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Radschrauben hinten fetten?

Erstellt von mr.blues, 08.05.2012, 22:56 Uhr · 30 Antworten · 4.042 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #11
    Hallo,
    hab meine auch mal gekupfert, daraufhin haben sich alle 4 während der Fahrt gelöst!

  2. Registriert seit
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    Unglücklich

    #12
    Oh Mann! Die Diskussion kenne ich schon aus einem VW Bus-Forum...
    Da waren am Ende 6 Seiten vollgeschrieben!
    Die Dipl.Ing's, die Schrauber, die KFZler und die ganz Wichtigen haben sich gegenseitig verbal die Rübe eingehauen - jeder hatte natürlich Recht und alle anderen waren doof!
    Da wurden Formeln zum selbst ausrechnen publiziert, Reibbeiwerte wurden ausgetauscht und es wurde auf über 50 Jahre Erfahrung verwiesen, in denen trotz Fettzufuhr sich nicht eine Schraube gelockert habe.
    Und das alles nur, weil aneinander vorbeigeredet wurde...
    Die Einen sagen "fetten" - "die Anderen" sehen vor Ihrem geistigen Auge jemanden der mit 'nem 10kg-Eimer Lagerfett da sitzt und die Radschrauben eintaucht!
    Die Anderen sagen "nicht fetten" - und schon malen "die Einen" sich ein Bild vom rostigen Schrauben, die schon mit Gewalt in noch rostigere Gewindebohrungen reingeprügelt werden müssen um dann nach drei Umdrehungen abzubrechen.

    Ich würde als Fahrzeughersteller auch sagen, daß die Radschrauben oder -muttern trocken montiert werden sollen - einfach schon um aus der Verantwortung raus zu sein wenn ein Gehirnakrobat es beim Fetten "etwas" zu gut gemeint hat und deswegen in einem Baum hängenbleibt!
    Außerdem dürfte beim Standardfahrzeug der Deutschen (dem Leasingwagen) das Problem aufgrund des mangelnden Alters eh keines sein...

    Ich jedenfalls fette die Gewinde meiner Radschrauben weiterhin leicht ein und fahre gut damit!
    Und von mir aus darf es jeder machen wie er will...

    Gruß
    Peter (ab jetzt mit Chips & Tee)

    P.S.: Ach ja - Kupferpaste ist kein Fett! Ich benutze das gute, alte Festfressschutzmittel der Bundeswehr. (billig bei eBay geschossen...)

  3. Registriert seit
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    133

    Standard

    #13
    @ Vierventilboxer

    Doch das stimmt das Kupferpaste und ABS nicht zusammenpassen.Und zwar liegt das daran wenn man(Frau) zuviel von dieser Paste nimmt sammelt sich Bremsabrieb,Staub und sonstiger Dreck und geht eine Verbindung mit eben dieser Kupferpaste ein und setzt die Rillen des ABS zu, so das das ABS nicht mehr regeln kann.

    Die KFZ-Branche setzt schon seit geraumer Zeit keine Kupferpaste bei ABS-Bremsen ein.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #14
    Hi
    Da kenne ich einen namhaften deutschen Bremsenhersteller der das natürlich auch so empfiehlt, bei seinen Versuchsfahrzeugen aber CU-Paste einsetzt .
    gerd

  5. Registriert seit
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    Standard

    #15
    Kuprerpaste nutze ich selbst eigentlich gar nicht mehr, und zwar aus dem Grund, weil sich das Zeug mit der Zeit "entmischt". Wer so eine Tube daheim mal länger herum liegen hat lassen, der weiß wovon ich rede. Es bleibt nicht auf Dauer eine homogene Masse, sondern es lösen sich fettige Bestandteile aus.
    Beim Chesterton ist das nicht so, deshalb nutze ich nur noch das. Das Zeug bleibt genau da wo man es hingeschmiert hat, und zwar auf Jahre.
    Wer regelmäßig sein Gefährt wäscht wird aber auch mit Cu-Paste kein Problem bekommen, erst recht nicht bei der Kuh, denn dort ist die Radbefestigung regelrecht entkoppelt von der Bremse, bzw. vom ABS. Beim PKW sieht das oft anders aus. Voraussetzung ist immer, dass man die Schrauben nicht im Fett badet. Aber da ist es wie bei allem im Leben: Manche kennen weder Mass noch Ziel und übertreiben es gänzlich. Viel hilft eben (nicht immer) viel!
    Es muss wohl jeder so seine eigenen Erfahrungen machen, bis er weiß was für ihn die beste Lösung ist. So wie beim Thema Reifen und Öl, da scheiden sich auch stets die Geister.

