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Verlässlichkeit der ABS-Anzeige?

Erstellt von gupsi, 01.05.2009, 21:54 Uhr · 9 Antworten · 1.084 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Verlässlichkeit der ABS-Anzeige?

    #1
    Hallo!

    War letztes Wochenende beim jährlichen Fahrsicherheitstraining und beim Bremstest war das erste mal überhaupt mein Hinterrad in der Höhe, und zwar sicher laut Zuschauer 20cm (mir ist schon klar , daß das Hinterrad trotz ABS hochgehen kann, der Grund für meine Frage kommt im nächsten Absatz!). ABS-Kontrolleuchte hat beim Start ganz normal gleichzeitig geblinkt und ging dann aus, also sollte es funktionieren!

    Letztes Jahr aber beim Bremstest ist es nie passiert, daß das Hinterrad hoch ging und ich hatte richtig das Gefühl, daß das ABS arbeitet (weil die Bremse immer wieder kurz nachgelassen hat...), dieses Gefühl hatte ich heuer gar nicht .

    Daher meine Fragen:
    Wie verlässlich ist diese Kontrollanzeige?
    Wie testet man das ABS ohne dem Risiko, auf die Schnauze zu fallen oder geht das nur per Diagnosestecker?

    Vielleicht könnt ihr mir ein bisserl auf die Sprünge helfen, vielen Dank schon mal?!

    Schöne Grüße
    Gregor

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von gupsi Beitrag anzeigen
    Wie testet man das ABS ohne dem Risiko, auf die Schnauze zu fallen
    Bremsen, wenn´s blockiert wieder aufmachen. Das sollte eigentlich jeder routinierte Fahrer hinbekommen, ohne sich auf's Ei zu legen.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Zitat Zitat von gupsi Beitrag anzeigen
    Wie testet man das ABS ohne dem Risiko, auf die Schnauze zu fallen oder geht das nur per Diagnosestecker?

    Vielleicht könnt ihr mir ein bisserl auf die Sprünge helfen, vielen Dank schon mal?!
    du musst 2 dinge unterscheiden, einmal das ABS, welches auch nur ueber einem
    bestimmten km/h wert arbeitet und dem ueberschlagschutz der R1200GS.

    das heck kann natuerlich hochkommen, bei mir waren es 2 x hintereinander ca
    50 - 60 cm bevor der ueberschlagschutz eingriff. solange das rad vorne nicht
    blockiert und damit die die drehzahl vorne und hinten massiv unterschiedlich
    sind (je langsamer desto kleiner der unterschied) desto besser kann man das
    heck lupfen.

    das abs regelt ja nicht, dass dein heck am boden bleibt (das ist ein nebeneffekt)
    sondern soll erkennen wenn das rad blockiert, also im vergleich zum referenz-
    rad (das andere eben) steht, waehrend der rest noch umdrehungen liefert.

    der ueberschlagschutz wiederum sorgt dafuer, das die karre nicht ueber die
    vorderachse einen salto macht. dazu muss es aber schon nen kantn von der
    erde entfernt sein.

    um die abs funktion zu testen, einfach bei 30 oder 40 km/h voll auf die hintere
    bremse stellen und dem klackern lauschen. das kannst du auch vorne machen
    aber dann eben mit bedacht und lagsam rantasten, fuer manche klingt ein
    regelndes abs echt gruselig.

    solange die abs leuchte keine fehlfunktion des abs anzeigt, solange kann man
    bei dem krad von einem funktionierenden abs ausgehen.

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von philofax Beitrag anzeigen
    du musst 2 dinge unterscheiden, einmal das ABS, welches auch nur ueber einem
    bestimmten km/h wert arbeitet und dem ueberschlagschutz der R1200GS.
    Den Überschlagschutz gibt es generell beim TI-ABS mit BKV wie es ab Mj2003 auch in der R1150GS und später bis Mj2007 in die R1200GS eingebaut wurde.

    @ Gupsi:
    Wenn mein Ratschlag "bremsen, blockieren, loslassen" evtl. zu rudimentär war, kannst Du das natürlich erst mit der Hinterradbremse testen. Da sollte nun wirklich nichts passieren.

  5. Registriert seit
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    #5
    Eine GS verträgt auch losen Untergrund. Such dir den nächsten feldweg -dort kannst du sehr schnell und auch bei niedrigen Geschwindigkeiten herausfinden, ob das ABS die Bremse etwas löst oder nicht. Und selbst ein Umfaller wäre dann ein geringes Problem. Und das "G" im Töffnamen freut sich

  6. Registriert seit
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    #6
    Danke erst mal euch dreien für die Antworten!

