Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 31

Total Motorschaden bei Wasser durchfahrt in Irland !

Erstellt von nicolasni, 16.09.2008, 16:36 Uhr · 30 Antworten · 8.992 Aufrufe

  1. Registriert seit
    03.04.2007
    Beiträge
    17

    Standard Total Motorschaden bei Wasser durchfahrt in Irland !

    #1
    Hallo alle GS FAhrer !
    Ich erlaube mir hier für einen Freund einzugreiffen, der leider noch schlechter als ich die deutsche Sprache beherrscht .
    Er ist ein wenig verzweifelt und vielleicht kann einer von euch ihm weiterhelfen.
    Er besitzt eine GS Adventure 1150 (Baujahr 02) und ist im Jahre 2004 nach Irland mit seiner Freundin gefahren. Beim durchqueren einer Strasse vom Meer mit ca. 15 cm Wasser auf einer länge von 300 m bedeckt ist das Motorrad stehen geblieben (Motor anscheinend ertrunken) Er konnte Sie leider nicht mehr an bekommen und musste das Motorrad abschleppen lassen nach Frankreich. Die genaue Ursache kenne ich nicht. Der Motor wäre anscheinend out und nicht mehr zu reparieren ! Jetzt ist er vor dem Gericht mit dem Händler, da noch BMW oder der Händler davon wass hören wollte . Mein Freund hat versucht über dem Internet rauszufinden ob andere GS Fahrer schone solche Probleme gekannt haben. Leider hat er nur Infos bekommen über Fahrer in Südafrika oder Amerika und nichts in Frankreich... Diese GS FAhrer behaupten die hätten auch schon Motorschäden gehabt bei längerem fahren im Wasser aber ohne grossere Tiefe..
    Ich hoffe Ihr habt mein Deutsch Verstanden und vielleicht könnt Ihr uns da Eure Erfahrungen oder Meingung dazu geben

    Ich danke im voraus für Eure Hilfe !

    mit freudlichen Grüssen aus Strasbourg

    Nicolasni

  2. Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    6.602

    Standard

    #2
    Hallo,

    ich kenne keine anderen Fälle, aber generell ist bei Wasserdurchfahrten in jedem Fall zu vermeiden, dass Wasser angesaugt wird. Dabei ist es fast egal, wie tief das Wasser ist, durch das hindurch gefahren wird, es darf nicht angesaugt werden. Viele Autofahrer heizen auch durch Pfützen ohne darüber nachzudenken, dass Spritzwasser angesaugt werden kann, welches im Zylinder nicht komprimiert wird und zum Motorschaden führt, hab von "Wasserschlag" als Stichwort gehört.

  3. Registriert seit
    18.08.2005
    Beiträge
    415

    Standard Wasserschlag und Salzwasser, weia.

    #3
    Zitat Zitat von nicolasni Beitrag anzeigen
    [...]
    Er besitzt eine GS Adventure 1150 (Baujahr 02) und ist im Jahre 2004 nach Irland mit seiner Freundin gefahren. Beim durchqueren einer Strasse vom Meer mit ca. 15 cm Wasser auf einer länge von 300 m bedeckt ist das Motorrad stehen geblieben (Motor anscheinend ertrunken) Er konnte Sie leider nicht mehr an bekommen und musste das Motorrad abschleppen lassen nach Frankreich. Die genaue Ursache kenne ich nicht. Der Motor wäre anscheinend out und nicht mehr zu reparieren !
    Servus,

    Was Du an Suchbegriffen suchst, sind "Wattiefe GS" und "Wasserschlag".
    Da gab es einige Berichte dazu (auch in anderen Foren).

    Leider kann ich Dir/Euch da wenig Hoffnung machen, auch meine 2002er GSa soff mal ab. Sie lief kurz darauf zwar wieder, aber das nutzt Euch leider nix.

    Wasserdurchfahrten mit der 1150 GS gehen nur bis zu einer bestimmten Tiefe, und das nur langsam, wie ich heute weiss.

    Leider ist der Luftansaugstutzten der 1150er GS(a) direkt links unter dem Tank nach vorne gerichtet. (die 1200er GS ist da besser konstruiert, bei der HP2 haben sie den Kram aber wieder so mE bescheiden hingebaut).
    Wenn Du dabei mit der 1150er GSa eine ordentliche Bugwelle aufbaust, also z.B. schnell durch das Wasser faehrst, kommt die Welle bis zum Tank hoch, und von diesem zusaetzlich abgeleitet, schwappt das Wasser direkt in den Luftfilterkasten.

    Wenn dann der Luftfilter aus Papier (Original) ist, saugt er sich bloss voll, laesst nix mehr durch, und der Motor erstickt an Luftmangel, stirbt also ab, bevor das Wasser in den Motor kommt.

