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Radschrauben hinten fetten?

Erstellt von mr.blues, 08.05.2012, 22:56 Uhr · 30 Antworten · 4.036 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Radschrauben hinten fetten?

    #1
    Jou - ich bin's nochmal!

    In meinem Beitrag "Hinterreifen verschmort" habe ich ja schon geschildert, das ich die Q neu Besohlen muß.

    Das Abbauen des Hinterrads war echt eine Packerei...
    Die vier Radschrauben schienen ein wenig angebacken zu sein, und der Vorbesitzer hat viel zu viel Kraft beim Anziehen gebraucht.

    Beim Radwechsel am Auto gebrauche ich immer eine Kupferpaste, die ich auf das Gewinde streiche. Das verhindert das Festbacken.

    Spricht etwas dagegen das auch beim Moped zu machen?
    Mit welchem Drehmoment zieht ihr fest?

    (nach fest kommt ab)

    Stefan

  2. Registriert seit
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    #2
    Moin,

    kreuzweise erst 75, dann 105. Kupferpaste habe ich nie genommen und die Schrauben immer problemlos abbekommen.

    Gruß, Machtien

  3. Registriert seit
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    #3
    Moin,

    ich habe auf die Gewinde immer etwas (!) Kupferpaste gemacht und nie Probleme gehabt.

    Auch jetzt, nach knapp 5.000km im Gespannbetrieb keinerlei Probleme.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hi
    Kupferpaste gehört auf die Rückseite von Bremsbelägen (selbst da streiten sich die Gelehrten wegen des ABS) und zur Not auf Auspuffschrauben. Bei allen anderen Anwendungen ist es fachlich falsch.

    Radschrauben gehören lt. BMW trocken eingedreht.
    Da bin ich geteilter Meinung. Sind die Schrauben neu, so haben sie eine Beschichtung und sind mit einem "Schmierfilm" versehen. Ob das Wachs, Öl oder sonst was ist weiss ich nicht, jedenfalls sind sie ganz leicht schmierig. Sie werden in diesem Zustand trocken verwendet.
    Sind die Dinger gebraucht und, speziell bei Stahlrädern am Auto, leicht angerostet, so bringe ich sie mit einem "schmierigen Lappen" sozusagen in den Neuzustand. Der Lappen ist i.d.R. mit etwas Ballistol "eingesaut"
    Knarrt es beim Festziehen (ohnehin nicht bei den Qen mit den "Beilagscheiben"), so kann man das als Schraubensicherung werten. Fachlich betrachtet ist es (meist) lediglich die Reibung zwischen Konus der Schraube und Rad, die eine anständige Befestigung verhindert.

    Zieht man die Schrauben dann noch mit dem empfohlenen Drehmoment an (DrehMo schlüssel; alternativ kann man auch etwas Gefühl haben), so lassen sich die Schrauben auch ohne Kupferpaste locker lösen.
    gerd

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Kupferpaste gehört auf die Rückseite von Bremsbelägen (selbst da streiten sich die Gelehrten wegen des ABS) und zur Not auf Auspuffschrauben. Bei allen anderen Anwendungen ist es fachlich falsch.

    Radschrauben gehören lt. BMW trocken eingedreht.
    Da bin ich geteilter Meinung. Sind die Schrauben neu, so haben sie eine Beschichtung und sind mit einem "Schmierfilm" versehen. Ob das Wachs, Öl oder sonst was ist weiss ich nicht, jedenfalls sind sie ganz leicht schmierig. Sie werden in diesem Zustand trocken verwendet.
    Sind die Dinger gebraucht und, speziell bei Stahlrädern am Auto, leicht angerostet, so bringe ich sie mit einem "schmierigen Lappen" sozusagen in den Neuzustand. Der Lappen ist i.d.R. mit etwas Ballistol "eingesaut"
    Knarrt es beim Festziehen (ohnehin nicht bei den Qen mit den "Beilagscheiben"), so kann man das als Schraubensicherung werten. Fachlich betrachtet ist es (meist) lediglich die Reibung zwischen Konus der Schraube und Rad, die eine anständige Befestigung verhindert.

    Zieht man die Schrauben dann noch mit dem empfohlenen Drehmoment an (DrehMo schlüssel; alternativ kann man auch etwas Gefühl haben), so lassen sich die Schrauben auch ohne Kupferpaste locker lösen.
    gerd

    Hi Gerd,

    Ich denke, das Thema ABS und Kupferpaste kann dann Stoerungen verursachen, wenn man "mit dem Oel nicht spaasaamm sein"

    Ist mir bisher bei keinem Gefaehrt unter gekommen. Im uebrigen: BMW schreibt vor, wie Gerd richtig geschrieben hat, die Radschrauben trocken ein zu bauen. Ich nehme immer nen alten Lappen, mit dem ich verölte Teile abwische. Da ist etwas Öl, sicherlich auch etwas Kupfer mit dran. Das ganze gibt einen ganz feinen Film, der vor Rost schuetzt. Generell gilt auch hier: NICHT uebertreiben, und die Schrauben mit Fett überziehen. Gerade so, dass die Gewinde ganz hauchduenn bedeckt sind.

    Gruss

  6. Registriert seit
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    467

    Standard

    #6
    Meine laienhafte Meinung:

    Wenn radbolzen mit dem richtigen (vorgeschriebenen) Drehmoment festgezogen sind, kann man sie immer wieder lösen.

