nennkapazität (!!), doch wird sie nicht dauernd ge- und entladen.
    gerd
    .

    Nein keine Sorge böse bin ich nie, schliesslich muss ich mich nicht für die Wortwahl Anderer verantworten - wenn konträre Meinungen angeregt werden, dann ist das doch im Sinne des Forums, finde ich.

    Inhaltlich allerdings möchte ich meine Aussage wegen der Stromreduzierung gegen Ladeende nochmal ausdrücklich bekräftigen. Sie dient dazu den Akku zu schützen, der gegebenenfalls hier mehr Strom zieht als für ihn gut ist.

    Es findet während des Ladeprozesses ein wechselnder Betrieb zwischen Konstantstrom- und Konstantspannungsquelle statt.

    Denn je nach Verschleisszustand, also vermindert reaktivierbare Kapazität würde beim ungeregelten Ladegerät der Strom durch die sukkzessiv ansteigende Spannung nicht genügend begrenzt.

    Aus diesem Grunde werden heutzutage ungeregelte Geräte, die ausschliesslich auf das Spannungskriterium abstellen, eigentlich nicht mehr verwendet.

    Die Computerteile erkennen auch zuverlässig, wenn am Ende des Ladeprozesses die Zellenspannung rasch ansteigt und nehmen dies als
    Regelkriterium.

    Sie sind aktiver Teil dieses Prozesses und dominieren die Akkucharakteristik um unnötigen Verlust aktiver Substanz zu vermeiden.

    Erkennbar ist dies auch an der Wahl der Ladeschlusspannung 14,4 oder 14,7 Volt je nach Temperatur bzw. Akkutyp.

    Manchmal kommt man eben auf unterschiedlichen Weisen zur Erkenntnis ohne dort gleich ein Mysterium hineinzuinterpretieren.

    Bedauerlicherweise gehen dennoch Akkus kaputt, auch wenn die Meinungen hierzu steitig sind.




    Gruss aus Köln und entspannten Abend



    .

  9. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.708

    Standard

    #9
    Hi
    Denn je nach Verschleisszustand, also vermindert reaktivierbare Kapazität würde beim ungeregelten Ladegerät der Strom durch die sukkzessiv ansteigende Spannung nicht genügend begrenzt.
    So isses. Deshalb rede ich ausschliesslich von spannungsgeregelten Ladegeräten (wie z.B. Bedingung von FIAMM und HAWKER

    Aus diesem Grunde werden heutzutage ungeregelte Geräte, die ausschliesslich auf das Spannungskriterium abstellen, eigentlich nicht mehr verwendet.

    Stimmt auch. Die Spannung ist bei hochohmiger Last konstant und der Strom wird begrenzt.
    Allerdings kenne ich kein einziges Gerät das es schafft einen Akku durchgehend mit z.B. 14 Volt zu laden und dabei den Strom willkürlich zu begrenzen. Die von den herstellern FIAMM und HAWKER gemessenen Ladekurven zeigen dies einwandfrei.

    Aber meinetwegen soll jeder tun und kaufen was er für richtig hält. Die weiter oben stehende Beispielrechnung habe ich durch die Angaben von FIAMM korrigiert
    gerd

  10. hbokel Gast

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Allerdings kenne ich kein einziges Gerät das es schafft einen Akku durchgehend mit z.B. 14 Volt zu laden und dabei den Strom willkürlich zu begrenzen.
    Hallo Gerd,

    Du hattest ja schon auf das Ohm'sche Gesetz hingewiesen: gleichzeitige Festlegung von Strom und Spannung geht nicht. Entweder ist der Sollwert für den Strom vorgegeben, dann muss die Spannung nachgeregelt werden - oder der Sollwert für die Spannung ist vorgegeben, dann muss der Strom nachgeregelt werden.

    Vor einiger Zeit hatte ich die Batterie meiner GS mal an ein Labornetzgerät angeklemmt. Die Sollspannung war auf 14,2 Volt eingestellt, aber die wurde selbst bei 1 A Ladestrom nicht erreicht:

    (leider habe ich bei der Zuordnung der Buchstaben in der Ladekurve ein paar Fehler gemacht, aber die Grafik sollte trotzdem verständlich sein)

    Die Begrenzung durch die Sollspannung kommt nur zur Geltung, wenn diese geringer als die maximal erreichbare Batteriespannung ist. Beim Intelli-Charger 2 kann man deshalb z.B. drei unterschiedliche Batterie-Typen angeben (-> Bedienunsanleitung Seite 7). Normal- AGM- und Reinblei-Batterien unterscheiden sich in der erreichbaren Maximalspannung. In der Anleitung wird auf Seite 12 auch das Umschalten der Laderegelung erwähnt: "Zunächst liefert der INTELLI 2 einen konstanten Ladestrom (I-Ladung), bis die Batterie nahezu vollgeladen ist. Dann reduziert er den Ladestrom und regelt die Spannung (U1-Regelung) bis die Batterie vollständig geladen ist."

    Gruß
    Heinz


 
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Hawker Odyssey PC535 Unterschied
    Von reclino im Forum HP2 Enduro und HP2 Megamoto
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 31.01.2016, 23:37
  2. Hawker Odyssey PC 680 (fast neu)
    Von Friedberger im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 24.05.2012, 22:34
  3. Hawker Odyssey PC 680 (fast neu)
    Von Friedberger im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 20.12.2011, 17:58
  4. Hawker Odyssey und BMW Ladegarät
    Von GS Jupp im Forum Zubehör
    Antworten: 42
    Letzter Beitrag: 02.02.2009, 18:28
  5. Zustand Hawker Odyssey
    Von schon50 im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.02.2008, 21:28