    Meistens hilft es, die Maschine umgehend trocken zu legen, am Luftfilterkasten ist eine Ablassschraube. Dazu auf den Seitenstaender stellen. Dann Zuendkerzen raus, und mit dem Anlasser das Wasser durch die offenen Zuendkerzenloecher ausspuelen. Wenn Du den Film "Long way round" gesehen hast, Ewan & Charlie haben ihre GS oefters trocken legen muessen.

    Wenn Du aber z.B. einen KN Filter hast, spuelt es das Wasser gleich durch bis in den laufenden Motor. Kann auch passieren, wenn das Wasser nicht
    abgelassen wird und weiter gestartet wird.
    Im Zylinder angekommen, versucht der Kolben das Wasser bei geschlossenen Ventilen zu komprimieren. Wasser laesst sich nicht komprimieren, also gibt etwas anderes nach.
    Und das sind die Ventile, oder die Kurbelwelle, die Pleuel, der Zylinderkopf.
    Kapitaler Motorschaden also, das nennt sich Wasserschlag.

    Ich habe damals bei mir alles Wasser aus dem Luftfilterkasten und den Drosselklappenstutzen abgelassen, den Zylinder mit Benzin gespuelt, alle Oele gewechselt (auch im Endantrieb war kakaobraune Suppe, weil das noch warme Oel sich im Wasser abgekuehlt hat, sich zusammenzog und der Endantrieb statt Luft dann Wasser aus der Entlueftungsoeffnung ansaugte). Dann neue Zyndkerzen, sie laeuft heute noch.
    Ich habe den Schaden (Oel und Zuendkerzen plus diverse Witze auf meine Kosten) allerdings auch selber gezahlt, schliesslich war es mein Fehler, die GS in zu tiefes Wasser (ca. knietief) mit Schwung auf ca. 100m Laenge zu fahren.


    Das zweite ist: Du schreibst "Meer". Wenn die GS voller Salzwasser war, und das bis zur Rueckkehr per Abschleppwagen von Irland nach Frankreich, dann duerfte es im Motor & Getriebe desolat aussehen. :-O
    Ich druecke Euch die Daumen, dass die GSa guenstig reparierbar ist.

    Gruss, Dirk

  4. Registriert seit
    22.08.2006
    Beiträge
    5.090

    Standard

    #4
    Hi Nicolasni.

    Wenn beim Durchfahren einer 15cm hohen Pfütze Wasser angesaugt wird, kann diese Menge Wasser (für mein Empfinden) aber doch nicht derart viel sein, dass es zu einem Wasserschlag im Zylinder kommt, oder?
    Dass evtl. ein paar Tropfen Spritzwasser durch den Ansaugschnorchel den Weg über den Luftfilter durch die Drosselklappen ihren Weg in den Zylinder finden, will ich nicht bestreiten. Aber derart viel?
    Dabei muss man bedenken, dass der Ansaugschnorchel in Höhe der Unterkante des Tanks liegt. Und das sind geschätzte 70 cm.
    Mit welchem Motorrad soll man denn gefahrlos eine 15cm "tiefe" Wasserlaache durchqueren können, wenn nicht mit einer GS?

    Andere Idee:
    Was passiert, wenn die knallheißen Zylinder auf diese Art regelrecht "abgeschreckt" werden, wie bei einem Ei nach dem Kochen? Könnte dies als Ursache (dann aber eher für einen Kolbenklemmer) in Frage kommen?

    @Dirk:
    Du schreibst "knietiefes" Wasser. Da würde ich auch mit einem durch die Bugwelle gefluteten Motor rechnen. Aber bei 15cm Tiefe? Ich selber habe es allerdings noch nie ausprobiert und kann nichts zur Höhe der Welle bei 15cm tiefem Wasser sagen.

  5. Registriert seit
    26.01.2005
    Beiträge
    167

    Standard

    #5
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    Hi Nicolasni.

    Wenn beim Durchfahren einer 15cm hohen Pfütze Wasser angesaugt wird, kann diese Menge Wasser (für mein Empfinden) aber doch nicht derart viel sein, dass es zu einem Wasserschlag im Zylinder kommt, oder?
    Dass evtl. ein paar Tropfen Spritzwasser durch den Ansaugschnorchel den Weg über den Luftfilter durch die Drosselklappen ihren Weg in den Zylinder finden, will ich nicht bestreiten. Aber derart viel?
    Viel brauchts nicht. Bei einer geschätzten Verdichtung von ~10:1 nimmt die Katastrophe ab ~55ccm in einem Zylinder ihren Lauf.