    Fette, Öle, Pasten, etc. haben m.E. an Schrauben nichts zu suchen, es sei denn, das Werkstatthandbuch des Herstellers schreibt dieses vor.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hi
    OK, laienhafte Antwort:
    Bei neuen zu fügenden Teilen hast Du natürlich Recht.
    Als Extrem stell' Dir mal eine Schraube vor die auf der Anlagefläche mit dem Gegenstück zusammengerostet ist (das Gewinde sei einwandfrei). Also z.B. ein mit einer normalen, balligen Schraube (nur Schrauben für LM-Räder sind kegelig!) befestigtes Stahlrad im Winter. Theoretisch berührt die Schraube das Rad (den Rand der Schraubenbohrung) auf einer ringförmigen Fläche. Die Ringbreite ist abhängig von der Fertigungsqualität des (gepressten!) Schraubensitzes. Nur diese ringförmige Fläche ist rostfrei weil kein Salzwasser dazwischenkam.
    Jetzt machst du das Rad ab weil Du z.B. einen Platten hattest und schraubst es wieder drauf. Die Chance es in genau gleicher Stellung auf dem Radträger zu befestigen liegt bei einen 5-Loch-Rad bei 20%. Die Chance dann auch noch exakt die gleiche Schraube zu verwenden liegt auch bei 20%. Folglich kann man nicht davon ausgehen, dass alles genauso wird wie es war.
    Also werden mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zwei Flächen aneinander reiben die jeweils rostig sind. Ob das gleich millimetertiefe Narben sind oder nur wenige 100stel ist egal. Rauer, sehr harter Rost reibt auf ebenfalls hartem Rost. Die Rauigkeit bewirkt, dass beim vorgesehenen Drehmoment die beabsichtigte Flächenpressung nicht erreicht wird weil das Drehmo eben missbraucht wird um "Rostkanten" aneinander aber nicht aufeinander zu pressen. Nebenbei ist zwischen den Flächen noch Rost der zerbröseln kann (aber nicht muss).
    Natürlich weiss ich, dass die gewissenhaften Schrauber die gepressten Senkungen gewissenhaft mit feinstem Schmirgel reinigen, die Schrauben"balligkeit" kontrollieren/ korrigieren und die ehemalige galvanische Schutzschicht erneueren bevor sie die Schrauben wieder reindrehen. Ich weiss auch, dass die Erde eine Scheibe ist und benutze deshalb den "schmierigen Lappen".
    Allerdings weiss ich auch, dass das Rad auch mit nur 2 Schrauben ausreichend fest sitzt und der Hersteller so die sorgfältigen Schrauber berücksichtigt hat.

    Das in meinen Augen schlagkräftigste Argument gegen Fett und Öl liegt m.E. an etwas Anderem. Anno dunnemals, als Trommelbremsen noch Standard waren, stellte man irgendwann mal von Radbolzen (auf die man das Rad noch einfach aufstecken konnte um dann die Muttern aufzudrehen) auf Radschrauben um (deren Gewinde man beim Aufstecken nicht beschädigen kann). Da wurden die Gewindebohrungen teilweise reichlich geölt. Nur übersahen selbst Werkstätten, dass es Durchgangsbohrungen waren und man mit Öl gleichzeitg die Bremsbeläge schonte (=verölte). Die hielten dann zwar sehr lange, bremsten aber ganz sch....
    gerd

  8. Registriert seit
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    #8
    Also ich habe seit 1995 eine 11er GS und seit letztem Jahr eine 1150 GSA, ich habe aber noch nie Probleme gehabt die Radschrauben zu lösen oder festzuziehen.....
    Bei mir gingen sie bei vorgeschriebenem Drehmoment immer problemlos ab.
    Ich denke Stefan, die Schrauben an deine Q waren zu fest.....

  9. Registriert seit
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    #9
    Dass Kupferpaste Störungen am ABS hervorrufen kann entbehrt jeglicher Grundlage.
    Mir kommt weder Öl noch Fett an die Radschrauben. Für was auch?! Werden vor dem Einsetzen gesäubert und das war es dann.
    Wo ich Fett hinschmiere ist der Flansch (Rad und Radträger). Hier kann sich Wasser sammeln und es beginnt zu oxidieren.

  10. Registriert seit
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    501

    Standard

    #10
    Ich dachte immer Radschrauben fettet man aus Sicherheitsgründen NIE!

    Überhaupt ist das ein Thema für eine Diplomarbeit: Durch Schmierung im Gewinde erzeugt man bei gleichem Anzugsmoment eine größere Vorspannkraft. Schmiert man dazu noch schön die Auflagefläche wo irgendwas um 47% der Reibung auftreten, kann man die Schrauben bei Drehmoment nach Handbuch auch mal abreißen und zieht man sie nicht so weit an, ist die Reibung geringer und sie kann sich lösen...

    Und weil das so einen Rattenschwanz hinter sich herzieht denke ich:
    Im zweifel lieber festgegammelt. Wobei der "Normalo", der am Auto immer von Sommer auf Winterreifen und zurück tauscht mit sowas gar kein Problem haben wird weil er die Anbackung immer wieder aufbricht. Genauso sind bei meinem Moped 1-2 Reifensätzte pro Jahr fällig.


 
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