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Push up my GS

Erstellt von MarTwin, 19.04.2011, 13:54 Uhr · 20 Antworten · 5.984 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Beitrag Push up my GS

    #1
    Da der Winter recht lang war, hatte ich gleich mehrere Umbauprojekte an meiner ADV: Zuerst wurde sie weiter Mattschwarz (Windschild), dann lief mir ein günstiges Öhlins Fahrwerk rein *freu* und zum guten Schluss wollte ich sie richtig Tunen.
    Also nichts mit Wunderwässerchen wie Ansaugschnorchel und Ansaugstutzen, bzw. Y-Rohr und was weiß ich noch immer, sondern mittels Wössner-Kolben, Bludau-Nockenwellen, Powercommander und Einigem mehr.

    Mein Problem war die lange Anreise zur Firma Rösner und der damit verbundene Aufwand. Nach einiger Suche fand ich auch hier in Österreich nun die Möglichkeit in Kooperation mit Rösner das beschriebene Tuning durchführen zu können.
    Die Wössner-Kolben und Bludau-Nockenwellen habe ich bei Rösner gekauft.
    Hierbei auch herzlichen Dank für den sehr umfangreichen und netten Support durch die genannte Firma.

    Zunächst ging es jedoch auf den Prüfstand. Die ADV sollte mal zeigen was sie serienmäßig kann.
    Wobei serienmäßig war sie nicht mehr wirklich. Es war bereits ein K&N Luftfilter, sowie von Remus ein Y-Rohr mit der E-Zugelassenen Carbon-ESD verbaut.

    Mittlerweile ist der mechanische Umbau vollendet.
    Ich muss nun noch 1000 KM draufradeln um das Nachservice durchführen zu können und dann nochmals einige 100 KM mehr um mit einem einigermaßen "eingefahrenen" Motor zum zweiten mal auf den Prüfstand zu gehen. Dort wird dann das exakte Mapping via Powercommander justiert.
    Den mechanischen Umbau habe ich gemeinsam mit einem Kumpel durchgeführt, der Profi-Schrauber ist. Ich hätte dies alleine nie geschafft. Nicht nur weil mir das Fachwissen/Können, sondern auch manches Spezialwerkzeug fehlt.

    Ich möchte euch in diesem Thread ein paar Bilder des Umbaus, die Leistungskurven und meine subjektiven Eindrücke vorlegen.

    Für Fragen stehe ich gerne zu Verfügung

    Mit besten Grüßen
    Martin

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Servus Martin!
    Bin schon gespannt auf das Resultat.
    Mir ist der Weg zu Rösner leider auch zu weit!
    Schöne Grüße aus Wien
    Stevie

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Zitat Zitat von MarTwin Beitrag anzeigen
    Da der Winter recht lang war, hatte ich gleich mehrere Umbauprojekte an meiner ADV: Zuerst wurde sie weiter Mattschwarz (Windschild), dann lief mir ein günstiges Öhlins Fahrwerk rein *freu* und zum guten Schluss wollte ich sie richtig Tunen.
    Also nichts mit Wunderwässerchen wie Ansaugschnorchel und Ansaugstutzen, bzw. Y-Rohr und was weiß ich noch immer, sondern mittels Wössner-Kolben, Bludau-Nockenwellen, Powercommander und Einigem mehr.

    Mein Problem war die lange Anreise zur Firma Rösner und der damit verbundene Aufwand. Nach einiger Suche fand ich auch hier in Österreich nun die Möglichkeit in Kooperation mit Rösner das beschriebene Tuning durchführen zu können.
    Die Wössner-Kolben und Bludau-Nockenwellen habe ich bei Rösner gekauft.
    Hierbei auch herzlichen Dank für den sehr umfangreichen und netten Support durch die genannte Firma.

    Zunächst ging es jedoch auf den Prüfstand. Die ADV sollte mal zeigen was sie serienmäßig kann.
    Wobei serienmäßig war sie nicht mehr wirklich. Es war bereits ein K&N Luftfilter, sowie von Remus ein Y-Rohr mit der E-Zugelassenen Carbon-ESD verbaut.

    Mittlerweile ist der mechanische Umbau vollendet.
    Ich muss nun noch 1000 KM draufradeln um das Nachservice durchführen zu können und dann nochmals einige 100 KM mehr um mit einem einigermaßen "eingefahrenen" Motor zum zweiten mal auf den Prüfstand zu gehen. Dort wird dann das exakte Mapping via Powercommander justiert.
    Den mechanischen Umbau habe ich gemeinsam mit einem Kumpel durchgeführt, der Profi-Schrauber ist. Ich hätte dies alleine nie geschafft. Nicht nur weil mir das Fachwissen/Können, sondern auch manches Spezialwerkzeug fehlt.

    Ich möchte euch in diesem Thread ein paar Bilder des Umbaus, die Leistungskurven und meine subjektiven Eindrücke vorlegen.

    Für Fragen stehe ich gerne zu Verfügung

    Mit besten Grüßen
    Martin

    Hallo Martin,

    hört sich gut an. Dann mal her damit

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    So, der Powercommander ist nun auch drin und die Q läuft schön und rund.
    Lediglich die Leerlaufdrehzahl ist zu niedrig und muss noch erhöht werden.
    Das Standardmapping des Powercommanders wurde belassen. In der Einfahrphase möchte ich keinesfalls ein zu mageres Gemisch.
    Ein erster positiver Effekt: Der Klang ist nach dem Umbau merklich satter bzw. tiefer.