  6. Registriert seit
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    #16
    Hi
    CU-Paste besteht ja auch nur aus feinem CU-Pulver das, zusammen mit einem Verdickungsmittel in Öl eingerührt ist. Lässt man es "in Ruhe" so sinken die CU-Partikel ab. Knetet man die (Kunststoff)Tube, dann vermischt es sich wieder. Bei grösseren Gebinden kann man im Becher umrühren.
    Schmiert man es auf die Rückseite der Bremsbelagträger, dann verdampft das Öl wenn die Beläge heiss werden und es verbleibt eine "weiche" Schicht die das Quietschen unterbindet. Bei den Keramikpasten ist man etwas darauf angewiesen, dass nicht alles "Öl" "verschwindet" weil sonst die knallharte Keramik bröselt.
    Doch wie der "Vierventiler" bereits sagt: Ein Jeder nach seiner Art (1Mos1).
    gerd

  7. Registriert seit
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    Standard

    #17
    Zitat Zitat von idefix666 Beitrag anzeigen
    Oh Mann! Die Diskussion kenne ich schon aus einem VW Bus-Forum...
    Da waren am Ende 6 Seiten vollgeschrieben!
    Die Dipl.Ing's, die Schrauber, die KFZler und die ganz Wichtigen haben sich gegenseitig verbal die Rübe eingehauen - jeder hatte natürlich Recht und alle anderen waren doof!
    Da wurden Formeln zum selbst ausrechnen publiziert, Reibbeiwerte wurden ausgetauscht und es wurde auf über 50 Jahre Erfahrung verwiesen, in denen trotz Fettzufuhr sich nicht eine Schraube gelockert habe.
    Und das alles nur, weil aneinander vorbeigeredet wurde...
    Die Einen sagen "fetten" - "die Anderen" sehen vor Ihrem geistigen Auge jemanden der mit 'nem 10kg-Eimer Lagerfett da sitzt und die Radschrauben eintaucht!
    Die Anderen sagen "nicht fetten" - und schon malen "die Einen" sich ein Bild vom rostigen Schrauben, die schon mit Gewalt in noch rostigere Gewindebohrungen reingeprügelt werden müssen um dann nach drei Umdrehungen abzubrechen.

    Ich würde als Fahrzeughersteller auch sagen, daß die Radschrauben oder -muttern trocken montiert werden sollen - einfach schon um aus der Verantwortung raus zu sein wenn ein Gehirnakrobat es beim Fetten "etwas" zu gut gemeint hat und deswegen in einem Baum hängenbleibt!
    Außerdem dürfte beim Standardfahrzeug der Deutschen (dem Leasingwagen) das Problem aufgrund des mangelnden Alters eh keines sein...

    Ich jedenfalls fette die Gewinde meiner Radschrauben weiterhin leicht ein und fahre gut damit!
    Und von mir aus darf es jeder machen wie er will...

    Gruß
    Peter (ab jetzt mit Chips & Tee)

    P.S.: Ach ja - Kupferpaste ist kein Fett! Ich benutze das gute, alte Festfressschutzmittel der Bundeswehr. (billig bei eBay geschossen...)
    schöner beitrag!

    hier mal meine pkw-erfahrung ( golf4 bj. 9,99 ex-jahreswagen / bei uns seit 09,00 aktuell 345.000 km ) reifenwechsel idr. durch mich.

    beim wechsel auf wr letzten herbst und wechsel letzte woche auf sommerreifen habe ich festgestellt, daß die radmuttern zunehmend schwer(er) rausgehen.

    ich habe all die jahre nicht gefettet, habe es auch so gelernt.

    es möge jeder seine eigenen schlüsse ziehen.

  8. Registriert seit
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    8.003

    Standard

    #18
    Nach 250000km bei meinem betagten Benz habe ich bemerkt dass die Lenkung nicht mehr so direkt ist! Könnte es sich hier um normalen Verschleiß handeln?

  9. Registriert seit
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    Standard

    #19
    Hi
    Keinesfalls, da würde ich auf Gewährleistung pochen oder zumindest mit Kulanz rechnen
    gerd

  10. Registriert seit
    10.05.2012
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    Standard

    #20
    Hallo GS-Fahrer, nun habe ich mich schnell angemeldet, um einen kleinen Beitrag bei diesem Thema leisten zu können.

