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Radlager hinten

Erstellt von Kroni, 09.07.2009, 10:33 Uhr · 27 Antworten · 8.561 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Radlager hinten

    #1
    Tach !

    Bei meinem Schnabeltier hat sich bei ca. 29.000 km das hintere Radlager verabschiedet - habe gerade mit dem telefoniert, heute abend kriege ich mein Moped wieder gebracht, ist "auf Kulanz" geregelt worden - habe ja noch Garantie bis November.

    Symptome:

    Auf einer Tour von ca. 250 km erschien etwa gegen Hälfte der Tour ein metallisch-schrappendes und mahlendes Geräusch, das sich allmählich gegen die übliche Geräuschkulisse durchsetzte. Das Fahrverhalten blieb unauffällig. Gegen Tourende war das Geräusch, das nur bei Stadtverkehrsgeschwindigkeit zu hören war, jedoch so stark und mit einem Schlagen in einer Frequenz von 2-3 mal pro Minute verbunden, daß ich mit Schweiß auf der Stirn und "spitzem Arsch" gerade noch so nachhause gekommen bin.

    Nach Aussage des sei es ein gelegentlich vorkommender Materialfehler.

    Ich dachte, ich stells mal rein hier ... meine K 1100 RS hat inzwischen 105.000 km und läuft immer noch auf ihren ersten Lagern - alleine 50.000 km unter meinem Arsch.

    Das sich nach 30.000 km schon ein Radlager verabschiedet hat, erfreut mich nur relativ wenig, muß ich sagen.

    Gruß

    Kroni

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Den "gelegentlich vorkommenden Materialfehler" hatte ich vor drei Jahren bei 38000km und gestern wieder bei 53000km. Es soll aber Leute geben, die das noch nie hatten.

  3. Registriert seit
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    #3
    Hi zusammen,
    ein neues Lager hatte ich bei ca. 44.000 km bekommen und wieder bei 53.000 km.Die Sytome waren beim ersten mal genauso wie geschildert. Beim 2.Mal ist mir jede Menge Öl auf Hinterrad getropft. Gemerkt habe ich es erst an der Autobahnausfahrt, als das Hinterrad mich überholen wollte.
    Ich kann nur sagen nach über 30.000 BMW-km ==> Eine Kette ist zuverlässiger, günstiger und macht nur wenig mehr Arbeit.
    Aber anscheinend hat BMW das auch schon gemerkt.

    cu Fiete

  4. Registriert seit
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    #4
    Hi
    Würden alle deren Lager sich noch nicht verabschiedet hat dies hier einstellen, würde die Datenbank platzen.
    Und geh' mir mir der Kette! Die dauernde .......erei und 2x jährlich ein neuer Kettensatz bei der Africa Twin war auch nicht ohne.
    gerd

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Würden alle deren Lager sich noch nicht verabschiedet hat dies hier einstellen, würde die Datenbank platzen.
    Und geh' mir mir der Kette! Die dauernde .......erei und 2x jährlich ein neuer Kettensatz bei der Africa Twin war auch nicht ohne.
    gerd

    Sage nur eins CLS Kettenschmiersystem hilft.
    Bei der 1200er Bandit hat mein Kettensatz damals satte 55000 km gemacht.
    Kardan ist nicht schlecht, Kette ist aber auch ok.
    Hat eben beides Vor und Nachteile.

  6. Registriert seit
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    #6
    also ich kenne keinen vorteil von kette ggü. kardan. und will auch nie wieder ein mopped mit kette haben...

  7. Registriert seit
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    #7
    Kette hat 2 große und 1 kleinen Vorteil: sie ist für den Hersteller ganz erheblich billiger - und sie hat einen höheren Wirkungsgrad. Selbst der Zahnriehmen hat, wenn ich mich recht erinnere, einen niedrigeren Wirkungsgrad. Es hat schon seine Gründe, warum die Rennsemmeln alle auf Kette laufen, statt auf Riehmen oder Kardan. Der kleine Vorteil ist nämlich auch das Gewicht - das kann man sich ganz leicht vorstellen: Kette und Zahnrad auf der einen Seite, Kardantunnel nebst Manschetten, Kardan und Endantrieb auf der anderen Seite. So klein ist der Gewichtsvorteil garnicht ...

    Der Vorteil des Kardans ist im wesentlichen seine Pflegeleichtigkeit, die Unempfindlichkeit gegenüber Störeinflüssen von aussen - und eine direktere Kraftübertragung: man hat ein besseres Gefühl für das, was passiert, wenn man am Gasgriff rumspielt. Die Kette ist da etwas diffuser, meiner Meinung nach ... aber das sind Nuancen, die im Alltagsbetrieb kaum eine Rolle spielen.

    Und die Pflegeleichtigkeit des Kardans im Vergleich zur Kette ergibt sich im wesentlichen daraus, daß der gute alte Kettenkasten, den man heute nur noch an Oldtimern bewundern kann, völlig ausser Gebrauch gekommen ist. Mit Kettenkasten hält auch eine Kette 50.000 km oder mehr, und bedarf kaum intensiverer Wartung, als der Kardan, in den ja auch gelegentlich mal ein Esslöffelchen Fett reingedrückt werden muß.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Kette hat 2 große und 1 kleinen Vorteil: sie ist für den Hersteller ganz erheblich billiger - ...
    Das ist ein Vorteil für den Hersteller; da hab ich nix von.

    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Kette hat ... einen höheren Wirkungsgrad.
    Ob der Unterschied wirklich so groß ist?

    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    ...
    Der kleine Vorteil ist nämlich auch das Gewicht - das kann man sich ganz leicht vorstellen: Kette und Zahnrad auf der einen Seite, Kardantunnel nebst Manschetten, Kardan und Endantrieb auf der anderen Seite. So klein ist der Gewichtsvorteil garnicht ...
    Dafür brauche ich keine separate hintere Schwinge.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    danke hermann, meine worte. du ersparst mir das tippen...

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Den höheren Wirkungsgrad der Kette kann man schon rein praktisch daran ablesen, daß im professionellen Rennsport seit langem ausschließlich Kette zum Einsatz kommt - irgendwo habe ich mal das Gerücht aufgeschnappt, in den 50er Jahren hätte es auch ein Rennmotorrad mit Kardan gegeben, heute jedenfalls ist das nicht mehr der Fall. Natürlich gelten bei den offroadern andere Gesetze: da ist die Störungsunanfälligkeit wichtiger, als ein paar Prozent Mehrleistung.

    Physikalisch ergibt sich der niedere Wirkungsgrad wohl durch die notwendige Kraftumlenkung beim Kardan: beim "normalen" quer eingebauten Motor muß eine Kraftumlenkung bei Einsatz der Kette nicht stattfinden - sie wird "linear" weitergeleitet. Beim Kardan jedoch muß sie 2x umgelenkt werden: von der Kurbelwelle zum Kardan und vom Kardan zum Endantrieb jeweils um 90 Grad.

    Das gilt indessen nicht für den Boxer und auch nicht für den "fliegenden Ziegelstein": bei beiden mußt nur eine solche Umlenkung stattfinden, nämlich am Endantrieb. Das ist für mich auch eine Erklärung für die beachtlichen Fahrleistungen in Relation zur Nominalleistung.


 
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