    Die ersten Bilder von links:
    Bild1: Die Zylinder kommen runter
    Bild2: Danach freier Blick auf den Kolben
    Bilder3&4: Die Q mal ganz schlank. Ob´s gefällt??
    Bild5: Die neuen Kolben der Begierde und der alte Kolben nach 75.000 KM. Auf die Kolbenbeschriftung komme ich später zurück.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 1.jpg   2.jpg   4.jpg   5.jpg  

    3.jpg  

  5. Registriert seit
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    #5
    Tuttln am OP-Tisch.
    Da die Q bereits über 70.000 problemlose Kilometer runter hat, empfielt es sich bei einer solchen Operation gleich auch die Pleuel-Lagerschalen zu tauschen und die Ventile zu überarbeiten.
    Letztere werden hierzu ausgebaut und von Ablagerungen befreit. Da geht schon eine Menge Dreck weg. Auch der Ventilsitz wird anschließend neu eingeschliffen.
    Die Zufuhr- und besonders die Auslasskanäle gereinigt, sowie die Ventilschaftdichtungen getauscht.
    Weiters werden am Kopf auf Tipp der Firma Rösner (herzlichen Dank hierfür) diverse Fräs- und Polierarbeiten durchgeführt. Dadurch ist ein störungsfreierer Gasaustausch gewährleistet.

    Bilder von links:
    Bild1: Zylinderkopf mit Blick auf die Ventile von unten
    Bild2: Schön zu erkennen der originale Kreuzschliff an der Zylinderinnenwand
    Bild3: Ventile ausgebaut
    Bild4: Ventil vor und nach der Behandlung
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 02.jpg   03.jpg   04.jpg   05.jpg  


  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von MarTwin Beitrag anzeigen
    Tuttln am OP-Tisch.

    Weiters werden am Kopf auf Tipp der Firma Rösner (herzlichen Dank hierfür) diverse Fräs- und Polierarbeiten durchgeführt. Dadurch ist ein störungsfreierer Gasaustausch gewährleistet.

    Hallo Martin,

    das hab ich alles hinter mir,du wirst sehr begeistert sein und dein Mopped nicht wieder erkennen...haha

    Aber das was du da vor hast ist eine Wissenschaft,die nicht mal ebend von jedem gemacht werden kann.

    Ich wäre da etwas vorsichtig und würde mir da vielleicht noch ne zweite Meinung einholen.

    Ansonsten viel Spaß

    Gruß
    Ralf

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo Ralf
    Hast du deine auch auf gleiche Weise umgebaut? Im Moment fährt sie sich nicht so anders, aber ich habe meine Q so individuell hergerichtet, dass ich sie jedenfalls wieder erkenne
    Bin auch ganz deiner Meinung, dass dieser Umbau so mal schnell von jedem durchgeführt werden kann. Darum hab ich´s auch nicht selber gemacht.
    Ich war über diese Entscheidung heilfroh als wir fertig waren und der Motor rund lief

    Gruß
    Martin

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Als so gut wie Alles fertig war, kam der große Moment. Sicherungsstift raus und Motor von Hand durchdrehen; Erstmalig... und nichts geht. Der Motor steckt... Große fragende Augen- WARUM???
    Nach einer Weile der Suche die beinahe unglaubliche Erkenntnis: Der linke Kolben ist falsch im Zylinder. Und zwar deshalb weil die Pfeilmarkierung, die ja immer zum Auslass zeigt, eben dieses nicht tut.
    Der linke Wössner-Kolben ist falsch graviert (markiert). Somit kollidiert der korrekt gefräste Kolben mit dem Zylinderkopf.

    Nächsten Tag Herrn Rösner angerufen. Der erklärt uns zunächst für Schuld, wir hätten die Kolben falsch eingebaut. Ich sende ihm die Fotos. Erst dann erkennt auch er dies beinahe Unmöglichkeit. Ihm ist dieser Fehler noch nie unter gekommen und er wolle Wössner damit konfrontieren. War wohl der ausländische Mitarbeiter nicht in der Lage deutsche Schrift und Symbole zu lesen, oder sonstwie massiv abgelenkt.

    Nach bestätigter Rücksprache, dass die Kolben trotzdem passen und verwendbar sind, drehen wir den linken Kolben um und bauen alles wieder zusammen.

    Nun lässt sich der Motor einwandfrei durchdrehen.
    Alsbald erfolgt der erste Huster und einwandfreie Lauf des neu erstarkten 1150ers. Geschafft! *freu*

    Bilder von links:
    Bild1: Der renovierte Zylinderkopf mit Nockenwellenblock
    Bild2: Der Problemkolben kurz vor dem Aufsetzen des Zylinders
    Bild3: Ungleiche Brüder. Wer genau hinsieht erkennt bereits hier den Fehler
    Bild4: Blick in den linken Zylinder. Kolben lt. Beschriftung richtig, im Endeffekt falsch herum drinnen
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 1.jpg   2.jpg   3.jpg   4.jpg  


  9. Momber Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von MarTwin Beitrag anzeigen
    Bild4: Blick in den linken Zylinder. Kolben lt. Beschriftung richtig, im Endeffekt falsch herum drinnen
    Hammerhart!
    Da kannst Du froh sein, dass Du den Motor erstmal nur von Hand durchgedreht hast

    Auf die Prüfstandergebnisse bin ich gespannt. Wieviel PS/Nm hatte sie denn vor dem Umbau?

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Also immer Augen auf!

    Da die Einlaßventile größer als die Auslaßventile sind und die Taschen im Kolben entsprechend, hätte man da stutzig werden können.

    Aber hinterher ist es logisch, wenn man vorher selbst davor steht, sieht man sowas oft nicht.



 
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