    Ich arbeite in einer Firma, die Schmierstoffe herstellt und kann somit einen Hinweis an Interessierte geben, den aber jemand mit anderer Meinung nicht akzeptieren muss. Er kann es weiterhin so halten, wie er es für richtig hält und sollte meine Ausführungen nicht beachten. Allen Interessierten möchte ich aber gerne Hilfe bei der richtigen Schmierstoffanwendung geben.
    Ach ja, nachdem ich nun die Möglichkeit habe: www.powerboxer.de ist spitze!!! Eine tolle Seite, die mir schon mehrfach weitergeholfen hat. Danke an den Verfasser, der glaube ich Gerd ist, aber 100%ig sicher bin ich nicht .

    Zur Sache der Radschrauben:
    Das Drehmoment, das zum Anziehen der Schrauben vom Hersteller angegeben ist, bezieht sich auf einen bestimmten Reibwert. Der Reibwert ist das Verhältnis von Reibungskraft zu Anpresskraft der Schraube und deren Gegenkörper. Diese wird in µ angegeben, wobei µ übrigens entgegen der landläufigen Meinung auch größer als 1 sein kann.

    Wenn eine Schraube angezogen wird, ist es ohne Schmierstoff nicht möglich, den Reibwert einzuhalten und die Schraube, die ja eigentlich nur über eine definierte Dehnung ihre Aufgabe des Zusammenhaltens erfüllt, richtig vorzuspannen. Die meiste Kraft wird bei der Kopfreibung verloren, gefolgt von der Gewindereibung. Deshalb versehen die Schraubenhersteller für den Fahrzeughersteller die Schrauben mit einem Gleitfilm, sei es ein Wachs oder Gleitlack, der auf der Schraube vorbeschichtet ist. Somit kann der Reibwert von den standardmäßigen 0,12µ eingehalten werden.

    Nach dem Lösen der Verbindung (Radwechsel) ist die Beschichtung nicht mehr einwandfrei wie vorher- die Schicht ist zwar nicht ganz verbraucht, aber auch nicht mehr ganz intakt. Wenn man von nun an die Schrauben trocken anzieht, kommt es mit zunehmender Zahl von Schraubenanzügen zu sogenannten slip-stick-Effekten. Schaut euch mal die Koni der Schrauben nach ein paar Wechseln an, sie sind zerfurcht, haben Spuren, sind rauh. Das kommt daher, dass es zu Materialkaltverschweißungen und beim Öffnen der Verbindung zum Aufreißen dieser gekommen ist. Wenn die Schraube erneut zugezogen wird, verhindern die Gewindereibung und Kopfreibung der Verbindung Schraube-Gegengewinde, dass das korrekte Anzugsmoment erreicht wird. Da die Haftreibung einer Schraubenverbindung hoch ist und somit auch das Losbrechmoment, öffnet sich die Verbindung aber normalerweise trotz nicht optimaler Dehnung der Schraube nicht.

    Deshalb nimmt man nach dem ersten Lösen der Schraube Kupferpaste oder Keramikpaste, schmiert das Gewinde und auch den Konus der Schraube ein und zieht dann auf das vorgeschriebene Drehmoment der Verbindung an. Nach ca 50km kann man mit dem Drehmomentschlüssel feststellen, dass die Schraube noch so fest ist, wie sie soll. Und beim nächsten Wechsel des Reifens wird man merken, dass die Schraube seidenweich aufgeht, obwohl sie vor längerer Zeit fest zugezogen wurde. Dafür sorgen die Festschmierstoffe in der Paste.

    Fette (haben meist gar keine Festschmierstoffe) sind zwar beim Zuziehen der Schrauben auch hilfreich, jedoch sind die fehlenden Festschmierstoffe beim Lösen der Grund, dass das "Losbrechmoment" ein Vielfaches des Anzugsmoments entspricht und so doch nicht optimal war, Kaltverschweissen kann eingetreten sein und den Konus beschädigt haben.

    Übrigens sind Pasten, deren Hauptbestandteil MoS2 ist, nicht für normale Schraubverbindungen geeignet, weil sie den Reibwert so stark herabsetzen, dass die Schraube beim Anzug überdehnt werden kann!


 
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