Hi
Gerechnet (und getestet) ist die 165 für 200 kg Gesamtzuladung bei einem Fahrergewicht von 110kg. Eingestellt ist das federbein so, dass bei "nur Fahrer" keinerlei zusätzliche Federvorspannung notwendig ist (Stellrad sozusagen auf "Null"). Bei 200 kg ist das Radl auf Anschlag "voll".
Fährt meine bessere Hälfte alleine, so federt das Federbein in "Normalverkehr" praktisch gar nicht. Für ihre lausigen 63 kg ist es einfach bereits in der Grundeinstellung zu stark vorgespannt. Also hopst sie etwas dahin. Sie weiss es, und fährt ohnehin eher vorsichtig.

Egal ob es ein supersportlicher Fahrer ist oder nicht: Ein Fahrwerk mit einer zu starken/zu stark vorgespannten Feder kombiniert mit einem leichten Fahrer hopst. Das heisst das Rad ist nicht so oft auf der Strasse wie das sein könnte und folglich ist der Grip nicht optimal. In Kombination mit knallhartem Reifendruck ergibt sich eine "messerscharfe" Lenkpräzision und ein superagiles Fahrverhalten. Nur am Grip hapert es. Und hier verwechseln viele "sportlich" mit "für mich zu hart" und wundern sich wenn alte Säcke problemlos mitkommen. Deshalb brauchen sie zig PS um auf den Geraden "Gelände zu gewinnen" und insgesamt den Kängurustil zu pflegen.

Bei leichten Fahrern ist es problematisch. Sie können natürlich das Federbein für sich passend einstellen (lassen) aber die Verstellmöglichkeit der hydraulischen Vorspannung ist zu klein um bei zulässiger Beladung noch voll ausgleichen zu können.
Ganz einfach zu sehen ist es beim Serienfederbein. Von Haus aus ohnehin etwas unkomfortabel, lässt es sich aber kaum auf einen schweren Fahrer geschweige denn auf zul. Ges-Gew. einstellen ohne gewaltig "durchzuhängen".
Die Federn unterschiedlicher Federbeine zu vergleichen ist Blödsinn. Genausogut kann man über die Kofferräume von Mopped kontra PKW diskutieren.
gerd