    Also mir ist schon klar, daß das ABS nur ein blockierendes Rad verhindern soll. Mir war nur die Diskrepanz vom vorigen Jahr zu heuer auf genau dem selben Platz aufgefallen (...daß ich eben das Gefühl hatte, letztes Jahr das ABS-Rattern eindeutig zu spüren (und das Rad blieb am Boden) und heuer war da bei der Vorderradbremse nix, am Hinterrad hab ich´s dann eh gespürt)

    Meine GS hat keinen Überschlagschutz (ist dafür wohl auch zu alt).
    Beim Bremstest war ich irgendwo im 60er (machte das Ganze ja nicht zum ersten mal) Bereich (da sollte das ABS auch arbeiten)

    Bei meinen Vorgängermopeds hatte ich kein ABS und da war Bremsen bis zum Blockieren und dann halt loslassen auch kein Problem, aber bei der GS war ich halt so gar nicht drauf gefaßt, daß das ABS womöglich nicht arbeiten könnte (hab´s ABS bei diversen Fahrsicherheitstrainings schon öfters getestet und war eigentlich nie ein Problem, aber letztes Wochenende gab´s da einen kleinen Vertrauenseinbruch )

    Muß auf jeden Fall noch ein paar vorsichtige Bremstest machen, bevor ich dem System wieder richtig vertraue! Der Tipp mit der SChotterstraße ist glaub ich auch nicht uninteressant

    Grüße
    Gregor

  7. Registriert seit
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    #7
    Tach !

    ABS II ist ein altbekanntes, bewährtes und zuverlässiges System. Es wurde in den ersten 4-V-Kühen (und dann auch der K-Serie) seit ca. 1993/94 eingebaut. Ich lese seit 2005 das K-Forum (flyingbrick.de) mit - mir ist kein Fall erinnerlich, daß jemand von einem solchen Fehler: ABS fällt aus ohne Warnlampe - berichtet hätte.

    Das ABS verhindert nicht, wie gesagt, den "Stoppie", das Abheben des Hinterrades. Das dieses abheben kann, wenn das Vorderrad noch am rollen ist, dürfte normal sein. Bei mir war es sogar mal in der Fahrschule so (auf ner 600er CBR) - ich hatte es noch nicht einmal selbst registriert.

    Es gilt auch zu bedenken, daß das ABS nur ab einer gewissen Mindestgeschwindigkeit arbeitet, ich glaube 4 kmh. Wird die Fuhre langsamer, setzt das ABS-System aus - da sind auch schon welche umgefallen wegen.

    Ganz grundsätzlich ist ein ABS-Test, der natürlich nur auf geeigneten Strecken erfolgen sollte, und erst nach sorgfältiger Kontrolle, daß die Strasse vorne und hinten frei ist - nicht soo dramatisch, weil man ja auf ein eventuelles Blockieren vorbreitet ist. Wenn die Fuhre anfängt, instabil zu werden, lässt man die Bremse einfach wieder los, und fertig ist. Sie stabilisiert sich dann ganz von alleine wieder, man braucht also keinerlei Lenkbewegungen oder ähnliches zu tun, im Gegenteil, sowas sollte man unterlassen, und einfach nur ruhig auf dem Bock sitzen bleiben.

    Das Sturzrisiko besteht vor allem bei der "Schreckbremsung", wenn man eben nicht aufs Bremsen und die eventuelle Blockade vorbereitet ist.

    Ich selbst habe auf meiner K 1100 RS 2x ein blockierendes Vorderrad erleben müssen, während mein ABS-Steuergerät ausgefallen gewesen war. Einmal auf trockener und einmal auf nasser Fahrbahn, bei jeweils ca. 130 kmh. Beide Male hat die Fuhre mächtig getaumelt, weil ich nicht rechtzeitig wieder aufgemacht hatte, aber beide Male ist sie spurtreu und bin ich oben geblieben.

    Ein solches Erlebnis ist mir mit der GS bislang erspart geblieben, aber ich bin mal im Februar auf so einer heimtückischen Öl-Schmaddel-Wasser-Spur gerutscht - auch die GS hat bewiesen, daß sie da zwar heftig taumeln kann, aber weitaus mehr verträgt, als man meinen könnte.

    Summa summarum glaube ich also, daß Du Dir keine allzugroßen Sorgen zu machen brauchst.

    Gruß

    Kroni

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    #8
    ... klackert das ABS denn direkt nach dem losfahren?
    Aktiviert es sich oder erlischt nur die Anzeige?
    Ich war dieses Jahr bei meinem ersten Training, da ich der einzige mit ABS war, sollte ich meine Bremstest´s mit über 80 km/h absolvieren.
    Da ging eingentlich nichts hoch und das System war hör und fühlbar bei der Arbeit.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    @Ra_ll_ik

    ...hmm, bin wegen Streß und Wetter noch nicht dazugekommen, das ganze nochmals zu testen, hab aber schon das Gefühl, daß es sich aktiviert (könnt´s jetzt aber nicht wetten, werde probieren und berichten!)

    Nochmals Danke für eure Erläuterungen, wie gesagt: werde berichten!

    Schöne Grüße
    Gregor

  10. Registriert seit
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    Daumen hoch

    #10
    Sodala,

    hab jetzt ausgiebige Tests hinter mir, zuerst auf Schotter, dann auf Asphalt, zuerst hinten dann vorn.

    Die Idee mit der Schotterfahrt (Danke Nordlicht) war genial, ABS spricht ziemlich flott an bei verhältnismäßig niedriger Geschwindigkeit und Spaß machts auch noch

    Moral von der Geschicht: ABS funktioniert, der Hinterreifen kommt halt manchmal hoch, was soll´s?

    Danke noch mal für eure Tips!

    Schöne Grüße
    Gregor


 

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