  6. Registriert seit
    18.08.2005
    Beiträge
    415

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    @Dirk:
    Du schreibst "knietiefes" Wasser. Da würde ich auch mit einem durch die Bugwelle gefluteten Motor rechnen. Aber bei 15cm Tiefe? Ich selber habe es allerdings noch nie ausprobiert und kann nichts zur Höhe der Welle bei 15cm tiefem Wasser sagen.
    Ohne zu wissen, wie schnell der Fahrer war, bleiben uns beiden nur Vermutungen. Auch weiss ich nicht, ob das Wasser ueberall 15cm tief war.

    Auf 300 Meter Laenge mit ordentlich Speed wuerde ich schon davon ausgehen, dass es da etwas hoeher schwappt.
    Letztens bei Enduropro bin ich mit einer DR350 durch eine vergleichsweise flache Pfuetze mit ca. 6 Meter Durchmesser mit etwas Schwung (ca. 50km/h) gefahren. Sie war auch nur so knoecheltief.
    Die Bruehe ist mir noch ins Genick reingelaufen, der Druck hat mir fast die Fuesse von den Rasten gezogen. Gesehen habe ich nichts mehr.

    Gruss, Dirk

  7. Registriert seit
    23.07.2007
    Beiträge
    5.159

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    Andere Idee:
    Was passiert, wenn die knallheißen Zylinder auf diese Art regelrecht "abgeschreckt" werden, wie bei einem Ei nach dem Kochen? Könnte dies als Ursache (dann aber eher für einen Kolbenklemmer) in Frage kommen?
    wir waren letztes wochenende in hechlingen.
    zum schluss gab es als bonbon eine wasserdurchfahrt.
    wir haben vom instruktor eine ausführliche beschreibung bekommen.
    er hat aber betont dass die zylinder die thermische belastung ("eier abschrecken") ausdrücklich vertragen.(legierung des metall´s bla bla bla)
    bei allen boxern waren die zylinder komplett unter wasser, und jede lief danach noch.
    wichtig ist nur keine bugwelle vor sich her zu schieben, damit der schnorchel kein wasser ansaugt,
    das kann ich mir bei 15 cm wasserhöhe einfach nicht vorstellen.

    mathias

  8. Registriert seit
    25.06.2007
    Beiträge
    383

    Standard

    #8
    Ich denke auch, dass nicht die Wattiefe erreicht werden muß, damit die GS absäuft. Die hochspritzende Gischt vom Vorderrad kann je nach Tiefe und Geschwindigkeit sicher ausreichen, damit der Schnirchel Wasser ansaugt. Ich erinnere mich da an Rallybilder mit Wasserdurchfahrten, wo die auch keine hundert fahren mußten für eine Riesenfontäne...

  9. Registriert seit
    24.11.2006
    Beiträge
    124

    Standard

    #9
    mal dumm gefragt ? wie sieht´s bei starkem Regen aus?

  10. ED
    Registriert seit
    16.02.2008
    Beiträge
    802

    Standard

    #10
    Servus,

    in meiner Jugend hatte ich auch mal so ein Erlebnis mit meinem Audi 80 GTE. Mit ein paar Spezies bin ich durch´s Hochwasser gefahren. Der Motor ging aus, wir sind über das Schiebedach ausgestiegen und haben einen Unimog geholt, mit dem wir den Audi aus dem Wasser schleppten. Anlassversuche waren negativ. Also rauf auf den Berg und und runter. Zündung ein, Gang rein Kupplung los und ...... Peng.

    Alle 4 Zylinder waren voll mit Wasser (wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht). Das Peng war eine Steuerkette (glaube ich). Das war es dachte ich. Erst mal stehen lassen und eine Nacht schlafen.

    Am nächsten Tag Zündkerzen raus uns sonstige bewegliche Dinge wie Luftfilter etc. Einen Startversuch ohne Kerzen wagen, ok. Noch nie so ein Wasserspiel gesehen, das waren Fontänen!

    Dann, alles über Nacht trocknen lassen, wieder zusammenbauen, wieder den Berg als Starthilfe (mit Anlasser ging nichts) und siehe da der Motor lief wieder. Zunächst auf drei, dann auf vier Zylinder.

    Der Audi hat mit noch viele Jahre treue Dienste geliefert.

    Also, hat Dein Freund schon mal die möglichen Teile abgenommen und alles gereinigt? Dabei fällt mir ein, 2004 ??? wirklich? Also da hat er sich aber Zeit gelassen oder Dein Beitrag hat so lange gebraucht hier in das Forum zu gelangen.


 
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Durchfahrt der Sierra Nevada möglich ???
    Von sandymoto im Forum Reise
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 26.05.2012, 15:16
  2. Total Off Topic / Transalp MTB
    Von thomasL im Forum Smalltalk und Offtopic
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 13.04.2011, 01:42
  3. TOTAL ABGEFAHREN !
    Von Batzen im Forum Smalltalk und Offtopic
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 19.01.2010, 11:01
  4. Total neu
    Von Lisbeth im Forum Neu hier?
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 21.05.2008, 13:50